Fernbeziehungen

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Was früher eher die Ausnahme darstellte, scheint nun öfter die Regel zu werden – Fernbeziehungen. Neben Herausforderungen gibt es durchaus auch Vorteile und die können uns ganz schön stark machen.

Mobilität im Zuge der Ausbildung oder ein Wohnortwechsel für ein besseres Jobangebot zwingt immer mehr Paare zum Überdenken ihrer Beziehungsmodelle. Jene, die ihren Traumpartner noch nicht gefunden haben, versuchen ihr bei Online-Singlebörsen und hier ist die Chance tendenziell höher, dass der andere nicht in der gleichen Heimat zu Hause ist, sondern möglicherweise ein ganzes Stück entfernt.

Fernbeziehungen stärken die eigene Persönlichkeit

Wer seinen Alltag alleine bewältigt, muss zwangsläufig alle Entscheidungen selbst treffen. Ob es sich um kleinere Reparaturen in der Wohnung handelt oder die Freizeitgestaltung: die Entscheidung, was und wie etwas gemacht wird, hängt alleine von uns ab, denn es ist schlicht und einfach niemand da, der den Installateur anruft. Gerade Frauen tun sich in dieser Hinsicht oftmals schwer und verlassen sich gerne auf den Partner – auch um nicht anzuecken oder gar als zu selbstbewusst und damit abschreckend zu gelten.

Andererseits bietet das Alleinsein unter der Woche den Vorteil, dass wir genügend Zeit für Freizeitaktivitäten und Freunde haben. Wer eine Fernbeziehung führt, übernimmt die alleinige Verantwortung für sein Leben und ist gezwungen, die Komfortzone zu verlassen. Das lässt uns später schwierigen Situationen mit mehr Selbstvertrauen begegnen.

Nähe durch Kommunikation

Wer sich nicht täglich sieht, sollte zumindest täglich miteinander kommunizieren, um am Leben des anderen trotzdem teilzuhaben. Hier sollte gemeinsam eine Strategie entwickelt werden, wie diese Kommunikation aussieht und auch beide Partner daran festhalten. Erfahrungsgemäß herrscht in Fernbeziehungen mehr Bemühen und es ist nur schwer möglich, sich am Telefon minutenlang anzuschweigen. Man nimmt sich Zeit für den anderen, ist aufmerksam und präsent – was beim gemeinsamen Abendessen, wenn womöglich noch gleichzeitig noch der Fernseher läuft, nicht mehr selbstverständlich ist.

Gemeinsame Zeit

Der Idealfall, dass man sich jedes Wochenende sieht, ist leider nicht immer möglich. Sei es, weil die Distanz zu groß ist oder Arbeit am Wochenende einen Strich durch die Rechnung macht. Tatsache ist aber auch, dass Fernbeziehungen einen höheren finanziellen Aufwand darstellen und dieser Umstand gehört besprochen. Diese Tatsache ist zwar unangenehm auszusprechen, kann aber wiederum die Beziehung stärken und man lernt, schwierige Situationen gemeinsam zu bewältigen.

Den Partner mit dem Auto zu besuchen, ist zwar die flexibelste Art zu reisen, aber auch die, die am meisten Zeit in Anspruch nimmt. Dazu ist es unproduktive Zeit, vor allem wenn die Fahrt ein paar Stunden dauert. Je länger zudem die Autofahrt dauert, desto weniger gemeinsame Zeit ist vorhanden.

Attraktiver, gerade wenn man die Möglichkeit zum Arbeiten außerhalb des Büros hat, sind Zugverbindungen. Diese eignen sich allerdings nur für geringere Distanzen, weil man unter Umständen länger unterwegs ist als mit dem Auto.

Wer Zeit zu arbeiten braucht, schnell am Ziel sein will oder eine sehr weite Anreise hat, nimmt am besten das Flugzeug. Dank des Konkurrenzkampfes der Airlines ist fliegen mittlerweile das günstigste Transportmittel.

Abgesehen davon ist es wunderbar romantisch, vom Partner am Flughafen in den Arm genommen zu werden.

Bildnachweis: pixabay.com

 

 

 

 

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