Irre: Inmitten der Hitzewelle sollen in Dortmund Pools verboten werden!

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Der eigene Pool als kleiner Luxus für die Abkühlung zwischendurch – das wollen immer mehr Menschen. Und viele erfüllen sich diesen Traum. Je nach Geldbeutel wird ein preiswerter Pool vom Discounter, ein Stahlwandbecken oder die Premium-Ausführung mit römischen Stufen und allen weiteren Schikanen in den eigenen Garten gestellt. Oder in den Kleingarten. Und genau dort gibt es jetzt wegen den beliebten Wasserbecken Zoff.

Zoff im Kleingarten in Dortmund

Zumindest in Dortmund.

Was in diesem Zusammenhang in der Ruhrpott-Metropole abgeht, wird all jene in ihrer Haltung bestätigen, die in Kleingarten-Anlagen schon immer ein Eldorado für Spießer, Kleingeister und Erbsenzähler gesehen haben. Denn bekanntlich ist man in Kleingärten häufig umzingelt von einer Art Blockwarten, die akribisch darauf achten, dass die Hecke nicht zu hoch und der Eingangsbereich geharkt ist. Man muss schon Lust auf sowas haben..!

Diskussion um ein Verbot von Pools kocht wieder hoch

Dass aktuell vielen Laubenpiepern in Dortmund die Lust auf ihre grüne Oase vergeht, ist anzunehmen. Denn inmitten der Hochsommer-Temperaturen kocht dort wieder die Diskussion um ein Pool-Verbot in Kleingärten hoch.

Auf waz.de ist dazu ein Bezahlartikel vom 28.06.21 online gestellt, der aber schon im Aufmacher verrät, worum es geht.

Zitat:

„(…)Es gibt immer mehr und immer größere Schwimmbecken in Gärten – zum Ärger der Nachbarn. In Dortmund droht den Pools in Kleingärten sogar das Aus.(…)“

Und unter einem Foto, das ein Kind im Pool abbildet, ist folgendes zu lesen:

„(…)Noch riskieren die Familien den Badespaß in der Dortmunder Kleingartenanlage „Zur Sonnenseite“. Der Stadtverband der Gartenvereine will jedoch große Becken verbieten – und droht mit Kündigung.(…)“

Na, da verstehen aber auf der „Sonnenseite“ viele Leute wohl keinen Spaß, denn sonst würden sie sich kaum an den erfrischenden Wasserbecken stören. Was nebulös mit „zum Ärger der Nachbarn“ umschrieben ist, beschreibt doch garantiert irgendwelche Leute, die zum Lachen in den Keller und mit dem Millimetermaß im Kleingarten über den Rasen gehen. Dass auch ja alles seine Ordnung hat…!

Knöcherne Spielverder in den Kleingärten

Ein Blick auf die Website des Vereins lässt gar nicht mal auf knöcherne Spielverderber schließen: Zu sehen sind auch junge und mittel“alte“ Leute, die in fröhlicher Runde ein Bierchen in der Gaststätte der Anlage zu sich nehmen. Doch scrollt man weiter, findet man die Termine zum Innen- und Außenheckenschnitt – da geht es schon los mit dem kollektiven Gruppenzwang.

Dass Kleingärtenvereine Verordnungen haben und haben müssen, ist klar und selbstredend legitim. So wie es auch für das Leben in Einfamilienhäusersiedlungen gewisse Verordnungen oder/und (unausgesprochene) Regeln gibt, so gilt das natürlich auch für Kleingartenanlagen.

Aber warum bitte stört man sich an einem Pool, in dem sich vor allem Kinder bei diesen tropischen Temperaturen erfrischen? Zumal in Kleingärten ja nun wirklich eher kleinere Pools angesagt sind und keine riesigen Luxuspools. Hier tendiert doch Baumarkt vor Infinity.

Muss es wirklich gleich ein Verbot sein?

Muss es also wirklich gleich der ganz große Hammer – ein Pool-Verbot – sein? Und wer kann etwas gegen Kinderlachen haben, das im Sommer aus Pools tönt?

Diese Fragen stellen sich die betroffenen Familien mit Pool aktuell sicher auch. Und sind nun von kleingeistigen Entscheidungsträgern der Kleingartenanlage abhängig. Wie sie entscheiden, so wird es kommen.

Deshalb nochmal: Kleingartenanlagen und ihre Verordnungswut muss man mögen!

Recherche-Nachweis: waz.de vom 28.6.21

Bildnachweis: stock.adobe.com / famveldman
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