Auch für E-Rikschas: Merkel sagt Indien (!) eine Klima-Milliarde zu!

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Rikscha

Mit deutschen Steuergeldern sollen in Indien auch Rikschas via E-Mobilität rollen.

Klimaschutz und Indien – das mutet befremdlich an. Denn das Land ist vielerorts eine einzige Müllhalde. Eine Leipziger Journalistin, die im Rahmen eines Reporteraustausches unlängst dort war, ließ in privaten Kreisen verlauten, dass man sich als ordnungsliebender Deutscher nicht ansatzweise vorstellen kann, wie es dort zugeht. So fliegt Müll dort nicht selten einfach aus dem Fenster, während man seine Privaträume noch halbwegs ordentlich hält.

Wer „Luftverschmutzung“ und „Indien“ bei Google eingibt, erfährt weitere haarsträubende Dinge.

Viele Städte in Indien sind wahnsinnig verschmutzt

So schreibt die Stuttgarter Zeitung im November 2018 über das Land, das selbst hochrangige Staatsmänner schon als „Shithole“ bezeichnet haben sollen, folgendes:

„Laut der Weltgesundheitsorganisation liegen 14 der 15 weltweit am schlimmsten verschmutzten Städte in Indien.“

Und in Neu Delhi gibt es einen Müllberg, der bald schon so hoch sein könnte, wie der Taj Mahal, der stolze 73 Meter misst.

Man kann es kurz zusammenfassen: Etwas für den Klimaschutz in Indien zu tun, dürfte ein bißchen so sein, wie der Versuch, die deutsche Ostsee mit einem löchrigen Eimer auszuschöpfen. Zumal es für Umweltschutzthemen kaum ein Problembewusstsein bei der indischen Bevölkerung gibt. Das hat sogar eine indische Wissenschaftlerin kürzlich im SPIEGEL, Ausgabe 43/19, zugegeben. Sie bezog sich in einem Interview auf das Thema Plastiktüten und Plastik allgemein.

Inder haben oft kein Problembewusstsein für Umwelt- und Klima-Themen

Bei aktuell etwa 1,33 Milliarden Einwohnern dürfte die Thematik „mangelndes Problembewusstsein“ das größte Hindernis in Sachen Klima- und Umweltschutz sein. Bundeskanzlerin Merkel indes scheint da keine Problematik zu sehen, sie gibt sich auf ihrem gegenwärtigen Indien-Trip einmal mehr großzügig und verteilt deutsches Steuergeld. Für`s Klima. Wie deutsche Medien übereinstimmend berichten, hat Merkel bei ihrem jetzigen Besuch in Indien eine Milliarde in Sachen Klimaschutz zugesagt.

Regierungssprecher Seibert stellte am 2. November 2019 dazu ein Video der Kanzlerin an einer E-Station auf Twitter online und twitterte:

„Kanzlerin #Merkel an einer solarbetriebenen Metrostation in Neu-Delhi. Auch mit deutscher Hilfe wurde ein Teil des Metronetzes mit Solarstrom ausgerüstet – wie auch die e-Rikschas ein Beitrag zum Klimaschutz und für bessere Luft.“

Ebenfalls am 2. November 2019 berichtet br.de auf seiner Homepage wie folgt:

„Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Indien eine Milliarde Euro für den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel zugesagt. Das Geld soll innerhalb der nächsten fünf Jahre in grüne Mobilität fließen, um den starken Smog in den Städten zu reduzieren.

Deutschland will in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro für grüne urbane Mobilität in Indien ausgeben. Mit dem Geld, das Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Indienbesuch zugesagt hat, sollen etwa im Bundesstaat Tamil Nadu 500 neue Elektrobusse Dieselfahrzeuge ablösen.

Außerdem versucht Indien, die Schadstoffbelastung mit bisher 1,5 Millionen E-Rikschas zu verringern – Tendenz steigend. Sie sollen Rikschas mit schadstoffintensiven Zweitaktmotoren ersetzen.(…)Bei ihrem Besuch in Neu-Delhi besichtigte Merkel auch eine solarbetriebene Metrostation, um sich über Umwelt- und Energietechnik informieren. An der Station werden bereits mit Batterien betriebene E-Rikschas eingesetzt. Ein Teilstück der Metro wurde durch deutsche Entwicklungshilfe mitfinanziert und mit Solarstrom ausgerüstet.(…)“

Der deutsche Größenwahn greift also wieder einmal um sich. „Will nur mal kurz die Welt retten“ – dieses Vorhaben scheint bei unserer Bundeskanzlerin zum Wahn geworden zu sein.

Indiens Bevölkerungszahlen machen schwindelig

Noch mal zu den Bevölkerungszahlen in Indien. Das Portal countrymeters.info spuckt per heute folgende Info in der Suchmaschine aus:

„Im Jahr 2019 wird sich die Bevölkerungszahl Indien um 17 248 911 Menschen erhöhen und wird am Jahresende 1 387 297 452 Menschen betragen. Das natürliche Bevölkerungswachstum wird positiv sein und wird 17 810 631 Menschen betragen.“

Diese Zahlen machen schier schwindelig und dürften aufzeigen, wie weit es Indien mit der „grünen Mobilität“ bringen wird. Glauben Merkel und ihre Getreuen tatsächlich, dass gerade das deutsche Steuergeld ein Umdenken der Inder bewirken wird? Oder dass sich dort sehr bald alles grün fortbewegt? Es ist so ein Irrsinn, dass man es kaum fassen kann. Zumal sich die indische Mentalität von der deutschen extrem unterscheidet. Prinzipiell. Wo man so manchen Behinderten im Familienkreis ankettet und oftmals nicht mal im Besitz einer eigenen Toilette ist, wird sich in nächster Zeit wohl kaum ein Klima- und Umweltbewusstsein bilden.

Wahrscheinlich setzt Merkel wieder auf ihr „Alle-Menschen-sind-gleich“-Genöle und denkt, dass die Familie aus Neu-Delhi demnächst genau so klima- und umweltgerecht lebt, wie der Malte und die Wiebke aus dem Berliner Prenzlauer Berg, die in veganen Schuhen und mit Stoffbeutel zum Bio-Markt schlurfen.

Andererseits ist Merkel nicht dumm und dürfte sehr wohl zur Kenntnis nehmen, dass Mentalitäten sich unterscheiden. Unvergessen ihr „Multikulti ist gescheitert“, das sie noch vor einigen Jahren vor Kameras sagte. Es muss also etwas anderes sein, was Merkel antreibt. Denn auch in Indien ist sie schon wieder dabei, den Einheimischen dort unser Deutschland schmackhaft zu machen. Medienberichten zufolge will sie mehr indische Fachkräfte nach Deutschland bringen. Offenbar reichen ihr die „Fachkräfte“ von 2015 und die weiter ungebremst zu uns strömenden „Flüchtlinge“ noch nicht.

Warum Fachkräfte aus Indien?

Aber Stichwort Fachkräfte: Dass man im eigenen Land mit Wertschätzung, mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen in Sachen wirklicher Fachkräfte so richtig was erreichen könnte, damit beschäftigt sich Merkel nicht. Auch die nicht enden wollende deutsche Kinderarmut und die steigende Altersarmut scheinen sie nicht zu berühren.

Größenwahn, volksfeindlich (dem eigenen Volk gegenüber) und übertriebene Fremdenliebe – diese Charaktermerkmale schreiben unzählige Deutsche der Kanzlerin mittlerweile zu. Man kann es ihnen nicht verübeln.

Denn wie sonst soll man eine Bundeskanzlerin wahrnehmen, die zwar (mit deutschem Steuergeld!) dafür sorgt, dass der Rikscha-Fahrer in Indien mit E-Strom durch die Straßen gleitet, aber offenbar ungerührt damit leben kann, dass so mancher deutsche Rentner im Müll wühlt und finanziell schwache Ein- und Zwei-Eltern-Familien in diesen Tagen nicht wissen, woher sie das Geld für die Winterkleidung ihrer Kinder nehmen sollen?

Bildnachweis (Symbolbild): stock.adobe.com/Fotokon

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