Elke Schwab – Gestorben wird immer!

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51KEaCMhX-L._UY250_Elke Schwab hat mir ins Ohr geflüstert, dass sie selbst gespannt ist, was sie hier alles über sich ausplaudern wird. Die sympathische Autorin mit den roten Haaren ist gut drauf, denn den diesjährigen Urlaub hat sie schon mal gut überstanden. Sie steckt wieder voller Energie. Elke Schwab wurde in Saarbrücken geboren, ist in Saarlouis aufgewachsen, und viel umhergereist im Saarland. Sie lebt im schönen Elsass – aber immer noch ganz in der Nähe zum Saarland, ist verheiratet und verliebt! Das Geheimnis einer langjährigen Ehe muss sie erst noch herausfinden, weil die Autorin gerade mal ein Jahr glücklich verheiratet ist. Sie könnte also eher das Geheimnis des langjährigen Ledig-Seins lüften. Sie sagt von sich, dass sie manchmal missverstanden wird. „Mein Humor ist manchmal gewöhnungsbedürftig, sodass ich verletzend gewirkt habe, ohne es zu wollen.“ Wirklich wichtig für das eigene Leben bedeutet für die Autorin: Eins mit sich selbst zu sein.

Elke+Jürgen“Gestorben wird immer in den Büchern von Elke Schwab, denn „Mord ist ihr Hobby“. Das beweist die Tatsache, dass die Krimiautorin bereits passend zum Thema ihres Buches eine Lesung in der Gerichtsmedizin in Homburg/Saar durchgeführt hat. Außerdem hat sie in den letzten vierzehn Jahren 14 Kriminalromane veröffentlicht, in denen es an Mord und Totschlag nicht mangelt. Sogar „blutrünstigste Autorin“ wurde sie schon genannt, eine Bezeichnung, der sie jedoch mit einem neuen Werk Einhalt gebieten konnte, in dem die vielen Leichen eine Nebenrolle spielen.

Viel Vergnügen mit Elke Schwab-Fischer, ein wunderbarer Mensch und eine tolle Autorin.

AK: Elke, drei Begriffe, die Dich beschreiben?
„…unermüdlich, fröhlich, zerstreut.

AK: Was sollte auf deinem Grabstein stehen?

„…Hier ruht mein roter Schopf,
zusammen mit meinem Kopf.
Der Platz reicht sogar für den Rest.
Das wird für die Würmer ein Fest. (… bin ja tierlieb)

AK: Was treibt dich auf die Palme?

„…Ungerechtigkeit.

AK: Elke, gab‘s in Deiner Jugend unerfreuliche Überraschungen?

„…Leider ja! Ich war zwölf, als meine Mutter geheiratet hat. Bis dahin hatte ich im Kreise meiner Großeltern zusammen mit meiner Mutter und meinem Onkel behütet in einem großen Haus mit Garten gelebt und meine Welt war in Ordnung. Doch dann wurde ich aus dem Schoss dieser Familie gerissen und zog mit Mutter und Stiefvater in eine kleine Wohnung in der Stadt. Mein ganzes Leben veränderte sich dadurch, denn plötzlich verbrachte ich die Nachmittage und die Abende ganz allein. In dieser Zeit ist wohl meine Schreibleidenschaft entstanden, denn auf diese Weise konnte ich die plötzliche Leere in meinem Leben füllen.

AK: Ist Heimat ein großes Versprechen?

„…Wenn frau im Saarland lebt, eher nicht. Das Saarland ist ein kleines, verkanntes Bundesland, das es bisher – nach fast 60 Jahren – immer noch nicht geschafft hat, in ganz Deutschland als deutsches Bundesland bekannt zu sein. Da meine Leidenschaft dem Schreiben gilt, ist es für mich als deutsche Autorin nicht einfach, über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung zu finden. Im eigenen Bundesland kann ich mich nicht beklagen, doch leider ist die Bevölkerungszahl im Saarland sehr gering und leidet an einem bedenklichen Dauerschwund.

51Tam5lPfmL._UY250_AK: Bildung ist gut, Werte sind besser. Wenn Du die Wahl hättest: Lagerfeuergespräch mit Cindy von Marzahn oder Astrid Korten (ja, ich weiß, das ist gemein)? Warum?

„…Ich würde natürlich am liebsten mit dir, liebe Astrid, am Lagerfeuer sitzen (ohne schleimen zu wollen!!!!), weil wir die gleichen Interessen haben und uns beiden vermutlich niemals der Gesprächsstoff ausginge. (dito, Elke 🙂 )

AK: Keine Angst vor der Konkurrenz?

„…Oh doch! In der schreibenden Zunft ist die Konkurrenz groß und wächst weiter an. Ständig ändert sich der Mainstream, der vielleicht für den Erfolg wichtig sein könnte. Doch ich werde mir und meinem Stil treu bleiben und hoffe, dass diese Entscheidung richtig ist.

AK: Deine Werke?

„…oh je! Eine ganze Menge:

K419573DAIlL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX324_SY324_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_ullmann-Reihe:

Ein ganz klarer Fall. 2. Auflage. Eigenverlag, 2004, Kullmanns letzter Fall. 4. Auflage. Conte Verlag, Saarbrücken 2008, Grosseinsatz. 2. Auflage. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2005, Angstfalle. 1. Auflage. Gmeiner Verlag, Meßkirch 2006, Tod am Litermont. 3. Auflage. Conte Verlag, Saarbrücken 2008, Hetzjagd am Grünen See. Conte Verlag, Saarbrücken 2009, Das Skelett vom Bliesgau. Conte Verlag, Saarbrücken 2010, Galgentod auf der Teufelsburg, Conte Verlag, Saarbrücken 2011, Blutige Seilfahrt im Warndt, Conte Verlag, Saarbrücken 2012, Urlaub mit Kullmann, Ulrich-Burger-Verlag, Homburg, 2013, Baccus-Borg-Reihe: Tödliche Besessenheit, 2000, Neue Auflage ist in Vorbereitung 😉 Mörderisches Puzzle, Solibro Verlag, Münster 2011, Eisige Rache, Solibro Verlag, Münster 2013, Blutige Mondscheinsonate, Solibro Verlag, Münster 2014, Tödliche Besessenheit, Solibro verlag, Münster 2015, Krimi, der zu keiner Reihe gehört: Pleiten, Pech und Leichen, Sutton-Verlag 2014, Erfurt. Meine Kurzkrimis zähle ich nicht mit auf, sonst wird die Liste zu lang.

AK: Dein aktuelles Buch? – Bitte kurz beschreiben.

„…Pleiten, Pech und Leichen – Sutton-Verlag – ISBN 978-3-95400-385-3 – Das ist ein Krimi mit viel schwarzem Humor. Da ich selbst gern lache, war es mir ein Bedürfnis, Spannung mit Spaß zu kombinieren, was mir mit diesem Werk – glaube ich – gelungen ist. Darin geht es um ein Thema, wie es das Leben schreibt: Eine junge Frau lebt mehr schlecht als recht als einfache Bäckereiverkäuferin. Das Geld reicht nicht zum Leben, also begeht sie Ladendiebstähle und verkauft das Diebesgut privat bei Ebay, um sich etwas nebenher zu verdienen. Dabei stolpert sie über eine Leiche und eine ganze Reihe von Missgeschicken nimmt ihren Lauf.

AK: Wie geht Du mit einer 1*-Sterne-Kritik um?

„…Es gibt konstruktive Kritiken und böswillige Beleidigungen. Das unterscheide ich zuerst einmal. Konstruktive Kritik nehme ich immer ernst, auch wenn sie mal hart ausfällt. Zum Dazulernen ist frau nie zu alt. Die beleidigenden Rezensionen ignoriere ich einfach.

AK: Vermitteln Deine Romane Einblick in Deine Arbeit oder sind sie ein Spiel mit der Wirklichkeit?

„…Ein bisschen Spiel mit der Wirklichkeit, würde ich sagen.

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AK: Was macht Lust auf das große Abenteuer des Lebens?

„…Das größte Abenteuer des Lebens habe ich schon hinter mir. Das war mein Pferd „Teufel“. Mit ihm war mir kein Galopp zu schnell, kein Hindernis zu hoch und kein Weg zu weit. Zusammen sind wir Fuchsjagden und Springturniere geritten und haben etliche Wanderritte ins Ungewisse gemacht. Doch ein schwerer Unfall mit einem fremden Pferd (!!!) hat meine Abenteuerlust gedämpft. Heute bin ich glücklich, dass ich überhaupt noch reiten kann. Und „Teufel“ wacht im Pferdehimmel über mich.

AK: Schon mal selbst eine kleine Sünde begangen? Ich höre?

„…Niemals!!!!! Nur hier und da mal ein Preisschildchen an einem Verkaufsartikel gegen ein anderes getauscht, auf dem ein niedrigerer Preis stand, weil mein Budget sonst nicht gereicht hätte (als das noch möglich war)

410hqBuEYUL._UY250_AK: Warum schreibst Du (Thriller, Romane, Kurzgeschichten)?

„…Mit dem Schreiben fing ich an, als ich aus dem Schoß meiner großelterlichen Familie gerissen worden war. In dieser Zeit war ich mit meinen Wünschen und Träumen oft allein. Da mir mein Herzenswunsch, ein eigenes Pferd, nicht erfüllt wurde, schrieb ich einfach Geschichten über Mädchen mit Pferden. Und da ich schon immer ein abenteuerlustiges Mädchen war, wurden auch meine Geschichten zu reinsten Abenteuergeschichten. So, denke ich, war es kein großer Schritt, dass im Erwachsenenalter daraus Kriminalromane wurden. Spannung, Geheimnisse und Rätsel haben mich schon immer fasziniert. Und die Abgründe der Menschen …

AK: Dein Plädoyer für den deutschlandweit längst totgesagten Begriff Multikulti?51+Vh1551tL._UY250_

„…Schwieriges Thema. Einerseits eine Entwicklung in Deutschland, die nicht zu ändern ist, weil sich die Deutschen immer mehr reduzieren, andererseits eine ständige Herausforderung, da fremde Menschen auch fremde Ansichten und Forderungen mitbringen, was nicht immer konform mit unseren Lebensvorstellungen geht.

481016_676916959007339_1631790632_nAK: Wird ein Ausländer einen andern Ausländer jemals wirklich verstehen, wenn die Seelen ihrer Kulturen sich gravierend unterscheiden?

„…Da ich als Deutsche in Frankreich lebe, bin ich eigentlich auch Ausländerin. Das sind Länder, in denen solche Problematiken einfach nicht angesprochen werden, weil man kein Problem sieht. Und doch ist es so, dass unterschiedliche Mentalitäten aufeinander prallen. Die Franzosen und die Deutschen sind zum Zusammenleben nur bedingt kompatibel. Die Gründe dafür sehe ständig vor mir. Wie das mit anderen Nationalitäten ist, weiß ich nicht und wage es auch nicht zu beurteilen. Diese kleinen, feinen Unterschiede hier in unserem Grenzland habe ich ja auch erst erkennen können, als ich selbst betroffen war. Also wage ich kein Urteil über andere Länder bzw. Mentalitäten bzw. Kulturen …

AK: Was glaubst Du, welche Formen der Orientierung brauchen wir heute?

„…Wir bräuchten eine bessere Verteilung des Geldes. Die Tatsache, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, empfinde ich als bedenklich. Erinnert sie sogar schon an die Zustände in Amerika. Die Amerikanisierung in unserem Land, bringt nicht nur den „American way of live“, sondern auch mehr Unzufriedenheit und damit verbunden mehr Kriminalität.

AK: Wie schätzt Du die terroristische Gefahr ein, die uns bedroht? 51lVoLN26gL._UY250_

„…Wie die Vorfälle in Paris bewiesen haben, ist die Gefahr groß. Und ich befürchte, dass es auch in Deutschland viele solcher Zellen gibt, die terroristische Anschläge vorbereiten. Die Bedrohungen nehmen ja ständig zu.

AK: Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?

„…Dass ich es eines Tages zur Bestsellerautorin geschafft habe *hüstel* … frau darf ja noch träumen … (Elke, Du wirst!)

AK: Definition von Leidenschaft?

„…Hier geht es um eine emotionale Dimension – also alles, was über das normale Maß an Gefühlen hinausgeht. Das kann sowohl positiv (Liebe) wie auch negativ (Hass) sein. Auf jeden Fall ist es eine besonders heftige Empfindung.

AK: Ganovin oder Edelfrau? Warum?

„…Ganovin! Warum? Ist spannender!

AK: Ist Dein Leben eher ein Roman- oder ein Sachbuch?

„…Ein Roman, weil immer was los ist.

AK: Wie dürfen wir uns Deinen Schreibtisch vorstellen?

„…Chaotisch.

SchreibtischAK: Wo auf Deinem Schreibtisch liegen die Büroklammern?

„…Zuunterst. (haha, endlich mal wieder eine Autorin, die weiß, wo ihre Büroklammernliegen 😉 )

AK: Beste Schreibzeit: Highnoon oder Mitternacht?

„…Immer dann, wenn es mich packt. Da ist mir die Tageszeit egal.

AK: Dein Mittel gegen Müdigkeit?

„…Schlafen 😉

AK: Entwickelt sich das Autorendasein zum Showgeschäft oder war das schon immer so? Wie geht man damit um?

„…Ich würde sagen, dass frau sich immer mehr einfallen lassen muss, um als Autorin im Geschäft zu bleiben. Da ist der Begriff Showgeschäft noch richtig nett. Die Konkurrenz ist groß, die Angebote anderer Medien wie Kino und Theater noch größer und nicht zu vergessen das Social-media-net im Internet oder sonstige Internetspiele, was viele Leute vor den PC fesselt.

AK: Was glaubst Du, wie sieht es denn nun wirklich in den Köpfen der Verlagsspitzen aus?

„…Leider sehe ich in der Literaturwelt eine beunruhigende Entwicklung. Viele Bücher von Autoren aus anderen Ländern wie Schweden, Skandinavien, England oder Amerika werden von großen Verlagen ins Deutsche übersetzt, als könnten die mehr als wir deutschen Autoren. Auch wird in bekannte Autoren immer wieder investiert, weil damit eine Gewinnoptimierung zu erzielen ist. Dabei passiert es oft, dass diesen Autoren die Ideen ausgehen und sie trotzdem weiterschreiben – jedoch ist die Qualität des Buchtextes nicht immer wesentlich für den Erfolg. Das Bedürfnis, auch mal unbekanntere Autoren zu fördern, bleibt dabei auf der Strecke. Mit Sicherheit können diese Autoren auch richtig gute Bücher schreiben.

51uf0lA0NgL._SX323_BO1,204,203,200_AK: Heute werden Lesungen inszeniert. Würdest Du auf einer Lesung im Kampfanzug oder Dienstkleidung erscheinen?

„…Ich habe kein Problem damit, mich entsprechend dem Thema meines Buches für eine Lesung anzuziehen. Solange es gute Stimmung bringt, bin ich dabei.

AK: Verliert der Schriftsteller nicht seine Balance zwischen den zahlreichen Verlagsanforderungen und der Wahrung einer stabilen Autorenidentität, wenn er/sie den Clown mimt?

„…Nur, wenn er nicht fest im Sattel sitzt. Ich weiß, was ich will und was ich kann und lasse mich nicht aus dem Konzept bringen. Ob ich damit Erfolg haben werde, ist eine andere Sache …

AK: Peinlich oder Erfahrungen sammeln?

„…Erfahrungen sammeln.

AK: Was darf ein Autor unbedingt nicht können?

„…Kochen! Dann bleibt ihm oder ihr nämlich keine Zeit mehr zum schreiben *hihihi*

AK: Dein allererstes Buch? Hat es Dir gefallen?

Und wie!!! Mein erstes veröffentlichtes Buch hat den Titel „Tödliche Besessenheit“ ist aus der Baccus-Borg-Reihe und wird leider nicht mehr verlegt. Aber, da dieses Buch so toll geworden ist, habe ich mit meinem derzeitigen Verleger des Solibro-Verlages hartnäckig verhandelt, dass er dieses Werk neu veröffentlicht. Und jetzt ist es soweit!! Das Buch kommt im September 2015 auf den Markt 😉 😉

AK: Gott oder Teufel?

„…Mein Pferd hieß „Teufel“, weil er eine echte Herausforderung war. Deshalb kann ich diese Frage nicht beantworten – fühle mich befangen …

51dvgmm2i-L._UY250_AK: Schicksal oder Bestimmung?

„…beides

AK: Die beste Entscheidung Deines Lebens?

„…Lange Zeit bin ich leidenschaftlich gern Motorrad gefahren. Ich hatte eine TransAlp, eine Reiseenduro von Honda – ein echt geiles Teil. Damit sind wir viele tausende von Kilometern gefahren und haben die tollsten Touren gemacht. Doch dann kam das Pferd „Teufel“!
Er kam, sah und siegte! Im Nu wurde das Motorrad verkauft und der „Teufel“ ward mein. Diese Entscheidung habe ich niemals bereut.

AK: Wann wurdest Du das letzte Mal hinterhältig reingelegt?

„…Das ist noch gar nicht lange her. Gerade mal im Frühjahr 2014. Eine Frau, die ich für eine Freundin hielt, hat mich auf eine perfide Art hintergangen, meine Karriere als Autorin gefährdet und sich hinterher noch selbst betrogen gefühlt.

AK: Wann angenehm überrascht?

„…Im Frühjahr 2015! Da kam eine Buchhändlerin auf mich zu und meinte, ein Verleger wäre auf der Suche nach einem Kinderkrimi. Dabei hätte sie sofort an mich gedacht. Da das Genre mit meinem bevorzugten Kriminalroman sehr artverwandt ist, habe ich natürlich zugesagt, diesen Kinderkrimi zu schreiben. Da bin ich jetzt dran und habe total viel Spaß dabei. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch ein Buch draus wird …

AK: Stimmst Du zu, dass Männer insgesamt – seitdem der Durchschnittsmann in Europa vor dem Zubettgehen eine Gesichtscreme aufträgt – heute wesentlich besser aussehen als noch vor zehn Jahren?

„…Auf keinen Fall. Wenn ich die jungen Burschen von heute herumlaufen sehe, stelle ich fest, dass ich die beste Zeit der Männer erwischt habe. Heute würde ich vermutlich lesbisch werden.

11000214_986686598032342_6037607886576903822_oAK: Was hältst Du von der Entwicklung des Buchmarktes?

„…Da gibt es viele Veränderungen. Zum Beispiel die Tatsache, dass heute Selfpublisher gepuscht werden, wobei sie früher geächtet wurden. Das hat zwei Seiten: Dadurch kommen viele positiven Überraschungen auf den Buchmarkt – aber auch echte Nieten.
Hinzu kommen die Ebooks und Hörbücher, was ich als tolle Entwicklung betrachte. Jedes Medium muss mit der Zeit gehen, also auch das Buch.

AK: Magst Du E-Books? Warum?

„…E-Books finde ich wichtig, weil damit eine Alternative gefunden wurde, auch junge Menschen für das Lesen zu begeistern. Das verbindet Lesen mit Technik.

AK: Welche Bücher befinden sich gerade auf Deinem Nachttisch?

„…Krimis – was sonst?

AK: Wie riechen Bücher?

„…Gut 😉

AK: Welches Buch ist schon mal gegen die Wand geflogen?

„…Bestimmt ein Schulbuch!!!!

Schriftstellerin Elke Schwab aus Schopperten im Elsass am 08.01.14 Pferde Charon (li.) + Babalou Foto: Dirk Guldner mail. dirk@foto-guldner.de web. www.foto-guldner.de Veröffentlichung nur mit Namensnennung - Honorar lt. Vereinbarung !AK: Dein Hobby?

„…Reiten.

AK: Musik beim Schreiben?

„…Ab und zu.

AK: Essen oder Trinken zur Lektüre?

„…Nein.

1001988_762606037105097_2542632626295571179_nAK: Prosecco oder Selters?

„…Selters.

AK: Currywurst, Austern oder Sushi?

„…Currywurst! Von Austern oder Sushi wird mir schlecht.

AK: Gibt es einen Klassiker, der Dich völlig kalt gelassen hat?

„…Der Herr der Ringe.

AK: Lieblingsname aus einem Deiner Romane?

„…Inspector Thomas Lynley.

AK: Deine Lieblingsautoren?

„…Da gibt es eine ganze Menge. Als deutsche Autorin bleibe ich mal bei den deutschen Kolleginnen und Kollegen:

Sebastian Fitzek, Petra Hammesfahr, Elisabeth Herrmann, Frank Schätzing und viele mehr …

AK: Gibt es ein gutes Lesen im schlechten Leben?

„…Ja! Man kann in guten Büchern versinken und das eigene Leben – wenn es gerade bescheiden ist – darüber vergessen.

51n1PF9ULaL._UY250_AK: Führt gutes Lesen automatisch zu einem besseren Leben?

„…Automatisch geht im Leben gar nichts. Da muss man oder frau schon selbst etwas dafür tun.

AK: Jetzt aber! Ist Facebook eher männlich oder weiblich?

„…weiblich – weil vergleichbar mit Quasselstrippe.

AK: Twitter?

„…Zwitter – hat von allem etwas.

AK: Google?

„…männlich – zu still.

AK: Braucht man diese Portale tatsächlich? Warum?

„…Brauchen ist relativ. Aber sie helfen unbekannteren Künstlern, auf sich aufmerksam zu machen.

AK: Alternative zum Kriminalroman: Liebesgeflüster oder Kinderbuch?

„…Liebesgeflüster – mit der Gefahr, dass es dabei Tote gibt.

AK: Wann gibt es etwas Neues aus Deiner Feder?

Wie weiter oben schon angesprochen, kommt jetzt der Krimi „Tödliche Besessenheit“ auf den Markt. Dabei ist das schon eher ein Thriller als ein Krimi, weil er super spannend ist. Dieses Werk gehört zur Baccus-Borg-Reise, das sind die beiden Ermittler Lukas Baccus und Theo Borg.

AK: Magst Du Abschiede?

„…Kommt drauf an! Wenn einer geht, auf den man sowieso verzichten kann, ist ein Abschied etwas Tolles! Ansonsten … weniger!

AK: Worüber könntest Du locker eine Nacht mit mir und einer Flasche Rotwein am Kamin sitzend diskutieren? Wie wär’s mit einem Beispiel?

„…Da gibt es bestimmt viele Themen. Da wir beide gerne schreiben – und zufällig sogar beide Krimis – könnten wir über unsere Tätigkeit mit Sicherheit nächtelang quatschen. Wir wissen doch beide, dass dieses Thema unerschöpflich ist. Und wie das so ist, schweift man irgendwann vom Thema ab und redet über Gott und die Welt … und schon müssten noch ein paar Nächte drangehängt werden.

61W1nzippyL._UY250_AK: Welche Vorsätze hast Du für 2015?

Der Kinderkrimi könnte mal ein Schritt in eine andere Richtung sein, weshalb ich mich auch weiterhin in anderen Genres umsehen will. Es kann nicht schaden, sich auch mit anderen Themen zu beschäftigen. Zurzeit schreibe ich an einer Biografie – zusammen mit meinem Mann – was eine ganz neue Erfahrung ist. Aber so eine Arbeit im Team ist nicht leicht!Sollte es zu schwierig werden, widme ich mich doch wieder dem Einzelkampf gegen das fiktive Meucheln.

AK: Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

„…Schön, dass es euch gibt. Und bleibt mir treu – auch wenn ich gelegentlich mal in fremde Buchwelten (Genres) ausschweife 😉

Weitere Infos unter:  www.elkeschwab.de (http://elke-schwab.blogspot.de/)

Das Interview führte Astrid Korten

 

 

 

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