Blogger – Beliebt oder gefürchtet?

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Teil II – IRVE liest …. Ein Interview und ein Gewinnspiel.

Der Bücherblog IRVE liest gehört Heike Dewald, eine wunderbare Frau , die pure Lebenslust und Zufriedenheit ausstrahlt.

Aber zuerst noch eine Info vorab: Bis einschließlich Mittwoch läuft noch ein knuffiges Ostergewinnspiel auf dem Irve liest-Blog.
https://irveliest.wordpress.com/2016/03/26/schaefchen-zaehlen-ein-ostergewinnspiel/

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Wer verbirgt ich hinter „Irve liest“. Nun, es ist die zweite Bloggerin, die ich interviewt habe: Heike Dewald. Der eine oder andere mag sich fragen, wie es zu diesem Blognamen kam. Das “liest” erklärt sich ganz von selbst. Heike Dewald sagt von sich, sie sei ein kleines bis großes Bücherfresserchen. Je nachdem, wie viel der normale Alltag ihr so abverlangt, hat Heike mal mehr und mal weniger Zeit für ihr liebstes Hobby: lesen.

Aber wer ist eigentlich Irve?
Diesen Namen trug mal vor rund 25 Jahren ein Auelf, eine ihrer Spielfiguren in einem Fantasy-Spiel. Sie hat es seit ewigen Jahren nicht mehr gespielt, aber der Name gefällt Heike immer noch.

Heike wurde in Marl geboren und ist in Erkenschwick aufgewachsen, wo sie immer noch lebt. Sie ist glücklich verheiratet und Doppelmama zweier liebenswürdiger „kleiner Chaoten männlichen Geschlechts“. Zwei Aquarien voller Fische, Schnecken, Fröschen und Garnelen sowie zwei Katzen machen ihre Familie komplett.

In ihrer Freizeit liest sie gerne, weshalb sie auch liebend gerne auf der Bücherplattform lovelybooks.de herumstöbert. Ihre Lieblingsgenres sind Krimi/ Thriller, Kinder- und Jugendbücher sowie anspruchsvolle Belletristik.(Quelle Irve liest)

 12318465_534711626691759_279143335_oAK: Der Klassiker zum Aufwärmen. Wie geht’s Dir, Heike?
Wenn ich alle Zipperlein ignoriere, sehr gut 😉

AK: Drei Begriffe, die Dich beschreiben?
Da fragst du mich???? Öhm…ich sage mal bodenständig, zuverlässig, glücklich.

AK: Was treibt dich auf die Palme?
Unzuverlässigkeit, Ungerechtigkeiten, wenn jemand anderen nichts gönnen kann, und auch diese überflüssige Unzufriedenheit, die mehr und mehr um sich zu greifen scheint.

AK: Du hast den Bücherblog „www.irveliest.wordpress.com. Erzähl uns ein wenig davon.
Dieser Blog wird zu ca 90 % von mir…naja sagen wir 95 % von mir betrieben, den Rest steuern meine Söhne bei. Ich freue mich, dass sie gerne lesen, daher habe ich ihnen eine eigene Seite bei Irve liest eingerichtet. Mir ist es wichtig, Heranwachsende und Bücher zusammenzuführen, denn Lesen ist die ideale Möglichkeit um „runterzukommen“. Was Kindern teilweise an Stress zugemutet wird, ist unglaublich – da müssen auch schon die jungen Menschen entschleunigen können. Daher gibt es immer im November die Kinder- und Jugendbuch-Wochen (die KiJu2015BuWo!) sind erst kürzlich zu Ende gegangen), wofür ich gemeinsam mit meinen Jungs Buchempfehlungen zusammentrage, um zu zeigen, dass Lesen gar nicht so uncool ist, wie viele Kids glauben.
Ein anderes Anliegen meines Blogs ist es, zu helfen. So sammle ich durch verschiedene Aktionen „Futter für die Spendendeneule“, die ich zweimal jährlich leere und dem Dattelner Kinderpalliativzentrum zu bringen.

12326009_534711630025092_362744695_oAK: Du besuchst die Frankfurter Buchmesse. Was machst Du da genau?
Ich treffe mich mit lieben Bloggerfreunden, gehe zu Lesungen und anschließend zum Signierzelt, lerne AutorenInnen kennen, besuche Verlagsmitarbeiter und sauge ich voll mit der wunderbaren Messe-Atmosphäre….denn ich kann leider nur sehr unregelmäßig an der FBM und LBM teilnehmen.

AK: Wirst Du von Deinem Mann unterstützt?
Ja, auch von den Söhnen. Wir fahren bevorzugt gemeinsam – unsere Jungs sind Kinderreporter beim Bastei Lübbe Verlag – und haben dort auch schon manchmal eigene Termine, die wir dann gemeinsam wahrnehmen. In der restlichen Zeit ziehen meine drei Männer zusammen los, damit ich mein Messeprogramm, das von Mal zu Mal umfangreicher wird, absolvieren kann.

AK: Nach welchen Kriterien beurteilst Du Bücher?
Ich schaue von zwei Seiten drauf. Einerseits geht es ganz klar nach Gefallen und wenn mich ein Buch begeistern konnte, schlägt sich das ganz sicher in der Rezension und in fachsimpelnden Gesprächen nieder. Aber nur diese subjektive Seite heranzuziehen, wäre nicht richtig. Ich schaue auch auf Plot, logischen Aufbau innerhalb der konstruierten Erzählwelt, die Kreativität und sprachliche Umsetzung etc. Denn wenn ein Buch eigentlich topp ist und nur nicht meinen persönlichen Geschmack trifft, muss ich meine Meinung da raushalten. Alles andere wäre unfair. Zudem steckt wohl in jedem Buch viel Herzblut des Autors/Autorin, was eine faire Beurteilung verdient.

12342989_534711616691760_424872216_oAK: Wie klassifizierst Du Deine Sterne?
Auf meinem Blog gibt es keine Sterne.

AK: Es gibt eine Menge Bücherblogs. Keine Angst vor der Konkurrenz?
Ich sehe mich nicht in einem Wettkampf mit den anderen Bloggern, eher im Gegenteil. Man kann viel von den anderen lernen, hilft sich gegenseitig und es wächst eine wunderbare, meist leider virtuelle Gemeinschaft heran. Ich mag den Austausch sehr, die Buchtipps, die man sich holen kann. Ich bin aber auch niemand, der sich den Druck auferlegt, eine Mindestklickzahl, Likes oder sonst was erreichen zu müssen. Es ist mein Hobby und da steht ganz eindeutig der Spaß und die Freude im Vordergrund.

AK: Wir kennen uns jetzt auch schon einige Jahre. Hast du es auch mal mit schwierigen Autoren zu tun?

Nein, eigentlich nicht. Das einzige, wo ich ein bisschen Probleme habe, ist, wenn ich Anfragen ablehnen muss, oder gar unangekündigt und ungefragt Bücher zugeschickt bekomme. Ich mag nicht gern jemandem vor den Kopf stoßen, muss es aber aus Zeitgründen oft tun. Meine Blogplanung umfasst immer mehrere Monate – ich durchforste recht früh die Verlagsprogramme und plane dann meine kommenden Lesemonate, sodass sich selten Lücken ergeben und ich sehr viele Titel ablehnen muss.

12315288_534711540025101_329927986_oAK: Was macht Lust auf das große Abenteuer Lesen?
Du setzt dich auf die Couch, klappst ein Buch auf und bist – schwupps in einer anderen Welt…..und wenn sie dir nicht gefällt, kannst du sie ohne jede Verpflichtung einfach wieder verlassen.

AK: Schon mal selbst daran gedacht ein Buch zu schreiben?
Nein, ich schreibe lieber über andere Bücher 😉

AK: Was sagen Deine beiden Jungs zur Mamma als Buchbloggerin?
Ich glaube, sie sind ein bisschen stolz auf mich. Vor allem, als ich letztens mit einem ziemlich großen Artikel in der Zeitung war, hat mein Kleiner es jedem erzählt, der ihm über den Weg gelaufen ist.

AK: Lesen sie deine Blogbeiträge?
Eher wenig. Mit Krimis und Co können sie noch nichts anfangen, aber sie gucken schon, was ich über die Bücher schreibe, die sie selbst auch kennen.

12334583_534711636691758_2073220730_oAK: Welches Genre liest Du am liebsten? Warum?
Sehr gerne mag ich Thriller, die nicht blutrünstig, sondern eher psychologisch daherkommen. Krimis, wenn sie eine Prise Humor enthalten, gute Kinder-und Jugendbücher sowie Romane mit „Mehrwert“. Hin und wieder entdecke ich auch ein wunderbares Buch aus dem Fantasybereich… und mit Sachbüchern aus dem naturwissenschaftlichen Bereich liegst du bei mir auch nie falsch, sofern sie vernünftig recherchiert und für Laien verständlich umgesetzt sind.

AK: Was bezeichnest Du als Dein besonderes Talent?
Das eine besondere Talent habe ich nicht – und falls doch, dann habe ich es noch nicht entdeckt 😉

AK: Wie sieht Dein perfekter Tag aus?
Die Dinge, die ich zu tun habe, in Ruhe tun zu können und noch ein Stündchen für mich und meine Hobbies zu haben.

12333040_534711523358436_1752003025_oAK: Was ist wirklich wichtig für das eigene Leben?
Dass man realistisch ist und keinen unerreichbaren Zielen hinterherjagt. Dass man erkennt, was man hat – und das ist beim näheren Hinsehen oft mehr, als man ganz spontan denkt. Ich bin sehr glücklich über meine Familien – über die, aus der ich komme (meine Eltern sind ganz große Klasse)  und auch meine jetzige – auch mein Mann und unsere beiden Söhne sind einfach toll), froh, dass es trotz aller Probleme überwiegend friedlich in unserem Land ist, dass wir diverse gesetzlich verankerte Freiheiten haben….dass wir gesund sind. Auch, dass wir genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf haben, nicht frieren müssen und all die anderen Dinge, die von vielen Menschen als selbstverständlich angesehen werden, macht mich sehr froh. Denn wenn man bedenkt, wie es in vielen anderen Ländern zugeht, ist es ein ziemlich hohes Niveau, auf dem hier sehr häufig gejammert wird und das macht mich dann wiederum traurig.

12326089_534711526691769_1184134038_oAK: Wirst Du manchmal missverstanden?
Ja, natürlich. Missverständnisse entstehen immer mal wieder, auch bei mir. Wichtig ist es, sie möglichst schnell auszuräumen, damit daraus keine größere Sache entsteht.

AK: Ist Heimat ein großes Versprechen?
Versprechen impliziert etwas Zukünftiges. Heimat hat für mich eher mit der Vergangenheit zu tun, mit schönen Erinnerungen, aber auch im Idealfall mit der aktuellen Situation. Heimat ist für mich immer da, wo man glücklich ist und geliebt wird, nicht die Spekulation auf etwas, was vielleicht kommt, vielleicht aber auch nicht.

12317962_534711510025104_2069996499_oAK: Wozu braucht der Mensch eine Privatsphäre?
Bei der heutigen Präsenz in den Social Media habe ich den Eindruck, dass manche Menschen gar nicht mehr wissen, was eine Privatsphäre ist. 😀 (lach)
Für mich selbst kann ich aber sagen, dass sie sehr wichtig für mich ist. Ich mag es, mich zurückziehen zu können, Dinge alleine erleben zu dürfen und sie auch für mich zu behalten, nicht immer erreichbar zu sein. Und da helfen mir paradoxerweise diese Medien. Denn ich brauche Mails und PNs, etc. nur lesen und beantworten, wenn ich das möchte und nehme mir auch ganz oft die Freiheit, es nicht zu wollen, zumindest nicht sofort.

12342910_534711633358425_1150304124_oAK: Bildung ist gut. Werte sind besser?
Beides hat seine Daseinsberechtigung. Nur gebildet zu sein ohne Werte zu schätzen ist nicht gut. Ebenso kommt man nicht weit, wenn man perfekte Manieren hat, aber überspitzt gesagt „strohdoof“ ist.

12333636_534711640025091_734235197_o(1)AK: Was sagst Du zu den Attentaten in Paris? AK: Wie schätzt Du die terroristische Gefahr ein, die uns bedroht?
Die Attentate in Paris/Brüssel finde ich sehr schlimm. Ebenfalls als sehr schlimm empfinde ich aber auch die einseitige, manipulative Berichterstattung der Medien. Es gibt täglich Terrorakte in weiten Teilen der Welt, nicht nur in Paris oder Brüssel. Aber danach kräht kaum ein Medien-Hahn. Paris/Brüssel ist zwar näher an uns dran als die anderen Gebiete, aber überall geht es um Menschen und wir in Europa sind nicht mehr wert als die Leute woanders, zumindest sehe ich das so.

In unserer Stadt schätze ich die Terrorgefahr als gegen Null tendierend an, für ganz Deutschland kann ich es schlecht einschätzen, denke aber, dass es bedrohtere Staaten gibt.

AK: Hast Du eine typisch deutsche Seite?
Ich mag Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit – gebrochene Versprechen mag ich gar nicht – und Ehrlichkeit sehr. Das ist schon ziemlich deutsch, oder?

12334573_534711620025093_305254813_oAK: Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?
Ich bin zwar manchmal ein Träumer, kehre aber zuverlässig immer wieder in die Realität zurück. Unerreichbaren Dingen hinterherzujagen, stelle ich mir ziemlich frustrierend vor.

AK: Definition von Leidenschaft?
Leidenschaft ist ein starkes Gefühl und ich finde es ganz großartig, wenn jemand für etwas brennt, was ihn motiviert, was einen bis in die Haarspitzen begeistert.

(Ich auch :-D)

AK: Wie dürfen wir uns Deinen Schreibtisch vorstellen?
Ich arbeite an einem kleinen, aber feinen Sekretär. Alles, was ich brauche, ist in greifbarer Nähe.

12317973_534711576691764_1155705389_oAK: Beste Lesezeit: Highnoon oder Mitternacht?

Am liebsten beides 😀

12343337_534711583358430_1544495488_oAK: Bloggerzeit?
Meistens am frühen Abend kann ich meine Bloggerzeit am besten integrieren.

AK: Entwickelt sich das Bloggerdasein zum Showgeschäft?

Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass auf vielen Blogs das Gleichgewicht zwischen ‚Pflicht und Kür‘ – wenn man es mal so platt formuliert – mehr zur Kür verschoben ist. Aber das empfindet jeder anders, weil jeder andere Vorlieben hat. Bei mir steht das Interesse am Buch an erster Stelle, daher lese ich lieber Rezensionen, Autoren-Interviews etc. als Berichte, die weitere, nicht so spezifische Kreise ziehen.

12318352_534711573358431_1933825855_oAK: Was sollte ein Blogger unbedingt vermeiden?

Ich persönlich mag keine Verrisse. Nicht jedem gefällt alles, das ist klar und das ist auch in Ordnung. Kritik darf sein, aber sie muss begründet sein. Was bei mir nicht so punktet, tut es vielleicht bei anderen Lesern. Jeder Titel hat es verdient, fair besprochen zu werden, denn die Autoren stecken so viel in ihre Bücher – ausgenommen, wenn es in welcher Form auch immer arg unter die Gürtellinie geht, dann geht die objektive Betrachtungsweise auch bei mir nicht.

AK: Die beste Entscheidung Deines Lebens?
Sagen wir mal so, es gibt keine Entscheidung, die ich bisher bedauert oder gar bereut hätte.

AK: Wann wurdest Du das letzte Mal angenehm überrascht?
Von dir, als du mit deiner Interview-Anfrage an mich herangetreten bist 😀

AK: Was hältst Du von der Entwicklung des Buchmarktes?
Meinst du jetzt die Konkurrenz für die Prints durch das eBook? Es wäre verwunderlich, wenn der technische Fortschritt vor dem Buchmarkt Halt gemacht hätte, daher wundere ich mich nicht über die steigende Anzahl von verkauften eBooks. Es ist an sich eine gute Sache, da sie das Lesen flexibler macht und so die Branche unter Umständen gar mehr Bücher absetzen kann. Sehr bedenklich finde ich aber, wie leicht das Raubkopieren ist und wie gering die Hemmschwelle bei vielen Lesern, dabei mitzumachen. In dem Bereich wünsche ich mir mehr Sicherheit für die Autoren und Verlage, die solche Straftaten verhindern.

12314814_534711590025096_427365234_oAK: Magst Du E-Books? Warum?
Im Normalfall lese ich lieber Prints. Wenn es beim Umblättern raschelt und mir der Seitenduft in die Nase zieht, das ist schon toll… aber bei dicken Schinken ziehe den Reader vor, ebenso bevorzuge ich eBooks im Urlaub und auch, wenn ich abends im Bett noch lesen möchte.

AK: Welche Bücher befinden sich gerade auf Deinem Nachttisch?
Momentan lese ich das Sachbuch „Die neuen Seuchen“ und Alex Winters „Späte Rache“. Auf die Ohren gibt es gerade etwas zum Berieseln lassen. Da sorgt Ellen Bergs „Alles Tofo, oder was„ für gute Unterhaltung – obwohl ich dies eigentlich sonst gar nicht so mein Genre ist, gefällt es mir ganz gut.

AK: Wie riechen Bücher?
Je älter sie werden, umso besser!

12333238_534711520025103_166186395_oAK: Dein Hobby?
Lesen und Lauschen, Bloggen, Basteln, Socken stricken, und natürlich ganz klar meine Familie und gemeinsame Unternehmungen!

AK: Musik beim Lesen?
Ja, im Moment am liebsten Bruce Springsteen oder Tracy Chapman

AK: Essen oder Trinken zur Lektüre?
Aber ja!!

AK: Gibt es einen Klassiker, der Dich völlig kalt gelassen hat?
Klassiker geben mir allgemein nicht so viel. Es stört mich, dass diese Autoren in der Regel nicht mehr leben und man schlussendlich nicht immer sicher weiß, was uns der AutorIn sagen wollte …. und man kann ja nicht mehr fragen. Diese Einstellung brachte mich früher im Deutschunterricht allerdings oft nicht sehr weit. Mich lassen aber häufig aktuelle Bücher kalt, die wahnsinnig gehypt wurden….

AK: Deine Lieblingsautoren?
Es gibt viele Schriftsteller, die ich gerne lese oder höre. Von einem/r LieblingsautorIn mag ich aber erst reden, wenn ich viele Bücher aus dessen Feder kenne und sehr mag. Es gehören definitiv Michael Ende und Jostein Gaarder dazu.

12333040_534711523358436_1752003025_oAK: Hilft Sozial Media Menschen aus der Einsamkeit herauszutreten und in Kontakt zu treten mit anderen?
Es ist sicher hilfreich für Menschen mit Kontaktschwierigkeiten, denn mit Facebook und Co. lassen sich ganz schnell Bekanntschaften schließen, die Tiefe und Qualität dieser Freundschaften ist oft nicht sehr stark augeprägt, aber ich selbst habe durch dieses Medium mit vielen anderen Bücherwürmern zusammengefunden und es bilden sich teilweise auch schon stärkere Freundschaftsbande heraus. Für diesen Zweck finde ich die Social Media auch gut geeignet – aber das Leben besteht aus mehr als einem Hobby, das einen virtuell zusammenführt. Von daher sind reale Kontakte sicherlich immer noch in der Regel die tiefsten und vertreiben am sichersten die Einsamkeit.

AK: Alternative zum Kriminalroman: Liebesgeflüster oder Kinderbuch?
Kinderbuch, ganz eindeutig.

AK: Das heißeste Ding im deutschen Fernsehen?
Da bin ich alles andere als up-to-date. Wenn, dann schaue ich nur Sport.

AK: Magst Du Abschiede?
Nein.

12333788_534711596691762_1104203059_oAK: Welche Vorsätze hast Du für 2016?
Glücklich und möglichst gesund zu bleiben.

AK: Was würdest du den Lesern gerne einmal sagen?
Lernt das zu schätzen, was ihr habt und vergleicht euch nicht mit den anderen. Das wahre Glück liegt nicht im großen materiellen Reichtum, sondern wohnt im Herzen.

Ein wunderbares Schlusswort. Vielen Dank, liebe Heike.

Das Interview führte Astrid Korten

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