Mutter klagt an: „Jugendamt nahm grundlos mein Kind und gab es zu gewalttätigem Vater“

Kristina Becker mit Tochter Daria

Als sich Kristina Becker im August 2007 von dem Vater ihres ungeborenen Kindes trennte und ihre Tochter Daria wenige Wochen später zur Welt brachte, konnte sie nicht ahnen, welches Schicksal sie erwartet. Der Vater ihres Kindes entpuppte sich als gewalttätiger Typ, der die Mutter, die das Sorgerecht für ihre Tochter hatte, bedrohte und stalkte. Als Kristina Becker – um dem zu entkommen – mit ihrem Kind ins Ausland geht, nimmt das Unheil seinen Lauf. Nach ihrer Rückkehr wurde ihr das eigene Kind vom Jugendamt weggenommen und darf bis heute nicht bei der Mutter leben. Der Fall wirft – auch weil es bundesweit immer wieder aufseherregende Fälle im Zusammenhang mit dem Vorgehen der Institution Jugendamt gibt – ein grelles Schlaglicht auf die Behörde.

Kristina Becker erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt

Im nachfolgenden Interview hat uns Kristina Becker, die die Zwangstrennung von ihrem Kind auch durch Gedichte schreiben und Lieder kreieren thematisiert, ihre Geschichte erzählt:

FP: Frau Becker, können Sie kurz zusammenfassen, warum Ihr Kind nicht bei Ihnen leben darf?

Gerne. Weil eine Mitarbeiterin vom Jugendamt Havelland namens Jester Pelz, vormals Jester Nord, Unwahrheiten – man könnte es auch Lügen und Diffamierungen nennen – an Richter Peter Lanowski vom Amtsgericht Rathenow geschickt hatte, mit dem Antrag, mir nach §1666 BGB (Kindeswohlgefährdung) mein Sorgerecht zu entziehen. Ohne Faktenprüfung kam der Richter ihrem Antrag nach. Meine Tochter Daria und ich befanden uns zu diesem Zeitpunkt im Ausland, so dass das Jugendamt nach dem Geltungsbereich des SGB VIII eigentlich gar nicht antragsberechtigt war, aber auch das störte den Richter nicht im Geringsten, er entzog mir mein alleiniges Sorgerecht und übertrug es in einem Eilverfahren – ebenfalls nicht zulässig – auf Frau Jana Lucke, einem Amtsvormund vom Jugendamt Havelland.

Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, die Großmutter von Daria zum Vormund zu ernennen, was gesetzlich hätte in Betracht gezogen werden müssen, unterblieb auch dies, was ebenfalls einen Verstoß gegen die geltenden Gesetze und Vorschriften darstellte. Frau Jester Pelz wurde übrigens später vom Jugendamt Havelland entlassen, weil sie auch anderen Müttern durch Falschaussagen versucht hatte, ihr Sorgerecht und ihre Kinder zu entziehen. Richter Peter Lanowski sagte, das Jugendamt habe ihn in 20 Jahren nicht einmal angelogen.

Fragwürdiges Verhalten der Behörde

Als Daria und ich nach Deutschland zurückkehrten, kümmerte sich Jana Lucke – entgegen ihrer gesetzlichen Verpflichtung – in über drei Monaten nicht einmal um ihr Mündel, dafür nahm sie Daria dann bei einem Termin im Jugendamt Havelland am 07.04.2015 im Beisein von Amtsleiterin Sabine Ziemer und der Vertretung von Sabrina Wilke grundlos weg, die Damen behaupteten wahrheitswidrig, dass ich einen Fluchtversuch unternommen hätte, was absolut lächerlich ist, denn wer auf der Flucht vor dem Jugendamt ist, der würde dort wohl kaum einen Termin wahrnehmen, nicht wahr? Meiner Tochter Daria wurde erzählt, dass sie jetzt in’s Kinderheim kommen würde und erst dann wieder nach Hause dürfe, wenn ihre Eltern sich vertragen hätten.

NACHDEM das Jugendamt mir Daria weggenommen und inkognito in ein Kinderheim verfrachtet hatte, telefonierte der Vormund Jana Lucke übrigens mit dem Richter Peter Lanowski. Er sagte, er braucht eine Kindeswohlgefährdungsmeldung. MUSS NEU GEFUNDEN WERDEN. So steht es in der Gerichtsakte.

FP: Sie haben eine Menge versucht, um Ihr Kind zu bekommen. Wen haben Sie alles kontaktiert und wie waren die Reaktionen?

Ich habe alles und jeden kontaktiert, zunächst einmal habe ich mich unzählige Male an den Richter Peter Lanowski gewandt, ihm die tatsächlichen Umstände geschildert – es hat ihn nicht interessiert. Ich habe eine Beschwerde an das Verwaltungsgericht in Potsdam gerichtet, unzählige Politiker zum Beispiel die Sozialministerin Diana Golze von Die Linke, die Familienministerin Manuela Schwesig und viele viele andere um Gehör und Hilfe für Daria gebeten – vergeblich.

Kontakt zu Daria bleibt spärlich

FP: Wann haben Sie Ihre Tochter Daria das letzte Mal gesehen und wie kam es konkret zu der bis heute anhaltenden Trennung?

Ich sah Daria zum letzten Mal im Herbst 2018, also vor einem halben Jahr. Ihr Vater, der trotz seiner polizei-, jugendamts und auch gerichtsbekannten Gewalt gegenüber mir wie auch Daria das alleinige Sorgerecht übertragen bekommen hatte, verhindert mithilfe von Jugendamt und Justiz jeglichen Kontakt zwischen Daria und mir, obwohl er gern das Gegenteil davon behauptet. Liest man allerdings genau die Akten, aus denen zu entnehmen ist, dass er von einem unbändigen Hass auf Frauen allgemein, und auf mich persönlich insbesondere geprägt ist (seine Aussage im Gutachten: „Das Wort „Mama“ ist ein rotes Tuch für mich), dann weiß man, wie es wirklich ist.

FP: Gab es aus Ihrer Sicht überhaupt einen Hilfebedarf, der das Tätigwerden von Jugendamt und Familiengericht gerechtfertigt? Wenn ja, wurden niederschwellige Hilfen angeboten, wie es das Gesetz vorschreibt?

Es gab keinerlei Hilfebedarf im Zusammenhang mit meiner Tochter Daria und mir. Wir hatten keinerlei Schwierigkeiten miteinander, es gab auch keine Schwierigkeiten in Kindergarten oder Schule, es gab überhaupt nichts, wie auch aus den Akten hervorgeht. Vor der Wegnahme gab es keinerlei Hilfe oder Hilfsangebot, und es gab auch nachweislich (lt. Jugendamt Ludwigsburg und Polizei) keine Kindeswohlgefährdung, die eine Wegnahme gerechtfertigt hätte. Das einzige Problem war der aggressive übergriffige Vater, der uns verfolgte, beleidigte und bedrohte. Auch dem Jugendamt waren seine „Ausraster“ wohlbekannt, da er auch dort austickte. Das wurde dann aber mir zum Vorwurf gemacht, es hieß, meine ruhige Art würde ihn provozieren. Überhaupt wurde alles umgedreht, das, was er tut, wurde und wird mir zu Unrecht vorgeworfen. Ein Beispiel: Er beleidigt nicht nur mich persönlich als „miese Schlampe“ sondern beschimpft und beleidigt mich ebenfalls vor meiner Tochter und anderen nachweislich auf’s Übelste. Ich habe das ebenso nachweislich niemals getan. Er hat das Sorgerecht für Daria, sie muss bei ihm leben, ich darf keinen Kontakt zu Daria haben, weil es ja sein könnte, dass ich in ihrem Beisein schlecht über ihn reden könnte.

3 Schulwechsel binnen 3 Jahren!

Zweites Beispiel: Mir wird vorgeworfen, das Kindeswohl durch Umzüge gefährdet zu haben, dabei war ich in 7 Jahren nur einmal umgezogen, weil unser Haus einem Brandanschlag zum Opfer gefallen war. Durch die Handlungen von Jugendamt, Vater und Justiz musste Daria durch und nach ihrer Wegnahme 4 Umzüge und 3 Schulwechsel innerhalb von nur 3 Jahren durchmachen.

FP: Derzeit wird öffentlich darüber diskutiert, die Väterrechte zu stärken. Wie stehen Sie dazu?

Siehe die obigen Antworten. Dadurch wird gewalttätigen und hasserfüllten Vätern die Möglichkeit gegeben, sich über das Kind an der Mutter zu rächen. Das sagte auch Darias Vater ganz offen: „Das ist meine Rache“. Es geht nicht um das Kind, es geht um Macht, um Rache, und auch um das Geld. Der Vater wollte keinen Unterhalt zahlen, ihm ist es lieber, dass das Kind im Kinderheim ist. Das betrachten Jugendamt und Justiz dann als Kooperation, der Vater hat einen Hilfebedarf und sieht es ein, die Mutter, die keinen Hilfebedarf hat, weil sie mit dem Kind zurecht kommt und es im Gegensatz zu dem Vater nicht misshandelt, ist unkooperativ, weil sie keine Hilfe braucht. Klingt irrsinnig, ist es auch. Ich vermute, dass es hierbei nur ums Geld und ABMs für Freie Träger geht.

FP: Neben der tragischen Zwangstrennung von ihrer Tochter mussten Sie auch weitere Schicksalsschläge hinnehmen. So brannte beispielsweise Ihr Haus ab. Wie ging es danach weiter?

Zeilen von Daria an ihre Mutter

Nachdem unser Haus abgebrannt war, versuchte ich zunächst mit und für Daria und mich eine neue Existenz aufzubauen. Dann wurde sie vom Jugendamt geraubt. Seitdem setze ich alles daran, dass Daria wieder zu mir zurück kommen kann, was auch ihrem Wunsch und Willen entspricht, auch wenn sie von Jugendamt und Vater erpresst wurde, bei Gericht etwas anderes zu sagen. Perverserweise wurde Daria mit ihrem Wunsch, Kontakt zu mir, ihrer Großmutter, sowie eine SIM Karte für ihr Handy haben zu dürfen, dazu genötigt, auszusagen, dass sie zu ihrem Vater möchte, nur dann dürfe sie ihre Mutter und Oma sehen.

FP: Sie sagen, Sie hätten gedacht, dass die Justiz hierzulande funktionieren würde. Was kritisieren Sie in diesem Zusammenhang am meisten?

Von Daria

Ich musste leider feststellen, dass die Familiengerichtsbarkeit hierzulande – und auch wohl anderswo – überhaupt nicht nach rechtsstaatlichen Maßstäben funktioniert. Die Verfahren und Verhandlungen sind nicht öffentlich, also geheim. Sie ziehen sich über Monate und Jahre hin, in dieser Zeit werden die Kinder von ihren Müttern entfremdet, es werden absichtlich Loyalitätskonflikte geschürt und Bindungsstörungen provoziert, die Kinder – und auch ihre Mütter – werden vorsätzlich traumatisiert und das wird dann auch noch gegen sie verwendet. Es ist ein Teufelskreis, aus dem es für Mütter und Kinder kein Entkommen gibt, sie werden regelrecht zermahlen und brauchen dann Therapien und zum Teil auch Medikamente, um das überhaupt überstehen zu können. Es werden also absichtlich Traumata und psychische Krankheiten durch die Handlungen von Jugendämtern und Justiz herbeigeführt.

Richter im Ruhestand berichtet von Richtern, die kriminell handeln

FP: Können Sie uns darüber berichten, ob und wie sie anwaltliche Hilfe erfahren?

Ich hatte mehrere Anwälte. Im Nachhinein betrachtet denke ich, dass sie nicht immer wirklich zu unserem Vorteil gehandelt haben. Allerdings ist es auch wirklich schwer bis unmöglich, etwas gegen parteiische, befangene und rechtsbeugende Richter in diesem System zu unternehmen. Ich denke da oft an die Worte von Richter Fahsel:

“Ich habe unzählige Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erleben müssen, die man schlicht “kriminell” nennen kann. Ich habe ebenso unglaubliche wie unzählige, vom System organisierte Rechtsbrüche und Rechtsbeugungen erlebt, gegen die nicht anzukommen war/ist, weil sie systemkonform sind. Wenn ich an meinen Beruf zurückdenke (ich bin im Ruhestand), dann überkommt mich ein tiefer Ekel vor “meinesgleichen”.”

FP: Ist Ihr Fall ein Einzelfall?

Nein. Mit Sicherheit nicht. Ich kenne viele Mütter, die Ähnliches berichten, ich habe Akten gesichtet, die unserer nicht unähnlich sind und ich lese auch ähnliche Geschichten aus Schweden, den USA, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und anderen Ländern. Ich habe Videos aus Norwegen gesehen, wo der Barnevernet ( das norwegische Jugendamt) mithilfe der Polizei Kinder brutal von ihren Müttern trennt. Es ist ein Graus.

FP: Um auf Ihr Schicksal aufmerksam zu machen, haben Sie auch vor dem verantwortlichen Jugendamt demonstriert. Wie waren die Reaktionen darauf?

Protest-Demo wurde negativ ausgelegt

Gemischt. Die Demonstration wurde ja auch in der Lokalpresse angekündigt, so dass auch völlig entrüstete, ihrer Enkelkinder beraubte Großeltern dort auftauchten und ihrem Ärger über das Jugendamt Luft machten. Dann waren andere Eltern dort, die dem Facebook Aufruf gefolgt waren, sowie ein Team von RTL. Das machte ein Interview mit mir, wollte dann im Anschluss noch eine Homestory machen, was dann allerdings ausfiel. Das Team ging nämlich zum Jugendamt, und verschwand dann ganz plötzlich, ungeplant und unerwartet. Später erfuhr ich, dass es wohl vom Jugendamt ein Sendeverbot erhalten hatte. Diese Demonstration wurde mir dann später auch noch vom Brandenburgischen Oberlandesgericht negativ ausgelegt und angelastet, es hieß dann plötzlich, Daria hätte Angst vor mir, weil ich in den Medien sei, und sie ins Fernsehen schleifen wolle. Ich fragte mich, wie sie überhaupt davon Kenntnis erhalten haben konnte, denn ich hatte ja gar keinen Kontakt zu ihr gehabt. Sie musste es also von Dritten erfahren haben, die nicht von meinen Aktivitäten begeistert waren, also Vater, Jugendamt und Kinderheim.

Ich konnte Daria ein paar Monate später mal dazu befragen, denn ich wollte ja nichts tun, um ihr zu schaden oder sie unglücklich zu machen. Sie sagte mir, dass das überhaupt nicht stimmen würde, sie hätte keine Angst, ganz im Gegenteil, sie möchte zu mir, aber das Jugendamt erlaubt ihr das nicht.

FP: Was denken Sie, wie es Daria geht und wie sie lebt? Und: was denken Sie, wie die Zukunft Ihrer Tochter aussehen wird? Empfinden Sie die behördlichen Maßnahmen als Hilfe für die Entwicklung und das Wohl Ihrer Tochter?

Sorge um das Wohlergehen von Daria

Da ich die Gewaltbereitschaft und die mangelnde Impulskontrolle des Vaters kenne, da bekannt ist, dass er Daria demütigt und schlägt, mache ich mir die größten Sorgen um ihr Wohlergehen. Und auch die Tatsache, dass der Vater sich eine Prostituierten gekauft hat, die er dem Jugendamt und Gericht als seine „Lebensgefährtin“ präsentiert, verstärken meine Sorgen noch, da sie die Prostitution sowohl im Gerichtssaal als auch vor Daria verherrlicht, die Gewalt des Vaters gegenüber Daria verharmlost ( Klapse sind keine Schläge, steht im Protokoll vom OLG Brandenburg), mich vor Daria schlecht macht ( ihr die Lügen ihres Vaters über mich bestätigt, ohne mich überhaupt zu kennen) und ich auch weiß, dass es ständig zwischen dem Vater und ihr zu heftigen Auseinandersetzungen und Trennungen kommt. Das ist definitiv kein gesundes Umfeld für ein Kind.

Ein Bild von Daria und ihr Brief ans Amtsgericht, nachdem das Jugendamt sie ins Kinderheim gesteckt hatte

Daria wurde in der Zwischenzeit ja bereits auch wieder in ein weiteres Kinderheim gebracht, musste dann wieder zurück zu ihrem gewalttätigen Vater, und ich befürchte, dass sie die beständigem Demütigungen und die Schläge nicht auf Dauer aushalten wird. Was kann ein Kind in einem solchem Fall tun? Es wird resignieren, sich abspalten, psychisch krank, es wird selber aggressiv oder autoaggressiv werden, u.U. ein Fall für die Psychiatrie. Somit haben Jugendamt und Justiz ein vormals nachweislich psychisch und physisch total normales Kind schwerst traumatisiert, es vorsätzlich psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt, es absichtlich krank gemacht.

Darüber hinaus mache ich mir zusätzlich auch darüber Sorgen, dass ihr etwas zustoßen könnte, weil ihr Vater nicht nur ein ausgesprochener Schwulenfeind und auch noch ein großer Rassist ist, der in ihrem Beisein Ausländer angepöbelt und als „Kanaken“ tituliert. Ich habe Angst, dass es zu einer Schlägerei kommen könnte, und sie dabei verletzt werden könnte und ich möchte auch nicht, dass sie dieses Gedankengut verinnerlicht. Ich bin ein sehr kritischer Mensch, was sie aktuelle Entwicklung betrifft und habe mit Sicherheit keine Teddybären geworfen. Ich schere jedoch auch nicht alle Menschen über einen Kamm und beleidige niemanden nur aufgrund seiner Herkunft oder sexuellen Orientierung. Was soll bloß aus ihr werden!!!

Verdacht auf sexuellen Missbrauch

FP: Sie sagen, dass es bei Ihrer Tochter den Verdacht auf sexuellen Missbrauch gibt. Worauf begründet sich dieser? Und: wie gehen die Behörden mit dieser Annahme um?

Es gab einen Verdacht auf sexuellen Missbrauch als Daria drei Jahre alt war. Diese Meldung stammte aus ihrem damaligen Kindergarten in Vietznitz, und wurde vom Jugendamt beim Amtsgericht Nauen vorgetragen. Erst später und durch Zufall erfuhr ich, dass der Vater dort hinter meinem ( allein sorgeberechtigten) Rücken, ein und ausging und mit Daria allein gelassen wurde. Ich nehme an, dass diese Meldung schon damals dazu dienen sollte, mir mein Sorgerecht und Daria zu entziehen. Als Daria fünf Jahre alt war hat sich ein ähnlicher Vorfall abgespielt, und auch das werte ich als einen weiteren Versuch, mir Dinge anzuhängen die andere begangen haben, um mir Daria wegzunehmen.

FP: Was hat die Trennung von ihrer Tochter mit Ihnen gemacht? Wie leben Sie in diesem Ausnahmezustand Ihren Alltag?

Es macht mich traurig und fassungslos, ich hätte es niemals für möglich gehalten, dass solche Dinge in einem Rechtsstaat möglich sind. Dass man einer Mutter grundlos ihr Kind wegnimmt und dann auch noch zu einem Kinderschläger, der es zu seiner Prostituierten ins Bett legt, bringt, das übersteigt die menschliche Vorstellungskraft, das ist … da fehlen mir die Worte.

Ich habe mich dann auf Facebook umgeschaut, und musste feststellen, dass es viele Mütter gibt, die auch ohne ihre Kinder leben müssen, ich bekomme das ungeheure Leid dieser Mütter mit, und teilweise sogar das unvorstellbare Leid der Kinder, die schon vor Jahren oder Jahrzehnten ihren Müttern grundlos entrissen wurden und bis heute darunter leiden. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich mich in der Hölle auf Erden befinde. Zum Ausgleich habe ich begonnen, meine Gedanken, Gefühle und Empfindungen in Form von Gedichten aufzuschreiben, um mich von dem Druck zu erleichtern, und auch um die Zustände festzuhalten.

„Ich kämpfe bis zum letzten Atemzug“

FP: Sie haben im Zusammenhang mit Ihrem Schicksal ein Lied aufgenommen. Erzählen Sie doch einmal darüber.

Ja, genau, der Text dieses Liedes war auch ursprünglich ein Gedicht, ein Gedicht über Heimkinder, sowohl von früher als auch von heute. Ein ebenfalls betroffener Vater, der auch alleinerziehend war und dann dank Jugendamt und Justiz seine Tochter verlor, hat die Musik dazu gemacht und singt das Lied „Lasst uns frei“. Ich habe den Text dann auch noch auf Englisch umgeschrieben, für unsere englischen und amerikanischen, sowie alle anderen nicht deutsch sprachigen Betroffenen. Das Lied ist hier zu hören.

FP: Werden Sie weiterkämpfen?

Natürlich. Bis zum letzten Atemzug. Kinder sind unser aller Zukunft. Wenn unsere Kinder leiden, leidet unsere Zukunft. Wenn unsere Kinder sterben, dann stirbt unsere Zukunft.

Frau Becker hat auch folgendes Gedicht geschrieben:

„Wer hat meine Tochter Daria geseh’n?

Sie wird bald zwölf Jahr‘ und war wunderschön,
bis in Rathenow das Jugendamt Havelland,
sie grundlos nach Steckelsdorf in’s Heim hat verbannt,
dann musste sie zu ihrem Vater gehen,
der schlug sie und das Jugendamt ließ es geschehen,
nach einem Jahr steckte es sie dann in Friesack in’s Heim,
wiederum einsam und mutterseelenallein.
Danach musste sie wieder zurück zu ihrem Vater,
und weiter ging das bitterböse Theater,
er schlug sie weiter und lieferte sie bei seiner Prostituierten ab,
die wohnt mitten in Brandenburg Havel Stadt.
Wer also irgendwo meine Tochter erblickt,
ich würd‘ mich freuen, wenn er eine Nachricht mir schickt,
sie hat grün-blaue Augen und dunkelblondes Haar,
das im Herbst lang und glatt noch war,
bitte sagt ihr, dass ihre Mama sie sehr,  sehr liebt,
und alles dafür tut, dass es ein Happy End gibt.
Kristina Becker – Daria s Mama“

Bildnachweis: privat

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Zeige Kommentare (32)

  • Hallo Doreen,.
    du kannst mich gern unter meiner E-Mail Adresse anschreiben. Was die Medien betrifft so muss ich leider sagen,dass weder die Jugendämter noch die Justiz von der Wahrheit begeistert sind, ganz im Gegenteil. Aber es wird ja ohnehin alles gegen Einen ausgelegt, von daher kann es Einem dann eigentlich auch egal sein. Das OLG Brandenburg behauptete in seinem letzten Beschluss, dass meine Tochter nun Angst vor mir hätte, weil ich mich an die Medien gewandt hatte. Ich habe sie später dazu befragen können, ich wollte ihr ja nie irgendwelche Probleme bereiten. Sie sagte, dass das nicht stimme und das Gegenteil davon der Fall ist.

  • Hallo Kristina,

    ich bin in einer ähnlichen Situation und überlege gerade auch den Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen bzw. mich an die Medien und Presse zu wenden. Bei mir ist es leider alles hochkomplex und ich habe es mit einem gewalttätigen Exmann,mit 2 Jugendämter, 2 Familiengerichten, 2 Verfahrensbeiständen und jeder Menge anderer Gegner zu tun. Hast du in Zwischenzeit deine Tochter wieder und hast du dich auch RTL, Stern, Spiegel, usw. gewendet bzw. wie ist deine Erfahren mit den Medien?

    Lg Doreen

  • Liebe Katarina,einfach unglaublich!Ich kämpfe seit 4 Jahren um die Umsetzung des Umgangsrechts,bei gemeinsamen Sorgerecht, Tochter habe ich 19 Jahre allein grossgezogen,nicht verheiratet mit KV,kein Zusammenleben, Kontakt erstmal per Mail,dann Mal telefonieren,kann man sich am besten austauschen,LG Kerstin

    • Ich bin über das Bild der Daria erschrocken das sie an das Gericht geschickt hat. Mit acht Jahren hat mein Sohn ein fast identisches Bild seiner Mutter gemalt, die Ohren, der Mund. Das erschreckt, Kinder nimmt man nicht ernst, es wird ihnen nicht zugehört.
      Im Übrigen liest sich das Leben der Daria wie das meines Sohnes, nur mit dem Unterschied das das Sorgerecht der Mutter übertragen wurde. Die Rolle des Jugendamtes, des Richters ist dabei identisch. In seinem Fall ist die Mutter krank und hat nicht aufgehört das Kind und mich zu Stalkern bis ihr das Sorgerecht übertragenwurde.
      Ich denke das es denen weder um Kinder noch die Familie wichtig ist. Deren Ziel ist es Ruhe zu haben egal wie die Ruhe einkehrt und auf welche Kosten und Preis. Zerreißt es den Menschen bekommen die Kinder Medikamente und die Eltern einen Stempel auf gedrückt.
      Das Jugendamt ist daran nicht uninteressiert, Bedarfe werden unter die Leute gebracht und für die Nächste Generation von Sozialarbeitern eine Grundlage geschaffen.

      • Ich glaube, dass es ihnen zum Einen um Ruhe gehen mag - die sie vor mir aber mit Sicherheit nicht haben werden ‼
        Zum Anderen geht es wohl aber auch darum, den Kindern zu schaden, entweder sie kommen um, dann kann das Jugendamt wieder etwas von gefährlichen Eltern faseln und noch mehr Rechte, Gelder und Personal fordern, um noch mehr Kinder rauben zu können, oder aber die Kinder werden so kaputt gemacht, dass sie in der Psychiatrie, in geschlossenen Heimen oder in Auslandsmassnahmen landen - die Pharma- und Heimindustrie freut es, das schafft Umsatz und Arbeit.
        Und das ist auch alles, worum es beim sog."Kindeswohl" geht: Um Milliarden an Euro und Millionen von Arbeitsplätzen von irgendwelchen Sozialfuzzis.
        Alles Gute für deinen Sohn und dich.
        Hier mein letztes Interview zum Thema: #Jugendamt

  • Hallo Kristina,

    Super dass du damit endlich an die Presse gehst weiter so. Es ist krank was in diesem Land passiert. Dahinter steckt das alte Kentler Netzwerk. Die PAS Theorie und Richard Gardner. Alle falschen Gutachter anzeigen. Sich an die Politik wenden und nicht Schweigen. All diese Pädophilen Kinderschänder inklusive all ihrer Vertreter der Deutschen Jugendämter müssen weg aus diesem Land. Das ist kein Kinderschutz das ist hoch kriminell. Die Gutachter verdienen hiermit ihr Geld. Sie gehören alle ins Gefängnis. Inklusive alle Richter die Kindern derartigen Schaden zufügen. Die Pro Familia, der Deutsche Kinderschutzbund und all diese vermeintlichen Helfer stecken da alle mit drin. Wer nicht Schweigt darf seine Kinder nicht mehr sehen. Die Pädophilen Szene hat das Strafgesetz zu Missbrauch geändert. Und Hilfe statt Strafe für missbrauchende Väter eingerichtet. Der VAK ist ein Verein Anwalt für die Väter nicht für die Kinder. Es haben eben dieselben Leute gegründet die auch damals bereits im Deutschen Kinderschutzbund sassen und in der AHS. Der Skandal der 80 ihre Jahre. Wer Missbrauch im Jugendamt oder dem Gericht meldet verliert seine Kinder. Die PAS Theorie. Lest PAS. Lest Gardner. Lest Kentler. Es ist der Deutsche Missbrauchsring. Klagt alle eure Kinder zurück und haltet Kontakt bis ihr sie wieder habt. Nicht aufgeben. Die ersten haben es schon geschafft.

  • Das mache ich gerade persönlich durch. Der Vater meines Sohnes vergewaltigte mit 4 anderen Männern seine Stieftochter. Jetzt muss unser Sohn was gutes in ihm finden. ... Im letzten Jahr hatte ich keinen Kontakt mehr zu meinem Sohn. Er steht auf der Seite seines Vaters, dank der Arbeit des Jugendamtes. Die Mitarbeiter des Amtes in Heilbronn werden alle paar Monate ausgetauscht, so dass das Spiel von vorn beginnen kann. Mein Sohn ist mittlerweile depressiv. Dazu noch hochbegabt und schwerstlegasthen. Die Einrichtung, in der er lebt hatte letztes Jahr einen Gewinn von 2,2 MIllionen gemacht, aber Hilfe bekommt er nicht. Ich habe aufgehört zu kämpfen und werde dieses Land mit meinem neuen Mann verlassen. Er kommt aus Kanada, ist als Indianer die gleichen Sachen durch. ... Er versteht es nicht, dass ein Land wie Deutschland die Täter schützt. Ich hatte keine Hilfe von der Polizei, dem Jugendamt oder ähnliches. Im Gegenteil, zu meiner Tochter sagten sie, dass ist schon so lange her, da kann man nichts mehr machen. Meine Kinder sind alle kaputt. Weil ich nicht jammere und mich gewehrt hatte, hatte man mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht weggenommen, obwohl mein SOhn immer nach Hause wollte. Jetzt richtet sich sein Hass gegen mich und meinen neuen Mann, der ihm nur helfen und beschützen will. ... Ich kann hier nur noch die Zeit spielen lassen.

  • Havelland, Brandenburg, Lügde, Bremen, Freiburg, und nichts verändert sich. Warum wird die Willkür an Familiengerichten immer noch hingenommen? Die Ohnmacht der EntscheiderInnen in familienrechtlichen Auseinandersetzungen offenbart sich in den massiv angestiegenen Inobhutnahmen. Entweder handeln Jugendämter häufig zu massiv und dann wieder werden Missbrauchsverdachtsmomenten überhaupt nicht nachgegangen. Ein standardisietes Vorgehen existiert nicht einheitlich. Ein Beschwerdemanagement ebensowenig. Verzweifelte Eltern investieren in Hilfe versprechende Gegengutachter oder Anwälte. Am Ende gibt es nur Verlierer. Das ist ein trauriges und schwarzes Kapitel in der gesamten deutschen Gesellschaft. So werden sehenden Auges Kinderseelen zerstört.

  • Hallo Dani,wer sind diese 5 Frauen? Ich würde sie gern mal treffen. Bin über Facebook erreichbar.
    LG Kristina

  • Wo soll man Hilfe holen? Vom Jugendamt???? Bestimmt nicht. Die arbeiten gegen das Wohl der Kinder. Es ist erschreckend was bei unserem Staat passiert Besser gesagt... Firma. Denn es gibt kein Staat. Hier werden Gesetze gebrochen und kriminelle unterstützt. Unschuldige Elternteile werden bestraft
    Und gehen zum kriminellen Elternteil. Ich denke, das ist bewusst gemacht. Sie wollen Leid sehen, weil sie selber leiden. Wir produzieren psychische kranke. Und in Zukunft sind alle psychisch krank. Tolle Aussichten

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