„Sicherheit Privatsache“ – Ex-Staatskanzlei-Chef entsetzt mit zynischem Statement

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Steel security gates leading to a residential area

Hohe Zäune, Kameras, ein immer wachsamer Pförtner und Einlass nur für Bewohner oder Leute, die sich strikt ausweisen. Was nach einer abgeriegelten Grenzanlage klingt, ist eine sogenannte „Gated Community“ – ein Ort für besser betuchte Leute, die sich – vornehmlich in Städten – ein halbwegs sicheres Leben teuer erkaufen

Und eben mit den aufgeführten Attributen, wie Zäune oder Mauern, leben müssen.

Dass diese Art zu wohnen sich immer größerer Beliebtheit bei einer entsprechend zahlungskräftigen Klientel erfreut, verwundert nicht.

Das Sicherheitsgefühl vieler Bürger ist verloren gegangen, in den letzten zwei, drei Jahren. Viele Menschen, vor allem Frauen, fühlen sich nicht mehr sicher.

Das hängt auch – obwohl es von offizieller Stelle, von Verbänden und „Verantwortlichen“ und Medien oft dementiert wird – mit den „Flüchtlingen“ zusammen. Allein die Art der Gewalt- und Verbrechensdelikte, mit denen viele Bürger in Deutschland in den letzten Monaten Bekanntschaft schließen mussten, gab es so vorher nicht oder kaum.

Viele Politiker leben in der Gated Community

Man denke nur an Gruppenvergewaltigungen (Köln lässt grüßen!) oder Messerangriffe, die hier im Land in manchen Großstädten das Ausmaß der Kriminalität in Städten wie Johannesburg fast erreicht haben dürften. Trotz Totschweigens der oben genannten Stellen und Personen.

Da die Bürger aber noch immer näher an der Realität dran sind, als mancher Politiker in seinem Wolkenkuckucksheim und das Internet sein Übriges tut, bekommt jeder, der es mitbekommen möchte, mit, was gespielt wird. Und das ist nichts Positives!

Gab es vor der Asylkrise schon eine immense Kriminalität, die zum Großteil der Beschaffungskriminalität zugerechnet werden muss und durch die viele Bürger Opfer von Überfällen und Raubdelikten wurden, kommen nun mit der Zuwanderungswelle weitere Straftaten hinzu – verübt, man muss das so sagen, von „Flüchtlingen“.

Täglich und regelmäßig, so wie freilich auch deutsche Straftäter täglich Delikte begehen. Nur: ich denke, mit denen muss man leben (und sie natürlich sehr hart bestrafen!), sind es doch Staatsbürger dieses Landes. Währenddessen es kaum einen Grund gibt, Leute, die hier angeblich Schutz suchen und Straftaten begehen, nicht sofort aus dem Land zu befördern. Wer würde denn nicht auch Gäste aus der eigenen Wohnung werfen, wenn sie einen, zum „Dank“ für die Gastfreundschaft, beklauen oder gar ausrauben oder vergewaltigen?

Wie auch immer – in dieser Situation, die wir „dank“ der verantwortungslosen Bundeskanzlerin nun wohl ausbaden müssen, wirkt das Statement des ehemaligen „Ministers für besondere Aufgaben“ und Ex-Chef der Staatskanzlei in der SPD-geführten Landesregierung unter Manfred Stolpe, Dr. Jürgen Linde, wie blanker Hohn!

Umzäunte Wohnanlagen sorgen für Sicherheit bei Gutverdienern

Der nämlich lebt in einer „Gated Community“, in einer außergewöhnlichen noch dazu! In „Arkadien“ – an der Grenze zwischen Potsdam und Berlin, natürlich wohlkomfortabel am Wasser! In dem Ende der 90iger erbauten Luxusdomizil werden schon mal Preise um 5000,00 € pro Quadratmeter fällig, wenn man sich in eine der Wohnungen einkaufen möchte.

Hier – wie schon beschrieben – kauft man die Sicherheit selbstredend gleich dazu!

Besagter Dr. Linde, mit seiner Frau Bewohner von „Arkadien“, meint dazu in der Wochenendausgabe der „Leipziger Volkszeitung“ vom 19./20. März 2016:

„Die Polizei kann sich nicht um alles kümmern. Für die Sicherheit seines Zuhauses sollte jeder Bürger selbst sorgen“.

Zynischer geht’s kaum!

Ein Mann, der auch als Senior auf eine üppige, monatliche Pension, die die 10.000,00-€-Marke mit Sicherheit überschreiten dürfte, nicht verzichten muss, propagiert hinter hohen Zäunen die Selbstverantwortlichkeit der Bürger für die Sicherheit.

Wie war das? Hat nicht der Staat Sorge dafür zu tragen, dass die Sicherheit der Bürger gewährleistet ist? Ist dies Herrn Dr. Linde nicht mehr bekannt? Als Ex-Minister sollte sowas zum Allgemeinwissen gehörten – aber in diesem zum „Ga-ga“-Staat verkommenen Land weiß man ja nie…!

Oder leidet Ex-Minister Linde, der gegenwärtig auch noch in einer Potsdamer Anwaltskanzlei aufgeführt ist, vielleicht an beginnender Demenz?

Wie würde er diese zynische Aussage dem normalen Bürger erklären? Der Frau aus Stuttgart zum Beispiel, der vor vielen Monaten mal eben abends ein Asylbewerber durchs geöffnete Fenster kletterte oder den unzähligen Frauen, die heutzutage nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus gehen? Oder den ganz normalen Leuten, die auch schon vor oder in ihrem Treppenhaus Opfer drogenabhängiger Krimineller wurden? Oder den Senioren, die immer häufiger Opfer von Überfällen – auch im eigenen Zuhause –  werden?

Viele Viertel der Normal-Bürger werden von Verbrechern heimgesucht

Ganz zu schweigen von vielen Bewohnern von Einfamilienhaussiedlungen, bei denen organisierte Einbrecherbanden zuschlagen.

Alles Alltag in Deutschland!

Zu gern hätten wir den selbstgefälligen Luxus-Rentner persönlich zu seiner Aussage befragt und ihn darum gebeten, sein Statement dahingehend zu ergänzen, wie der normale Bürger „von nebenan“ die Sicherheit seines Zuhauses am besten gewährleisten soll? Darunter sozial schwache Familien, Alleinerziehende, Rentner….Die Anfrage jedoch, die wir auf Geheiß einer Mitarbeiterin der erwähnten Anwaltskanzlei per E-Mail an ihn stellten, blieb unbeantwortet. Bis heute.

Keine Antwort ist eben auch eine Antwort.

Man wünschte sich für solch zynisch-weltfremden Ex-Politiker (mir ist zudem auch nicht klar, welche Kompentenz ihm damals zu dem wohl dotierten Ministerposten verhalf – davon einmal abgesehen!) ein Experiment á la der unsäglichen Serie „Frauentausch“. Dr. Linde sollte dann mal mit jemandem aus – sagen wir – Halle-Neustadt das Zuhause tauschen. Und dort versuchen müssen, mit einem Monatsbudget von 1.100,00 € die Bude erstklassig abzusichern.

Wäre interessant zu erfahren, wie er dann darüber denkt!

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/42769101

Datei: #42769101 | Urheber: Roy Pedersen

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2 Kommentare

  1. bombjack

    11. Januar 2019 at 6:33

    Zwar sehr spät, aber über den Palmer Artikel vom 6. Januar 2019 drauf gestoßen….

    Okay jetzt wird es provokant und ich bin mir bewusst, dass ich mit der Meinung (meine Erfahrung) bei vielen anecken werde:

    […]
    Für die Sicherheit seines Zuhauses sollte jeder Bürger selbst sorgen“.
    […]

    Schön, dann sollte aber der Staat einem auch die Möglichkeit geben die nötigen Mittel zu erwerben und nicht wie es in Urteilsbegründungen des BGH zu lesen ist, den Standpunkt „So wenig Waffen wie möglich ins Volk“ zu vertreten bzw. durch Vorschriften es Leuten unmöglich machen sich selbst zu verteidigen.

    Gilt besonders für Frauen, weil diese meist (nicht immer) physisch den Männern unterlegen sind und besonders Schusswaffen da durchaus als Gleichmacher wenn nicht sogar als Vorteilsbeschaffer fungieren können.
    Okay…es werden da diverse andere Fragen aufgeworfen….sichere Aufbewahrung (Kinder), Unfälle usw. allerdings ist meine provokante Meinung, dass zumindest je nach Situation, Schusswaffen ein mehr an Sicherheit erzeugen…

    bombjack

    PS: Hier in CH sind die Verhältnisse auf Waffen eh anders….

  2. Pingback: Mit Kind durch "Männer"-Horde: Palmer erlebte Albtraum vieler Frauen

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