Corona: Intensivmediziner empfiehlt, Kinder unter 8 Jahren nicht mit in Urlaub zu nehmen!

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Familie

Lockerungen in der Coronakrise: Haben Familien das Nachsehen?

Täglich absurdere Meldungen: Das ist die Coronakrise und auch daran werden wir uns später sicher erinnern. Nervt es schon, dass gefühlt täglich neue Risikogruppen ausgerufen werden, kommt jetzt noch ein absurder Vorschlag hinzu, der es in sich hat.

Und zwar von Intensivmediziner Dr. Matthias Gründling. Der Mann ist laut Medienberichten an der Universitätsklinik Greifswald tätig und hat jetzt einen Spruch losgelassen, den man erst mal verarbeiten muss. In einem Interview mit der FAZ schlug er nämlich vor, dass Kinder unter acht Jahren nicht mit den den Urlaub fahren sollen. In den demnächst vielleicht erlaubten Urlaub, der wahrscheinlich sowieso schon mit vielen Einschränkungen aufwartet.

Intensivmediziner tätigte diese krude Aussage in der FAZ

Das Portal familie.de schreibt dazu wie folgt:

„(…)In einem Interview mit der FAZ erklärte der Arzt, dass es auch in diesem Jahr die Möglichkeit für Ferien geben wird. Gerade die Ostsee ist ja bei vielen Familien enorm beliebt, die Region also, in der Gründling sich besonders gut auskennt. Urlaub, so sagte er, sei gerade auch in dieser belastenden Zeit extrem wichtig. Weil wir alle mal auf andere Gedanken kommen müssen. Unter bestimmten Regeln, die auch im Alltag gelten, sollte Urlaub bald auch wieder möglich sein. So schlägt Gründling vor, dass es in Hotels keine Buffetts mehr gibt, keine unnötigen Kissen oder Zeitungen im Hotel, keine klassischen Anreise mehr am Samstag. Und Menschen müssen natürlich auch weiterhin Abstand voneinander halten. Klingt eigentlich alles machbar.(…)Es gibt allerdings eine Einschränkung: „Mein Vorschlag ist es, dass man Kinder unter acht Jahren möglichst nicht mit in den Urlaub nimmt, da es schwierig ist, ihnen die Regeln beizubringen“, sagte der Intensivmediziner. Es soll also, mal wieder, eine Ausnahme für Familien mit vergleichsweise kleinen Kindern geben. Dass gerade aber auch diese Familien dringend eine Auszeit nötig haben, scheint nicht zu zählen. Wichtiger ist der Schutz (und die Erholung) aller anderen.(…)“

Dieser weltfremde Vorschlag verleitet tatsächlich zum Kopfschütteln, zumal viele Kinder ja auch im Alter unter acht Jahren durchaus sehr, sehr aufnahmefähig und lernfähig sind und entsprechende Anordnungen, die ihnen die Eltern in Sachen Corona übermitteln, umsetzen und einhalten können. Säuglinge und Kleinkinder natürlich ausgenommen, das ist ja klar.

Kein Grund also, diese kleinen Erdenbürger und ihre Familien zu diskriminieren, indem man einen solchen Vorschlag macht.

Vorfreude auf Lockerungen und dann solche Einschränkungen?

Auch wenn es dreimal ein Mediziner ist, der ihn kommuniziert.

Zumal die Coronakrise noch sehr lange anhalten kann und die Gesellschaft vielleicht noch einige Zeit mit dem Risiko leben muss. Dennoch sind Lockerungen in Sicht, die von den meisten Menschen hierzulande schmerzlich ersehnt werden. Gelten dann solche Einschränkungen, kann man die Vorfreude auf selbige glatt schon wieder vergessen.

Die meisten Menschen – allen voran Familien – begrüßen es, dass ein Urlaub im Inland vielleicht sogar noch möglich ist. Den tritt man selbstverständlich nicht ohne den Nachwuchs an, ganz klar. Wo der aber bleiben soll, hat der Herr Intensivmediziner in seinem Statement allerdings nicht verraten.

Man kennt das. Weltfremde und realitätsferne Vorschläge machen sich häufig nur in irgendwelchen Medien gut, den Alltagstest bestehen sie kaum. Ob Herr Gründling wirklich so fernab des Alltags vieler Deutscher ist oder ob er mit seinem Statement nur PR in eigener Sache machen wollte, bleibt unklar.

Familien werden dann lieber auf Balkonien bleiben

Bleibt zu hoffen, dass unsere Regierung, die ja für Gaga-Vorschläge eine Schwäche hat, nicht darauf eingeht und am Ende nicht noch darauf besteht, dass Mamas und Papas ihre „Unter-Achtjährigen“ zuhause lassen. Das wird nämlich kaum eine Familie machen und stattdessen die Ferien auf Balkonien verbringen.

Ob die Kinderlosen oder Eltern mit älteren Kindern dann den finanziellen Schub, den sich viele Touristiker von Urlaubern, die bei einer Lockerung im Inland verreisen wollen, erhoffen, ganz alleine bringen, darf bezweifelt werden. Immerhin sind es die Familien, die alljährlich im großen Stil innerhalb Deutschlands verreisen.

Die undurchdachte Aussage des Herrn Gründling dürften die Leute, die mit dem Tourismus ihre Butter aufs Brot verdienen, deshalb kaum teilen!

Bildnachweis: stock.adobe.com / nadezhda1906

Quelle: familie.de

 

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