Nervigen Small-Talk beenden – so geht’s!

Von  |  0 Kommentare

Smalltalk am Stehtisch

Viele kennen das: man ist beim „gemütlichen Teil“, gern auch „get together“ genannt, auf einer interessanten Veranstaltung, und gespannt auf neue Kontakte. Gerade Freiberufler, Selbständige und anderweitig beruflich stark engagierte Frauen nutzen gern diese Gelegenheiten des Netzwerkens.

Small-Talk bringt interessante Leute zusammen

Wenn es nämlich gut läuft, lernt man mehrere interessante Personen an einem Abend kennen. Das hat nicht selten neue Aufträge zur Folge oder dient dem jobbedingten Fortkommen.

Nun aber scheint der Abend nach dem Eintreffen anders zu verlaufen, als gedacht. Und dabei ist es unerheblich, ob man allein oder zu zweit – beispielsweise mit einer Freundin – auf der Veranstaltung weilt.

Statt neue Kontakte zu knüpfen, bleibt eine einzige Person, die einem ein „Ohr abkaut“ an einem hängen. Dabei fängt alles harmlos an…!

Zunächst sind – sagen wir – mit Ihnen (und gegebenenfalls Ihrer Freundin) noch zwei oder drei weitere Personen am Stehtisch. Man plaudert, tauscht sich aus, ein Snack wird genommen, ein Schlückchen Wein getrunken.

Soweit so gut.

Ungeschriebene Regeln beim Small-Talk

Danach – so die ungeschriebene „Netzwerken-Regel“ – entfernt man sich vom Stehtisch und dreht eine Runde durch die Location, schaut mal hier, schaut da (vorteilhaft: Vernissagen!), trifft den einen oder anderen, an dessen Seite wiederum neu kennen zu lernende Personen verweilen, hält dort Small-Talk, tauscht Visitenkarten aus schlendert weiter. Das ist der Normalfall.

Was aber, wenn sich stepp by stepp alle entfernen und man am Stehtisch übrig bleibt, mit einer Person neben sich, die permanent auf einen einredet? Für die Small-Talk bedeutet, anderen Menschen auch noch das kleinste Detail über die letzte Darmspiegelung zu verraten und wie viel Quadratmeter Rasen sie oder er am Wochenende zu mähen hat. Die ihren unendlichen Redefluss über Sie (und ggfs. Ihre Begleiterin) ergießt? Zunächst ist man ja noch höflich interessiert, was sich aber – wenn die redselige Person so gar kein Ende findet – rasch ändert.

Man sieht den Abend dahin schwimmen und für sich keine Chance, sich ins Getümmel zu stürzen, zu den anderen Gästen, weg vom Stehtisch. Auch zu zweit vor Ort zu sein, bringt da meist keinen Vorteil, weil einen solche „Ohr-Abkauer“ nicht mal ein paar Sekunden lassen, um mit der Freundin ein Wort oder einen vielsagenden Blick zu wechseln – in Sachen „hier abhauen!“.

Manche harren ganzen Abend aus

Zumindest, wenn man ein höflicher Mensch ist. Ich habe zudem schon von sehr zurückhaltenden, schüchternen Menschen gehört, dass sie in einer solchen Situation sage und schreibe den ganzen Abend ausgeharrt haben. Und das kann nerven! Sehr sogar!

Was also tun? Darauf hoffen, dass die redselige Person ihren Redefluss in absehbarer Zeit – wobei ja ein Event nicht endlos geht und die Zeit knapp bemessen ist – stoppen wird, bringt nichts. Denn entweder, die Frau oder der Mann ist zum ersten Mal auf einem solchen Event oder sie / er kennt die „Spielregeln“ schlichtweg nicht bzw. hat so eine schlechte Kinderstube, dass  sie / er diese einfach ignoriert.

Deshalb gibt es einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick, den Sie anwenden können, wenn Sie in so eine Quasselfalle getappt sind. Und noch was vom Abend haben wollen! Egal, ob Sie allein oder mit einer Freundin da sind! Die Freundin wird Ihnen schon folgen, wenn Sie den folgenden Trick anwenden!

Trick kann allein oder zu zweit angewandt werden!

Ich erwähne übrigens deshalb vordergründig die Freundin, weil die Erfahrung zeigt, dass, wer mit einem männlichen Begleiter vor Ort ist, dieses Problem eher nicht hat. Männer klinken sich dann halt aus. Punkt. Hier ist in der Regel Unsicherheit oder / und eine überbewertete Höflichkeit für derlei Situationen bei vielen Frauen eine Falle…

Aber nun zum Trick. Ganz profan gesehen ist es eigentlich nur ein Ratschlag:

Wenn Sie in eine solche Situation, wie sie hier im Beitrag geschildert wird, geraten und es Ihnen zu bunt wird – greifen Sie sich Ihr Glas, passen Sie eine Sekunde des Luftholens oder Beendigung eines Satzes bei der Quasselstrippe ab (so viel Höflichkeit sollte schon noch sein..) und sagen Sie freundlich, aber bestimmt: „ich habe dort hinten gerade einen Bekannten entdeckt, ich schau mal nach ihm, bis später – wir sehen uns!“. Dann nehmen Sie Ihr Glas und entfernen sich vom Stehtisch. Ist eine Freundin Ihre Begleitung wird sie sofort „verstehen“ und – mitkommen.

Sich aufs stille Örtchen empfehlen bringt nichts

Man könnte zwar auch ganz profan sagen, dass man auf die Toilette geht, nur: von dort kommt man ja auch irgendwann zurück.

Und SIE wollen ja nun nicht ins Fettnäpfchen treten – oder?

PS: ähnlich kann eine Situation natürlich auch auf einem eleganten Dinner, bei dem man in Bankett-Bestuhlung sitzt, auftreten. Nur: da es dort meist eine feste Sitzplatz-Ordnung gibt, ist ein „Entrinnen“, bei Tischnachbarn, die einem ein Ohr abkauen, so gar nicht möglich. Hier hilft oft nur, seinen Kopf bei einer Satzpause eines dauerquasselnden Tischnachbarns, in die Richtung anderer Gäste am Tisch zu drehen. Somit signalisiert man, dass man auch mit den anderen Leuten am Tisch kommunizieren möchte. Ob es natürlich hilft, ist wohl Glückssache!

Bildnachweis: Fotolia, http://de.fotolia.com/id/49887179 – #49887179 – © Anke Simon

Frauenpanorama unterstützen? Über eine Spende freut sich Frauenpanorama.de

Frauenpanorama unterstützen? Über eine Spende freut sich Frauenpanorama.de

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

de_DEGerman