Erzeuger mag vom Kind nichts wissen – hart, aber: es hat auch Vorteile!

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Mutter und Sohn packen ein Geschenk zu Weihnachten ausWenn Sie vielleicht eine der Millionen Mütter in Deutschland sind, die ihr Kind oder ihre Kinder allein aufziehen, dann steht Ihnen gewiss nicht der Sinn nach einem Jubelartikel auf die Vorzüge des Alleinerziehens. Und das hier soll auch keiner sein. Nicht umsonst haben wir hier im Frauenpanorama auch schon eine alleinerziehende Mutter zu Wort kommen lassen, die offen über Ihre Situation sprach.

Deshalb soll der Beitrag eher den Müttern, deren Expartner sich nicht im Geringsten um den gemeinsamen Nachwuchs kümmern, Mut machen.

Mut machen, nicht mit der Situation zu hadern und sich vor Augen halten, dass manches, was man in stillen Stunden vielleicht bei anderen Getrennten beneidet, ganz und gar nicht die positivere Variante ist.

Denken Sie doch nur mal an Ihre unendlich kostbare und freie Zeitplanung! Wo andere Mütter einem strengen Kalender-Regime folgen müssen, weil ja auch der Kindsvater das Kind oder die Kinder in einem bestimmten Rhythmus hat, können SIE über die gemeinsame Zeit völlig frei verfügen.

Sicher ist das gerade dann kein Trost, wenn Sie körperlich total erschöpft sind, auf dem sprichwörtlichen „Zahnfleisch“ gehen und vielleicht auch noch Geldprobleme haben. Kurzum: an manchen Tagen einfach kein Land sehen.

Was aber, wenn Sie sich der obenstehenden Regelung unterwerfen und Ihr Kind womöglich noch jedes zweite Wochenende in eine Situation, wo längst auch eine andere Frau mit im Spiel ist, übergeben müssten?! Eben?

Oder der längere Aufenthalt an einem anderen Ort einfach scheitert, weil der Erzeuger partout auf sein „jedes zweite Wochenende“ pocht?

Sie stets beim Abholen und Bringen an der Haustür gute Miene zum bösen Spiel machen müssten, weil Sie Ihren Expartner eigentlich nur noch auf den Mond wünschen (und im Auto schon die „Neue“ hockt…)?

Klar, wenn die Wogen des Alleinerziehenden-Alltags hoch schlagen und die Kräfte sowie finanzielle Mittel mal wieder nachlassen, macht man sich ganz bestimmt nicht so viele Gedanken darüber. Oder neigt eventuell dazu, sich eine Situation zu wünschen, in der der Ex den Nachwuchs auch mal nimmt.

Wer als Mutter jedoch von Beginn an alleinerziehend war, wird ob dieser aufgeführten Argumente seine Situation sicher nicht ganz so schlecht einschätzen, wie sie einem tatsächlich manchmal erscheint. Gerade, wenn der (kleine) Mensch oder die (kleinen) Menschen, deren Zuhause mal der eigene Bauch war, das Ein und Alles sind, wird wohl keine alleinerziehende Mutter ohne Kontakt zum Kindsvater, mit einer Alleinerziehenden tauschen wollen, die mit dem Erzeuger so gar nichts mehr – und im schlimmsten Fall Hass – verbindet und das Kind trotzdem zu IHM geben und sie allerbeste Miene zum bösen Spiel machen muss.

An Wochenenden und zu Urlauben, die nicht selten schon gemeinsam mit der Neuen angetreten werden.

Was selbstredend viele, viele Kinder überfordert, aber in vielen öffentlichen Diskursen leider häufig als Patchwork-Romantik verfälscht dargestellt wird. Das aber ist wieder ein anderes Thema!

Für Sie gilt – einfach das Beste daraus machen, sich über die flexible Zeitplanung freuen und – nach vorn blicken!

Bildnachweis: Fotolia, http://de.fotolia.com/id/55753973 #55753973 – © Jeanette Dietl

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