Mathe ist Männersache? Von Wegen!

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Ist Mathematik wirklich “Männersache”? Dieses Klischee hält sich schon lange hartnäckig. Doch ist wirklich etwas an der Sache dran? Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schätzen sich Mädchen schon ab der 5. Klasse deutlich schlechter in Mathe ein, als sie es eigentlich sind.

Jungen hingegen überschätzen ihre Fähigkeiten in dem Fach häufig: 20.000 Schülerinnen und Schüler wurden für die Studie darum gebeten, auf die Aussage „Ich war schon immer gut in Mathematik“ auf einer Skala von eins („trifft gar nicht zu“) bis vier („trifft völlig zu“) zu reagieren. Die Jungen erhielten einen Wert von 3.1, während er bei den Mädchen nur bei 2.5 lag. Diese Selbsteinschätzungsdiskrepanz zwischen Jungen und Mädchen setzt sich während der gesamten Schulzeit fort.

DIW-Bildungsforscher Felix Weinhardt führt die Tatsache, dass Frauen deutlich seltener als Männer mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer studieren darauf zurück, dass sie aufgrund dieser fehlerhaften Selbsteinschätzung Vorlieben für andere Fächer entwickeln. Zum Glück gehen mittlerweile immer mehr Frauen gegen schädliche Vorurteile vor.

Weibliche Mathegenies

Der wohl beste Gegenbeweis dafür, dass Frauen durchaus Mathe können, ist ein kurzer Blick in die Vergangenheit. Selbst vor Hunderten von Jahren, als Bildung häufig den Männern vorbehalten war, gab es bereits Frauen, die die Welt der Mathematik revolutionieren konnten. Da wäre zum einen Maria Gaetana Agnesi (1718 – 1799), eine italienische Mathematikerin und Philanthropin aus Mailand. Die geistreiche Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns veröffentlichte 1748 ihr Werk Instituzioni analitiche (Grundlagen der Analysis). Ebenfalls erwähnenswert ist die Französin Sophie Germain (1776 – 1831). Sie konnte 1805 beweisen, dass der Fermatsche Satz auf einige Primzahlen, heute auch Sophie-Germain-Primzahlen genannt, zutrifft.

Eine weitere, im deutschen Raum bekannte Mathematikerin, ist Emmy Noether (1882 – 1935). Sie schlug zunächst eine Laufbahn als Lehrerin an Mädchenschulen ein, bevor sie sich in ihrer Heimatstadt Erlangen immatrikulierte und die zweite Frau in Deutschland wurde, die im Fach Mathematik promovierte. Heute sind ihre Erkenntnisse in der Mathematik und theoretischen Physik anerkannt und ein Förderungsprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) trägt ihren Namen.

Frauen, die mit mathematischem Denken die Welt im Sturm erobert haben

Wer an die erste Mondlandung von 1969 denkt, der erinnert sich meist zuerst an Namen wie Neil Armstrong, Buzz Aldrin und John Glenn. Doch eigentlich waren es die „Rocket Girls“ der Nasa, die in den Hinterzimmern nur mit Stift, Zettel und einfacher Rechenmaschine bewaffnet, alle notwendigen Berechnungen vornahmen. Mit dabei war auch Margaret Hamilton, die heute als Wegbereiterin der Softwaretechnik gilt. Hamilton leitete die Entwicklung der NASA-Flugsoftware, mit der die Crew der Apollo 11 erfolgreich auf dem Mond landen konnte.

Auch der erste professionelle Blackjackspieler der Welt war eine Frau. Eleanore Dumont wurde 1854 in Kalifornien geboren. Um beim Blackjack erfolgreich sein zu können, muss man ein extrem gutes Verständnis von dem Spiel haben. Die grundlegenden Regeln kann man bei Betway Casino leicht erlernen, doch wichtig ist vor allem die Strategie, mit der man an das Spiel herangeht. Um häufig gewinnen zu können, muss man sich hervorragend mit Wahrscheinlichkeiten auskennen, damit man im entscheidenden Moment die richtige Wahl trifft – doch noch eine Karte oder lieber nicht? Welche Strategie ist also die beste für die Karten auf der Hand: hit, split oder surrender? Obwohl ein Großteil des Lebens von Eleanore Dumont ein Mysterium bleibt, so war sie dennoch für ihre zahlreichen Siege am Blackjacktisch bekannt. Aber auch bei einer Pechsträhne verlor sie nie die Fassung.

Frauen auch in anderen “männlichen” Bereichen auf dem Vormarsch

Frauen können sich auch in anderen “typisch männlichen” Domänen immer mehr behaupten. So zum Beispiel auch im Gaming-Bereich. Zu den beliebtesten Computerspielen von Frauen 2018 zählen sowohl Quiz- und Wissensspiele, als auch Logikspiele. Das Geschlechterverhältnis der Gamer ist mittlerweile übrigens fast ausgeglichen. Von 34.1 Millionen Gamern sind 53 Prozent männlich und 47 Prozent weiblich.

Doch nicht nur das Spielen selbst, auch die Entwicklung von Videogames gilt als Männerdomäne. Zwar stimmt es, dass der Großteil der Programmierer männlich ist, doch konnten sich auch einige Frauen einen Namen in der Computerbranche machen. Ganz vorne mit dabei ist sicherlich Ada Lovelace (1815 – 1852), die als erste Programmiererin der Geschichte gilt, da sie für die – im Übrigen nie gebaute – Rechenmaschine von Charles Babbage den komplexen Code schrieb. Ebenfalls erwähnenswert ist auch Jade Raymond, die Produzentin der Reihe Assassin’s Creed. Die berühmte Spielereihe von Ubisoft ist heute eine der erfolgreichsten aller Zeiten.

Vorurteile können einen großen Einfluss darauf haben, wie man sich in einer bestimmten Situation verhält. Leider lässt sich kaum bestreiten, dass Frauen in vielen Fällen beim Kampf um Geschlechterzuweisungen den Kürzeren ziehen – auch heute noch. Doch Veränderungen sind in Sicht. Für veraltete Vorurteile wie “Frauen können kein Mathe” gibt es im modernen Zeitalter schlicht und einfach keinen Platz mehr.

Bildnachweise:

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