CBD in aller Munde: Bei welchen Beschwerden hilft das Öl wirklich?

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CBD Öl wird immer beliebter – doch ist der Optimismus begründet?

Wer sich ein wenig für Cannabidiol interessiert, der hat rasch das Gefühl, dass auf jede Frage »da hilft CBD« als Antwort kommt. Gerade bei Alltagsbeschwerden im beruflichen Alltag von Frauen wie Stress oder Kopfschmerzen soll das Mittel helfen.

CBD, speziell das Öl, ist so beliebt, dass es längst als kleines Allheilmittel und Wunderkind gilt. Die Beliebtheit ist begründet, die Wirkung in einigen Fällen auch, doch bei was wirkt CBD nun tatsächlich? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Wie sieht die Studienlage aus?

Genau um diesen Punkt ist es noch mau bestellt.

Das Problem ist, dass sich die Forschung zwar seit Jahrzehnten auf die Cannabispflanze konzentriert, allerdings immer nur im Zusammenhang mit THC. Das ist der Stoff, der beim Genuss von Marihuana den Rausch auslöst.

Gleichzeitig ist es ein unumstößlicher Fakt, dass auch in THC-haltigen Produkten durchaus CBD enthalten ist.

Nur wurde dieser Stoff bis vor einigen Jahren kaum beachtet. Heute setzt sich der Stand der Dinge aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Verunsicherung – viele Menschen, die sich mit Studien auseinandersetzen, fühlen sich vom Vermerk auf das THC abgeschreckt. Dabei ist in reinem CBD kein THC enthalten – oder nur so wenig, dass es gar nicht auffällt. 
  • Unklare Faktenlage – ein Beispiel: Ohne Genaueres zu wissen, wird bei Müdigkeit Kaffee und ein Käsebrot empfohlen. Wie gesagt, Koffein allein wurde nie untersucht. Wird der Proband nun wacher, weil er das Käsebrot gegessen oder den Kaffee getrunken hat? Durch die Vermischung der Studien mit THC ist auch schwer zu belegen, welcher Stoff nun zum Ergebnis führt. Mittlerweile gibt es reine CBD-Studien, doch die greifen oft nur auf kleinere Versuchsgruppen zurück und können nicht mit der Masse der Gesamtstudien mithalten. 
  • Fixe Ergebnisse – einige Studien, wie gesagt, mit kleiner Versuchsgruppe, zeigen klipp und klar, dass CBD bei bestimmten Beschwerden hilft. So wirkt es definitiv angstlösend und unterstützt den Schlaf, kann bei Epilepsie helfen und wirkt mitunter bei Schmerzkrankheiten wie Arthrose und Fibromyalgie. 

In den kommenden Jahren werden wohl vermehrt große Versuchsreihen gestartet und somit bekanntere Studien herausgegeben. Doch auch heute schon können Nutzer auf Studien vertrauen, gerade, wenn die die Verbindung mit THC herstellen. Dieser Abschnitt lässt sich gut ignorieren, denn im Ergebnis kommen auch viele CBD-Tests auf dieselben Antworten. Nur ohne den Rausch. 

Was empfehlen Nutzer? 

Oft scheint es, als sei CBD ein wahres Wundermittel, das praktisch gegen jegliche Problematik hilft. Das stimmt, teilweise. Der menschliche (und tierische) Körper besitzt diverse Rezeptoren, an denen Cannabidiol andocken kann. Die wichtigsten Rezeptoren befinden sich im Gehirn und im Verdauungstrakt. Aus diesem Grund wirkt das Mittel auch gegen diverse Beschwerden und so profitieren Nutzer häufig wie folgt:

  • Psychosomatische Beschwerden – dazu gehören Stress, Ängste, Schlafstörungen und innere Unruhe. CBD hilft dem Körper beim Entspannen und hat eine schlaffördernde Wirkung. Guter Schlaf ist essenziell für die Stressunempfindlichkeit und hilft wiederum gegen Ängste. Fakt ist aber auch: CBD ist kein Allheilmittel. Die Ursache von Ängsten und Schlafstörungen muss gesondert behoben werden. 
  • Schmerzen – gerade Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Kopfschmerzen zählen hierunter. CBD zeigt sich auf diesem Gebiet als sehr wirksam, wobei es auf die Dauer der Einnahme ankommt. 
  • Immunsystem – hier wirkt CBD auf ganzer Linie. Durch einen gesunden Schlaf verbessert sich das Immunsystem ohnehin. Zugleich wirkt CBD entzündungshemmend, was sich natürlich auch positiv auswirkt. 
  • Spezialgebiete – CBD kann in speziellen Fällen unterstützend wirken, ersetzt aber keine konventionelle Therapie. Während es die Einnahme von Schmerzmitteln reduzieren kann, sollte es niemals anstelle von Epilepsiemedikamenten eingesetzt werden. Die Unterstützung der Therapie ist hier wieder erlaubt. Dasselbe gilt bei den Nebenwirkungen einer Krebstherapie. CBD heilt keinen Krebs, kann aber die Nebenwirkungen einer Chemotherapie abschwächen. 

 

Stress und Schlafstörungen sind alltägliche Probleme. Unter Umständen kann CBD dabei helfen, diese zumindest zu lindern. Die Faktenlage dazu ist allerdings noch nicht ausreichend.

 

Grundsätzlich gilt, dass bei länger anhaltenden Problemen immer ein Arzt konsultiert werden muss. Das trifft auf psychosomatische Probleme zu, aber auch auf länger anhaltende Schmerzen oder Übelkeit.  Ein simples Beispiel: Nur weil CBD gegen Gelenkschmerzen hilft, heilt es nicht das gerissene Kreuzband. Nutzer von CBD weisen zudem darauf hin, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, welches anders als eine gewöhnliche Schmerztablette wirkt. In der Regel muss CBD eingeschlichen, das heißt, über eine gewisse Zeit eingenommen und langsam gesteigert werden.

Der Schlusspunkt ist erreicht, wenn die gewünschte Wirkung erzielt wird. Der Körper muss sich erst an das Cannabidiol gewöhnen, um korrekt darauf anzusprechen. Wer noch nie Cannabidiol zu sich genommen hat, der kann also nicht bei Migränestart auf CBD zurückgreifen und erwarten, dass die Schmerzen verschwinden.

Es kann funktionieren, muss aber nicht. Jeder Mensch reagiert anders. 

Was ist beim Kauf von CBD zu beachten? 

Abgesehen von der Tatsache, dass CBD nicht unbedingt günstig ist, dürfen Nutzer auch nicht direkt auf den Preis schauen.

Die Qualität des Mittels ist wesentlich wichtiger: 

  • Bio-Qualität – um das CBD zu gewinnen, wird es aus der Cannabispflanze extrahiert. Pflanzen, die mit chemischen Stoffen behandelt wurden, könnten in diesem Verfahren Rückstände im CBD hinterlassen. Aus diesem Grund ist die Bio-Qualität notwendig. 
  • Anbauort – das CBD sollte aus Europa stammen. Es gelten klare Regeln bezüglich des möglichen THC-Gehalts und nur bei Produkten aus europäischem Anbau ist sichergestellt, dass diese eingehalten werden. So wird in der EU für CBD eine andere Gattung der Cannabispflanze genutzt. Sie hat einen höheren CBD-Anteil, dafür ist das THC nur im geringen Maß enthalten. 
  • Konzentration – für Anfänger sind Produkte mit 10 Prozent CBD völlig ausreichend. Da jeder Mensch anders reagiert und seine persönliche Dosierung finden muss, zeigt sich diese Konzentration als besonders zuverlässig. Sie kann leicht gering dosiert werden, aber auch die höhere Dosis ist nicht problematisch. 

Bildnachweise:

Anthony Tran / Unsplash.com

Enecta Cannabis Extracs / Unsplash.com

 

 

 

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