LVZ porträtiert Leute mit Irrsinns-Gasrechnungen – alle wollen sich in ihr Schicksal fügen

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Statt 140 Euro monatlich fast 1000 Euro monatlich fürs Gas? Ein siebenmal höherer Gasabschlag? Oder 650 Euro im Monat statt schmalen 80 Euro? Keine Frage: Wer solche Irrsinns-Summen dieser Tage von seinem Gasanbieter als neuen monatlichen Abschlag ins Haus geschickt bekommt, der hat oftmals nur eines im Sinn: Sich wehren, auf die Straße, die Geisterfahrer in Berlin absetzen.

Nicht so jene Leute, die aktuell auf dem Online-Portal der LEIPZIGER VOLKSZEITUNG porträtiert werden. Sie alle haben aktuell monatliche Abschläge von ihrem Gasversorger bekommen, die sie an den Rand der Existenz oder vielleicht gleich ganz in den Ruin treiben. Aber – oh Wunder! – alle von dem zur Verlagsgesellschaft Madsack gehörenden linksgrünbunt-verstrahlten Schmierblatt porträtierten Protagonisten ergeben sich in ihr Schicksal und wollen die Gaga-Rechnungen zahlen. Besser kann man als „Was-mit-Medien“-Clique seinen fanatischen Beifall für die Gestörten in Berlin nicht kommunizieren.

Tendenziös wirkende „Alles-nicht-so-schlimm“-Artikel in der LVZ

Und auf subtile Weise anderen Lesern, die ebenso mit Wahnsinns-Preisen für ihr Gas konfrontiert sind suggerieren: „Schaut mal – alles nicht so schlimm, selbst Leute mit extremem Niedrig-Einkommen murren nicht und zahlen“.

Nachfolgend einige Auszüge aus den besagten LVZ-Artikeln mit den braven Vorzeigebürgen.

Artikel vom 30. August 2022:

„(…)An diesem ruhigen, grünen und verträumten Ort leben Christine Heine (72) und ihr Ehemann Wolfgang (75). In dem 1936 gebauten, 130 Quadratmeter großen Haus wurde die Rentnerin geboren. „Wir haben in all den Jahren jeden Groschen in das Haus gesteckt“, erzählt sie. „Es ist ja laufend irgendwas zu machen.“ Deshalb konnten die beiden in den letzten 20 Jahren auch nicht in den Urlaub fahren.(…)Doch mit der Beschaulichkeit ist es vorbei, seit sie vor einigen Tagen wie viele andere Leipziger auch Post von ihrem Gasversorger erhielten. Statt 140 Euro fürs Erdgas, mit dem sie heizen, kochen und warmes Wasser aufbereiten, sollen sie ab Oktober 943 Euro zahlen. Pro Monat. Die Verzweiflung über die beinahe Versiebenfachung des Abschlags ist groß. „Das hat mich wirklich umgehauen“, sagt Christine Heine. „Dafür reicht nicht mal mehr meine Rente.“ Sie bekommt 920 Euro, ihr Mann, der unter Demenz leidet, nur wenig mehr. „Aber da kommen ja noch Strom, GEZ-Gebühren, Versicherungen, Grundsteuern und und und dazu.“ Und natürlich Lebensmittel. „Alles wird immer teurer“, sagt sie, „Miracel Whip kostet jetzt statt 1,59 schon 2,19 Euro.“ Dabei kaufe sie doch nur noch Angebote.(…)“

Nicht mal mehr mit EINER Rente ist die monströse Versiebenfachung des aktuellen Abschlags zu stemmen, aber dennoch fügen sich die Leute in ihr Schicksal – was für eine Größe, die hier an den Tag gelegt wird! Da soll sich mal der am Existenzminimum rumkrebsende Otto-Normalo mit einem „Unter-1000-Euro“-Einkommen nicht so haben! Ist doch alles stemmbar – nicht wahr?!

Die Artikel erinnern an ganz dunkle Zeiten

In demselben Tenor kommt ein weiterer Beitrag daher, einmal mehr im Durchhalte-Stil, der an ganz dunkle Zeiten erinnert, geschrieben.

Auszug aus dem ebenfalls am 30. August 2022 erschienenen Artikel:

„(…)Das war ein ganz schöner Schock“, sagt Herr W. am Telefon, seine Frau hört man im Hintergrund zustimmen. Die beiden, 72 und 71 Jahre alt, leben in einem Reihenhaus in Elstra. 89 Quadratmeter bewohnen sie hier in der Oberlausitz. In dem Briefkasten des Ehepaars, das seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte, lag vor rund zwei Wochen ein Brief, den Herr und Frau W. lieber nicht bekommen hätten: Die Abschlagserhöhung ihres Gasanbieters Mitgas. „Von 75 Euro auf 510“, sagt W., also fast um das Siebenfache, erhöht sich ab Oktober ihr monatlicher Abschlag. Die Gasumlage auf ihren jährlichen Verbrauch von 17.000 Kilowattstunden komme dann noch hinzu. Ebenso wie die höheren Rechnungen für Strom und Wasser, die, da ist sich Herr W. sicher, auch noch eintrudeln werden. „Das will erstmal gestemmt werden“, grummelt W. ins Telefon. Gar nicht so einfach, findet er, und rechnet vor: Mit 1600 Euro muss das Ehepaar, beide in Rente, im Monat auskommen. Zieht man den neuen Abschlag für das Gas ab, bleiben etwa 1090 Euro übrig. Davon kommt dann noch einiges weg. Versicherungen zum Beispiel. „Und wenn man ein eigenes Haus hat, sind da ja noch andere Sachen“, etwa die Gebühren für die Müllentsorgung. „Dann bleibt nicht mehr viel zum Leben“, sagt er.(…)“

Tja – keine schöne Situation. Aber die LVZ wäre nicht die LVZ, wenn sie nicht der schwindenden Leserschaft die Message transportiert, dass man selbst dann noch sparen kann, wenn man kurz davor ist, den Kitt aus den Fenstern zu fressen.

Selbst am Existenzminimum hält man wacker durch und zahlt den Gas-Gaga-Betrag!

Und so halten freilich auch diese beiden alten Leutchen – naaaatüüüürlich!!!! – durch, Zitat:

„(…)Herr und Frau W. sind sich sicher: „Den Gürtel müssen wir dann enger schnallen.“(…)“

Aber nicht nur der Gürtel wird enger geschnallt – man hat für den ebenso betroffenen Plebs da draußen noch einen weiteren „guten Rat“ – fast schon angelehnt an Kretschmanns Waschlappen-Geseihere, Zitat (Rechtschreibung im Original, wahrscheinlich schrieb mal wieder der Praktikant…):

„(…)„Bei Zeiten ins Bett gehen“, sagt Herr W., dann müsse man abends nicht so lange heizen.(…)“

Last but not least ein weiteres Beispiel – ebenso vom 30.08.22 -,  das zeigt, dass auch eine achtmal höhere Gasrechnung kein Grund zum Verzweifeln ist, Zitat:

„(…)Als ihn vor zwei Wochen die Abschlagserhöhung seines Anbieters Mitgas erreichte, konnte er deshalb gar nicht glauben, was darin stand: Statt 81 Euro Gasabschlag im Monat soll er von Oktober an 650 Euro zahlen. „Ich dachte, die haben sich verschrieben“, sagt Wabner, „das kann doch nicht sein.“ Die Gasrechnung von Christoph Wabner und seiner Ehefrau hat sich damit verachtfacht. Nach einem halben Jahr soll sich der monatliche Abschlag noch einmal ändern, womöglich also weiter steigen. „Das nimmt gar kein Ende“, sagt der Rentner.(…)“

Aber auch dieser ältere Herr scheint kurz vor dem Abgrund die Kurve zu bekommen.

Das Geschmiere dieser Zeitung erinnert an übelste (Durchhalte)Propaganda

Auf die Straße wird er wohl nicht gehen, denn er gibt auf lvz.de folgendes Statement von sich:

„(…) „Unsere Ausgaben müssen wir noch mehr bremsen.“(…)“

Man hört sie förmlich hämisch rufen, die feisten LVZ-Figuren, angeführt von einem jungen Weib aus Westdeutschland, das mit Sachsen so viel am Hut hat wie Reff Merkel mit Stilgefühl:

„Was habt ihr denn – auch mit 50 € am Monatsende kann man noch existieren. Man muss sich nur einschränken und vielleicht weniger essen. Und wenn es nur täglich ein halbes Knäckebrot ist“

Es wird deshalb Zeit, das nicht nur die Politgestalten in Berlin ihren Hut nehmen, nein – auch die Schmierfinken in den etablierten Redaktionen landauf-landab sollten dringend Nachhilfe-Unterricht in Journalismus nehmen.

Oder ihren Realitätssinn auf vom Bürger organisierten Protestaktionen einem Check unterziehen. Das mag alles nicht zitierfähig sein – aber das wahre Leben!

Recherche-Nachweis: lvz.de vom 30. August 2022

Bild (Symbolbild): picture alliance / ZB | Jan Woitas

 

 

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Michael
Michael
1 Monat zuvor

Preise noch weiter hoch? Ich bin dafür!
Nein, ich bin kein links-grünes Ar***loch. Aber nur dann, wenn das Gas 2000 Euro im Monat kostet wachen diese Id*oten auf. Anders geht es leider nicht!

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