Totalausfall Lauterbach provoziert neuen Aufnahmestopp in Arztpraxen

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Einen Termin beim Hautarzt bekommen, beim Orthopäden oder Augenarzt? Im „besten Deutschland aller Zeiten“ ist das für Neupatienten extrem schwierig. Oftmals sogar unmöglich, denn viele Praxen nehmen keine Neupatienten mehr auf. Zwar hatte sich die Lage etwas entspannt, als durch die Neupatienten-Regelung Honorare an Arztpraxen, die neue Patienten aufnahmen, gezahlt wurden. Doch so richtig weg war das (Fach)Arzt-Problem nie. Akut könnte es nun wieder werden, weil der Totalausfall Karl Lauterbach (SPD), der stets wirkt wie ein Irrenhaus-Insasse, hierzulande aber Gesundheitsminister ist, diese Regelung wieder kippen will. Deshalb waren in den letzten Stunden etliche Arztpraxen landesweit geschlossen, protestierten Ärzte gegen diese Regelung.

So zum Beispiel in Hamburg.

Ärzte protestieren gegen das Vorhaben von Lauterbach

Auf ndr.de ist am 5. Oktober 2022 dazu unter anderem folgendes zu lesen:

„(…)Der Ärger über Gesundheitsminister Lauterbach war schon in den vergangenen Wochen bei den Kassenärzten und Kassenärztinnen zu spüren. Denn Lauterbach will die sogenannte Neupatienten-Regelung wieder kippen. Ziel der Regel ist es, dass Patientinnen und Patienten schneller einen Termin bei einer Fachärztin oder einem Facharzt bekommen – und Kassenärztinnen und -ärzte für neue Patientinnen und Patienten etwas besser honoriert werden. Lauterbach will die Regel abschaffen, da die Krankenkassen wegen hoher Kosten ins Minus rutschen.(…)Die Kassenärzte protestieren dagegen, dass ihre Honorare auch für Neupatientinnen und -patienten künftig wieder nur mit einem rund 20-prozentigen Abschlag gezahlt werden sollen. (…)Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes 2019 hätten die Praxen ihre Sprechstunden und das Terminangebot ausgeweitet und in Personal investiert. „Das werden dann wieder zurückfahren müssen, um die Kosten wieder reinzuholen“, sagte Heinrich. „Wir werden wieder Wartelisten bekommen, man wird nur noch schwer einen Facharzt- oder Kinderarzttermin bekommen, viele Praxen werden auch einen Aufnahmestopp verhängen müssen“, so der HNO-Arzt. „Das kann doch keiner wollen.“(…)“

Tja, das kann keiner wollen – stimmt! Nur, dass sich das „keiner“ wohl eher auf den Otto Normalo, denn auf die abgehobene Politkaste bezieht. Denn die scheint das Gesundheits- und Pflegesystem lange schon aufgegeben zu haben. Es geht doch schon viele Jahre so. Wer Kinder hat, wird das bestätigen können. Schon 2015 waren die Zustände in Facharztpraxen – auch und vor allem beim Kinderarzt – prekär.

Die SPD versagt schon lange

Und schon seinerzeit haben SPD-Gestalten, die am Ruder waren, dahingehend nichts bewirkt. Im Gegenteil: Das Problem wurde auf die Patienten bzw. bei Kindern auf die Eltern abgewälzt, die sich eben dem Problem in Eigeninitiative annehmen sollten, wie dieses Beispiel hier zeigt.

Kippt also nun die Neupatientenregelung, bleibt alles wie gehabt. Das Einholen von Terminen bei Fachärzten wird zur Odyssee. Bekommt man einen, muss man oftmals monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen. Allerdings wird sich dennoch glücklich schätzen, wer so einen Termin ergattert hat. Doch steht zu befürchten, dass auch weiterhin ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung gar nicht erst in den Genuss kommt, beim Experten-Doc vorstellig zu werden.

Und so steigt es weiter hinab – unser Land. Weiter und immer weiter, geradewegs in die Tiefen eines Drittweltlandes. Kommen dann noch zeitweilige Stromabschaltungen hinzu, sind wir von Ländern wie Ghana, Afghanistan, Syrien oder Nigeria gar nicht mal mehr so weit entfernt. Dass allerdings jene Leute, die aus diesen Ländern zu uns kommen, gerne mal mit dem Taxi zum Arzt fahren und somit zwei Annehmlichkeiten mit einer Klappe schlagen (Arzttermin UND kostenfreie Beförderung), sollte jedem zu denken geben.

Spätestens an der Wahlurne!

Bildnachweis:

Fotomontage aus picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt und stock.adobe.com / Racle Fotodesign

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Michael
Michael
1 Monat zuvor

Tja, wenn nicht ein erheblicher Teil der Medizin-Studentinnen (ohne Genderstern, nur Frauen sind gemeint!) nach dem Staatsexamen bzw. der Promotion nicht als Ärztinnen arbeiten, sondern lieber was anderes machen oder zu dritt eine Halbtagspraxis eröffnen, wo jede nur 4-5 Stunden pro Woche arbeitet, dann muss man sich nicht wundern. Da kann man über die Naivität der Leute nur so staunen!

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