Getrennte Schlafzimmer: Fluch oder Segen für die Beziehung?

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Frau im Bett

Getrennte Schlafzimmer oder nicht?

Es gibt kaum eine Frage zur Schlafzimmergestaltung, bei der die Meinungen so weit auseinandergehen wie bei dieser. Während die einen auf getrennte Schlafzimmer schwören und die Ruhe in der Nacht genießen, sind sie für andere wiederum ein Tabu. Umfragen zeigen, dass das gemeinsame Schlafzimmer in Deutschland weiter die erste Wahl ist. Etwa 90 Prozent der Paare verbringen die Nächte gemeinsam. Nur rund 10 Prozent entscheiden sich bewusst für getrennte Schlafzimmer. Für beide Modelle gibt es genügend Argumente, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen. 

Was spricht für getrennte Schlafzimmer?

Wer es einmal ausprobiert hat, weiß es in der Regel auch zu schätzen. Getrennte Schlafzimmer bieten durchaus ihren Reiz. Gerade wenn einer der beiden Partner einen unruhigen Schlaf hat, kann ein eigenes Bett die einzige Wahl für die wohlverdiente Nachtruhe sein. So wird man selbst nicht regelmäßig wach, weil sich der andere im Bett nach links oder rechts dreht.

Der ruhige und störungsfreie Schlaf hat positiven Einfluss auf das gesamte Wohlbefinden, denn wer ausreichend schläft, ist weniger anfällig für Krankheiten und bleibt gesund. Weiterhin kann der eigene Schlafrhythmus so vollkommen an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Es macht nichts, wenn einer der beiden Partner später ins Bett geht. Getrennte Schlafzimmer schaffen zudem für beide Seiten einer Beziehung einen Rückzugsraum, in dem man nicht nur die Nacht verbringen, sondern auch tagsüber neue Energie tanken kann. 

So darf natürlich auch jedes der beiden Schlafzimmer nach individuellem Geschmack eingerichtet werden. Während sich Frau in einem verspielten Schlafzimmer mit Himmelbett, Lichterkette und Bommeln an den Tagesdecken besonders wohl fühlt und bewusst auf warmes Licht setzt, mag es der Mann vielleicht puristischer. So darf hier neben dem einfachen Futonbett noch eine Hantelbank oder ein anderes Trainingsgerät stehen. Auch das ist im Fall getrennter Schlafzimmer natürlich vollkommen in Ordnung.  

Welchen Einfluss haben getrennte Schlafzimmer auf die Beziehung?

Trotz der vielen Vorteile sind sich viele Paare unsicher, ob getrennte Schlafzimmer wirklich die Lösung allen Übels sind oder ob Sie eher dazu beitragen, dass sich die Partner weiter voneinander entfernen. Auch Psychologen und Paartherapeuten kommen hier nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Während die einen dafür appellieren, zunächst alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor tatsächlich die Betten getrennt werden, sehen die anderen darin weniger ein Problem. Sie sprechen sich vielmehr für die Offenheit in einer Beziehung aus. 

Demnach berge es nach Erklärung von Psychologen deutlich mehr Sprengstoff in einer Beziehung, wenn über das Schlafproblem nicht offen geredet werden darf. Dabei sollte natürlich auch dem Partner die Möglichkeit gegeben werden, sich zu der Problematik zu äußern. Ziel muss es sein, eine gemeinsame Lösung zu finden. Wie sich getrennte Betten auf die Schlafqualität auswirken, ist nicht zuletzt eine Frage des Geschlechts.

Zu diesem Ergebnis kamen zum Schluss auch Schlafforscher. Während Männer nämlich durchaus davon profitieren, dass sie sich ein Bett mit der Partnerin teilen, sieht das bei Frauen anders aus. Sie haben in Studien allein deutlich besser geschlafen. Gleichzeitig sorgt ein gemeinsames Bett in der Beziehung aber auch für ein gewisses Gemeinschaftsgefühl.

Bildnachweis: Pixabay.com / Claudio_Scott / https://pixabay.com/de/photos/frau-schlafen-mädchen-träume-2197947/

 

 

 

 

 

 

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