Weiblichkeit pur: Photoshop nicht nötig!

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junge Frau (22 Jahre) mit iPad / Tablet PC„Nude-Project“, Frauen, die für „kurvige Frauen“ designen und so weiter und so fort – derzeit ist die „Frau von nebenan“ medial mal wieder überall ein Thema.

Sicher richtig und nicht schlecht, jedoch: warum eigentlich dieser Hype, wenn sich Menschen normal, mit all` ihren Kurven und eventuellen Makeln, zeigen?

Große Aufregung, wenn sich Promis ohne Photoshop zeigen

Ist diese Welt schon so vereinnahmt von Plastikfrauen á la Heidi Klum oder Victoria Beckham, dass so ein Wirbel gemacht wird, wenn Frauen sich so zeigen, wie sie sind? Ohne Photoshop – was in derlei Medienberichten über dieses Thema immer tunlichst betont wird…?

Zum Verständnis: minütlich zeigen sich Abermillionen Frauen weltweit ihrem Partner, Familienmitgliedern, Freunden – OHNE Photoshop! So wie sie sind – und das hat im allermeisten Fall nichts mit Modelmaßen und Perfektion zu tun und das soll es auch gar nicht.

Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen ja die aktuelle OXFAM-Studie gelesen, die besagt, dass die 85 reichsten Menschen der Erde genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen besitzen – das sind rund 3,5 Milliarden Menschen. Und es bedeutet: ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt fast die Hälfte des Weltvermögens. (Quelle: Oxfam.de).

Frauen mit normaler Figur stellen die Mehrheit

Ein wenig kann man das auch in Bezug auf angebliche Makellosigkeit und „modelartige Maße“ sehen. Denn es leben so wenige Frauen auf diesem Planeten, die „echte“ Modelmaße haben, dass es eigentlich nicht der Rede wert sein sollte. Denn normale Frauen, mit ganz normalen Körpern und auch mit Kurven, stellen definitiv die Mehrheit der weiblichen Zeitgenossinnen.

Ein Wahnsinn eigentlich, dass ob dieser bekannten Tatsache das mediale tägliche Spektakel noch immer mit Models besetzt ist, deren Körper vom Körper der Normalfrau so weit entfernt sind, wie die Erde vom Mars. Und – schlimmer noch – dass man der Frau von nebenan eintrichtern möchte, was „Modelmaße“ sind, „Schönheitsideale“ oder ein „Normalmaß“. All` diese Begriffe kann man, bzw. FRAU, getrost in die imaginäre Tonne werfen, denn sie verhalten sich zum Leben von uns allen, die wir keine Models sind, so wie eben das eine reiche Prozent zur restlichen Weltbevölkerung.

Frauen träumen nicht immer nur von Modelmaßen

Zudem finde ich es allerhöchst fragwürdig, dass in den Medien oftmals der Tenor vorherrscht, dass angeblich wohl die meisten Frauen so sein wollen wie Models oder angebliche Schönheits-Ikonen. Denn auch das darf stark angezweifelt werden, weil eine außerirdisch anmutend wirkende Heidi Klum und viele andere fragwürdige „Ideale“ im Leben einer ganz normalen Frau überhaupt keine Rolle spielen!

In einem Leben, das sich ohne Photoshop abspielt und in dem Körper nun mal Kurven, kleine Makel und sonstige Unebenheiten haben, Frauen genießerisch schlemmen und naschen – und sich dennoch mit diesem einen, ihrem eigenen, Körper wohlfühlen. Und sich ganz selbstverständlich vor ihren Partnern lustvoll zeigen, wie sie sind – warum auch nicht?!

Wer bestimmt, welche Maße Frauen haben sollen?

Es sollte endlich einmal Schluss sein damit, dass „Projekte“, in denen sich die Normalfrau nackt zeigt, genau so gehypt werden, wie irgendwelche Frauen, die angebliche Modelmaße vorzuweisen haben (wer bestimmt das eigentlich, welche Maße „Model“ sind und welche nicht???). Indem man nämlich solche fragwürdigen Experimente so hochpusht, erreicht man, mitnichten, dass der Großteil der Frauen sich mit seinem Körper wohler fühlt, sondern man stellt diese „Projekte“ als Ausnahme dar.

Die sie nun aber im wirklichen Leben so gar nicht sind. Denn das kommt ohne Photoshop aus. Immer schon. Und braucht weder derlei „Projekte“ noch permanent vermeintlich “perfekte“ Frauen, die von Covern lächeln und uns medial und im beworbenen Alltag überall begegnen. Warum nicht ganz normale Frauen dafür einsetzen?

Das wäre einen Hype wert! Und nur das!

Bildnachweis: Fotolia, © Frank Seifer

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