PR-Agenturen überflüssig – Nora, Til & Co. setzen auf Flüchtlinge

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junge brünette frau von hinten zeigt den mittelfinger

Ein Gastbeitrag von Katja – Was macht man in diesen Tagen, wenn man als ( C-) Promi in der Versenkung verschwunden ist oder/und PR braucht? Nun, man setzt auf das Thema „Flüchtlinge“. An keiner anderen Thematik scheiden sich die Geister so sehr, wie an dieser Diskussion. Das wissen auch Leute wie Til Schweiger und seine – seit Ewigkeiten in der Öffentlichkeit kaum mehr beachtete – Schauspieler-Kollegin Nora Tschirner.

Sie rufen auf niveaulose und primitive Weise Shitstorms gegen Andersdenkende ins social-mediale Leben (Nora Tschirner) oder pöbeln gegen Leute, die eine andere Meinung vertreten (Til Schweiger). Letzerer soll sich – so öffentliche Mutmaßungen – gar in einem fragwürdigen Zustand in eine Talkshow begeben haben. Aber kein Problem, denn wenn es um die Flüchtlingsdebatte geht, könnte man sicher dieser Tage auch nackt, besoffen oder pöbelnd als Talkgast in Erscheinung treten – es würde frenetisch gefeiert. Aber halt – natürlich nur, wenn man auf der vermeintlich „richtigen“ Seite steht. Nur dann.

Shitstorm gegen Andersdenkende – schnell formiert er sich!

Die „richtige“ Seite – das hat die Seite zu sein, auf der man sich einem Dauer-Toleranz-Tanz gegenüber den hierher kommenden Menschen hinzugeben hat (bitte auch Gewalttätern á la Suhl, denn dem Tenor des SPIEGEL zu entnehmen, ist das ja nun alles soooo wild nicht…!), Dinge, die übrig sind, Flüchtlingen spenden soll und schleunigst zu prüfen hat, ob es in der eigenen Immobilie nicht noch Platz für diese Menschen gibt.

Wer das alles brav befolgt, kann sich sicher sein, binnen kürzester Zeit Aufmerksamkeit zu erlangen. Den normalen Bürger spülts vielleicht in die lokale Gazette, wo er sich mit der großen Tüte gebrauchter Sachen in der Abgabestelle für Flüchtlinge vor dem Pressefotografen postieren kann oder man schafft es gar in die überregionalen Medien. Wenn man zum Beispiel – oft in grenzenloser Naivität – Flüchtlinge daheim aufnimmt.

Klar, dass auch bekanntere Namen diesen derzeit so einfachen Weg ins Rampenlicht nutzen, um sich (wieder) ins Gespräch zu bringen.

Der derzeit dauerpräsente Til Schweiger hat damit angefangen, es folgten Heino, die Fantastischen Vier und auch Rockbarden wie Campino. Nicht jeder geht gleich so offensiv ran wie olle Til, aber dass es wirkt – darauf achten die „A-bis-Z“-Promis schon.

Wie eingangs erwähnt, konnte man das gut an Nora Tschirner sehen.

Nora Tschirner braucht offenbar mal wieder PR

„Nora – wer?“ wird nun wohl mancher fragen und zu Recht, denn diese Frau, die mal an der Seite vom Schweiger spielte, kennt man eigentlich nicht.

Dass sie aber dennoch am Wirken ist, muss ja der Welt gezeigt werden, also verfasste sie flugs ein Posting, von dem sie ausgehen durfte, das es polarisiert und harrte der Dinge, die da kamen.

Natürlich kamen die erwartbaren Beifallsbekundungen, aber eben auch viele kritische Stimmen.

Wie sie denen begegnete, soll hier nicht weiter ausgeführt werden, denn es ist so unkultiviert und niveaulos, wie so viele Stimmen in diesen Tagen, die meinen, Kritiker der aktuellen Zustände zum Schweigen bringen zu können. Dass sie zudem zu einem Shitstorm, der sich gegen das Posting einer Kritikerin richtete, aufrief, war vorhersehbar und passt zu Leuten, die nach einmaligem Höhenflug in der Bedeutungslosigkeit landen.

Was ihr aber zweifelsohne gelang: sie war im Gespräch, auf ihrer Seite war was los.

Einfach das Reizthema „Flüchtlinge“ gewählt und – zack – es geht rund!

Viele andere Promis mit im Boot

Das dachten sich wahrscheinlich auch die Jungs der Band „Fanta Vier“, denn die sattelten ebenso auf das Thema auf. „Konzertkarten“ so ließen sie verlauten „werden sie verschenken“. An wen muss nicht mehr hinterfragt werden – an Flüchtlinge. Ganz klar.

Schon komisch: einerseits sollen die alle furchtbar traumatisiert sein, aber ins Konzert gehen ist wohl machbar….!? Gut, mittlerweile dürfte jedem normal denkenden Menschen klar sein, dass das System seine Bürger für dumm verkauft. Spätestens seit Suhl – in der sämtliche Warnungen von Bürgerbewegungen zur bitteren Realität wurden – glaubt wohl das „Traumatisierungs-Märchen“ kaum jemand noch.

Ja, auch die „Fanta Vier“, die ja ebenso irgendwie nicht mehr sooo in den Medien vertreten waren, erzielten mit dieser billigen Masche große Aufmerksamkeit. Lobhudeleien der gängigen Medien, die in diesen Tagen erschreckende Parallelen zu einstigen DDR-Gazetten aufweisen, waren und sind ihnen sicher. Man ist wieder im Gespräch – den Flüchtlingen sei Dank!

Dass diese primitive Masche funktioniert, gewährleisten vor allem zwei Säulen: der minütlich aufs Neue durchgeführte Versuch des Staates, mündigen Bürgern „Willkommenskultur“ zu verordnen und eine Medienlandschaft, die darauf ergeben reagiert und selbst die absurdesten und widerlichsten Angelegenheiten beim Reizthema „Asyl“ als das verkauft, was sie eben nicht sind: völlig gewünscht und okay.

Man darf sich gerne fragen, wo diese mehr oder weniger prominenten Menschen – im Netz bezeichnet man sie schon treffend als „Systemtrompeten“ – die ganze Zeit waren, als im eigenen Lande die Kinderarmut (zum Beispiel) Rekordniveau erreichte.

Egal – da die Debatte weitergeht, werden wir nun wohl jeden Tag aufs Neue mit einer anderen „Systemtrompete“ beglückt, die uns Suhl & Co. als gaaaaanz suuuper verklickern wollen.

Armes Deutschland!

Bildquelle (Beispielfoto): Fotolia, https://de.fotolia.com/id/41913396# – Datei: #41913396 | Urheber: Rob Stark

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