Rüdesheim: Verkäuferin von Dresdner Stollen äußert sich abfällig über Sachsen – Schutzverband entsetzt!

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Diese Dame verkauft Dresdner Christstollen, äußert sich aber negativ zu Sachsen.

Der Dresdner Stollen ist ein echtes Kulturgut! Und alljährlich zur Adventszeit – bis weit in den Frühling hinein – ein begehrter Leckerbissen. Dass er es mittlerweile auf der ganzen Welt zur Berühmtheit gebracht hat, verwundert deshalb nicht.

Und als Sächsin freue ich mich natürlich, wenn ich die Produkte meiner Heimat anderswo sehe. So auch letztes Wochenende in Rüdesheim. Meine Familie und ich besuchten den dortigen Weihnachtsmarkt und schon an einer der ersten Buden, an denen wir entlang bummelten, bot man das berühmte sächsische Gebäck feil. Vom „Original Dresdner Christstollen“ zeugte die Werbung an dem Weihnachtsmarkt-Stand der Firma Concorde GmbH. Positiv gestimmt plauderten wir mit der Verkäuferin. Ich fragte, ob sie wohl auch aus Dresden komme, aber es hieß: „Nur der Stollen“. „Sie sind nicht aus Sachsen?“ fragte ich höflich nach. Darauf erwiderte die Frau in der Weihnachtsmarktbude in einem geifernd-ausspuckenden Tonfall:

„Gottseidank nicht!“

Traditionelles Sachsen-Produkt verkaufen, aber Sachsen ablehnen?

Wir waren baff und gingen zunächst ein paar Schritte von der Bude weg. Wenige Sekunden später aber kehrte ich um und sagte zu der Frau:

„Wissen Sie was, ich finde es eine Unverschämtheit, dass Sie hier ein traditionelles Sachsen-Produkt verkaufen, sich aber in dieser Art und Weise über Sachsen äußern!“

Die Dame schaute verdattert drein, ihr Kollege, der auch mit verkaufte und sich später als Chef vorstellte, entschuldigte sich.

Doch was nützt eine Entschuldigung, wenn Menschen ein Produkt aus sächsischen Landen verkaufen, sich aber mit dem Freistaat selbst überhaupt nicht identifizieren können? Es dürfte ja kaum so sein, dass die Verkäuferin inzwischen zum Sachsen-Fan mutiert ist.

Muss sie natürlich auch nicht! Aber: Wer für sich in Anspruch nimmt, ein weltbekanntes Qualitätsprodukt zu verkaufen, der sollte zumindest dahinter stehen.

Finde ich zumindest. Deshalb rief ich heute auch den Vorsitzenden des Schutzverbandes Dresdner Stollen e. V., René Krause, in Dresden an und setzte ihn über mein Erlebnis in Rüdesheim ins Bild.

Schutzverband schützt jahrhundertealte Backtradition

Der Schutzverband hat sich den Schutz des bekannten Stollens aus der Elbmetropole auf die Fahnen geschrieben. Auf dessen Homepage kann man unter anderem folgendes lesen:

„Der Dresdner Christstollen ist Kulturgeschichte, jahrhundertealte Backtradition, gelebte Leidenschaft und vor allem eines: ein Höchstgenuss. Seit Jahrhunderten hüten die Bäcker und Konditoren des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. ihre Backtradition und geben sie von Generation zu Generation weiter. Dies und die einmalige Komposition erlesener Zutaten sind das Geheimnis des unverwechselbaren Dresdner Christstollengeschmackes.

Dresdner Christstollen wird einzig in rund 120 Bäckereien und Konditoreien in und um Dresden hergestellt. Der Dresdner Christstollen ist ein Rosinenstollen. Man erkennt ihn am goldenen Qualitätssiegel.“

Als der Vorsitzende des Verbandes von dem Gebaren der Stollenverkäuferin auf dem Rüdesheimer Weihnachtsmarkt am Telefon erfuhr, war er entsetzt.

Womöglich wird auch vor anderen Kunden negativ über Sachsen gesprochen?

Er kennt den Vorgang nun und es bleibt zu hoffen, dass sein Qualitätsverband adäquate Maßnahmen trifft, um solche Leute vom Verkauf des beliebten Gebäcks fernzuhalten. Denn wer nicht hinter dem Bundesland, in dem der Stollen gebacken wird steht und sich womöglich auch vor anderen Kunden negativ über Sachsen äußert, dürfte kaum ein würdiger Repräsentant des originalen Dresdner Christstollens sein!

Bildnachweis: privat

 

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