„Frauen sind mehr wert, als die Geliebte eines Mannes zu sein!“

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Christine.neu.jpgEin Gastbeitrag von Christine Sonnleitner, (Blogmagazin „1000 schlechte Dates“)

Ich wollte euch mal aufschreiben wie das als Singlefrau so ist, wenn man auf Datingportalen ständig auf vergebene Männer trifft.

Ich selbst war viele Jahre dort unterwegs, in der Hoffnung einen geeigneten Partner zu finden. Was jedoch in der Theorie so einfach und unkompliziert klingt, sieht in der Praxis leider ganz anders aus. Immer wieder sind da Männer angemeldet, die eigentlich gar nicht frei sind.

Nach meinen Erfahrungen lassen sich diese Männer in drei verschiedene Kategorien einteilen.

  1. Der „Fishing-for-Kompliments“–Typ

Diese Art von Mann hat meistens ein sehr kleines Selbstbewusstsein.

Er hat gar nicht vor, seine Partnerin zu betrügen, sondern ist einfach auf der Suche nach Bestätigung. Meistens schleimen diese Männer beim Gegenüber recht herum und verteilen großzügig Komplimente, erwarten diese aber im Gegenzug zurück.

Schaut man mal genauer hin, bemerkt man relativ schnell, dass sie total unzufrieden mit sich und ihrem Leben sind und denken, sie könnten auf diesem Weg etwas mehr Zufriedenheit erlangen.

Meistens ist diese Art von Mann noch recht ehrlich, was seine Situation angeht und braucht manchmal einfach ein offenes Ohr.

  1. Der „Sexting“-Typ

Für alle die nicht genau wissen, was Sexting ist, kurz eine Einführung. Das ist ein erotischer Chat bei dem Fantasien und Fotos ausgetauscht werden.

Diese Art von Mann ist sexuell meistens total frustriert. Oft stehen diese Männer zuhause ziemlich unter dem Pantoffel und haben nicht viel zu sagen.

Mit der Partnerin läuft schon lange nichts mehr und sie sind einfach auf der Suche nach einer „Wichsvorlage“.

Da kommen dann Sprüche wie: „Ja, meine Frau lässt mich nicht mehr ran!“ Oder „Wir haben nicht dieselben Vorlieben!“ Doch anstatt ehrlich mit der Partnerin über das Problem zu reden, suchen Sie die Bestätigung online.

Für ein Treffen sind sie zu feige, aber brauchen jemanden, der ihre Fantasien bedient.

Häufig halten sich diese Männer für besonders clever und reden sich ihr Tun selbst schön. „Schreiben ist ja kein Fremdgehen“ hört man so oft von solchen Männern.

Ich selbst habe Freundinnen, denen so etwas mit ihren Partnern schon passiert ist und allesamt waren tief verletzt. Keine einzige von ihnen hat gesagt: „Ach macht nichts, er hat ja nur mit ihr geschrieben und ihr Penisfotos geschickt.“

  1. Der „Affäre“–Typ

Da steht dann schon im Profil „vergeben“ und ein Profilbild haben diese Männer keins.

Zu groß ist die Gefahr, von der Single-Nachbarin erkannt zu werden. Sie schreiben ganz ehrlich, dass sie auf der Suche nach Sex sind.

Diese Männer sind meistens komplett unzufrieden  mit allem. Ich halte diese Art Mann für extrem feige. Sie schieben hundert Gründe vor, warum sie ihre Frau nicht verlassen können, letzten Endes sind sie aber einfach feige.

Sie spielen mit offenen Karten, da sie ja die Verschwiegenheit des Gegenüber brauchen. Sie machen einen auf misstrauisch, sind aber eigentlich extrem naiv. Sie reden sich ihr Handeln meistens schön und schieben die Konsequenzen weit weg von sich.

Solche Männer haben alle die gleichen Argumente, hinter diesen versteckt sich aber die Angst. Diese Männer haben nicht den Mut  zu gehen und schieben Argumente wie Kinder, ein Haus oder Geld vor.

Sie sind sehr gute Lügner und um keine Ausrede verlegen.

Letzten Endes ist es aber egal, welcher Art von vergebenen Männern man begegnet, ehrlich sind sie wahrscheinlich alle nicht.

Wir Frauen sollten uns immer bewusst machen, dass wir mehr wert sind als die Geliebte von jemandem zu werden.

Und die Männer sollten einmal darüber nachdenken was sie ihren Partnerinnen antuen. Wenn so etwas rauskommt, gibt es immer nur Ärger und Stress.

Jeder, egal ob Mann oder Frau, sollte so ehrlich sein und erst gehen und sich dann eine neue Liebe suchen. So ist es unfair allen Parteien gegenüber.

Die Männer die so etwas machen, sind in meinen Augen immer sehr gute Lügner.

Ich frage mich, wie sie es schaffen ihr Doppelleben so lange geheim zu halten?

Wie raffiniert muss man sein, um gewisse Dinge monatelang vor dem Partner geheim halten zu können? Mir tun die Frauen dieser Männer einfach nur leid.

Niemand verdient es, so belogen zu werden, egal in welcher Form – und ich würde so einen Mann niemals wollen.

Redet doch bitte einfach mit euren Partnern, statt diesen Weg zu gehen!

Auch für uns Singlefrauen ist sowas immer blöd, wenn wir merken: ihr seid vergeben.

Wir wollen das nicht. Und wenn ihr so unglücklich seid, dann redet – verdammt noch mal – mit eurer Partnerin!

Für mich sind vergebene Männer, die Bestätigung bei anderen Frauen suchen, einfach Menschen mit kleinem Ego und wenig Selbstwert. Eigentlich empfinde ich nur Mitleid für diese Männer. Sie versuchen, aus ihrem Leben zu flüchten, in dem sie gefangen sind und merken dabei aber nicht, dass sie sich in einer Sackgasse befinden.

Meistens sind sie wenig selbstreflektiert und reden sich ihr Handeln selbst schön. Sie sind einfach nur feige und zu schwach, um, zu gehen.

Ich wünsche jeder von euch, die an so einen Mann gerät, die Kraft zu gehen. Wer einmal so etwas tut, wird es immer wieder tun – auch wenn er mit euch zusammen ist.

Denkt mal darüber nach!

Zur Person: Christine Sonnleitner hat das Blog Magazin http://1000schlechtedates.de/ ins Leben gerufen. Sie berichtet von ihren Dating-Erfahrungen als Singlefrau und was man (FRAU) so erlebt, auf der Suche nach dem richtigen Partner.

Auf Ihrem Blog beschreibt sie die Intention zu Ihrem Blog – unter anderem – so:

„Die Idee hinter diesem Blog ist es, zu zeigen dass es nicht einfach ist, alleine zu sein.

Ich denke, es geht vielen von euch so, dass ihr euch nicht immer so verstanden fühlt von anderen.

Ich glaube schon, dass die Menschen um uns herum ihre schlauen Ratschläge oft gar nicht böse meinen. Aber es hilft uns leider wenig. Vielleicht denkt ihr euch beim Lesen meines Blogs: „Ja das kenne ich!“.  Ich hoffe, ihr könnt etwas über die Geschichten schmunzeln und euch in der ein oder anderen Geschichte selbst wieder erkennen. Gehen wir ein Stück diesen verrückten Weges zusammen, um zu merken, dass wir nicht alleine sind.“

Bildnachweis / Copyright: Christine Sonnleitner, Blogmagazin „1000 schlechte Dates“

 

 

 

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