Alleinerziehend & knappes Budget – wie kleiner Luxus drin sein kann

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Woman lgs in swimming pool. Tanned feet with pedicure in the pool water.

Ein Gastbeitrag von Clara

Ich liebe schöne Möbel und tolle Wohn-Accessoires, möglichst im Landhaus- oder Barock-Stil.

Dieser Stil jedoch ist als Neuware für mich – als Alleinerziehende – unbezahlbar, weshalb ich viel Zeit bei Online-Auktionshäusern und Kleinanzeigenportalen im Internet verbringe.

Das gilt auch für andere Gegenstände, die ich benötige oder gern haben möchte – benötige ich etwas, wird in den Gebrauchtbörsen herumgestöbert.

Es ist unglaublich, was mir hier schon alles an wirklich guten Schnäppchen untergekommen ist, deshalb möchte ich meine Tipps bzw. Herangehensweise gern weitergeben.

Ich weiß, dass „Second Hand“ nicht jedermanns Sache ist, mein Bruder zum Beispiel würde niemals Second-Hand kaufen. Er und seine Partnerin kaufen für den gemeinsamen 3jährigen Nachwuchs alles neu – vom Shirt bis zum Schuh. Nicht nachvollziehbar für mich, denn auch die Kleidung für meinen Nachwuchs – im Kindergarten- und Grundschulalter – kaufe ich selbstverständlich gebraucht.

Erstens sehe ich nicht ein, Unmengen von Geld für Klamotten auszugeben, die schon Wochen später nicht mehr passen und zweitens – mein Hauptgrund – denke ich, dass in Secondhand-Klamotten für Kinder, die ihre zweit oder dritte Runde drehen, die ganzen Schadstoffe, die nach meinem Dafürhalten in diesen Sachen drin sind, halbwegs raus sind.

Ich kann mich täuschen, aber mir zumindest gibt es ein besseres Gefühl, wenn ich in dem Secondhand-Shop für Kids in meinem Viertel einkaufe.

Neben den Sachen, die zwischendurch gekauft werden müssen, kaufe ich dort zweimal im Jahr – im Herbst und im Frühling – groß für die kommende Saison ein und bin jeweils mit um die 100,00 € bis 120,00 € dabei. Für –zig Teile! Das schont meinen Geldbeutel ganz enorm und man sieht den Sachen in keinster Weise an, dass sie schon jemand anderem gehörten. Im Gegenteil: ich finde, dass dieser, unser, Stamm-Secondhand-Shop ausgesprochen schöne Kinderkleidung führt, auch hochwertige Markenware (auf die ich persönlich aber keinen gesteigerten Wert lege).

Sehr oft wird dort auch hochwertiges Spielzeug angeboten oder so Dinge wie Fahrräder, die ja neu doch arg ins Geld gehen. Alles zu Preisen, die fair und meist wirklich im „Schnäppchen“-Bereich sind. Die Drahtesel meiner Kinder habe ich in diesem Geschäft auch erworben – und meine Haushaltskasse sehr geschont!

Für mich selbst mache ich die besten Schnäppchen – klamottentechnisch gesehen – im Web, im Internet-Auktionshaus. Ich bin der klassisch-elegante Typ, mag den Chanel- und Jacki-O-Style, obgleich man als Mutter kleiner Kinder nicht so oft dazu kommt, in diesem Look aus dem Haus zu gehen…!

Wenn aber mal ein gewisser Anlass besteht, dann stöbere ich online nach schönen gebrauchten Teilen und werde immer fündig. Einen ganz hochwertigen Blazer, der neu an die 1000,00 € gekostet hätte, habe ich mal für 25,00 € „abgestaubt“. Herrlich!

Als ich das gute Stück dann ausführte, erntete ich ziemlich viele Komplimente – ein sehr schönes Gefühl!

Na ja – und dann eben das Thema „Wohnen“, wie oben schon angerissen….

Suche ich hier etwas Bestimmtes, gehe ich systematisch vor. Ich durchstöbere meine Tonnen an Wohn- und Ambiente-Zeitschriften nach Herstellern, die schöne Möbel und Accessoires anbieten und gebe deren Produkt- oder Markennamen beim Internet-Auktionskaufhaus ein.

Natürlich kommt man hier kaum an brandneue Stücke, aber eben an wunderbare Möbel, die auch schon mal -zig Jahre auf dem Buckel haben können und dadurch erst recht begehrenswert sind.

Ausnahmen gibt es auch, das erlebte ich, als ich tatsächlich mal per Schnäppchenjagd im Web zu einem fast neuen Boxspringbett gekommen – ein Paar, das sich trennte, hatte es angeboten, für gerade einmal 90,00 €. Logisch, dass ich zuschlug.

Ansonsten finden aber doch eher ältere Gegenstände ihren Weg in das Auktionsangebot – zumindest im Wohnbereich.

Da ich jedoch den klassischen Stil auch bei Möbeln und Deko-Stücken bevorzuge, ist das kein Problem.

Vor allem aus gut betuchten Haushalten – in den Nobelgegenden Deutschlands – kommen im Internet oft sehr gute Angebote auf den Gebraucht-Markt.

Hier konnte ich schon manches schöne Schnäppchen ergattern, das heute meine vier Wände ziert.

Nicht so einfach gestaltet sich meist die Suche nach dekorativen Gegenständen für Haus oder Wohnung. Hier suche ich querbeet – mit den verschiedensten Stichworten („Landhausstil“, „Shabby“, „Antik“, „Erbstük“, „nostalgisch“, „Notverkauf“).

Einmal bin ich so an eine herrliche, italienische Wandschale geraten, die heute in meinem Badezimmer die gebrauchten Waschlappen aufnimmt. Das gute Stück ist echte Handarbeit und wurde von einer Frau im Internet angeboten, die diese Rarität einmal von ihrem verstorbenen Vater geschenkt bekam, aber keine wirkliche Verwendung dafür hatte.

Nachdem ich es für um die 25,00 € ersteigert hatte (neu würde man unter 300,00 € an sowas gar nicht kommen) hat sie sich gefreut, es nun in guten Händen zu wissen.

Auch das ist ein schöner Nebeneffekt, wenn man nach Secondhand-Stücken fahndet: es ergibt sich hin und wieder die Gelegenheit, auch mal was persönliches mit den jeweiligen Verkäufern auszutauschen und einen Einblick „hinter die Kulissen“ zu bekommen, wie eben im Fall mit der Wandschale.

Den absoluten Schnäppchen-Clou aber landete ich mit einem Riesen-Swimmingpool für meine Kinder. Dieser steht jetzt im Garten meiner Eltern, die nur wenige Meter entfernt von uns, in einem Haus, leben.

Ich selbst war schon immer ein Fan von privaten Schwimmbädern, fand das toll, wenn Leute so was hatten.

Das nächstgelegene Freibad hier bei uns ist in ca. 20 Fahrminuten zu erreichen. Nicht wirklich ein Thema, aber Eintritt und Sprit fallen dann eben auch immer an. Das läpppert sich mit der Zeit auch ganz schön zusammen, vor allem, wenn die Sommer heiß sind. Ganz abgesehen von dem jeweiligen „Zusammengepacke“ von Sonnenmilch, Schwimmringen, Proviant, Decken & Co.

Logisch, dass ich irgendwann auch mal auf dem Online-Gebraucht-Markt nach Pools schaute.

Aber nicht intensiv, nur dann und wann. Denn wirklich gute Offerten gab es lange nicht und ich konzentrierte mich auch nur so halbwegs drauf. Bis – ja – bis ich eines Tages doch glatt einen großen Rundpool für sage und schreibe 190,00 € auf einen Kleinanzeigen-Portal entdeckte. Ich traute meinen Augen nicht! Mittlerweile wusste ich, was die Dinger in welchen Größen neu kosteten und so ein Exemplar, wie es hier zum Schnäppchenpreis angeboten wurde, kostete neu um die 1800,00 € – das war ja wohl der Hammer! Ich griff sofort zum Hörer und wählte die in der Anzeige angegebene Nummer. Am Apparat war ein Mann, der mir sagte, dass das Teil noch zu haben war.

Warum er das Becken verkaufen wollte, hatte einen guten Grund: es stand auf dem Grundstück, welches er für seinen älteren Vater gekauft hatte und gehörte noch zum Vorbesitzer. Nun hatte keiner in der Familie Bedarf an dem Pool, deshalb der Verkauf.

Logisch, dass ich zuschlug!

Zwar stand das Teil in einer weiter entfernteren Stadt, was noch mal zusätzliche Spritkosten mit sich brachte, aber trotz allem war es noch ein Super-Schnäppchen.

Zudem habe ich das Glück, dass mein Onkel einen riesigen Auto-Anhänger besitzt, wo der Pool dann von seinem Standort zu uns in den Ort, zu meinen Eltern in den Garte, verladen wurde (ich habe die Aktion mit Verwandten abgedeckt, die mir den Pool abholten und auch aufbauten und musste keinen zusätzlichen Leute buchen).

Jetzt steht das runde Badebecken schon einige Zeit im Garten meiner Eltern (hier war im Übrigen die einzige Gelegenheit, ihn aufzustellen, denn wir wohnen in einer Mietwohnung) und ist bei diesen sommerlichen Temperaturen natürlich DER Hit schlechthin! Jedes Mal, wenn wir dort bei schönem Wetter zum Baden sind, geht mir das Herz auf!

Auch weil ich weiß, dass ich mir den Pool neu niemals hätten leisten können. Denn – wie viele andere Alleinerziehende auch – muss ich sehr aufs Geld achten, eine knappe Kasse ist bei uns eher die Regel denn die Ausnahme.

Umso schöner, wenn es doch das eine oder andere Highlight für uns gibt, was wir als gut erhaltenen Gebraucht-Artikel erwerben können.

Second Hand ist für mich deshalb in meiner Situation das A und O und ich bin sehr dankbar, dass man heutzutage, durch das Internet, Möglichkeiten hat, sich auch mit kleinem Geldbeutel hin und wieder mal etwas zu gönnen.

Hinzu kommt noch, dass es minütlich unzählige „zu-verschenken“-Angebote auf den bekannten Kleinanzeigen-Portalen jeder Region gibt.

Hiervon habe ich zwar noch keinen Gebrauch gemacht, weil noch nicht wirklich was im Angebot war, was wir benötigen, aber machen Sie sich mal den Spaß und durchkämmen diese Rubriken – es ist Wahnsinn, was für gut erhaltenen Dinge die Leute teilweise verschenken!

Ich bin mir sicher, dass ich das irgendwann auch mal noch ausprobiere, stöbern tue ich in diesen Anzeigen sehr oft. Und: auf diesem Parkett war ich sogar mal die Anbietende und habe ein Laufgitter, das ich – nachdem mein Nachwuchs es nicht mehr benötigte und das ich selbst einst geschenkt bekam – per Online-Anzeige in der „zu-verschenken“-Rubrik angeboten.

Es war ein sehr gut erhaltenes Laufgitter und die Freude der Leute, die es bei mir abholten und super happy über das Teil waren – unbezahlbar!

In diesem Sinne: probieren Sie es ruhig mal aus – die Schnäppchen-Jagd auf dem „Second-Hand“-Sektor! Es lohnt sich! Definitiv!

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/113508103

Datei: #113508103 | Urheber: abelena

 

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