Männliche Geburtshelfer – wenn die Hebamme Konstantin heißt

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Geburt

Auf Biegen und Brechen ein Mann als „Hebamme“?

Die Hebamme – sie ist eine der wichtigsten Personen rund um die Geburt. Vor allem für Frauen, die ihr erstes Kind bekommen, ist die Hebamme die wichtigste Ansprechpartnerin neben der betreuenden Frauenärztin. Verständigung von Frau zu Frau: Nicht umsonst ist die Hebamme seit jeher eine weibliche Person. In Zeiten der unzähligen Geschlechter und dem Wunsch, möglichst alles zu verbannen, was geschlechterspezifisch ist, könnte sich das aber rasend schnell ändern. Denn auch Männer gehen nun in diesen Beruf (oder sollen offenbar dort rein gedrängt werden). Diese Tatsache wird – wen wundert es? – von den etablierten Medien frenetisch gefeiert.

Konstantin eine Hebamme?

So fand sich im SPIEGEL, Ausgabe 24 / 2019, ein Artikel über einen jungen Mann namens Konstantin. Konstantin arbeitet in einer Hebammenpraxis und der SPIEGEL, der in einer Zwischenüberschrift maulig auf die Vorbehalte, die männlichen Geburtshelfern entgegen gebracht werden, eingeht, beleuchtet die Situation dieses männlichen Zeitgenossen.

So erfährt der geneigte Leser des Relotius-Blattes, dass bis auf die Hebamme, die Konstantin als Praktikanten bei sich arbeiten ließ, keine andere Hebamme bereit war, dem jungen Mann einen Praktikumsplatz zu geben.

Zitat:

„(…)Keine andere Hebamme in seiner Heimatstadt Wittenberg konnte sich einen männlichen Praktikanten vorstellen“

Eine solche Meinung ist freilich ganz normal und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung tickt glücklicherweise auch so. Deshalb sind Gender, 65 Geschlechter und das ganze Diskriminierungsgedöns, unter dem angeblich so viele Leute hierzulande leiden, für die meisten Menschen überhaupt kein Thema.

Fragen Sie mal irgendeinen auf der Straße, was er vom 60. Geschlecht hält? Wahrscheinlich hat er davon noch nie was gehört. Und fragen Sie auch mal noch einen zufällig ausgewählten Passanten, wie normal männliche Geburtshelfer sind! Sie werden wohl die entsprechende Antwort bekommen!

Rollenbilder lösen sich auf? Nicht ganz!

Und wenn Sie die Fragerei noch ausdehnen und werdende Mütter um ihre Meinung zu diesen Männern, die sich anschicken, Kinder auf die Welt zu holen, bitten, werden Sie ebenso verständnislose Blicke ernten, wenn Sie erklären, dass nun – laut vielen im freien Fall befindlichen Medien – diese Frauendomäne angeblich von Männern aufgebrochen wird.

Im Artikel faselt die Autorin davon, dass sich in der Berufswelt die Rollenbilder langsam auflösen. Das mag vielleicht gerade noch in als hipp geltenden Vierteln á la Prenzlauer Berg in Berlin so sein, aber wenn die Redakteurin ihre Nase mal landauf-landab überall reinstecken würde, würde sie bemerken, dass sich jenseits der Blase, in der sich sogenannte Journalisten so gerne tummeln, was ganz anderes abspielt. Und Rollenbilder dort nichts schlechtes sind.

Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern – warum auch nicht?!

Seien es Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern und Hebammen – hier dominiert ganz klar die Weiblichkeit. Und daran gibt es weder etwas auszusetzen, noch ist das unnormal. Es klingt aus den Zeilen der Verfasserin im SPIEGEL allerdings stark heraus, dass sie die Tatsache, dass Hebammen noch immer Hebammen und somit weiblich sind, bedauert. Man sieht sie förmlich vor sich, diese Autorin! Mit hoher Wahrscheinlichkeit eine kinderlose „Was-mit-Medien“-Frau, die in ihrer kleinen Welt aus Filterblase, dem Café neben der Redaktion, in dem sie ihren Latte schlürft und ihrem Twitter-Account gar nicht mitbekommt, wie das echte Leben spielt.

Denn darin wollen Frauen in bestimmten Bereichen nunmal nur von Frauen umgeben sein. Dieses weibliche Grundbedürfnis, das gerade auf eine Hebamme zutrifft, werden auch SPIEGEL-Schreiberinnen nicht ändern können. Genausowenig, wie es die „Journalistin“ Sabine Rennefanz ändern kann, dass sich viele Mütter „Mama“ nennen lassen.  

Das aber nur am Rande.

Weiter zur männlichen Hebamme und dem besagten Artikel. Denn natürlich verweist dieser auf das Vorhaben von CDU-Politiker Jens Spahn, der für „mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Geburtshilfe“ sorgen will. Es folgt freilich einmal mehr der Hinweis auf die unsägliche „Gleichstellung“, die für das Heer der Relotius-Crew das A und O ist.

Gleichstellungswahn grassiert

Erneut offenbart diese Forderung, zumeist gestellt von Leuten aus Westdeutschland oder ganz jungen Ossis, die politische Unbildung, die vielen Zeitgenossen inne wohnt. Zur Erinnerung: auch unter Honecker grassierte der Gleichstellungswahn. Der Professor beispielsweise sollte in der DDR dem Arbeiter am Fließband „gleichgestellt“ sein. Obwohl beide Berufsgruppen manches Mal in einem Aufgang wohnten, funktionierte das natürlich nicht. Wie so vieles, was den kommunistisch-betonierten Gehirnen seinerzeit entsprang.

Allerdings sorgt die politische Unbildung vieler Menschen (vorzugsweise von Medienleuten und Politikern) dafür, dass das Gleichstellungs-Geschrei überall am Tönen ist. Hinzu kommen unzählige Stellen der „Gleichstellungsbeauftragten“, die so sinnbefreit wie überflüssig sind.

Denn – was sowohl realitätsferne Medienleute und abgehobene Politiker nicht begreifen: Es fordert, bis auf allerkleinste Minderheiten, kein Mensch in diesem Land in allen Lebensbereichen eine Geschlechtergerechtigkeit. Und schon gar nicht im Metier der Hebammen-Arbeit. Wann gab es denn Demos von Männern, die für sich einforderten, nun endlich eine männliche Hebamme werden zu wollen? Wo war der Aufschrei zu vernehmen, dass männliche Zeitgenossen in Scharen Geburtshelfer werden und deshalb den Hebammen gleichgestellt werden wollen?

Mit dem ganzen Gerechtigkeits- und Gleichstellung-Quatsch verhält es sich genau so, wie mit der so oft herbeigefaselten Diskrimierung. Heutzutage – so scheint es, wenn man einen Blick in die Mainstream-Medien wirft – wird ja irgendwie jeder diskriminiert. Hört man sich jedoch im Volk um, dürften andere Sorgen an der Tagesordnung sein, als Diskriminierung. Zumal das Diskriminierungs-Gedöns in vielerlei Hinsicht eine Farce ist. Nehmen wir den Irrsinn mit der Frauenquote und das ganze Geplärre á la „Es sind zu wenige Frauen im Vorstand oder in einem Aufsichtsrat – das ist diskriminierend!“

Frauenquote & Co. interessiert und betrifft die meisten Frauen nicht

Die Wahrheit ist: man wird DIE Frauen, die wirklich danach streben, in einem DAX-Unternehmen ganz oben zu sein, wahrscheinlich bundesweit an ein paar Fingern abzählen können. Der Großteil der weiblichen Bevölkerung hat ganz reale Vorstellungen von seinem Leben und würde sich garantiert nicht diskriminiert fühlen, wenn man den Unsinn, wie die Frauenquote wieder fallen lässt. Das interessiert die meisten Frauen schlichtweg nicht.

Und wahr ist auch: wer als Frau nach ganz oben will, der kann das sehr wohl auch ohne Quote tun. Und wen es als Mann unbedingt zu einem Geburtshelfer-Job zieht, der kann sich auch diese berufliche Vision erfüllen. Siehe den aufgezeigten Fall Konstantin.

Aber Gleichstellung um jeden Preis? Nein! Das werden die allermeisten Frauen ablehnen. Wohl fast jede Frau wird sich auch zukünftig für eine Frau an ihrer Seite bei der Geburt entscheiden. Für eine Hebamme. Und nicht für einen Mann.

Das ist ganz natürlich. So wie es in der Natur der Sache liegt, dass für Berufe wie Kindergärtnerin oder Krankenschwester mehr Frauen im Einsatz sind. Sie können das einfach gut. Was ist schlecht daran?

Männer nicht auf Biegen und Brechen in Frauendomänen!

Auf Biegen und Brechen überall Männer in Frauendomänen zu drängen und zu pressen, wird auf Dauer sowieso nicht funktionieren. Zudem dürfte der eine oder andere Befürworter hoffentlich nachdenklich geworden sein, als Missbrauchsfälle in Kindergärten offenbar wurden. Ausgeführt von männlichen Erziehern.

Das soll keine Pauschal-Meinung über männliche Erzieher sein, aber wenn man etwas über das Knie bricht – was ja die ganzen Diskriminierungs-Geiferer definitiv tun – braucht man sich über solche Folgen nicht zu wundern!

Bildnachweis (Symbolbild): pexels.com

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