Gebühren-Irrsinn: in Hamburg soll Maut auf einem Friedhof erhoben werden!

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SkulpturImmer wenn man denkt, es geht nicht irrer, dann wird man stets eines Besseren belehrt. Denn: irrer geht wirklich immer. Vor allem in Deutschland und meist im Zusammenhang mit Gebühren. Oder einem wiehernden Amtsschimmel.

Maut auf Friedhof in Hamburg geplant

Der will nun in Hamburg zuschlagen und zwar mit einer Friedhofs-Maut. Was total abwegig klingt (und ja auch ist) beschreibt BILD.de am 12. Februar 2019 so:

„(…)Der Friedhof Ohlsdorf plant, Schranken an den Eingängen anzubringen. Ähnlich wie bei Parkhäusern soll es dazu ein Bezahlsystem geben. Das Prinzip: Wer lange bleibt, zahlt weniger. Die Gebühren sollen zwischen 50 Cent (mehrstündiger Aufenthalt) und 3 Euro (Aufenthalt unter 30 Minuten) variieren.Das bedeutet: Wer nur einen Blumenstrauß auf einem Grab ablegen möchte, zahlt den Höchstbetrag! Darüber hatte zunächst das örtliche „Wochenblatt“ berichtet.(…)“

Begründet wird diese befremdliche Maßnahme mit einem Durchgangsverkehr, der wohl rege durch diesen Ort der Besinnung fließt.

Dazu heißt es auf BILD.de weiter:

„(…)Der Sinn und Zweck hinter der Idde zu den Bezahl-Schranken ist es, den erheblichen Durchgangsverkehr einzuschränken. Das haben sich viele Hamburger im Zuge der öffentlichen Beteiligung zu ,Ohlsdorf 2050′ gewünscht.(…)“

Friedhofsbesucher sehen das nicht so…

Nun – Friedhofsbesucher sehen das offenbar anders. So zitiert das Blatt unter anderem einen Mann, der den Friedhof sehr häufig besucht, er sagt:

„Ich bin nach 20 Minuten raus hier. Soll ich jeden Tag 3 Euro zahlen?“

Eine sehr berechtigte Frage! Wird sie vom nordischen Amtsschimmel erhört werden? Man wird sehen. Denn wenn diese Gebühr tatsächlich durchgesetzt wird, wird das medial nicht unerwähnt bleiben.

Was bleibt, ist allerdings die Frage: welcher Gebühren-Irrsinn soll noch hier – in diesem Land – installiert werden?

Scheinbar ist keine Idee zu abwegig, um den Steuerzahler zu melken! Die Verantwortlichen sollten sich was schämen!

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

 

 

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