Keine bezahlbare Wohnung: 93jähriger muss im Auto schlafen!

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dunkle Straße In diesen Tagen ist viel von teurem Wohnen in Deutschland die Rede. Und davon, dass sich in manchen Regionen viele Leute eine anständige Wohnung nicht mehr leisten können. Oft sind es auch Schicksalsschläge oder finanzielle Hänger, die Menschen, die einst zur Mittelschicht gehörten, plötzlich zu gesellschaftlichen Außenseitern machen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden.

Dabei kann es die einst gut situierte Ehefrau, deren Mann sich scheiden ließ, ebenso treffen, wie die ehemalige Karriere-Frau, die durch Schwangerschaft und Trennung als Alleinerziehende nur schwerlich ein bezahlbares Zuhause findet.

Änderung der Lebensumstände kann ins gesellschaftliche Abseits führen

Durch die Änderung der Lebensumstände keine passende Wohnung mehr zu finden, ist hierzulande längst kein Einzelfall mehr.

Das beweist auf erschütternde Weise ein 93jähriger Senior, der doch tatsächlich im Auto schlafen muss! Vom Schicksal des betagten Herrn berichtete die Publikation Basses Blatt – das Wochenblatt für Jedermann.

Es ist kaum zu fassen, was in dem Blatt geschrieben steht, Zitat aus dem Bericht vom 19. Februar 2019:

„Vor Mitternacht kommt Hugo Kagel nicht zur Ruhe. „Hier ist abends noch viel los, besonders an den Wochenenden“, sagt der 93-Jährige. Seit über drei Wochen schläft er in seinem Kleinwagen auf dem Parkplatz des Seniorenheimes Marienhof in Bad Segeberg. Den Stellplatz hat sich Kagel hier für 50 Euro monatlich gemietet.
Kagel möchte in der Nähe seiner Lebensgefährtin Annelies Wulfes sein. Die ist pflegebedürftig und wohnt seit etwa vier Jahren im Marienhof. Seine Wohnung in der Großen Seestraße hat Kagel verloren. Seit Monaten sucht er nach einer neuen bezahlbaren Bleibe. Doch die ist einfach nicht zu finden.
Hugo Kagel ist es peinlich zu erzählen, dass er im Auto schläft. Er legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres und ist immer adrett gekleidet. Doch durch den Weg in die Öffentlichkeit sieht er die letzte Chance, bald an eine eigene Wohnung zu kommen“

Wohnung nicht mehr bezahlbar – Auto als Notlösung

Der alte Herr beschreibt seine Situation sehr genau und es wird klar, dass das Schicksal des 93jährigen durchaus den einen oder anderen ebenso ereilen könnte, denn die Lebenssituation von Herrn Kagel ist keine Ausnahmesituation. Er äußert gegenüber dem Wochenblatt folgendes:

„Ich habe nicht viel Geld“, sagt Hugo Kagel. Der pensionierte Postbeamte muss nach der Scheidung von seiner Frau Gerda monatlich einen Versorgungsausgleich in Höhe von 700 Euro zahlen. Für ihn ist das unverständlich, da seine Frau schon vor zwölf Jahren gestorben ist.
Vor 25 Jahren lernte der Schweriner seine Lebensgefährtin beim Tanz in Lübeck kennen. Seither sind die beiden Senioren ein Paar. Über 20 Jahre wohnten beide gemeinsam im Winklersgang in Bad Segeberg. Dann schaffte Kagel die Pflege seiner Partnerin nicht mehr ohne Unterstützung. Allein konnte sich der Rentner die Wohnung nicht leisten. An die kalten Nächte hat sich Kagel bereits gewöhnt. „Mit Decken und einem dicken Federbett geht das“, sagt er. Morgens früh um 6 Uhr ist er zurück im Marienhof. „Dann helfe ich meiner Frau beim Anziehen“, sagt Kagel. Er selbst nutzt dann die sanitären Anlagen des Seniorenheims und nimmt dort auch die Mahlzeiten ein. Hugo Kagel hofft, dass er bald eine Wohnung findet. „Ein Zimmer reicht mir“, sagt der 93-Jährige.“

Es zerreisst einem das Herz, wenn man den alten Herrn bei diesen nächtlichen Außentemperaturen im Auto weiß!

Vielleicht kann jemand helfen?

Vielleicht liest ja ein mitfühlender Vermieter diese Zeilen oder andere Leute, die in der Region Bad Segeberg ein preisgünstiges Dach über den Kopf für den betagten Mann anzubieten oder zu vermitteln haben. Es wäre schön!

Und: diese Personen mögen sich bitte an das Team von Basses Blatt wenden, man leitet – so ist es da zu lesen – Angebote gern weiter.

Die Telefon-Nummer für die Kontaktaufnahme lautet:  0  45  51 / 99  00  27.

Bildnachweis: (Symbolbild): pexels.com

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1 Kommentar

  1. Daniel M Reinders

    21. Februar 2019 at 3:28

    Es ist schauderhaft und erschreckend zugleich, was ihm widerfährt!

    Leider wurde ich sofort bei Facebook gesperrt, nachdem ich den Artikel als anständiger Mensch (auch mit Ehrenamt) in Mitfühlsamkeit teilte! Meine 37. Sperre / Löschung dort!
    =>> Habe es hier erklärt: https://vk.com/wall323919625_14413

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