Fitnesstrends Sommer 2017: Mit Spaß und Musik

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2017 muss sich niemand mehr auf die Maschine schnallen – denn mit beatlastigen Trendsportarten geht das auch spaßiger.

Ach Du grüne Neune! Der Mai hat schon begonnen und immer noch laboriert man mit den unschönen Anhängseln des längst vergangenen Winters herum? Aber sich wieder auf dem Ergometer abquälen, ohne die geringste Spaß-Dosis?

Wer zum Kreis dieser Leserinnen gehört, sollte jetzt genau aufpassen.

Denn auf den folgenden Zeilen verraten wir die garantiert spaßigsten Trends, die für den Fitness-Sommer 2017 einiges an Bedeutung haben werden und listen zudem auch die knalligsten Beats zur musikalischen Untermalung. Und, das sei bereits verraten, bei wessen Mama noch Stirnband, Sport-Body und Legwarmers aus den 80ern auf dem Speicher lagern, sollte schon mal zuhause anrufen…

1. Aerobic

Ob die Klamotten ebenfalls wiederkommen, steht in den Sternen. Für Fitness-Spaß ist Aerobic aber immer noch so gut wie 1983.

Unglaublich aber wahr, es ist erst wenige Tage her, da feierte eine der wohl größten Massensport-Wellen bereits ihr 35. Jubiläum. Im April 1982 veröffentlichte Hollywood-Megastar Jane Fonda ihr erstes Video, indem sie zu fetziger Musik ihren Traumkörper sportlich bewegte – und damit ein Millionenheer Gleichgesinnter hinter sich scharrte, für die Sport ebenfalls mehr sein sollte als schwitzen um des Schwitzens Willen.

Und, wie könnte es anders sein, mit der derzeitigen Comeback-Welle der 80er schwappt auch Aerobic wieder in die Gruppenräume von Fitnessstudios und die Wohnzimmer. Die Grundlagen der spaßigen Sportart sind weitestgehend gleich geblieben und natürlich darf Frau sich dafür auch wieder so unvergleichlich sexy kleiden wie die ewig junggebliebene Jennifer Beals es anno 1983 in Flashdance mit Legwarmers und Schlabberpulli vormachte.

An Musik ist alles geeignet, was den richtigen Beat hat. Im Aerobic-Fall sind das Tracks, die mit mit 4/4-Takt und 125 bis 150 Schlägen pro Minute „pumpen“. Natürlich eignen sich dazu auch moderne Stücke – aber wenn man schon den Kopfsprung in die Retrowelle wagt, könnte man ja auch eine der zahllosen 80s-Aerobic-Compilations nehmen…

 2. Faszientraining

Für die Faszien wirkt eine Runde mit der harten Kunststoffrolle ähnlich wie das Nudelholz auf den Teig: Dehnend, geschmeidiger machend.

Wir alle kennen es: Nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer kommt man sich vor wie ein Brett, auf das ein Höhlenmensch stundenlang mit der Keule eingeschlagen hat. Steif und unbeweglich die Muskeln, wo sie eigentlich geschmeidig und dehnbar sein sollen. Und wenn dann auch noch jede Bewegung wehtut, vergeht einem verständlicherweise die Lust für jedes ernsthaftere Training. Da hilft der nächste Sommertrend ganz bestimmt.

Die „Bösen Buben“ in diesem Schmerz-Roulette sind nämlich unsere Faszien. Das ist ein hauchdünnes Bindegewebe, das, vereinfacht ausgedrückt, sämtliche Einzelteile unseres Körpers zusammenhält. Wer sich zu wenig oder falsch bewegt, sorgt dafür, dass die Faszien verhärten oder sogar verkleben – da können die Muskeln sich noch so viel bewegen wollen, es wird nur weh tun.

Um also die Muskeln zu trainieren, ist es erst einmal wichtig, die Faszien wieder schön weich zu klopfen. Und das geht am allerbesten mit Faszienrollen. Im Prinzip wirken die steifen Kunststoffrollen dabei wie ein Nudelholz. Die steifen Faszien werden weich, werden wieder länger, elastischer und erlauben dadurch ein effektiveres und schmerzfreieres Muskeltraining. Allerdings: Ohne Autsch wird es in den ersten Tagen mit den Faszienrollen nicht ablaufen, denn das steife Bindegewebe reagiert anfangs schmerzempfindlich auf Drücke.

Da heißt es Zähne zusammenzubeißen und nicht aufzugeben. In dem Fall gilt, dass der Schmerz nur Schwäche ist, die den Körper verlässt.

Beim Faszientraining geht es geruhsamer zu. Daher darf man hier die schnellen Beats vom Handy löschen und sich eine entspanntere Playlist draufpacken. Besonders gut geeignet sind ruhige Rhythmen aus dem House- und Lounge-Bereich.

3. Piloxing

Veilchen fängt Frau sich beim Piloxing keine – wohl aber sämtliche Vorteile des Boxsports kombiniert mit Pilates- und Tanzübungen.

Es klingt wie ein neues Schauspielerinnen-Geheimnis zur Faltenbekämpfung, in Wahrheit ist Piloxing aber ein Trend, der – wo auch sonst – in Hollywood konzipiert wurde. Ganz speziell für die Belange des weiblichen Superstar-Körpers zurechtgeschneidert und damit ziemlich einzigartig in unserer Trendliste. Den Sport selbst gibt es zwar schon seit einigen Jahren, jetzt aber hat er seinen Weg aus den Fitnessstudios von LA über den großen Teich gefunden und ist im Sommer aus keinem Kurskalender im guten Studio mehr wegzudenken.

Doch was genau ist Piloxing? Dahinter verbirgt sich ein Mix aus Pilates, Boxing und Dancing. Kennerinnen aller drei Sportarten können es sich sicher schon denken: Dahinter verbirgt sich eine auf den ersten Blick unvereinbare, auf den zweiten jedoch ziemlich schweißtreibende Mixtur, die vom Intervall-Konzept lebt.

Grundlage ist, dass der Körper dauernd durch Tanzschritte in Bewegung bleibt. Dabei fliegen die boxenden Fäuste und immer wieder werden Pilates-Elemente eingeflochten, die den tieferliegenden Muskelgruppen positiv zusetzen. Heraus kommt ein Cocktail, der während eines Workouts den ganzen Körper trainiert, keine Muskelpartie auslässt. Dass dabei die Fettreserven ebenso abtauen, wie die Haut gestrafft und die Muskeln gekräftigt werden, dürfte klar sein.

Der Vorteil liegt vor allem darin, dass es ein „eines für alles“-Training ist, das die sonst üblichen Einzelübungen zu einem knackigen Mix zusammenfasst.

Und zu sowas gehört natürlich auch eine wirklich passende Tracklist. Hier ist das oberste Gebot: Hauptsache pumpend und richtig energiegeladen, so wie beispielsweise das hier:

4. Hot Hula

Reifen und Bastrock sind beim Hot Hula optional. Die Bewegungen sind indes geradewegs von Hula inspiriert nur viel schneller.

So schön die meisten Fitnessstudios heute auch eingerichtet sind, damit sie gerade nicht an eine schweißtreibende Trainingshöhle erinnern, so kommt man doch selbst bei guter Phantasie nicht auf den Gedanken, seine Übungen an einem tropischen Traumstrand zu absolvieren. Genau das schafft aber der kommende Mega-Trend Hot Hula, der von manchen schon als ernsthafter Konkurrent für Zumba gesehen wird.

Ähnlich wie Zumba ist Hot Hula dabei unverbrüchlich mit Musik verknüpft. Allerdings nicht mit Latino-Beats, sondern stampfenden Rhythmen aus Polynesien. Und, der Name kommt schließlich nicht von ungefähr, dabei stehen die tanzenden Bewegungen des Hula natürlich ganz im Vordergrund. Während man dabei die Hüften schwenkt und sich trotz Fitnessstudio-Atmosphäre zusehends als braungebrannte Strandgöttin im Bastrock vorkommt, geht der anstrengende Faktor gaaanz weit in den Hintergrund und der Spaß an Rhythmus und Bewegung tritt hervor.

Dabei ist Hot Hula keine Sportart für Weicheier. Wie schon beim Zumba geht es auch hier kräftig zur Sache, hauptsächlich werden BBP – Bauch, Beine, Po – ins Zittern gebracht aber durch die Schnelligkeit der Bewegungen wirkt das Ganze eher wie ein klassisches Ausdauer-Training und lässt so ziemlich flott die Pfunde purzeln.

Passend zum Native-Charakter von Hot Hula empfiehlt sich natürlich ein entsprechendes Repertoire an schellen, rhythmuslastigen Songs im Polynesien-Style:

 

Ohne Ballettstange geht es bei Barre Concept nicht. Doch keine Angst, den Sport können auch Anfängerinnen ohne Tanzerfahrung ausüben.

5. Barre-Concept

Spaß-Sportlich gesehen ist es in Deutschland manchmal wirklich zum Mäusemelken. Da werden Jahr für Jahr die tollsten Workouts ersonnen – natürlich meist fernab von der BRD – und bis sie dann zu uns kommen, gehen schnell einige Jahre ins Land. So auch mit Barre Concept, einer weiteren Sportart, die ihre Anhängerinnen unter die eleganten Schönheiten der hollywood’schen Glitzerwelt findet.

Im Namen Barre Concept verbirgt sich auch schon der Grundgedanke dieser Sportart, der Barren oder besser gesagt die Ballettstange. Dabei gehören gewisse Elemente aus dem klassischen Ballett ebenso zum Gesamtpaket wie Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, anderen Gewichten und Gummibändern.

Auch hier sind BBP die Hauptgruppen des weiblichen Körpers, die von Barre Concept profitieren. Gleichsam wird aber auch der Kreislauf stark angeregt, denn das Training hat auch eine deutlich zutage tretende Cardio-Komponente.

Und wie sieht es musikalisch aus? Da greift man am besten erneut ins Elektro-Regal, allerdings mit etwas langsameren Beats als beim Aerobic – alles was sich zwischen 100 und 130 Schlägen pro Minuten bewegt, ist vollkommen okay.

 

Zehn Minuten lang ein Mix aus erbarmungslosem Vollgas und kurzen Pausen. Damit verbrennt HIIT Fett en Masse.

6. Der HIIT!

Was wie ein langgezogener Ausruf der Freude klingt, ist in Wahrheit ein Fitnesstrend, der es ungewöhnlich schnell über den großen Teich zu uns nach Deutschland geschafft hat. Davon profitieren nicht nur diejenigen, die grundsätzlich gerne Trends setzen, sondern die, die immer über die Neuheiten im Bereich ihrer Sportart am Puls der Zeit bleiben möchten.

Und „Puls“ trifft es bei HIIT schon sehr genau, der wird nämlich durch das „High Intensity Interval Training“ ganz schön nach oben katapultiert. Grundgedanke von HIIT ist nämlich die Frage, warum man täglich unter Umständen mehrere Stunden im Fitnessstudio verbringen sollte, wenn man sämtliche benötigten und effektiven Übungen auch eindampfen kann – genauer gesagt gewaltig einstampfen, denn HIIT lebt von hochverdichteten Intervallen, die nur zehn Minuten dauern, aber während dieser Zeit dem Körper absolut alles abverlangen.

Grundlage von HIIT ist beinharte Wissenschaft. Denn Forscher erkannten erst jüngst, dass bei kurzen, aber extrem intensiven Cardio-Intervallen mehr Fett vernichtet wird, als bei längerdauernden, weniger intensiven Einheiten. In der Realität sieht es so aus, dass man dabei beispielsweise abwechselnd 30 Sekunden bis zur absoluten Leistungsgrenze sprintet, dann für 60 Sekunden geht und wieder von vorne beginnt – wie gesagt für zehn Minuten.

Der Effekt dabei ist ein sogenannter Nachbrenner: Noch Stunden später verbrennt der Körper erhöht Fettmassen, weil er immer noch glaubt, dass er sich in dem, durchs HIIT ausgelösten Notfallmodus befindet. Hier macht sich das Training ganz bewusst unsere immer noch vorhandenen Gene des Jägers und Sammlers zunutze, der bei plötzlich auftauchender Bedrohung schnell Fersengeld geben musste.

Und so hardcore wie das Training ist, sollte auch die Musik sein. Hier darf die Playlist ruhig auch mal bei den muskelbepackten Herren abgekupfert werden. Denn da geht es klangtechnisch auch in erster Linie darum, sich für bedingungslose (Kraft-) Anstrengung zu motivieren.

Fazit

Wer jetzt den Winterspeck immer noch mit den gleichen langweiligen Übungen der vergangenen Jahre nebst der schon tausendfach abgedudelten Playlist bekämpfen möchte, ist eigentlich selber schuld. Der Fitnesssommer 2017 lebt davon, dass Frau richtig viel Spaß bei der Sache hat – und so üppig wie in diesem Frühjahr waren die Möglichkeiten der Fitnessprogramme noch nie. Nutzen wir es, es kostet nur etwas Winterspeck.

 

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