Die First Lady hat ihr Thema gefunden: Cybermobbing

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Beschimpfungen, Beleidigungen, Demütigungen und Drohungen: was Kinder und Jugendliche sich im Netz mitunter antun, ist bedrohlich.

Hat man bislang noch keine wirkliche Handhabe gegen reales Mobbing, toppt seit der Geburt der sozialen Netzwerke das fiese Cybermobbing alles. Mit einem Mausklick nur kann eine Kinderseele Schaden nehmen oder gar für immer beschädigt werden.

Allein die Trefferergebnisse hierzulande, die Google unter „Cybermobbing“ ausspuckt, lassen erahnen, wie gewaltig das Problem ist – fast 700 000 Ergebnisse listet die Suchmaschine auf. Ein Wahnsinn! Dahinter stecken unendlich viele Fälle gemobbter Kinder und mitleidende Familien.

Cybermobbing wird eher zu- als abnehmen

Weil man vermuten darf, dass das Problem zukünftig eher zu- denn abnimmt, hat sich nun die First Lady, Melania Trump, dieser Thematik verschrieben und folgt damit der Tradition ihrer Vorgängerinnen, ihre Stellung für die gute Sache zu nutzen.

Melania Trump, selbst Mutter, hat sich den Kampf gegen Cybermobbing als ihr Herzensprojekt ausgewählt.

Auf faz.net ist dazu folgendes zu lesen:

Die amerikanische First Lady Melania Trump will mit einer neuen Initiative das Wohl von Kindern ins Zentrum ihres Engagements rücken. In der heutigen „schnelllebigen und immer verbundenen Welt“ falle es Kindern schwerer, ihre Gefühle zu kontrollieren, weshalb sie sich oft schädlichen Verhaltensweisen wie „Mobbing, Drogensucht oder sogar Selbstmord zuwenden“, sagte die 48-Jährige am Montag. Die Ankündigung der Initiative „Be Best“ (etwa: „Gib Dein Bestes“) im Rosengarten des Weißen Hauses im Beisein ihres Mannes Donald Trump war einer der seltenen öffentlichen Auftritte der First Lady. 

Es handle sich um eine Aufklärungskampagne für die „Wichtigsten und Verwundbarsten unter uns – unsere Kinder“. Die Initiative stützt sich demnach auf drei Säulen: Kinder sollen intensiver in der Nutzung sozialer Medien geschult werden, gesünder und emotional ausgewogener leben und über Drogenmissbrauch aufgeklärt werden. Familien und Kinder, die von Drogenproblemen betroffen seien, sollen besonders unterstützt werden. Konkrete Maßnahmen wurden allerdings zunächst nicht angekündigt. Präsident Trump küsste seine Frau nach ihrer Rede mehrmals auf die Wangen. Es sei ein Segen für Amerika, so eine engagierte First Lady zu haben, sagte er. 

Melania Trump hatte sich bislang vor allem den Kampf gegen Cyber-Mobbing auf die Fahne geschrieben. Soziale Netzwerke könnten für Kinder positiv und negativ sein, erklärte sie dazu am Montag. Es sei daher wichtig, Kinder bei der Nutzung anzuleiten. „Soziale Medien können auf förderliche Weise genutzt werden“, sagte sie. Dafür müsse Kindern auch beigebracht werden, ihre Worte sorgfältig zu wählen, sie müssten von „Respekt und Mitgefühl“ geprägt sein.“   

Bleibt abzuwarten – und vor allem zu hoffen – dass die mächtigste Frau Amerikas in ihrem Engagement etwas erreicht. Denn das hätte auch Einfluss auf den hiesigen Kampf gegen Cybermobbing. Kommt doch eigentlich alles, was in den USA seinen Anfang nimmt, irgendwann auch nach Europa.

Lösungen dringend gefragt

Und da Cybermobbing ein internationales Problem ist, ist es ganz egal, woher und von wem Lösungen kommen – Hauptsache, sie kommen.

Wobei das freilich schwierig werden dürfte, einfach vor dem Hintergrund, dass die digitale Welt teilweise so diffus und wenig greifbar ist. Dass man zudem das Mobbing in der realen Welt bis heute nicht wirklich in den Griff bekommen hat, ist eine weitere traurige Tatsache. Dabei kann jeder einzelne, der Kinder hat, bei sich anfangen und die Erziehung bezüglich des Verhaltens gegenüber anderen Kindern entsprechend gestalten.

Nur – das scheitert leider häufig daran, dass selbst das oftmals nicht gegeben ist. Sei es, weil die Eltern überfordert oder sich ihrer erzieherischen Stellung nicht bewusst sind. Dennoch: die Hoffnung stirbt zuletzt und das Thema der First Lady, das Cybermobbing, ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Sie fordert Lösungen.

Informationen zu Cybermobbing seitens der Polizei gibt es u. a. hier.

Bildnachweis: Fotograf:psison|File|Filed|11/6/2016…/ picture alliance / AP Photo

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