Reis jetzt mit „Haltung“: Farbiger Uncle-Ben`s-Mann soll als Markenzeichen verschwinden

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Uncle Bens

Das Markenzeichen von Uncle Ben`s Reis kennt wohl fast jedes Kind!

Eben war es noch die putzige Trickfilmfigur, die wegen den Rassismus-Protesten verschwinden soll, jetzt ist man beim Reis angelangt. Der zeigt jetzt nämlich auch Haltung.

Nun – die meisten können zwar dieses inflationär verwendete Wort nicht mehr hören, aber wie gesagt: Es fängt gerade erst an. Und was einst im Sozialismus gilt, gilt heute wieder. Nämlich: Haltung über alles.

Haltung über alles!

Dieser Charakterzug darf heutzutage bei niemanden, der in der Öffentlichkeit steht und im Mainstream mitschwimmt oder von ihm abhängig ist, fehlen. Die „richtige“ Haltung ist in vielen westlichen Ländern, allen voran Deutschland, der Garant für Karriere, Gesellschaftsfähigkeit und Vorzeigbarkeit. Wie viele dieser Haltungs-Schäfchen ihre – nun – Haltung allerdings nur vortäuschen, ist nicht bekannt. Wie in der DDR dürften es unzählige Bürger sein, die sich eine Meinung (Haltung) für die Öffentlichkeit und eine für den Privatbereich zugelegt haben. Darunter ganz sicher viele Prominente.

Der Haltungs-Virus befällt aber nicht nur regierungstreue oder/und verblendete Bürger, sondern ist seit Neuestem auch international in den verschiedensten Konzernen anzutreffen.

Den neuesten Clou in diesem Zusammenhang dürfte aktuell der US-Lebensmittelkonzern Mars gestartet haben, denn der will vor lauter Haltung das Foto eines farbigen Menschen auf einer Verpackung, das bislang als Markenzeichen diente, abschaffen.

Verschwinden soll nämlich der stets gütig dreinblickende Uncle-Ben`s-Mann auf der Reispackung. Ein Logo, mit dem schon Generationen groß geworden sind und an dem sich bislang keiner störte, soll nun also geändert werden.

Uncle-Ben`s-Mann muss weichen

Ein wenig absurd wird es, wenn als Grund dafür die aktuelle Rassismus-Debatte angegeben wird. Denn bekanntlich läuft es ja schon seit geraumer Zeit ganz anders, werden in Werbespots und auf Werbeplakaten hierzulande und auch in anderen europäischen Ländern Farbige ohne Ende in der Werbung engagiert. Fast meint man manchmal, dass die Werbung für Afrikaner, nicht aber für Europäer gedacht ist…

Dass nun ausgerechnet der Uncle-Ben`s-Mann weichen soll, ist deshalb mehr als unverständlich und doch hat sich das Unternehmen Mars dazu entschlossen. Auf dem Internet-Portal von BILD liest sich das unter der Überschrift:

RASSISMUS-DEBATTE „Uncle Ben‘s“-Reis ändert Logo“

und unter einem Bild mit der Reispackung so:

„Der US-Lebensmittelkonzern Mars kündigte an, seine Reismarke Uncle Ben’s „weiterzuentwickeln“. Das Markenzeichen des Produkts zeigt den Kopf eines älteren schwarzen Mannes mit weißen Haaren. Mars erklärte, Haltung beim Bemühen zeigen zu wollen, rassistische Vorurteile und Ungerechtigkeiten zu beenden“

Der Wahnsinn geht weiter!

Weiter erfährt der geneigte Leser:

„(…)Auch hierzulande kennt jeder die Verpackung mit dem Kopf eines älteren schwarzen Mannes mit weißen Haaren: Die bekannte Reismarke Uncle Ben’s will ihr Logo ändern! Grund: Die anhaltenden Anti-Rassismus-Proteste in den USA. Das Unternehmen wolle seinen Beitrag zu einem Ende von „rassistischen Vorurteile und Ungerechtigkeiten“ leisten, erklärte am Mittwoch der Lebensmittelriese Mars, zu dem Uncle Ben’s gehört. Deswegen sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, das Markenlogo „weiterzuentwickeln“.
„Wir wissen noch nicht, wie die Änderungen genau aussehen werden, und haben noch keinen Zeitplan, aber wir prüfen alle Möglichkeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.(…)“

Einen farbigen Menschen als Markenzeichen wegen Rassismus zu entfernen – eine seltsame Einstellung haben die US-Manager bei Mars schon!

Damit dürfte das Ende der Rassismus-Fahnenstange aber noch nicht erreicht sein. Dass es in den nächsten Tagen noch weitere Absurditäten in Sachen Rassismus geben wird, dürfte so sicher wie das Amen in der Kirche sein.

„Gespannt bleiben“ ist deshalb das Motto in diesen Tagen. Denn dass der Wahnsinn weitergeht – darauf kann man wetten!

Recherche-Nachweis: Bild.de vom 18.06.2020

Bildnachweis: picture alliance/ZUMA Press

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