Liebesbetrug im Internet: Herz versenkt – Geld verschenkt!

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Liebesbetrug tut weh!

Dass es in Sendungen wie „Aktenzeichen XY“ oder auf Portalen der Polizei um Dating, Liebesbetrug, Kennenlernen und Singlebörsen geht, mag auf den ersten Blick irritieren. Doch das gibt sich, wenn man genauer hinschaut und erkennt, warum im Fernsehen und im Internet auch eher – inhaltliche – trockene Sendungen und Websites über Dating & Co. berichten.

Liebesbetrug – ein fieses Phänomen

Das geschieht nämlich ausschließlich im Zusammenhang mit Betrug – Liebesbetrug. Der tritt inzwischen so häufig auf, dass für das miese Phänomen der Begriff „Romance Scamming“ etabliert wurde. Und das schon vor Jahren!

Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, staunt, dass Fälle von Romance Scamming noch immer so häufig auftreten!

Man meint, dass doch diese Masche eigentlich hinlänglich bekannt sein dürfte – ähnlich dem Enkeltrick (dem aber leider noch immer viele Menschen zum Opfer fallen). Zumal es heutzutage durchaus Chancen auf Gewissheit über lügende oder/und betrügende Männer (die allermeist stets mit verschiedenen Frauen gleichzeitig in Kontakt sind) gibt.

Aktueller Fall in Bayern

Offenbar ist aber die Masche dieser Männer, die Frauen gezielt um Geld oder/und Sachwerte prellen wollen, noch nicht auf breiter Basis bekannt, wie neueste Berichte zum Liebesbetrug – dem Romance Scamming eben – beweisen. Erst vor drei Tagen berichtete der Bayerische Rundfunkt online über einen aktuellen Fall, bei dem ein Mann eine Frau via Online-Dating betrog und mies abzockte. In dem Bericht heißt es – Zitat:

„Zwei Unbekannte hatten laut Polizei zunächst über ein Dating-Portal Kontakt zu Frauen gesucht, dann eine finanzielle Notlage vorgetäuscht und letztlich rund 11.000 Euro erbeutet. Die Polizei warnt eindringlich vor Internetbekanntschaften, bei denen schnell finanzielle Notlagen zur Sprache kommen. Die Täter verstehen es taktisch in der Regel sehr gut, ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen das Geld aus Mitleid zu überweisen. In jedem Fall sollte man spätestens dann stutzig werden.

Am 10. November wandte sich eine 55-Jährige an die Kriminalpolizei. Wie sich herausstellte, hatte sie seit Ende April Kontakt über ein Dating-Portal zu einem angeblichen britischen Staatangehörigen. Der Mann täuschte der Frau im Rahmen mehrerer Telefon- und Chatkontakte vor, dass er in Ghana sei und ihm seine Papiere verloren gegangen wären. Um zu helfen, überwies die 55-Jährige zunächst 3.000 Euro per Western Union nach Afrika. Im Anschluss schloss sie mehrere Mobilfunkverträge ab und schickte die Handys ebenfalls zu dem angeblichen Briten. Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass die ganze Liebschaft nur vorgetäuscht war, um die 55-Jährige hinters Licht zu führen und Bargeld zu ergaunern. Der finanzielle Schaden für die Frau beläuft sich insgesamt auf etwa 4.200 Euro.“

Egal, ob in den sozialen Netzwerken oder über Datingbörsen: solche miesen Betrüger betreiben ihr Spiel täglich – in unüberschaubaren Dimensionen!

Romance-Scammer sind täglich aktiv!

Auf Facebook zum Beispiel sollte man (FRAU) misstrauisch werden, wenn Männer mit ausländischen Namen – mit denen man meist auch keine gemeinsamen Freunde hat – eine Freundschaftsanfrage stellen. Oft sind es farbige Männer, die da anfragen (sie könnten zur sogenannten „Ghana-Connection“ gehören, vor der man Frauen schon lange warnt), nicht selten aber sieht man auf den Fotos auch europäische Männer in Uniform, die meist britische oder amerikanische Vor- und Zunamen haben. Natürlich ist das allermeiste davon Fake!

Die Masche ist immer die gleiche – im Falle, dass eine Frau tatsächlich auf den Kontakt einsteigt. Ganz gleich ob in der Singlebörse oder in einem sozialen Netzwerk. Süßholzgeraspel, schnelle Liebesbekundungen und irgendwann dann ein angeblicher Not- oder Unfall, der es erfordert, dass man(n) sehr schnell sehr viel Geld benötigt.

Es gibt viele Frauen, bei denen dann die Alarmglocken schrillen und die bei so einer Forderung oder Frage den Kontakt sofort abbrechen.

Viele Frauen fallen darauf rein

Aber leider längst nicht alle. Zu viele Damen fallen noch immer kontinuierlich auf solche Liebesbetrüger rein, schicken sogar Geld und lassen sich in der Hoffnung wiegen, dass ein baldiges Zusammenkommen kurz bevor steht. Viele Romance Scammer suchen den Kontakt auch per Telefon, allerdings meist mit nicht zurück verfolgbaren Nummern.

Natürlich kommt ein Treffen oder gar eine Beziehung mit einem solchen Mann nie zustande. Frauen, die sich darauf einlassen und Geld oder/und Sachwerte an den völligen fremden Mann schicken, stehen am Ende fast immer mit einem finanziellen Schaden da. Mit mehr oder weniger großen Summen. Oder werden um hohe Sachwerte geprellt – auf dem Parkett des Romance Scammings ist leider nichts unmöglich!

Deshalb unser dringlicher Rat:

Seien Sie höchst misstrauisch, wenn Sie von ausländischen Männern kontaktiert werden, ganz egal, ob auf Facebook oder beim Online-Dating. Beginnt der betreffende Mann schon nach wenigen Nachrichten schmalzig Süßholz zu raspeln oder gar schon mit einer Forderung nach finanzieller oder wertgegenständlicher Hilfe aufzuwarten, dürfen Sie davon ausgehen, dass Romance Scamming im Spiel ist.

Brechen Sie den Kontakt ab!

Kontaktabruch muss sein!

Wenn Sie sich bei einem Kontakt mit einem Mann eventuell nicht ganz sicher sind, dann nutzen Sie das Internet. Recherchieren Sie in den Suchmaschinen unter dem Stichwort „Romance Scammer“, nutzen Sie das oben erwähnte Portal wen-datet-er-noch.de oder besuchen Sie auf Facebook die Seite „Heiratsschwindler erkennen“.

Wie eingangs schon erwähnt, hält die Polizei auf entsprechenden Seiten im Internet umfangreiche Ratschläge zu diesem miesen Phänomen bereit. Auch auf www.männliche-untreue.de sind in den letzten Jahren viele Beiträge zum Thema „lügende und betrügende Männer“ erschienen.

Nutzen Sie das alles – seien Sie unbedingt vor dem Schaden klug!  Sie werden es definitiv nicht bereuen! Denn: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Bildnachweis: Pexels.com, www.pexels.com

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