Corona-Krise: Was sich jetzt in Deutschland ändern muss!

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Junge Frau an U-Bahn

Die Corona-Krise zeigt: SO darf der Globalisierungs-Irrsinn nicht weitergehen!

Das Corona-Virus ist derzeit (neben dem neuen Massenansturm von Migranten an der griechischen Grenze) DAS Top-Thema in Deutschland. Mit bereits über tausenden Infizierten hierzulande ist die Krise nun da und somit auch unser Land nicht verschont geblieben. Und die Zahl der Infektionen wird sicher noch steigen.

Mittlerweile geht die Angst vor der Quarantäne und dem totalen Lockdown um, was sich vielerorts in sogenannten Hamsterkäufen niederschlägt. Hygieneartikel und Dosenkost sind seit dem Ausbruch der Corona-Krise bundesweit stark nachgefragt, mancher Supermarkt kann hier nur noch mit (halb)leeren Regalen aufwarten. Einige Artikel werden sogar nur noch in „haushaltsüblichen Mengen“ abgegeben, also zugeteilt. Die DDR lässt grüßen!

Corona-Krise zeigt, wie schlimm es in weiteren Katastrophenfällen kommen könnte!

Die Krise zeigt nicht nur, wie schnell in einem noch schlimmeren Katastrophenfall hierzulande die Regale leer wären, sondern lehrt uns vor allem eines: Die deutsche Wirtschaft in diesem großen Ausmaß nach Fernost auszulagern, war ein riesiger Fehler.

Ein Fehler, den die Politik freilich jahrzehntelang befördert und dabei unzählige deutsche Arbeitnehmer im übertragenen Sinn „hops“ gehen lassen hat. Ganz gleich, welche Branche. Ob Bettwäsche, Spielzeug oder Technik: Zig Unternehmen wurden und werden geschlossen. Man produziert nun in Fernost oder lässt produzieren. Oder man macht die Bude gleich dicht und stellt die Produktpalette „Made in Germany“ ganz ein.

Parallel dazu wurden und werden viele, viele Produkte fast nur noch in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt und von dort aus nach Deutschland exportiert.

Kosten für Produktion deutscher Produkte zu hoch

Begründet wird das vonseiten der Wirtschaft und den Politikern immer mit demselben Mantra: „Produzieren in Deutschland ist zu teuer“. Oder: „Die Kosten für Arbeitnehmer und alles was damit zusammenhängt, sind hierzulande zu hoch“.

Ja, warum sind sie das denn? Weil die Politik es nicht geschafft hat, in Deutschland Bedingungen für Unternehmen zu schaffen, die es erlauben, Arbeitnehmer zu moderaten Kosten einzustellen und den Arbeitern oder Angestellten gleichzeitig ein gutes Geld zu zahlen. Im Gegenteil: Politisch und wirtschaftlich ging es in Sachen Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten immer nur darum, billiger zu produzieren, noch mehr Personal einzusparen und alles, was mit Lohn und Gehalt bzw. Sozialkosten einhergeht, runter zu drücken.

Perverser Kreislauf mit „Made in China“

Ein perverser Kreislauf, der dazu geführt hat, dass die meisten deutschen Kinder nicht mehr mit dem qualitativ hochwertigen Plüschteddy aus dem Erzgebirge spielen, sondern mit billigstem Plastikmist aus China. Dass das Warenangebot in den Supermarktregalen schon zu großen Teilen aus Produkten besteht, die nicht vom Bauern oder Erzeuger von nebenan kommen, sondern aus asiatischen Landen eingeflogen werden. Dass der Deutsche sein Körper abends in Bettwäsche sinken lässt, die nicht am deutschen Standort, sondern in China hergestellt wurde. Dass diverse wichtige Arzneimittel nicht in ein einer beliebigen deutschen Großstadt hergestellt werden, sondern in Ländern, auf die Trumps „Shithole“-Bezeichnung vielleicht ja zutreffen könnte. Dass die deutsche Frau nicht einen Triumph-BH trägt, sondern ein 2,00-Euro-Billigmodel, das von Fernost direkt in die deutsche Billig-Kette – in der es schon beim Eintreten stinkt – geliefert wird.

All das haben deutsche Politiker gefördert. Auf Kosten unzähliger deutscher Arbeitnehmer. Die Quittung haben wir jetzt bekommen: Ein Virus, der direkt auch aus China kommt, legt nicht nur Teile der Wirtschaftsketten in Deutschland lahm, sondern zeigt auch, wie hochgefährlich es ist, die eigene Produktion aus dem Heimatland abzuziehen oder dicht zu machen und vieles nur noch aus China kommen oder dort produzieren zu lassen. Wer garantiert einem denn, dass der Kopfkissenbezug, den man gerade frisch aufs Bett zieht, nicht von jemandem in China genäht wurde, der mit dem Virus infiziert ist? Keiner!

Leider aber ist offenbar dem Großteil der deutschen Bürger all das nicht bewusst, denn sonst hätte man sich viel früher politisch und zivilgesellschaftlich dagegen positioniert, dass Deutschland sein Know-How einfach so und in diesem großen Umfang nach Fernost auslagert.

Es kann gut sein, dass, wer heutzutage in einem Warenhaus dezent nachfragt, ob denn die Bettwäsche, auf deren Verpackung „Hergestellt für Firma XY in Deutschland“ steht, aus China kommt, von der Verkäuferin ein schnippisches „Kommt aus China, wie alles hier“ zu hören bekommt. Das zeigt, dass man sich mit diesem Globalisierungs-Irrsinn wohl weitestgehend abgefunden hat. Hinterfragt wird kaum noch was. Der deutsche Schlafmichel pennt und konsumiert.

Corona-Krise zeigt deutlich, was sich jetzt ändern muss

Sollte er durch die jetzige Corona-Krise aber doch aufwachen, dann sollt auch er (oder sie) einmal darüber nachdenken, was sich jetzt ändern sollte.

Nämlich folgendes:

Produkte jeglicher Art müssen (wieder) im Inland hergestellt werden. Bei Lebensmitteln muss der Fokus auf regionalen Erzeugnissen liegen. Niemand braucht im Winter exotische Früchte- oder Gemüsearten, die aus Fernost kommen. Arzneimittel sollten ausschließlich in Deutschland – das in Sachen Hygiene-Standards weltweit führend ist – hergestellt werden. Dasselbe gilt für Kleidung, Spielwaren & Co.

Die Politik sollte diese Maßnahmen zudem mit einer gewissen Wertschätzung der Arbeitnehmer begleiten. Eine Wertschätzung, die auch finanziell bei der arbeitenden Bevölkerung ankommt. Das könnte man definitiv (auch) über die Politik regeln.

Wäre es eine Politik, die für das deutsche Volk gemacht würde, ginge es nämlich allen gut. Dem Unternehmer, der seine Produkte aus hiesigen Landen anbietet, ebenso, wie der Verkäuferin oder dem Altenpfleger, der oder die statt 1.800,00 € netto 3.500,00 € netto am Ende des Monats in der Tasche hat. Mit so einem Gehalt kann eben auch die Kassiererin den etwas preisintensiveren Triumph-BH tragen. Und ganz nebenbei die Wirtschaft (wieder) ankurbeln. Natürlich ist dies jetzt alles stark vereinfacht hier dargestellt.

Gutes Geld für gute Arbeit muss in Deutschland wieder salonfähig werden!

Aber darauf sollte es hinauslaufen: Für gute Arbeit sollte es gutes Geld geben. Mit dem wiederum kann man sich dann auch qualitativ hochwertige Produkte aus deutschen Landen kaufen. Und damit auch jene nicht vergessen werden, die oft nur wenig Geld im Monat zur Verfügung haben (Alte, Alleinerziehende, Familien…), sollte die Politik hier Programme und Projekte starten, die darauf abzielen, dass diese Personengruppen mittelfristig ebenso ein höheres Haushaltseinkommen zur Verfügung haben.

Möglich wäre all das sicherlich, nur muss eben der politische Wille da sein.

Solange der abwesend ist, werden wir wohl weiterhin auf so vielen Alltagsprodukten den Aufdruck „Made in China“ lesen.

Bildnachweis: stock.adobe. com / Jo Panuwat D

 

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