Wegen Klima: Leiterin Institut Wohnen & Umwelt nennt Leute mit Wohnraum „Flächenverbrauchsschweinchen“

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Frau am Laptop mit Stinkefinger

Heutzutage arten Klima-Debatten oft aus

„Na, Sie Flächenverbrauchsschweinchen“? Was für ein Satz! Und was für eine Diskriminierung! Stellen Sie sich doch mal vor, ich nenne Sie rundheraus ein „Flächenverbrauchsschweinchen“. Weil Sie vielleicht großzügig auf vielen Quadratmetern wohnen oder aber als Single in einer 1,5-Zimmer-Wohnung leben.

Wie würden Sie wohl reagieren? Im Extremfall würden Ihnen vielleicht die Hand ausrutschen und ich erhielte eine schallende Ohrfeige.

Für das Klima ist derzeit alles recht!

Längst aber haben solche obszönen Begriffe Eingang in die Maistream-Presse gefunden, ohne dass sich großartig darüber aufgeregt wird. Wozu auch? Für das Klima ist – zumindest im Relotius-Heer – alles recht. Und nachdem man nun in die Welt herausposaunte, dass vom Kinderkriegen über das Kaminfeuer bis hin zum leckeren Rindersteck so ziemlich alles, was zur Gesellschaft gehört und Spaß macht, klimafeindlich ist, sind nun die Wohnenden dran.

Hier beleidigt ausgerechnet die Geschäftsführerin des Darmstädter Instituts Wohnen und Umwelt Leute mit einer Wohnung oder einem Haus (also so ziemlich jeden in Deutschland) als „Verbrauchsschweinchen“. Das ist kein Witz! Sondern öffentlich abgedruckt im SPIEGEL, Ausgabe 32, 2019. Dort wird Monika Meyer, die oben erwähnte Instituts-Leiterin, unter dem Begriff „Klimaschutz“ interviewt und unumwunden gefragt, ob wir (das Wort WIR benutzet die Relotius-Clique bekanntlich gerne, um zu suggerieren, dass die halbe Republik das auch so sieht….!) nach „Flugscham“ „Wohnscham“ entwicken sollten?

Davon abgesehen, dass wohl nur ein verschwindend geringer Teil der deutschen Bevölkerung Flugscham entwickelt oder überhaupt nur daran denkt, wird wohl den Begriff „Wohnscham“ bislang kaum ein Mensch kennen. Sowas macht aber bekanntlich nichts, was nicht ist, kann ja noch (eingehämmert) werden.

SPIEGEL veröffentlicht obszönes Klima-Bashing

Die Thematik der Leute vom SPIEGEL im Zusammenhang mit dem Interview der Institutschefin Monika Meyer betraf die Umweltbilanz derer, die wohnen. Also so gut wie jeden von uns. Frau Meyer stieg darauf natürlich sofort ein und sprach von einem steigenden Energiebedarf und damit steigenden Treibhausemissionen, die und den auch jene zu verantworten haben, die Flächen zu beheizen haben, ganz gleich, ob im Altbau oder im Niedrigenergiehaus. Frau Meyer spricht in dem Interview davon, dass fast 90 Prozent unserer Gebäude Altbauten sind.

Sie sagt:

„Eine Faustregel sagt, dass wir seit Kriegsende pro Kopf in jedem Jahrzehnt fünf Quadratmeter mehr bewohnen. Der Effekt der energetischen Sanierung wird so deutlich abgeschwächt. Ein Nullwachstum wäre hilfreich“

Weiter führt sie auf die Frage vom SPPIEGEL, ob sich der Effekt beziffern lässt, aus:

„Zwischen 1995 und 2015 nahm der Energieverbrauch der Haushalte pro Quadratmeter Wohnfläche um etwa 30 Prozent ab. Gleichzeitig sank der Energieverbrauch aber insgesamt nur um 13 Prozent. Grund: Die Zunahme an beheizter Wohnfläche fraß den Effiezienzgewinn teilweise wieder auf. Trotzdem müssen wir natürlich mehr alte Gebäude dämmen. Im Moment schaffen wir, etwa ein Prozent des Bestands im Jahr energetisch zu sanieren. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir das Tempo mindestens verdoppeln“

Daraufhin bringt der SPIEGEL sofort das oben schon erwähnte Wörtchen „Wohnscham“ ins Spiel und fragt, ob wir (!) nun auch noch „Wohnscham“ entwickeln sollten. Es hört sich so an, als dass der deutsche Michel die jetzt bitte auch noch entwickeln möge!

Und die Institutsfrau steigt da natürlich voll drauf ein. Mit einer diskriminierenden Geschmacklosigkeit, die es in sich hat. Sie sagt:

„Ich gebrauche scherzhaft den Begriff „Flächenverbrauchsschweinchen“. Aber wir sind nicht nur deshalb Schweinchen, weil wir in der Wohlstandsgesellschaft zu unserem Glück immer mehr Wohnraum brauchen. Sondern es liegt wesentlich an der deutlichen Zunahme an kleinen Haushalten(…).“

Zunächst drängt sich an das „Institutsschweinchen“ (darf man diese beleidigende Geschäftsführerin als jemand, der auch Wohnfläche verbraucht, so nennen?) folgende Frage auf:

„Welche Wohlstandsgesellschaft meinen Sie?“

Wohlstandsgesellschaft Fehlanzeige!

Die Bürger, die kaum noch eine bezahlbare Wohnung finden oder wenn doch, dann für den Wohnraum einen beträchtlichen Teil ihres Gehaltes hinlegen müssen? Oder geht es jetzt an das Bashing von Singles, die in einer kleinen Wohnung leben, weil sie eben (noch) solo sind? Oder sind die Leute gemeint, die alt sind und ihre große Wohnung gegen eine Singlewohnung getauscht haben? Weil schon verwitwet? Oder zielt sie ab auf jene, die sich den Traum vom Haus gerade noch so leisten können und sich ihren modernen Wohntraum natürlich auch auf großzügigen Quadratmetern ausgestalten?

Eigentlich zielt Frau Institutschefin auf alle ab, die ein Dach über dem Kopf haben. Der Unternehmer mit Mega-Villa ist in ihren Augen wahrscheinlich ebenso ein „Flächenverbrauchsschweinchen“ wie die geschiedene Marketingleiterin in der 3-Zimmer Altbauwohnung. Oder die Familie mit drei Kindern, die im neuen Haus auf 190 Quadratmetern lebt. Dabei scheint es zweitrangig, dass sowohl der Unternehmer als auch die Marketingleiterin sowie die Familie (finanzielle) Leistungen für den Staat erbringen.

Es scheint nur noch zu zählen, den Leuten ein schlechtes Gewissen einreden zu können. Für einen Klima-Hype, über den seriöse Forscher und Experten nur milde lächeln können. Bekanntlich hat sich das Klima schon immer gewandelt – lange bevor selbsternannte Klima-Panikmacher (vom behinderten Kind bis zum verpeilten Umwelt-Aktivisten) das öffentliche Parkett betraten. Und nach dem Kinderkriegen, dem Fleisch essen, dem Pupsen und dem Autofahren ist jetzt eben das Wohnen dran, für das man sich klima-gerecht bitte zu schämen hat!

Politik-Wechsel ist zwingend nötig

Ganz ehrlich: Leute wie Frau Meyer (hier ein Bild der Frau)  haben nicht mehr alle Tassen im Schrank! Und es tut zwingend Not, sie zurück zu pfeifen. Und all ihre Gleichstellungs-, Gender- und Refugee-Geiferinnen gleich mit! Diese Leute befördern unser Vaterland an einen Abgrund. Wird die unerträgliche Politik nicht sofort durch einen Politikwechsel gestoppt, werden wir wohl dereinst alle mit dem Eselskarren unterwegs sein, uns nur vegan (nur, was die heimische Natur hergibt) ernähren dürfen und einen Raum in einer aus Blättern und Ästen zusammengezimmerten Hütte unser Eigen nennen. In diesem Szenario ist das Internet längst abgeschafft (zu wenig Strom da, Stichwort: Energiewende), die Autos auch und da eine Klima-Diktatur das Kinderkriegen verboten hat, harren die einstigen Leistungsträger dann ihrem Tod entgegen. Immerhin in einer grünen Umgebung!

Na da: Schöne, neue (Wohn)Welt!

Bildnachweis (Symbolbild): stockAdobe.com, Andrey Popov

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