Frauennetzwerke – wie sie zum Auftragsbooster werden

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Frauennetzwerke gibt es viele. Die Kunst ist, ein Netzwerk zu finden, das zum eigenen Business passt.

Wer als Frau ein Start-up gegründet, ein bestehendes Unternehmen übernommen, sich als Freiberuflerin selbständig gemacht oder eine gewisse berufliche Position erklommen hat, steht schnell vor der Frage: „Wie nun ein passendes Netzwerk finden?“. Auch selbständige Frauen, die in eine andere Stadt umziehen, sind mit diesem Thema konfrontiert.

Natürlich ist zunächst einmal die Suche per Google oder Facebook das Gebot der Stunde, doch selbst wenn man fündig wird, weiß man oft noch nicht, für welches Netzwerk man sich entscheiden soll. Zudem solle man sich im Klaren darüber sein, was man will: Ein reines Frauennetzwerk oder ein gemischtes Netzwerk? Auf Dauer ist freilich beides von Vorteil, gar keine Frage.

Wer aber noch ganz zu Beginn des Webens eines Netzwerkes und zudem eine weibliche Zeitgenossin ist, dürfte mit einem Frauennetzwerk gut bedient sein. Nicht zuletzt, weil die meisten selbständigen Frauen vor denselben Herausforderungen stehen (Familie, Partner, Job) und FRAU dadurch einen leichten Einstieg hat. In erste Gespräche ebenso wie in erste Empfehlungen.

Aktiv nach einem passenden Frauennetzwerk zu suchen, macht Sinn

Wer selbständige Freunde oder Bekannte im beruflichen Umfeld hat, wird sicher das eine oder andere Mal eine Einladung zur Veranstaltung eines Netzwerkes erhalten, doch um auf Dauer per Empfehlung an Aufträge zu gelangen, sollte man durchaus selbst aktiv nach einem passenden Netzwerk suchen. Und überlegen: Welche Art Frauennetzwerke fördern meine Karriere?

An erster Stelle stehen die bereits erwähnte Online-Recherche und Erkundigungen bei selbständigen Freundinnen oder Bekannten. Beides lässt sich auch prima verbinden. Hat man erst einmal geeignete Frauennetzwerke in der heimatlichen Region recherchiert, sollte man persönliche und geschäftliche Kontakte fragen, ob sie mit dem einen oder anderem Netzwerk bereits Erfahrungen haben. Im Idealfall wird man an die Initiatorin geleitet oder bei Gelegenheit bekannt gemacht, so dass der Step zu einer Einladung fast schon gemacht ist.

Wichtig: Bei der Suche nach einem geeigneten Netzwerk sollte man herausfinden, ob ein Kostenbeitrag im Spiel ist oder nicht. Auch, ob dieser pro Veranstaltung erhoben wird oder man dauerhaft zahlendes Mitglied in einem Frauennetzwerk werden muss, ist sicher von Bedeutung.

Eine Rolle spielt zudem, ob das jeweiligen Netzwerk offline agiert. Im Netz gibt es die unterschiedlichsten Frauennetzwerke, doch längst nicht alle gehen mit regelmäßigen Offline-Treffen einher. Deshalb ist so manches Frauennetzwerk im Web eher eine Community – hier unbedingt darauf achten! Denn auch wenn so manche Businessfrau ihren Geschäftszweig online hat: Es geht nichts über persönliche Kontakte, die ganz real „draußen“ stattfinden. Also außerhalb des Internets. Schon allein die Tatsache, wie unkompliziert man anderen Leuten offline vorgestellt werden kann, wenn man auf einer Veranstaltung weilt, ist ein Argument für das Netzwerken außerhalb den digitalen Weiten des Webs.

Nachfolgend ein paar Beispiele für Frauennetzwerke, die wirklich was bringen:

Facebook-Gruppen, deren Mitglieder sich auch offline treffen:

Hier gibt es für Business-Frauen und auch speziell für Business-Mütter verschiedene Gruppen. In vielen dieser Gruppen treffen sich die Mitglieder regelmäßig offline. Hier sollte man einfach schauen, ob in der eigenen Region regelmäßige Treffen angeboten werden. Auch die Zusammensetzung der Gruppe ist wichtig. So kommt es beispielsweise vor, dass in vielen Gruppen Coaches überwiegen, was für das eigene Netzwerk oft wenig Sinn macht, da es für eine stete (Weiter)Empfehlung der eigenen Person wichtig ist, beruflich mit Leuten aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenzukommen.

Hochkarätige Clubs, die Frühstücks- oder Lunch-Treffen für Business-Frauen anbieten:

So gut wie jede Stadt hat ihn: Einen lifestyligen Club, der für ein eher hochkarätiges Klientel regelmäßige Treffen veranstaltet. Meist wird der Fokus hier auf abendliche Veranstaltungen mit Podiumsdiskussionen oder/und Kunst und Kultur gelegt. Viele dieser Clubs bieten als Extra für Frauen Business-Treffen zum Frühstück oder Mittagessen an. Diese Treffen, die eher im kleineren Rahmen stattfinden, stehen zumeist unter einem Motto, zum Beispiel: „Designerinnen stellen sich vor“. Zu Beginn wird meist ein Glas Sekt gereicht, dann werden die Damen, die mit ihrem Business zu Gast sind, vorgestellt, während man dabei einen Happen isst und sich danach dem lockeren Plaudern und Kontakten widmen kann. Die geladenen Frauen kommen meist aus den unterschiedlichsten Branchen, was solche Treffen hochinteressant macht. Rein kommt man oftmals nur auf Empfehlung oder Einladung durch andere, aber es macht durchaus Sinn, von selbst aus bei solchen Clubs anzurufen und sich in den Veranstaltungsverteiler für alle Veranstaltungen aufnehmen zu lassen. Oft klappt das. Zu bedenken sind hierbei die Kosten, denn solche Einladungen gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Dennoch ist das Geld in den allermeisten Fällen gut investiert, da man interessante Leute trifft und solche Clubs zumeist dafür sorgen, auch immer wieder neue Gesichter in der Runde zu haben. Das kann den Auftragsbooster schnell in Gang setzen und den ausgegebenen Betrag locker wieder einspielen.

Veranstaltungen in von Frauen geführten Cafés und Restaurants

In nahezu jeder Stadt gibt es sie – selbst in kleineren Orten: Restaurants oder Cafés, die von engagierten Frauen geführt werden und in denen die Inhaberinnen sich oftmals viel einfallen lassen, um Leute in ihre Location zu ziehen. Sehr beliebt sind in diesem Zusammenhang abendliche Lesungen oder Veranstaltungen, bei denen sich zwei bis drei Frauen mit ihrem Business vorstellen. In entspannter Runde kann der Abend sodann bei leckeren Gerichten und Getränken ausklingen und ganz nebenbei wird der eine oder andere neue Kontakt wie von selbst geknüpft. Wer noch nicht im Bilde ist, welche Lokalität solche Veranstaltungen organisiert, sollte die örtliche Presse (offline/online) kontinuierlich durchstöbern, da derartige Veranstaltungen oft als Vorhinweis oder als Nachberichterstattung in den Medien auftauchen. Wenn es keinen Hinweis darauf gibt, ob jede Interessierte an einer solchen Veranstaltung teilnehmen kann, dann lohnt der Griff zum Telefonhörer und eine nette Nachfrage. Meist ist es super unkompliziert, hier an eine Einladung zu gelangen, da die meisten Inhaberinnen erfreut sind, wenn sie neue Leute hinzu bitten können.

Darüberhinaus gibt es noch eine ganze Menge mehr interessante Netzwerke, in denen Frauen sich engagieren. Oftmals gehen sie einher mit Charity oder haben eine Verbindung zu hochwertigen Stadt- oder Regionalmagazinen, die sich an Frauen richten. Ebenso haben sich aus so manchen Wirtschaftsverbänden reine Frauennetzwerke etabliert, die mit den verschiedensten Veranstaltungen von sich reden machen. Das A und O im Bezug auf die Integration in solche Netzwerke sind: Selbstrecherche, Nachfrage bei anderen Business-Frauen, Verfolgen der Berichte in den regionalen Medien und nicht zuletzt das Offenhalten der Augen und Ohren in jedweder geschäftlichen oder privaten Situation. Denn nicht selten hat bei Leuten mit einem großen Netzwerk der erste Schritt damit begonnen, dass es hieß: „Kennen Sie die Veranstaltung XY. Nein? Ich lasse Sie da mal mit auf die Gästeliste setzen“.

Kommunikativ und offen zu sein ist ein Muss!

Profi-Netzwerkerinnen wissen: Beginnt es auf diese Art, setzt sich der Aufbau eines Netzwerkes mit Leichtigkeit fort. Weil man immer wieder auf Leute treffen wird, die einen in eigene Netzwerke oder zu Veranstaltungen von Geschäftsfreunden einladen. Der Auftragsbooster schlechthin!

Natürlich ist hier die Voraussetzung, dass man selbst offen und kommunikativ ist. Jemand, der den Mund nicht aufbekommt oder sich einen Abend lang nur mit einer Person aufhält, wird kaum an derartige Einladungen gelangen. Und: Auch das Motto „Eine Hand wäscht die andere“ ist in Sachen Frauennetzwerk ein großes Thema. Soll heißen: Auch Sie sind mal dran, Geschäftsfreundinnen oder Geschäftspartnerinnen in Ihre Kreise einzuladen! Ist das Kontakte-Karussell einmal in Gang gesetzt, wird es sich kaum mehr aufhören zu drehen!

Insofern: Man (FRAU) muss nur starten! Worauf warten Sie noch?

Bildnachweis: stock.adobe.com / nullplus

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