Helikoptereltern – sind sie nötiger denn je?

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Kind am See

Auf das eigene Kind kann man in diesen Zeiten nicht zu viel achtgeben!

 „Mama, bitte fahr mich nicht schon wieder!“ – so lautet die Headline in einem Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung „. Der Leser bekommt einen Beitrag serviert, dessen Aussage suggerieren soll, dass, wer als Eltern vorsichtig ist, irgendwie ein Problem hat und zu den sogenannten Helikoptereltern zählt.

Das verwundert ob der Tatsache, dass Schulwege heute lange nicht mehr so sicher sind, wie vielleicht noch in den siebziger oder auch achtziger Jahren.

Gerade dieser Tage veröffentlichte das Web-Portal „Halle-Life“ einen Bericht, wonach ein 11jähriges Kind auf dem Nachhauseweg von einem Mann angesprochen wurde. Dieser Typ versuchte das Kind mit Süßigkeiten zum Mitkommen zu verführen. Als er seinen Wunsch nicht erfüllt bekam, schlug er das Kind.

Auch Schulkinder von wachsender Kriminalität betroffen – Helikoptereltern zu Recht?

Da wir derzeit mit vielen, vielen wütenden Männern, die ihre (Un)Sitten, die aus dem Mittelalter stammen könnten, mitbringen, überflutet werden, sprich: mit „Flüchtlingen“, möchte ich ganz bewusst hinzufügen, dass das Internetportal im Suchhinweis das Aussehen des Täters mit „südländisch“ angibt. Macht ja bei einem Fahndungsaufruf auch Sinn.

Aber natürlich gibt es auch viele, viele Einheimische, die seit vielen Jahren kriminell sind – vor allem im Bereich der Beschaffungskriminalität. Diese geht nicht selten damit einher, dass man Passanten – ob jung oder alt – Geld oder auch so Sachen wie ein Handy raubt.

Wahrscheinlich gibt es viele Eltern, die diese Entwicklung mit Sorge betrachten und sich deshalb dazu entschließen, ihr Kind zur Schule zu fahren.

Dass viele Schulen selbst und auch der ADAC diese Entscheidung öffentlich kritisieren und das Verhalten der Eltern bewusst diffamieren – der Begriff „Helikoptereltern“, der hierbei oft verwandt wird, ist ja noch nicht so alt – passt in diese Zeit, in der scheinbar alles getan wird, Realitäten auszublenden und sich über Menschen, die Sorgen haben, lustig zu machen oder diese Leute in ein fragwürdiges Licht zu rücken.

Selbst ADAC keilt gegen „Helikoptereltern“

Im eingangs erwähnten Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ findet sich denn auch dieses Statement:

„Trotzdem ist der Trend zum Eltern-Taxi ungebrochen. Der ADAC spricht von einem „Riesenproblem“. Dabei geht das Sicherheitsbedürfnis der Eltern weit über die reine Verkehrssicherheit hinaus. Pädagogen beobachten, dass Eltern ihren Kindern weniger zutrauen als früher, besorgter sind und sich immer mehr für alle Details des kindlichen Alltags verantwortlich fühlen.“

Nun ja: „besorgter sind“.

Besorgter (als vor Jahren noch) ist eben heute so mancher Bürger und dass auch viele Mamas und Papas im Lande wahrnehmen, dass der Weg zur Schule und zurück nie dagewesene Risiken birgt, ist nun mal eine Tatsache.

Dass man diese Tatsache aber –  medial unterstützt freilich, sogar ein Portal namens „Müttermagazin“ im Internet springt auf diesen unsäglichen Artikel auf – mal wieder unter den Teppich kehren möchte, offenbart sich für Menschen, die sich täglich ihr eigenes Bild über die Lage im Lande machen, glasklar.

Nur ein einziger Klick ins Internet – den auch die Verfasserin des Artikels, Florentine Fritzen, hätte tätigen sollen -, offenbart, WARUM so viele Eltern in Sorge sind und wohl oder übel zu Helikoptereltern mutieren.

Man muss sich nur mal die Mühe machen, die Suchkette „Kind auf Schulweg überfallen“ bei Google einzugeben, schon wird man fündig (und fragt sich, warum die FAZ auf eine solche Recherche, in die man ja für so eine etablierte Zeitung schon tiefer eintauchen sollte, verzichtet?).

Schauen Sie einfach mal selbst!

Hier zum Beispiel, ein Suchergebnis von 2015, das gleich mit zuerst bei den Treffern erscheint.

In Sachen „Tatverdächtiger“ ist – wieder mal – von einem dunkelhäutigen Mann, der eine 13jährige in Lichtenfels auf dem Schulweg überfiel, die Rede:  https://www.tvo.de/lichtenfels-13-jaehrige-auf-schulweg-ueberfallen-161303/

Oder hier – in Schwalbach – ereignete sich im letzten Jahr eine ähnliche Tat, das kleine Mädchen erlitt einen Schock: http://www.rpr1.de/~run/news/573110/maedchen-wird-auf-dem-schulweg-von-mann-ueberfallen

Vielleicht hätte sich die Frau Fritzen aber auch mal in einem Artikel ihrer Kollegen informieren sollen, denn laut FOCUS ONLINE, vom Januar dieses Jahres, gibt es auch in Stuttgart riesige Probleme, unter anderen lauern Intensivtäter den Schülern auf – siehe hier:  http://www.focus.de/regional/stuttgart/schulalarm-nach-uebergriffen-angst-rund-um-stuttgart-teenie-raeuber-bedrohen-schulkinder_id_5230079.html

Tja – so geht es munter weiter, allein 13 500 Ergebnisse spuckt die Suchmaschine zu dieser Thematik aus.

Eltern, die Sorge ums Kind haben, werden verächtlich gemacht

Da erscheint es wie blanker Hohn, wenn einst angesehene Zeitungen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sich in einem bräsig-überheblichem Stil über Eltern, die lieber auf Nummer sicher gehen und ihrem Nachwuchs Erlebnisse wie die oben genannten, ersparen wollen, erheben.

Aber langsam kennt man ja die Masche der, zu einer völligen Propagandamaschinerie verkommenen, Medien.

Und die geht meist so:

de Straftaten gegenüber Kindern – oft auch auf dem Schulweg oder von der Schule zurück – häufen sich? Also bringt man einen so sinnfreien Artikel wie der oben beschriebene in der FAZ.

Rentner, Frauen, Männer und Behinderte werden mehr und mehr am hellerlichten Tag überfallen? Oft sind Ausländer die Täter oder auch die gar nicht so integrierungswilligen „Flüchtlinge“? Die systemtreu anmutenden Redaktionen verbreiten dann gern rasch auf allen Kanälen rührselige Stories, wonach meist „Flüchtlinge“ hohe Geldsummen oder Schmuck gefunden haben und bei der nächsten Polizeiwache abgeben.

Deutschland – Deine Märchenstunden!

Realität und Mediengeschreibsel klaffen auseinander!

„Gelernte DDR-Bürger“ kennen diese infame Leier noch aus alten Zeiten, vornehmlich auch aus dem „Staatsbürger“-Unterricht.

In der Realität brachte Tante Erna aus Düsseldorf feinste Schokolade, herrlich duftenden Kaffee und seidene Strumphosen von ihren Rentner-Trips aus dem Westen mit, aber im Schulunterricht musste das Feindbild des anderen deutschen Staates, in Form eines dumpfen Landes, das jeden Moment beabsichtigen könnte, die DDR anzugreifen, herhalten.

Die Fotografien in den entsprechenden Schulbüchern waren deshalb auch immer in schwarz/weiß gehalten, wenn die Bundesrepublik Deutschland dargestellt wurde.

Natürlich glaubte das kein Mensch, denn die meisten hatten West-Verwandte und die kamen alles andere als schwarz-weiß daher. Und wer keine Verwandte hatte, konnte sich ein Bild in den Intershops machen, die es in fast jeder größeren DDR-Stadt gab.

Insofern taten die Leute dazumal, was sie heute auch machen, wenn der Staat, in dem sie leben, versagt – wie einst auch die DDR: sie verlassen sich auf ihre eigene Wahrnehmung.

Und auch auf ihr inneres Bauchgefühl – gerade wenn es um das Wohl und die Sicherheit der eigenen Kinder geht.

Und deshalb gilt eben – ob es den Propagandamedien passt oder nicht: „lieber als Helikoptereltern verschrien sein, als das Kind unnötiger Gefahr aussetzen“.

Ob Helikoptereltern oder wie auch immer: diese Eltern handeln vernünftig!

Solche sorgenden Eltern sind nämlich vor allem eines: vernünftig und ausgestattet mit einer Portion gesunden Menschenverstandes – Helikoptereltern hin oder her. Aber: am gesunden Menschenverstand fehlt es ja leider vielen Zeitgenossen heutzutage!

Bildnachweis: pixabay.com / fredrikwandern

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