Ein Atelier für Torten!

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Diana Dietze lebt eine süße Leidenschaft und hat DEN Backtipp für die Adventszeit!

Neben Plätzchen & Co. darf`s auch mal was anderes sein…

Ateliers für feine Kleidung gibt es viele – von Mailand bis Los Angeles, von Leipzig bis Berlin. Ein Tortenatelier aber ist bislang die Ausnahme. Eine süße noch dazu – denn: Torten sind nun mal als Leckerei immer eine Versuchung!

Warum aber trauen sich so wenige Frauen da ran und schieben am Samstag dann doch wieder den gewohnten Springform- oder Blechkuchen in den Ofen? Ich selbst nehme mich da leider nicht aus, obwohl ich mindestens drei Backbücher habe, die sich nur mit Torten befassen.

Nicht, dass ich da so gar nicht rein schaue, aber ich gebe zu, dass ich meist wieder zuklappe, sobald da die Rede ist von „Spritzbeuteln mit Sterntülle“, „Tortenring“ „Gelatine“ & Co… Meist ist freilich auch nur Bequemlichkeit im Spiel und ich mache mich wie eh und je dann doch wieder an meine Rezepte, die ich im Schlaf beherrsche.

Da mich jedoch der Gedanke daran, selbst eigene, tolle Torten zu kreieren, nicht los ließ, googelte ich und stieß auf Diana Dietze vom Tortenatelier Leipzig. Die Konditorin bietet Workshops und Events rund um das Thema „Torte“ an. Wir haben mit ihr gesprochen.

FP: Frau Dietze, wie kamen Sie zu Ihrer „süßen“ Leidenschaft? 

DD: Meinen Beruf als Konditorin übe ich jetzt schon sehr viele Jahre aus und hatte schon immer den Drang, meinen eigenen Weg zu gehen. Jedoch stand für mich fest, ich werde keine traditionelle Konditorei oder ein Café eröffnen. Also stellte sich die Frage: “Was liebe ich am meisten an meinen Beruf und wie kann ich das in eine Geschäftsidee umwandeln?“. Dieser Prozess dauerte natürlich einige Zeit und als ich dann endlich die Idee von der Backschule hatte, war es beschlossene Sache und der Selbstständigkeit stand nichts mehr im Weg.

Jetzt kann ich die kreative Seite meines Berufes wieder mehr beleben und ich kann interessierten Torten-und Backfans in meinen verschiedenen Kursen beratend zur Seite stehen.

Meine Leidenschaft zu meinen Beruf hat nie nachgelassen, weil es immer wieder faszinierend für mich ist und mich auch immer wieder entzücken lässt, welch kreative Köstlichkeiten man aus Lebensmitteln zaubern kann.

FP: Was denken Sie, hindert so manche von uns, sich an eine Torte zu wagen? 

DD: Seit ich meine Backschule betreibe, muss ich immer wieder voller Erstaunen und Begeisterung feststellen, wie handwerklich geschickt und kreativ die Kursteilnehmer sind. Jedoch gibt es natürlich große Hemmschwellen bei der Zubereitung von Torten und Kuchen.

Die kreative Gestaltung einer Torte ist die eine Seite, das ist ja auch ein bisschen wie basteln. Wenn es natürlich aber an die Herstellung, z.B. einer Sahnetorte gehen soll, scheitern viele an Kleinigkeiten, z. B. „wie benutze ich Gelantine, wie stelle ich einen Buttercreme her oder wie lange muss die Schlagsahne schlagen, damit die Sahnetorte auch schön cremig wird?“. Da sind einfach Wissenslücken da, die im Allgemeinen in den Rezepturen auch nicht genau beschrieben sind. Und wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist, geben viele auf und machen sich an Ihren herkömmlichen Apfel –oder Quarkkuchen. Auch der schnelle Griff ins Regal oder in die Tiefkühltruhe ist für viele natürlich bequemer und geht schneller.

Aber: der Trend zum Backen ist wieder neu belebt und was mich am meisten dabei freut, ist dass sehr viel junge Mädels und Frauen die Leidenschaft wieder für sich entdeckt haben. 

FP: Nennen Sie doch mal die größte Herausforderung oder Schwierigkeit beim Torten backen! 

DD: Die Herausforderung ist schon mal, dass eine Torte nicht gebacken wird, nur Teilkomponenten davon, z.B. der Biskuitboden. Eine Torte wird immer aus kalten Rohstoffen zusammengesetzt.

Das ist auch das schwierigste für die meisten – die Füllung gut hinzubekommen, dass die Torte auch einen guten Halt hat. Ungeduld ist der größte Feind beim Backen, manches braucht eben seine Zeit.

FP: Auf was haben Sie sich in Ihrem Tortenatelier spezialisiert? 

DD: Eine direkte Spezialisierung gibt es nicht. Ich bin eine Backschule und versuche eine gute Mischung anzubieten, die den Kursteilnehmern Abwechslung bieten soll und Lust aufs Wiederkommen bringt. Natürlich gibt es Favoriten, die öfters angeboten werden und auch besucht werden, wie z.B. der Fondant-Grundlagenkurs oder der Macaronkurs.

FP: Was für Leute kommen zu Ihnen? 

DD: Das ist das Schöne! Zu mir kommt jede Altersgruppe, von Kindern bis hin zur Omi mit Ihrer Enkelin. Das ist echt toll! Leider fehlen mir noch die Männer in der Runde, aber ich denke, es ist auch ein wenig schwierig, Männer für das Backen zu begeistern. Obwohl ich jetzt einen Mann im Kurs hatte, der aus Liebe zu seiner Frau mitgemacht hat. Echt süß.

FP: Wie läuft ein Event-Workshop bei Ihnen ab? 

DD: Es wird für jeden Kunden ein Angebot speziell auf seine Wünsche erstellt. Eventkurse sind recht beliebt, z.B. Weihnachtsbacken unter Kollegen und Freunden, Junggesellinnenabschiede, aber auch individuelle Einzelbackkurse. 

FP: Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen, bald sind wieder alle im Plätzchen-Fieber. Der Winter ist eher weniger die Zeit der Torten – oder? Gibt’s eigentlich auch ein winterliches oder weihnachtliches Tortenrezept? Wenn ja, würden Sie es unseren Leserinnen verraten? 

DD: Ganz im Gegenteil, der Winter ist die Zeit der Schokoladentorten. Viele mögen keine Stolle und wollen lieber zu Weihnachten eine andere Köstlichkeit genießen.

Mein kleines feines weihnachtliches Rezept für Ihre Leserinnen hat auf jeden Fall was mit Schokolade zu tun. Nicht nur zum selbst genießen gedacht – auch gut als kleines handgemachtes Geschenk zu Weihnachten geeignet! 

Wer Zimt und Lebkuchen mag, für den ist das genau das Richtige:

Lebkuchen-Trüffel

Zubereitungszeit: ca. 2,5 Std. – incl. kühlen. Genussfaktor: Echt lecker…

Rezeptur ergibt etwa 15-18 Stück

100 g weiße Schokolade

2 EL Sahne

1 gestr. EL Lebkuchengewürz

60g weiche Butter

175 g Zartbitterkuvertüre

Schritt 1:

Sahne und Lebkuchengewürz leicht erwärmen und die fein gehackte weiße Schokolade

dazugeben, verrühren bis die Schokolade geschmolzen ist.

Jetzt die weiche Butter dazugeben und unter die Schoko-Sahne rühren.

Schritt 2:

Trüffelmasse mind. 1 Stunde im Kühlschrank erkalten lassen

Schritt 3:

Von der Trüffelmasse mit einem Espressolöffel kleine Portionen abstechen, mit kühlen Händen schnell zu kleinen Kugel rollen und auf Backpapier legen.

Abermals ca.60 min im Kühlschrank kühlen.

Schritt 4:

Zartbitterkuvertüre fein hacken und über einem heißen Wasserbad bis 31°C schmelzen.

Die kühlen Trüffel mithilfe einer Pralinenkabel in die geschmolzene Kuvertüre tauchen

und auf einem Pralinengitter hin und her wälzen bis kleine Schokoladenigel entstanden sind.

www.tortenatelier-leipzig.de

Bildnachweis: Tortenatelier Leipzig

 

 

 

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