Anna Loos im ZDF: Belog die Schauspielerin bei Markus Lanz ein Millionenpublikum?

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Anna Loos

Anna Loos am 6. November 2019 bei Markus Lanz

Der Mauerfall und sein 30jähriges Jubiläum: Ost-High Noon wohin man blickt in diesen Tagen! Sondersendungen, „Experten“, Zeitzeugen und solche, die sich dafür halten – all das wird derzeit medial aufgeboten. Dabei kann man interessante Studien treiben, denn nicht wenige lassen – oftmals ohne es zu wissen – ihre Maske fallen und präsentieren sich als das was sie sind: Entweder  dumm oder als jemand, der nichts dazugelernt hat.

So auch gestern Abend in der Talkshow von Markus Lanz im ZDF. Zu Gast war unter anderem Anna Loos. Die Schauspielerin und Sängerin fiel in der Vergangenheit, ebenso wie ihr Partner Jan-Josef Liefers, nicht selten mit unausgegorenem Geplapper und Gekeile in Sachen Andersdenkender auf. Dass diese Art Hetze hässlich macht, zeigte sich – man muss das so sagen – gestern bei Anna Loos sehr deutlich.

Anna Loos wirkt wie ein abgehalfterter Junkie

Abgemagert, verhärmt und mit der Optik eines Junkies gerierte sich die ehemalige DDR-Bürgerin einmal mehr als überheblich und intolerant. Es fing schon damit an, dass Loos der Meinung ist, das jemand, der das heutige Meinungsklima mit dem in der einstigen DDR vegleicht, „dumm“ ist.

Danach spricht sie über die DDR, wie sehr sie diesen Staat ablehnte und für sich seinerzeit deshalb auch die Konsequenz zog, zu fliehen. Vor dem Hintergrund solcher Äußerungen nimmt wohl jeder Zuschauer mit gesundem Menschenverstand an, dass Anna Loos, als Lanz auf die Thüringenwahl zu sprechen kommt, ihr Mißfallen ausdrückt, dass dort die LINKE so stark abgeschnitten hat.

Aber: Nichts. Statt dessen Hetze und Bashing gegen die AfD. Man merkt einmal mehr: Die Frau, die offenbar davon abhängig ist, in den etablierten Medien gezeigt zu werden, gehört zu den vielen Prominenten, die zur Systemtrompete mutiert sind. Logisch, dass sie bei Lanz – im Zusammenhang mit AfD-Wählern – auch noch den dümmlichen Spruch bringen musste, dass ihr nicht klar ist, wovor die Menschen Angst haben.  Wahrscheinlich haben Loos und ihr systemtrotteliger Gatte Jan-Josef Liefers kein Problem mit importierten Axt-, Säbel- und Machetenschwingern, die auch gleich mal einen Menschen auf offener Straße abschlachten. Tamara Danz, die einstige Frontfrau von Silly – der Band, bei der Anna Loos lange Frontfrau war – würde sich im Grabe herumdrehen, wenn sie wüsste, was für eine linientreue Frau ihre Nachfolge angetreten hat.

Log die Schauspielerin die Zuschauer an?

Aber nun zum Punkt. Denn als Anna Loos mit ihrer dümmlichen Hetze gegen ihre Landsleute fertig war, kam Markus Lanz auf das legendäre Bruce-Springsteen-Konzert zu sprechen, dass der Boss 1988 in Ostberlin gab. Anna Loos fragte ihn (erste Irritation) wann denn das war, in welchem Jahr? Lanz nannte es ihr. Danach fragte er die Loos, ob sie dort war, auf dem Konzert. Ihre Antwort: „nee“.

Danach folgt ein Einspieler, der einen Ausschnitt aus einer Musikdoku mit dem Thema „Wende“ zeigt und sich mit dem besagten Boss-Konzert in Berlin, zu dem die Massen strömten, beschäftigte.

Zu sehen ist dort Anna Loos. Wie sie von dem Konzert schwärmt. Zuvor sagte eine Stimme aus dem Off über das Springsteen-Konzert:

„Die 17jährige Anna Loos stand damals in der Menge“.

Kurz darauf endet der Einspieler und die Kameras schwenken auf Anna Loos im Studio bei Lanz. Diese erklärt jedoch den Widerspruch nicht, sondern geht erneut hetzerisch auf das Thema Thüringenwahl ein.

Twitter-User irritiert über den Widerspruch

Screenshot

Viele Twitter-Nutzer wunderten sich.

Bei Twitter mehrten sich danach die Stimmen derer, die gemerkt haben, dass Anna Loos erst „nee“ sagte, als sie auf das Springsteen-Konzert angesprochen wurde und danach eben in der Doku genau das Gegenteil von sich gab. Unter dem Hashtag #lanz twitterten die Leute zu dieser Situation. Siehe auch Bild links.

User „Meteor“ schreibt:

„#lanz Hat Anna Loos nicht erst gesagt, sie sei nicht bei dem Springsteen Konzert gewesen (und wusste ja nicht mal wann das war). Im Einspieler wird dann das Gegenteil behauptet.“

Das Thema trieb viele Twitter-User um. Manche fragten, ob die beiden sich vielleicht nicht abgesprochen haben oder der andere jeweils ein anderes Drehbuch gehabt hat? Macht hier die oft als „Lügenpresse“ gebrandmarkte Medienanstalt der Schelte alle Ehre?

Doch Lügenpresse?

Bis jetzt (Stand 9.30 Uhr am 7. November 2019) ist die Sendung von Markus Lanz mit dieser Aussage von Loos und dem Einspieler in der ZDF-Mediathek online. Siehe hier.

Medien, die diese befremdliche Situation hinterfragen, konnten wir bis zum Stand jetzt auch nicht ausmachen. Seltsam. Sollten jene, die den etablierten Medien unterstellen, nicht ehrlich zu arbeiten, doch recht haben?

Fragen darf man ja…!

Bildnachweise: picture alliance/rtn – radio tele nord / Screenshot Twitter, Account @bg_tweety

 

 

 

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1 Kommentar

  1. George

    9. November 2019 at 9:57

    Ja Hallo,

    Genauso ist mir diese Wiederspruch auch aufgefallen und musste kurz meinen Lachanfall unterdrücken. Da ist was gewaltig schief gelaufen. Bei wem auch immer. Ich gehe davon aus, der Doku und Interview mit Frau Loos wurde schon viel früher aufgenommen, auf welcher Ereignis Frau Loos anscheinend gar nicht zu erinnern scheint, denn in der „Live“ Lanz Sendung, welche nach meiner Wissenstand immer an der Tag gedreht werden, an welchen Abenden letztens ausgestrahlt werden, behauptet sie das Gegenteil und tut so, als hätte sie mit dem Konzert gar nichts am Hut. Mein Fazit oder Schlussfolgerung ist, an irgendeiner Stelle hat sie gelogen. Womöglich bei der Dokumentation, um überhaupt sie vor eine Kamera irgendwas darstellen kann. Blöd ist nur, wenn Lanz darauf gar nicht eingeht, wer ja so gerne die Unwahrheiten nachfragt und jemanden auspressen mag, wie einen reifen Tomaten. Der Sendung zeigt die Zuschauer einen Wiederspruch, und lässt unkommentiert weiter laufen.

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