Unsicherheit beim Onlinedating – Selbstzweifel sind unangebracht!

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Man with schizophrenia during psychotherapy in psychiatrist's office

Aufs Bauchgefühl hören und die Fehler nicht immer gleich bei sich suchen!

Unser modernes Leben ist in vielen Bereichen eine ziemliche Herausforderung, vor allem auf dem Parkett des Kennenlernens.

Seit man den Mann (oder die Frau) fürs Leben online kennenlernen kann, ist auch der Unsicherheitsfaktor beim Anbahnen romantischer Zweisamkeit enorm gestiegen.

Wo früher mitunter ein geselliger Tanz- oder Discoabend – inklusive kuscheliger Schmuserunde, die man im Arm des oder der Angebeteten absolvierte – ausreichte, um den Start in eine Beziehung zu wagen, lauern heute viele Fallstricke am Wegesrand des Flirt-Pfades. Vor allen Dingen auf dem digitalen.

Aber auch offline ist die Beziehungsanbahnung nicht leichter geworden, zumindest dann nicht, wenn man die 35 überschritten und auf Studenten- und Technopartys nichts mehr wirklich verloren hat.

Disco- oder Tanzlokale für Ältere sind selten, was vermehrt bei diesen Menschen zu der Aussage – oder besser gesagt Frage – „Wo bitte soll man denn noch jemanden kennenlernen?“ führt.

Und ein Großteil der Singlefrauen ist nach einem solchen Ausspruch auch fix dabei sich (wieder) in der Singlebörse anzumelden. Denn es stimmt tatsächlich: ist man als Frau erst mal Mitte 30 oder älter, nehmen die Möglichkeiten oft ab, im realen Leben einen Mann kennenzulernen. Nicht immer ist der Zufall zur Stelle und jahrelang auf selbigen warten, das möchten die wenigsten Frauen.

Die Gründe für das „kaum-mehr-jemanden-im-realen-Leben-Kennenlernen“ sind vielfältig, ich möchte und kann auf all diese hier nicht eingehen.

Deshalb nenne ich mal nur einige und dazu gehören beispielsweise:

der Lebensmittelpunkt auf dem Land, der Verlust eines größeren Freundeskreises nach einer Trennung oder Scheidung (Einladungen zu Festivitäten lassen dann oft nach),  keine potentiellen Partner im Kollegenkreis, auf der Arbeitsstelle, vorhanden.

Bringt FRAU ihren Körper dann auch noch in einem Lady-Fitnessstudio in Schuss, verringert auch das die Chancen, über diese Schiene jemanden kennenzulernen.

Im Normalfall freilich.

Ausnahmen gibt’s immer, so manche hat sich ja vielleicht auch den Club-Inhaber geangelt oder es hat bei dem Typen an der Fitness-Bar gefunkt.

Nichts ist unmöglich und selbst die genannten Umstände halten so manchen AMOR nicht davon ab, seinen Liebespfeil mal eben zufällig auf ein Pärchen abzuschicken.

Da dies aber wirklich selten ist, wählen viele partnersuchende Frauen die bequeme Möglichkeit des Onlinedatings – das ist logisch und legitim.

Allerdings: sind die ersten Kontakte im virtuellen Flirt-Kosmos erst mal gemacht, gehen die Probleme schon los.

Unsicherheiten auf dem virtuellen Dating-Parkett sind ein Riesenthema, ganze Internetforen sind voll mit – vornehmlich weiblichen – Fragen und Bitten um entsprechende Tipps, die großen Suchmaschinen sowieso.

Wenn man das mal näher unter die Lupe nimmt, stellt sich heraus, dass es oftmals die gleichen Problematiken sind, um die es geht.

Für große Diskussionen sorgt zum Beispiel immer wieder die Frage, was wie von seinem SMS-Gebaren zu halten ist, das fängt schon mit der SMS nach dem Date an. Die so manches Mal eintrifft und häufig eben auch nicht.

Letztere Situation wird mit einer Ernsthaftigkeit im Web diskutiert, die ich hier zwar nicht ins Lächerliche ziehen möchte, aber deren Sinn ich häufig nicht erkennen kann.

Denn: schickt er nach einem ersten Date keine SMS und ändert sich das auch 48 Stunden NACH dem Date nicht, dann ist er schlichtweg nicht interessiert. Gilt natürlich nicht nur fürs Online-Dating, auch wenn Männer, die FRAU im realen Leben kennengelernt haben, nach einem ersten Treffen schweigen, ist das Antwort genug.

Freilich gibt es für diese Situation online noch eine kleine Steigerung, die SO wirklich nur „online-dating“-spezifisch ist. Nämlich die, wenn ER sich nicht mehr meldet (nach einem 1. Date), aber schon wieder auf der Dating-Plattform online ist – nicht selten schon wenige Stunden nach dem Rendezvous.

Natürlich kann man in so einer Situation sämtliche Freundinnen um eine Einschätzung der Lage bitten, ihre Meinungen erfragen oder/und sich Rat in Frauen-Foren im Netz holen.

Alles schön und gut, aber den Aufwand ist das nicht wert.

Denn das eigene Bauchgefühl macht in so einer Situation schon Ansage genug, man merkt das an diesem diffusen-blöden Gefühl in der Magengrube und weiß – eigentlich – vom Verstand her schon selbst, dass das nichts wird, eine Nachricht von ihm und somit ein Interesse seinerseits nicht kommen wird.

Allenfalls bleiben Sie in seinem Handy abgespeichert und vielleicht hören Sie sieben Monate später mal noch von ihm – nachts halb zwei, wenn er sich betrunken durchs Telefon scrollt und schaut, wo vielleicht ja noch auf die Schnelle ein One-Night-Stand rausspringt. Klingt gemein, kommt aber häufiger vor, als man denkt.

Insofern: sich gar nicht erst verunsichern lassen, wenn Sie nach einer ersten Verabredung mit einem Singlebörsen-Kandidaten nichts mehr hören, auch wenn Sie den Typen gut fanden.

Er hat kein Interesse und damit hat es sich.

Kein Grund für Weltuntergangsstimmung oder gar Selbstzweifel! Alles nicht angebracht für jemanden, den man gerade mal auf einen Kaffee oder ein Abendessen getroffen hat. Anderen Kandidatinnen vor Ihnen wird es mit diesem Mann ebenso ergangen sein und auch nach Ihnen wird es Frauen geben, die ihn daten und nichts mehr von ihm hören werden – also: was soll`s?!

Beleuchten wir mal noch ein anderes Phänomen, das auch ganz oft bei Leuten, die sich online kennengelernt haben, auftritt. Man hatte einige Dates und es scheint zu funken, beide begeben sich in eine Kennenlernphase.

Und dann: auf einmal, wie aus dem Nichts – meldet er sich nicht mehr, taucht ab, scheint wie vom Erdboden verschluckt.

Zugegeben: das klingt irre und wem es noch nicht widerfahren ist, der denkt vielleicht: „sowas gibt es doch nicht!“. Aber – leider – doch: das gibt es.

Über 80 000 Google-Ergebnisse, allein zu den zwei Worten „plötzlich Funkstille“ sprechen eine deutliche Sprache.

Denn dieses infame Phänomen tritt in der Tat sehr häufig auf, viele Männer (und umgekehrt auch Frauen) bedienen sich dieser perfiden Masche.

Und hier kann man natürlich nicht einfach mal so – wie nach nur einem einzigen Date – sagen: „Schwamm drüber“!

Denn wenn man schon eine geraume Zeit miteinander verbracht hat, vielleicht auch schon die Nächte, und zumindest einer von beiden Zukunftspläne schmiedete, dann ist das eine ganz dreckig-billige Masche.

Ist es nach einem einzigen Date schon nicht die feine englische Art, auf immer zu schweigen (manN könnte ja kurz per SMS oder Mail kund tun, dass es nicht gefunkt hat), so ist das plötzliche Abtauchen, die Funkstille, fast schon – ja – brutal.

Es gibt dafür im Übrigen auch schon einen Namen, traurig – aber ist so! Dieses Gebaren nennt sich nämlich „Ghosting“, abgeleitet aus dem englischen von „Geist“, also: einfach wie ein Geist verschwinden.

Wem das als Frau widerfährt, der macht sich zu Recht Sorgen, ob dem anderen vielleicht ja was Schlimmes passiert ist. Schon allein das macht das infame Phänomen so verachtenswert!

Aber auch hier wird das eigene Bauchgefühl einem die Richtung vorgeben, wird signalisieren, dass mit dem Menschen was nicht stimmt(-e). Nicht selten waren oft schon innerhalb der Verbindung ungute Ahnungen da.

Natürlich sollte man in so einem Fall versuchen, zu dem betreffenden Mann Kontakt aufzunehmen, sich erkundigen, was denn los ist?

Es gibt freilich keine Gewähr, eine Antwort zu bekommen, weil manche Männer wirklich auf diese Art eine Beziehung oder noch frische Kennenlernphase beenden, auch wenn man das kaum glauben mag!

Dieses Phänomen tritt häufig in Verbindungen auf, die online zustande kamen, insofern lohnt sich für betreffende Frauen auf jeden Fall ein Klick in die Singlebörse, wo man sich kennen gelernt hat, denn: häufig blinkt hier der Online-Button und man erfährt auf diese Weise, dass der Verschollene mitnichten mit einem Ganzkörper-Gips im Krankenhaus liegt….!

Ist seinerseits die Beziehung nicht eindeutig beendet worden oder wähnt man sich mit diesem Mann trotz allem noch in einer Verbindung, lohnt auch eine Recherche auf www.wen-datet-er-noch.de, dem Fremdgeher- und Lügner-Aufdeckportal, welches ich, die einst einem Online-Lügner aufsaß, 2011 als Start-up-Unternehmen gegründet habe.

Aber noch mal zurück zu den Unsicherheiten beim Online-Dating:

vieles, was einen vielleicht verunsichert, liegt meist schon glasklar auf der Hand, gerade eben auf dem – manchmal rutschigen – Parkett des Online-Datings.

Das meiste, was einem ein ungutes Bauchgefühl verursacht, hat seine Daseinsberechtigung und man sollte die unguten Ahnungen nicht unterdrücken oder sich in eigenen Unsicherheiten ergehen. Dazu besteht kaum ein Anlass.

Im Gegenteil: plagen einen Selbstzweifel und verunsichert einen das Gebaren des Date-Kandidaten in der Singlebörse, ist das definitiv ein Zeichen, dass DIESER Kandidat wohl eher nicht zu einem passt. Aber das sollte nicht Ihr Problem sein und schon gar nicht Anlass für unnütze Grübeleien!

Dazu zählen auch höchst unverbindliche, oft niveaulose, Mails, die ein Singlebörsen-Kandidat Ihnen schreibt. Beginnen diese mit „Hey Süße!“ oder „Hallo – alles fit?“ oder gar „Na, was machst Du so Schönes“, sollte Ihnen absolut klar sein, dass hier ein Spinner in die Tasten haut, der keine weitere Beachtung verdient und dessen (weiteres, oft irritierendes) Geschreibsel in Ihnen kein Gefühl eigener Unsicherheit verursachen sollte!

Genauso verhält es sich mit Männern, mit denen man online ein wenig hin- und hergeschrieben hat und die dann – wie aus heiterem Himmel – keine Mail mehr beantworten oder sich sonst irgendwie bemerkbar machen.

Obwohl sie weiterhin munter online auf der Singleplattform unterwegs sind!

Hier gilt: bloß nicht unsicher werden oder in Selbstzweifel verfallen! Wer so agiert, ist schlichtweg – ein Spinner!

Leider gibt es beim Online-Dating viele solcher Typen und das Beste, was man dann machen kann ist: diesen Menschen löschen, ausblenden oder anderweitig ignorieren.

Aber bloß nicht wegen so jemanden ärgern oder gar seine eigene Persönlichkeit infrage stellen und die Fehler bei sich suchen!

Abhaken – und weiter geht’s!

Vielleicht wartet an der nächsten Online-Ecke ja in der Tat jemand, der – wie Sie – einfach nur eines hegt: ernste Absichten!

Ist auch beim Online-Dating jederzeit drin, nur dass halt meist so viele virtuelle Frösche „davor geschaltet“ sind….!

Egal.

Nicht ärgern und – vor allem – niemals die Gründe für solch bizarres Verhalten bei sich selbst suchen. Ist nicht nötig! Wirklich nicht!

Bildnachweis: Fotolia, https://de.fotolia.com/id/95577482

Datei: #95577482 | Urheber: Photographee.eu

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