Ausflugstipp für Hitzegeplagte: Burgen & Schlösser in Mitteldeutschland

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Schloss Mosigkau Dessau EingangsbereichDer Sommer trumpft noch mal mit Pauken und Trompeten auf, bevor schon in wenigen Wochen der Herbst ins Haus steht.

Und wie das immer so ist in unseren Breitengraden:

oft ist das Wetter zu extrem, viele Sommertage kommen mit großer Hitze daher. So schön wie der Sonnenschein ist, aber Temperaturen über 30 Grad machen vielen Menschen zu schaffen.

Da muss man nicht mal Probleme mit Kreislauf, Herz, Blutdruck & Co haben. Auch vielen gesunden und jungen Menschen tut extreme Hitze nicht gut – (Klein)Kindern schon gar nicht.

Was also tun an freien Tagen, wenn es vielleicht sogar für`s Freibad (das `eh überfüllt sein dürfte!) zu heiß ist?

Wir haben für Leute, die Hitze nicht so gut vertragen oder mögen, zwei schöne Ausflugstipps an Orten in Mitteldeutschland herausgesucht, die garantiert hitzefrei sind: eine Burg und ein Schloss. Wer sich für ein solches Ausflugsziel entscheidet, kann nämlich davon ausgehen, der drückenden Wärme für einige Stunden zu entfliehen!

Nur die Klimaanlage in Auto oder Bahn sollte für Hin- und Rückweg freilich funktionieren..!

Vorweg eines noch:

weitere Bauwerke aus vergangener Zeit für Mitteldeutschland aufzuzählen und zu empfehlen, obwohl sie alle eine Reise wert sind, würde den Rahmen sprengen – wir beschränken uns deshalb auf eine kleine Auswahl, die vom FRAUENPANAROMA-Team bereits getestet und für gut befunden wurde.

Wer mehr zu Burgen und Schlössern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erfahren möchte, findet am Ende des Artikels weiterführende Links.

Fangen wir mit dem schönen Sachsen an – ein Bundesland, das auch den Zusatz „Burgen- und Schlösserland“ trägt.

Da wäre die Burg Stolpen: ein geschichtsträchtiger Ort, an dem eine – einst berühmte – Frau jahrzehntelang ein einsames Dasein fristen musste. Gräfin Cosel, seinerzeit Mätresse August des Starken und später vom Herrscher selbst und damit vom sächsischen Hof verstoßen. Im Alter von 36 Jahren wurde sie auf die Burg Stolpen gebracht – ein Ort, den sie nie wieder verlassen sollte.

Sie starb im Alter von 84 Jahren.

2016 jährt sich die Gefangennahme der Gräfin zum 300. Mal, was man zum Anlass nahm, auf der Burg ein „Coseljahr“ auszurichten.

Auf der Homepage der Burg heißt es:

„2016 jährt sich ein tragisches Schicksal im Leben der Gräfin Cosel zum 300. Mal – ihre Gefangennahme auf der Burg Stolpen. In der neu gestalteten Dauerausstellung »Lebenslänglich Stolpen. Der Mythos Cosel« im Johannisturm, oder auch Coselturm genannt, können Sie in eine Welt der Macht und Intrigen eintauchen. Neueste Erkenntnisse aus der Cosel-Forschung beleuchten hier ihr schicksalhaftes Leben, ihren Aufstieg und  rasanten Fall.“

Wer also geschichtlich und am Schicksal der einstigen Mätresse interessiert ist, sollte Kurs auf das 800jährige historische Bauwerk – das zudem in einer wunderschönen Landschaft eingebettet ist – nehmen.

Alle Informationen finden sich hier:  https://www.burg-stolpen.org/de/startseite/

Ein ebenso lohnendes Ausflugsziel – hier jedoch barocker Natur – findet man inmitten der reizvollen Aue- und Muldelandschaft nahe der weltbekannten Bauhaus-Stadt Dessau, Sachsen-Anhalt,: Schloss Mosigkau.

Im jeweils bis Oktober geöffneten Schlossmuseum sind vierundzwanzig Räume zu besichtigen, die teilweise noch über die erhaltene Originalausstattung verfügen. Für Kunstinteressierte ist der Ort zudem ein wahres Eldorado, denn im Galeriesaal Corps de logis verbergen sich, in vertieften Wandfeldern, in Deutschland einzigartige barocke, sprich: lückenlose Hängungen bedeutender Gemälde.

Diese sind unter anderem von Anthonis van Dyck, Peter Paul Rubens gemeinsam mit Jan Brueghel d. Ä., Jacob Jordaens, Hendrick Goltzius und Gerard van Honthorst. Zudem kann man an diesem historischen Ort die Sammlung von Bildnissen anhaltinischer Fürsten bestaunen. Einer davon, Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, schenkte 1742/43 seiner Lieblingstochter Anna Wilhelmine zwei Güter in Mosigkau.  Von ihr wurde der Baumeister Christian Friedrich Damm 1752 mit der Errichtung ihres Sommersitzes beauftragt.

Heute zählt das liebevoll als »kleines Sanssouci« bezeichnete Haus  zu den letzten, weitgehend erhaltenen, Rokokoensembles Mitteldeutschlands und ist – gerade an heißen Tagen, an denen es sich in den barocken Räumlichkeiten gut aushalten lässt – auch eine Art Geheimtipp, denn überlaufen ist es hier nicht!

Öffnungszeiten und Details zu Schloss Mosigkau finden Sie auf der Homepage unter http://www.gartenreich.com/de/besuchen/schloesser-und-gaerten/mosigkau/index.html

Wie eingangs erwähnt, gibt es neben den zwei ausgewählten Zielen viele weitere  Burgen und Schlösser in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen), die alle eine Reise wert sind.

Informieren Sie sich dazu gern unter den nachfolgenden Links – viele dieser historischen Orte bieten aktuell sehr sehenswerte Ausstellungen oder/und Veranstaltungen an und sind zudem auch im Herbst und Winter lohnenswerte Ziele:

Sachsen:

http://www.schloesserland-sachsen.de/de/startseite/

Thüringen:

https://www.thueringen-entdecken.de/urlaub-hotel-reisen/burgen-und-schloesser-119957.html?gclid=CLyyy4DK3s4CFdYy0wodGa4FZg

Sachsen-Anhalt:

http://www.dome-schloesser.de/

Bildnachweis (Schloss Mosigkau): Fotolia, https://de.fotolia.com/id/67987782

Datei: #67987782 | Urheber: Stockfotos-MG

 

 

 

 

 

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