Hohe Mieten & finanzielle Einschränkungen kein Grund, in belastender Beziehung zu bleiben

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Paar zusammen gekettet Wenn sich Kleinigkeiten häufen und immer öfter zu handfesten Streitereien führen, der Partner gar fremd geht oder die Luft allgemein aus der Beziehung raus ist, führt fast kein Weg an einer Trennung vorbei – doch dabei spielen auch pragmatische Gründe eine Rolle, warum wir uns mit diesem Schritt so schwer tun.

Leider viel zu oft noch sind Frauen finanziell abhängig von ihrem Partner und selbst dann noch, wenn die Beziehung im Inneren bereits als beendet feststeht, trauen sich Frauen nicht, den Sprung in ein eigenständiges Leben zu wagen.

Selbst solche, die im Berufsleben stehen, sind nicht mutig genug und haben Angst, dass sie sich ein Singleleben nicht leisten können. Ob nun eine Häufung nerviger Kleinigkeiten zu einer Trennung führen oder gar triftige Gründe, die zur Belastung werden spielt dabei keine Rolle.

Problemfall explodierende Mieten

Gerade in großen Städten stellen hohe Mietpreise ein Problem für Frauen dar. Ist es bereits für Partnerschaften eine Herausforderung, einigermaßen schön, in halbwegs guter Lage und zudem leistbar zu wohnen, kann das für Singles nicht selten unmöglich sein.

Um aber nicht in einer belastenden Beziehung allein aus finanziellen Gründen bleiben zu müssen, entscheiden sich Frauen nach und nach für ein Leben in einer WG. Während des Studentenlebens mit knappem Budget stellt das WG-Leben noch keine große Herausforderung dar, zumal auch Möbel oder anderer Hausrat meist nur spärlich vorhanden sind und dann ist noch die Frage, ob man mit – nicht selten sehr viel – Jüngeren gemeinsam leben will und kann.

Herausforderung gemeinsame Einrichtung

Stimmen nun die Parameter und die WG ist nicht mehr nur vage vorgestellt, sondern die Entscheidung gefallen, führt die Umsetzung gerne zu neuen Herausforderungen. Wer von einer Wohnung oder gar einem Haus in ein Zimmer umzieht, muss vieles auf knappem Raum unterbringen, denn ein Ausbreiten wie man es in der Beziehung gewohnt war, ist in einer WG nicht möglich.

Dabei braucht es nicht nur praktische Überlegungen, sondern auch Kreativität. Auf dem Kleiderschrank sähe eine Pflanze vielleicht schön aus, aber in erster Linie geht es darum, möglichst viel unterzubringen und da muss die schöne Hängeblume dem Schrank weichen, der nun bis an die Decke reicht. Das bequeme breite Bett hat nun genauso wenig Platz wie die verschnörkelte Kommode oder der Esstisch mit Platz für bis zu 20 Personen.

Multifunktionell müssen Möbel sein, damit sie ins neue Zuhause miteinziehen können. Das Bett ist dann womöglich nicht mehr so groß, hat dafür aber Stauraum unterhalb und das Kopfteil ist gleichzeitig Bücherregal und statt der Designerstehlampe kommt eine Arbeitsleuchte ins Regal geklemmt.

Innenarchitekten die sich mit Mikrohäusern beschäftigen, haben oft überraschende Ideen auf die wir gar nicht kommen und was geht, kommt an die Wand, die sonst verschwendeter Platz ist. Der Fernseher steht nicht mehr am Sideboard, sondern wird mit einer Wandhalterung für Fernseher an der Wand montiert. Somit bleibt auf der Kommode Platz für Wichtigeres.

Trotz aller Enge kann ein Zimmer genauso gemütlich und wohnlich eingerichtet werden wie eine große Wohnung und ein westlicher Vorteil des WG-Lebens nach einer Trennung ist wohl, dass man nicht von heute auf morgen allein ist.

Und ab uns zu gemeinsam feiern geht, um sich abzulenken.

Bildnachweis (Symbolbild): pixabay.com

 

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