Mit Kind durch „Männer“-Horde – Palmer erlebte Albtraum vieler Frauen

Von  |  3 Kommentare

Boris Palmer fällt seit langem schon dadurch auf, dass er der (neuen) Realität ins Auge sieht und sich nicht – wie andere Grüne – in einer realitätsfernen Blase bewegt. Vor allem in Sachen „Flüchtlings“Politik nimmt der Oberbürgermeister von Tübingen kein Blatt vor den Mund, was ihn seit einiger Zeit DAS erfahren lässt, womit Politkritiker schon lange umgehen müssen.

„Rassist“, „Fremdenfeind“, „Nazi“…die Palette der Schimpfwörter, die in Richtung Palmer verbal geschossen werden, seit er die Konsequenzen der Irrsinnspolitik der aktuellen Bundesregierung öffentlich thematisiert, ist groß und mittlerweile ziemlich abgedroschen.

Denn das „Bunte“, auf dass sich gewisse Leute und Politiker ab 2015 so freuten, das trat nicht ein. Millionen Bürger wussten das freilich vorher und warnten vor dem, was kommt, aber die Reaktionen darauf sind ja hinlänglich bekannt.

Nun ist der Albtraum da – jeden Tag auf`s Neue. Wo unsere Polizei lange schon vor 2015 an die Grenzen ihrer Kapazitäten kam (Stichwort: Drogen- und Beschaffungskriminalität), ist sie nun gezwungen, sich tagtäglich mit den Straftaten derer, die man hier verharmlosend und beschwichtigend als „Flüchtlinge“ bezeichnet, herumzuschlagen. Was da heißt: Messerattacken, Messermorde, Grapschen ohne Ende, rauben und prügeln sind zum Alltag in Deutschland geworden.

Aktuell steht hier Amberg im Fokus, wo Passanten wahllos von Zugewanderten verprügelt wurden. Längst können Politik und Medien die verheerenden Zustände nicht mehr unter den Teppich kehren, auch wenn sie wahrscheinlich gern weiter geschwommen wären – im warmen Relotius-Strom, in den sie gern die Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer, Zuschauer und Zuschauerinnen mit hineingezogen hätten. Allein: die wollten zumeist nicht, sondern orientierten sich lieber daran, was sich in ihrem eigenen Umfeld abspielte.

Und da spielte und spielt sich was ab!

Thematisiert das allerdings jemand öffentlich, ist er auch heute noch mindestens ein Populist, geändert hat sich bei den Medien noch nicht viel, was aber unerheblich ist, da den etablierten Redaktionen sowieso droht, in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Selbst Leute wie Boris Palmer tragen nun dazu bei.

Denn der hat aktuell dieselbe Erfahrung gemacht, die viele Frauen (Mütter und Nicht-Mütter) seit 2015 häufig machen, aber angefeindet und nicht selten beschimpft und verächtlich gemacht werden, wenn sie es öffentlich thematisieren. Sei es in Kommentarspalten, auf Demos oder Polit-Aktionen oder in den sozialen Netzwerken.

Vor allem Frauen, die – mit Nachwuchs oder ohne – häufig öffentliche Plätze, Bahnhöfe, Züge oder Busse tangieren oder nutzen, wissen, dass die körperliche Unversertheit in manchen Städten und Orten mittlerweile zur Schicksalslotterie geworden ist. Soll heißen: die Gefahr, Opfer ausländischer Krimineller zu werden, die sich mit Vorliebe und zumeist in Gruppen in der Öffentlichkeit aufhalten, ist seit der Massenzuwanderung von vor allem jungen Männern immens gestiegen.

Die vielen (weiblichen) Opfer der importierten Kriminalität sprechen für sich.

Und selbst wenn (zunächst) nichts passiert: als Passant – männlich wie weiblich – durch eine Gruppe Araber oder Afrikaner zu laufen oder solche Gruppen auch nur parallel zu passieren, ist nicht ohne. Für Palmer ist eine solche Situation sogar „5 vor 12“.

Zumindest verwendet er diese Ausdrucksweise in der Überschrift seines Facebook-Postings vom 6. Januar 2019, das wie folgt lautet und sich auf Tübingen bezieht:

„(…)Planmäßig wäre ich nach einem kurzen Schneeurlaub gestern um 19h daheim gewesen. Tatsächlich kam der Zug um 2354h in Tübingen an. Meinen kleinen Sohn auf dem Arm musste ich mir erstmal einen Weg durch eine Gruppe junger Männer bahnen. Am Taxi angekommen ging es schon los mit körperlicher Gewalt und lautem Geschrei. Die Vernünftigen schafften es zumindest für den Moment gerade noch, die Schläger zurück zu halten. Deutsch sprach niemand. Einschließlich der Männer in der Bahnhofshalle waren es 18 junge Männer, davon sechs Schwarzafrikaner und augenscheinlich alle Migranten. In die Polizeistatistik schafft es so ein alltäglicher Fall gar nicht.

Ich habe diese Entwicklung als regelmäßiger Bahnfahrer früh beobachtet und beschrieben. Ich werde dafür bis heute als Rassist gebrandmarkt. Ich hatte mir für das neue Jahr vorgenommen, über Asylthemen nur noch zu schreiben, wenn es für Tübingen wichtig ist. Es gibt wirklich noch andere Themen. Aber das hier ist wichtig. Und das ist in Tübingen passiert.

Ich fühle mich bedroht und verunsichert, wenn ich durch eine solche Gruppe hindurch muss. Vor dem Jahr 2015 sind mir solche Szenen im Bahnhof Tübingen nicht vorgekommen. Ich bin mir sicher, dass auch andere Reisende das als sehr unangenehm empfinden. Ich könnte mir ein Auto kaufen, einen städtischen Fahrer einstellen und mich von diesem Teil der Wirklichkeit abkoppeln. Da würden mir auch nachts keine Leute auf der Straße mehr begegnen, mit denen ich mich über Respekt und Ruhe auseinandersetzen müsste. Will ich aber nicht.

Ich will mich nicht in eine sichere Oberschichtenwelt zurück ziehen. Ich will auch nicht, dass immer mehr Menschen wegen Verspätungen Frust mit Bahnreisen verbinden und zunehmend eine Stresserfahrung mit Migranten und Asylbewerbern. Deshalb will ich das nicht hinnehmen. Und das wird auch nicht besser durch Fußballfans und Wasenbesucher. Auf die kann ich mich zumindest einstellen. Fußballfans sind nur dann im Zug, wenn der VfB spielt. Und am Bahnhof ist dann massenhaft Polizei.

Was kann, was muss man tun? Immer mehr Städte gehen zur Videoüberwachung über. Unter anderem das scheinbar so liberale Berlin. Ich fürchte, der Trend ist angesichts solcher Entwicklungen im öffentlichen Raum nicht zu verhindern.

Soweit es Asylbewerber sind, liegt es in Tübingen gewiss nicht an mangelnden Integrationsanstrengungen der Stadtgesellschaft. Wir haben 60 Millionen Euro für neue Häuser für Flüchtlinge investiert. Wir haben eine eigene Abteilung für Hilfen für Geflüchtete aufgebaut und mittlerweile 20 Personen dort eingestellt. Wir bieten ein Ausbildungsstipendium für Flüchtlinge an. Wir haben Sprachkurse und Schulangebote für alle.

Die meisten der 1400 Flüchtlinge in der Stadt haben das gut angenommen. Aber rund 50 junge Männer machen immense Probleme. Ich finde nach wie vor, dass wir verlangen können, dass Asylbewerber nicht als bedrohliche Gruppen und wie hier als Teil einer beginnenden Schlägerei auftreten.

Deswegen geht Hessen genau den richtigen Weg geht. Dort steht im Koalitionsvertrag:

„Zur Ordnung gehört, dass Flüchtlinge, bei denen durch ihr individuelles Verhalten erhebliche Zweifel an ihrer Integrationswilligkeit bestehen, in einer Landeseinrichtung verbleiben oder erneut dort untergebracht werden. Abgelehnte Asylbewerberinnen und -bewerber ohne Bleibeperspektive müssen unser Land schnellstmöglich wieder verlassen.“

Ich bin der Meinung, dass für die jungen Männer im Tübinger Bahnhof genau das gilt: Erhebliche Zweifel an Integrationswilligkeit verbunden mit einer massiven Störung der öffentlichen Ordnung. Ich halte es für notwendig, dass Baden-Württemberg den Kommunen in gleicher Weise hilft. Diese jungen Männer müssen zurück in einer sichere Landeseinrichtung. Raus aus dem Sozialraum Stadt. Es darf ihnen nicht gestattet werden, das Zusammenleben dauerhaft in dieser Weise zu beeinträchtigen.

Wer hier mitliest, weiß: Ich habe diese Forderung mit meinem Kollegen aus Schwäbisch Gmünd seit zwei Jahren erhoben. Wir nennen es den doppelten Spurwechsel. Denn wir wollen die Sanktion für Störenfriede mit einem Anreiz für die Fleißigen verbinden: Einem Bleiberecht für alle, die einen Arbeitsplatz gefunden haben und unsere Gesellschaft respektieren.

Ach ja, zur Erinnerung für alle, die mir vorwerfen, eine solche Ungleichbehandlung sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, rassistisch, oder sonstwie verwerflich: In Hessen regieren die Grünen mit 20% als zweitstärkste Kraft mit. Und die haben diesen Koalitionsvertrag nahezu einstimmig und mit großem Jubel gebilligt.

PS: Ich habe zu diesem Thema in meinem Buch alles Notwendige aufgeschrieben. Heißt: „Wir können nicht allen helfen.“ Das als Antwort an diejenigen, die meinen, ich hätte bisher geschwiegen.

PPS: Ich muss jetzt zwei Neujahrsreden bei den Grünen halten. Eine in Kempten und eine in Friedrichsshafen. Ich habe bis 10.30h versucht, alle Kommentare zu beantworten. Ab jetzt kann ich das nicht mehr tun. Werde nur noch darauf achten, dass hier nicht gehetzt wird. Das dulde ich nicht auf meiner Seite. Also lassen. Dasselbe gilt für AfD-Propaganda.“

Wie zu erwarten war, hat Palmer mit diesem Posting voll ins Schwarze getroffen, Stand 15.22 Uhr am 6.1.19 sind über 3400 Kommentare und über 6000 geteilte Inhalte unter diesen Zeilen zu verzeichnen.

Vor allem Frauen pflichten dem Tübinger Oberbürgermeister bei, fast alle in dem Tenor: „Sehen Sie, so geht es uns schon lange, vor allem als Frau hat man Angst!“.

Viele Kommentatoren schlagen zudem vor, dass (grüne) Politiker, vor allem, wenn sie weiblich sind, einmal in die Situation kommen sollten, alleine irgendwo in einer Großstadt zu später Stunde herumlaufen zu müssen.

Wieder andere schreiben – zu Recht natürlich -, dass es sehr wohl auch die Grünen waren (und sind), die unermüdlich daran arbeiten, dass sich diese Zustände in Deutschland etablieren.

Eine Frau fasst mit wenigen Worten zusammen, was für viele Frauen, die Angst haben, nun die Konseqenz ist, sie schreibt:

Schön, das sich Männer auch nicht mehr sicher fühlen.
Ich selber fahre Abends aus den oben beschrieben Gründen auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr.
Fühle mich in unserem Land garnicht mehr sicher…
Traurig was aus Deutschland wurde…

Und so geht es weiter und weiter, fast alle Kommentatoren auf Palmers Facebook-Seite heißen die aktuelle Politik – gelinde gesagt – nicht gut. Einmal mehr ein Zeichen dafür, dass offenbar die verantwortlichen Politiker allesamt den Bezug zur Realität verloren haben. Was aber auch mit daran liegt, dass diese wohl kaum abendliche Erfahrungen an Bahnhöfen oder Deutschlands Plätzen machen müssen und zudem meist beschützt und abgeschottet wohnen.

Das allein kann es allerdings auch nicht sein. Das große „Warum?“ (bezogen auf die Grenzöffnung, bezogen auf das Nichtthematisieren der explodierenden, importierten Kriminalität, bezogen auf das massenhafte Hereinbitten von Analphabeten, und, und, und…)  – es bleibt. Und bietet schon deshalb viel Raum für Spekulationen und Verschwörungstheorien.

Irgendwann wird es sicher darauf eine Antwort geben. Für den Moment allerdings ist es angeraten, den Blick auf das politische und mediale Umfeld von Boris Palmer zu richten – die üblichen Verdächtigen dürften sich längst für eine öffentliche Schlammschlacht rüsten.

Aber sollen sie – all` das trägt nur weiter dazu bei, dass die Wahrheit über die Folgen der aktuellen Politik auch bei denen ankommt, die bis vor Wochen vielleicht noch Kuscheltiere in Asylunterkünfte trugen.

Die Hoffnung darauf stirbt zumindest zuletzt!

Bildnachweis: (c) dpa

 

 

Frauenpanorama unterstützen? Über eine Spende freut sich Frauenpanorama.de

Frauenpanorama unterstützen? Über eine Spende freut sich Frauenpanorama.de

3 Kommentare

  1. Mike

    12. Januar 2019 at 12:52

    Ich denke, das sollte dem Blog und den Lesern hir gefallen – die Videos von Jasinna – der/die ein oder andere wird sie sicher schon kennen.
    YT-Kanal
    https://www.youtube.com/user/Jasinna/videos
    YT-Zweitkanal (wegen Zensur):
    https://www.youtube.com/user/JasinnaRELOADED/videos
    Ein weiterer Ausweichkanal (wegen Zensur):
    https://bit.tube/Jasinna
    Alter Ausweichkanal, auf den sie aber nichts mehr hochladen kann:
    https://www.bitchute.com/Jasinna/
    Jasinna’s Videos sind absolut anstaendig und frei von sogenannter Hetze (sogar sanftere Wortwahl als im obigen Artikel, womit ich nicht sagen will, dass mir das zu derbe ist) und trotzdem wird sie staendig geloescht.
    Deshalb verlinke ich eben alle Kanaele, weil man nie weiss wie lange einer noch existiert.
    Wie sie sagt, hat sie selbst einen Migrationshintergrund und mag es bunt.
    Trotzdem hat sie offensichtlich ihren Verstand behalten, wie das hier auf diesen Seiten ja auch zu sein scheint.
    Und was das Spenden angeht (weil man ihr gelegentlich Abzocke vorwirft): Sie wollte jahrelang gar nicht – Ihre Fans haben sie dazu ueberredet eine Moeglichkeit fuer’s Spenden zu schaffen.
    Also ich denke der Kanal+Ausweichkanaele sollte hier im Blog auf Gefallen stossen.

  2. Willer

    6. Januar 2019 at 21:32

    Falsch: Hinterlassen Sie EIN Kommentar

    Richtig: Hinterlassen Sie EINEN Kommentar

    • Mike

      12. Januar 2019 at 23:11

      Wie schon Karlsson vom Dach sagte: „Das stoert keinen grossen Geist.“
      Oder Sie kennen doch den Loriot-Sketch in dem das Bild schief haengt. Er haette es besser schief haengen lassen anstatt das ganze Wartezimmer zu verwuesten. 🙂

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.