Ihr reichts! Leserin schildert Gründe für Austritt aus Fraktion „Die Linke“

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Im Folgenden veröffentlichen wir einen Leserbrief von Anna, der uns gestern, am 9. Januar 2019, erreichte. In einem offenen Brief schildert sie die Gründe für ihren Austritt aus der Fraktion „Die Linke“. Der Text beinhaltet auch den Grund, warum die Frau ihren Nachnamen nicht nennen möchte. Lesen Sie selbst:

„#rechtszwodreivierlinkszwodreivier

Mit sofortiger Wirkung bin ich nach monatelangem Überlegen aus meiner kommunalen Fraktion ausgetreten und habe nach Jahren die Tätigkeit in „meinen“ beiden Ausschüssen nun niedergelegt. Warum?

Dazu reichen wenige Sätze bei Weitem längst nicht mehr aus.

Seit Längerem bereits hadere ich mit der von nahezu jeder Partei vertretenen Position zu Flüchtlingen, Migration, Abschiebung, Familienzusammenführung usw, sowie mit dem Umgang der Extrem-Linken innerhalb der Parteien mit der #AfD und fordere eine klare Distanzierung zur #Antifa, die sich für mein Verständnis in keinster Weise in ihrem Denken und Handeln von Rechtsextremen unterscheidet.

Links-Sein beinhaltet für mich nicht in der Hauptsache ausschließlich „gegen Nazis“ zu sein, für Viele aus Linke/Grüne/Spd/FDP/CDU scheint dies aber leider mittlerweile 90 % ihres Seins auszumachen.

Einerseits von der AfD fordern, sich von Rechtsextremen zu distanzieren und sie aus ihrer Partei zu entfernen (zu Recht), andererseits selber mit Linksextremen in der eigenen Partei nicht so verfahren, sich nicht mal klar von einer Antifa distanzieren, stellt für mich eine parteiübergreifende Doppelmoral dar, mit der ich mich nicht identifizieren kann und will.

Ganz davon abgesehen kenne ich aus fast jeder Fraktion/Partei Mitglieder, die man als rechtsradikal bezeichnen würde, wenn sie in der AfD säßen, das nur am Rande…

Einerseits bei jedem weiteren #Einzelfall von #Vergewaltigung #Messerattacke sofort fordern, nicht alle Flüchtlinge wegen einiger Weniger über einen Kamm zu scheren, andererseits selber eine ganze Partei wegen einiger Weniger als #Nazisraus pauschal verurteilen und damit nebenbei Millionen Wählern unterstellen, sie würden Nazis wählen, obwohl die AfD nachweisbar viele Positionen vertritt, die bis vor einigen Jahren noch vehement von der CDU incl. Frau Merkel vertreten wurden, was jeder ganz leicht googeln könnte, so er denn wollen würde. Einerseits jede klare Benennung von #Migrantengewalt und jeden empörten Protest dagegen als politische Instrumentalisierung kleinreden und damit von den vielen Taten ablenken, andererseits jede Gewalttat, die auch nur im Geringsten nach Rechtsradikalität riecht (z.B. #Bottrop ) dann selber politisch instrumentalisieren, um gegen eine demokratisch gewählte Opposition, deren Wähler sowie jegliche Proteste gegen diese Zustände zu hetzen.

Einerseits der Bundestagsfraktion der AfD vorwerfen, sie seien schuld an der Verschärfung des Tones, der Verrohung der Sprache und würden so die politischen Diskussionen mit Hass aufheizen, andererseits selber noch schlimmer und aggressiver die Dabatten im Bundestag, in Talkshows und sozialen Medien vergiften, teils mit sowohl falschen, verdrehten als auch erfundenen Behauptungen, sowie bitterböser häme, bis hin zu deutlichen Gewaltaufrufen.

Wer z. B. im letzten Jahr Bundestagsdebatten live verfolgte, ist dann teils doch sehr erstaunt bis fassungslos, welche aus dem Zusammenhang gerissenen, den Inhalt verfälschenden „Zusammenfassungen“ dann in TV-Nachrichten und Online-Medien einer breiten Masse präsentiert wurden, die diese Debatten nicht live verfolgen konnte, während sie fleissig die üppigen Diäten der dort diskutierenden Parlamentarier erwirtschafteten. Die verzerrten Teile an Zitaten, die dann dem interessierten Bürger im Feierabend-TV als Garnierung der allabendlichen Brotzeit serviert werden, haben allzu häufig nicht mehr viel mit den tatsächlich geführten Debatten oder Aussagen zu tun. Leider meinen aber immer noch zu Viele, Tagesschau & Co. würden wahrheitsgetreu berichten und nicht etwa manipulativ wegschneiden, aufbauschen oder weglassen.

Auch Politiker, die sich selber auf ihren Accounts in sozialen Medien äußern, bilden da keine Ausnahme. Das stelle ich nicht nur von Linken fest, sondern auch von allen anderen Parteien und ihren Vertetern, unterstützt von den gängigen Medien. Aktuelles Beispiel sind die Berichte über den shitstorm, den eine #nicolediekmann angeblich damit lostrat, weil sie #nazisraus twitterte und dadurch Bedrohungen und dergleichen ausgesetzt war. Fakt ist aber, dass es ihr tweet war, in dem sie (angeblich scherzhaft, wie hinterher behauptet) konstatierte, Nazi sei für sie jeder, der nicht die Grünen wähle.

Dann wird ein #Özdemir nur halb zitiert, wo er die Gewalt gegen den Bremer AfD-Mann verurteilt, den 2. Teil seines tweets, wo er die Tat quasi rechtfertigt, indem er andeutet, dass die Ursache der Hass sei, den die AfD verbreite und noch genüßlich mit einem #nazisraus nachtritt, hat man in den ihn zitierenden Medien sicher nur vergessen zu erwähnen?

Die vielen Angriffe der letzten Jahre (es sind mittlerweile wohl über hundert) auf Büros, Veranstaltungen, Geschäfte, Familien und Mitglieder der AfD sind u.A. Folge dieser pauschalisierenden Hetze sowohl von vielen Politikern als auch von Medien und erinnern in ihrer Dynamik immer deutlicher an eine sehr dunkle Zeit, in der man wegen seiner politischen Ansichten Angst um Eigentum, Geschäft, Familie und das eigene Leben haben musste. Wer diese Parallele nicht erkennt, ist blind und taub und hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst, wie es damals anfing! Der Gipfel der Absurdität ist dabei dann noch, genau dieses eigene Vorgehen permanent einzig der AfD vorzuhalten.

Die Verurteilung dieses Angriffs auf Herrn #Magnitz bekommt bei vielen Politikern und Medien ein etwas halbherziges, unaufrichtig wirkendes Beigeschmäckle. Gewünscht hätte ich mir eine aufrichtige Anteilnahme bei gleichzeitiger Einsicht und Reue, dass man als Politiker jedweder Couleur selber nicht unerheblich zu Eskalationen beitragen hat, statt ständig mit dem Fingerchen auf die AfD zu zeigen, die daran zwar auch nicht unschuldig ist, aber nicht allein dafür verantwortlich, wie sehr von allen nur erdenklichen Seiten der Hass auf sie beständig geschürt und gesteigert wird.

Schön zusammengefasst in einem Artikel der Schweizer NZZ .

Den Gipfel erreicht die bösartige Häme der Selbstgerechtigkeit aber nun, seit bekannt wurde, dass die schlimmen Verletzungen ja „nur“ durch den Sturz und Aufprall von Herrn #Magnitz entstanden, nachdem er von hinten niedergeschlagen wurde. Schon wird fröhlich mit neu entflammter hetzerischer Energie der Hass auf die Partei geschürt.

Verständnis dafür, dass auch die Parteikollegen sicher erst mal zutiefst schockiert waren und nach den vielen Angriffen unterschiedlichster Art auf ihre Partei in der Vergangenheit, sowie bei der vorerst nicht einschätzbaren Schwere der schlimm anzusehenden Kopf-Verletzung im Überschwang des eigenen Entsetzens u.a. von einem #Kantholz sprachen, wobei niemand wirklich weiß, wer selbiges denn nun überhaupt zuerst erwähnte, dieses Verständnis sucht man vergeblich. Lieber unterstellt man ein unmenschlich bösartig motiviertes politisches Kalkül.

Ich wage mir nicht auszumalen, wenn die 1. Nachricht in dieser Nacht gelautet hätte, dass z.B. Özdemir vermutlich von Rechten niedergeknüppelt worden wäre. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die Welle der genauso empörten, wie falschen Hysterie, als ein nichtssagendes 22-Sekunden-Video einer Antifa-Zeckenbiss Hetzjagden auf Ausländer behauptete und sämtliche Politiker und Medien sich quasi gegenseitig übertrumpften, dass sich sogar eine Merkel ausnahmsweise dazu herabließ, öffentlich dazu etwas zu sagen. Der Witz ist ja, dass diese von allen sofort hinausprosaunte Lüge bis heute nie richtig gestellt wurde, sie bis heute aufrecht erhalten wird, obwohl man mittlerweile sogar sicher weiß, wer dieses Video drehte und wie es zu dieser Szene einer angeblichen Hetzjagd die gar keine war überhaupt kam, bzw. was von Seiten der angeblichen Opfer vorausging.

Ich muss mich seit einigen Jahren immer öfter allen Ernstes fragen, aus welchen Richtungen heutiger Faschismus tatsächlich kommt, unter welchen unterschiedlichen Mäntelchen er sich so alles tarnt. Er scheint mir nicht mehr nur einzig von offensichtlichen Rechtsradikalen zu kommen, die ohnehin meist keinen Hehl aus ihrer Gesinnung machen. Vor 30 Jahren war ich selber in der Antifa, habe auf Mahnwachen gegen den 1. Irak-Krieg gesessen, Häuser besetzt, gegen Nazis (damals Skinheads) demonstriert und irgendwann begriffen, dass „meine“ Seite nicht weniger fanatisch und engstirnig agiert und denkt, als das was sie vorgeben an Gedankengut zu bekämpfen und kehrte dieser Bewegung deshalb vor langem den Rücken. Dies ist ganz offensichtlich nicht besser, sondern im Gegenteil noch viel schlimmer geworden und mittlerweile wohl auch in nahezu sämtlichen Parteien nicht nur als „normal“ angekommen, sonder sogar als „politisch korrekt“ Konsens.

Ich verlegte mein Engagement nach der sehr ernüchtert beendeten Episode „Antifa“ vor über 25 Jahren in andere Bereiche, es folgten viele Jahre ehrenamtliche Tätigkeit gegen Kindesmissbrauch + Partnerschaftsgewalt, seit einigen Jahren zusätzlich politische Arbeit in 2 kommunalen Ausschüssen für eine Fraktion (nein, nicht die AfD). Seit der #Flüchtlingskrise stelle ich zunehmend fest: Faschistisches Denken, Reden und Handeln, sowie Propaganda, Meinungsdiktatur, Hetze und Lügen sind bei Weitem kein Monopol von Rechtsextremen.

Das Vorgehen in #Chemnitz oder #Kandel z.B., diese Proteste bundesweit als angeblich rein rechts motiviert darzustellen diente nur einem Zweck: Spalten, diesmal neben Links-Rechts obendrein noch in Ost-West und damit verhindern, dass die spontanen Proteste tausender friedlicher Bürger sich bloß nicht ausweiten. Keine Angst von Herrschenden, egal wo auf diesem Planeten, könnte größer sein, als diese.

Auch hier wieder die Doppelmoral, die mit zweierlei Maß misst:

Einige wenige Rechte hoben in Chemnitz den Arm zum Hitlergruß. ZACK, überall war nur noch die Rede von einem rechten Aufmarsch, wo doch eigentlich zu 99% normale Bürger auf der Straße waren und es doch in der Hauptsache um eine weitere brutale Tötung durch einen Migranten ging. Wo aber hunderte (!) Schwarzvermummte halb Hamburg beim G20-Gipfel in Schutt und Asche legten und tausende Anwohner in Angst und Schrecken versetzten, verweist man auf die vielen friedlichen Protestler, den Begriff linksradikale Aufmärsche nahm da keiner in den Mund. Ein Böller vor einer Moschee ist ein Anschlag, ein gesprengtes AfD-Büro eine Detonation.

Diese Liste könnte man endlos fortführen, natürlich nicht ohne dazu auszuführen, dass obendrein immer wieder der unberechtigte Vorwurf kommt, die Gewalt von rechts würde angeblich verharmlost. Wo das doch eigentlich nur bei Gewalt jedweder Art durch #Flüchtlinge der Fall ist, die hier alles mögliche suchen, nur keinen Schutz. (nein, nicht alle… muss man ja immer dazu sagen, weil das sonst eh sofort kommt, aber eben auch nicht gerade wenige)

Da heißt es dann ständig: „Wir stehen zusammen gegen rechte Gewalt“, nicht etwa gegen Gewalt an sich. Wann gab es je ein so deutliches, klares offizielles Statement gegen linke Gewalt, islamistische Gewalt, Migrantengewalt, Vergewaltigungen? Wo war diese überdeutliche Verurteilung von echten Hetzjagden auf deutsche Passanten durch Migranten in #Amberg ? Wo ist die glaubwürdige solidarische Ankündigung angesichts von zig #Tötungen #Vergewaltigungen #Massenvergewaltigungen #Überfällen #Übergriffen im öffentlichen Raum allerorten auf #Frauen, dass man geschlossen dagegen steht und gedenkt, dem rigoros Einhalt zu gebieten? Wie wäre es mit einem herzhaft knackigen und längst überfälligen: „Wir stehen zusammen gegen Migrantengewalt und Islamisten gegen Einheimische“? Fehlanzeige!

Wer Aussagen der letzten Jahre dazu von Politikern und Medien vergleicht mit dem, was bei beim kleinsten Anzeichen rechter Gewalt regelmäßig losgetreten wird, merkt sehr schnell den deutlichen Unterschied. Und das sind mittlerweile immer mehr Bürger, die das bemerken.

Nein, ich meine nicht die spöttisch als #besorgtebürger Verunglimpften, sondern ganz normale Menschen jeden Alters und aus allen Schichten unterhalb der privilegierten „oberen Zehntausend“. Menschen, die die Zustände deutlich bemerken, weil sie sich täglich in Bussen, Parks, Straßen, Geschäften, Bahnhöfen, Freibädern, Diskotheken, auf öffentlichen Festen usw. damit konfrontiert sehen. Also unmittelbar in der 1. Reihe und quasi mittendrin statt nur dabei.

Also Orte in freier Wildbahn, an denen sich die meisten der Politiker, Prominenten und Finanzelite entweder garnicht oder nur von einer Armada Sicherheitskräften umgeben aufhalten und sicher schon gar nicht in ihrem täglichen Alltag. Bemerken sie solche Zustände dann doch mal und benennen dies, wie #BorisPalmer von den #Grünen, stehen sie sofort unter Beschuss der Parteikollegen und Medien und das immer wieder „gern-genommene“ Damokles-Schwert des Nazi-vorwurfes schwebt wie eine unheilvolle Verkündung über ihrem Kopf.

Diese Erfahrung durfte ja selbst #SarahWagenknecht schon machen, als sie es wagte, mit der Linie der restlichen Parteiführung bzgl. dieses Themas nicht ganz konform zu gehen, woraufhin sie aus den eigenen Reihen in die rechte Ecke geschoben wurde. Lächerlicher gehts kaum noch.

Die regelmäßige mediale, öffentliche und politische Verurteilung richtet sich so scharf und eindringlich nahezu ausschließlich „gegen Rechts“, schön nachzulesen unter #wirsindmehr , aber nicht mal annähernd so deutlich gegen radikalen Islam (der übrigens sehr viel mehr Anhänger hat), Migranten- oder Flüchtlingsgewalt oder gar gegen Linksradikale und enttarnt sich [mit dieser Vorgehensweise der Doppelmoral, die sich nicht zu schade ist für bewusste Lügen + Fehlinformationen] für jeden aufmerksamen, neutralen Beobachter doch selber lediglich als faschistische Propaganda, wo jeder Andersdenkende in einer mittlerweile immer schlimmer werdenden Meinungsdiktatur von den angeblich „politisch korrekt“ Denkenden diffamiert und verfolgt wird, nämlich durch das Erzeugen der Angst, als Nazi bezeichnet zu werden oder gar Schlimmeres, falls diese Meinung offen ausgesprochen wird.

Das reicht ja von einem beklatschten Kino-Rauswurf wg. einer Parteizugehörigkeit, über Meldung beim Arbeitgeber dass man in der AfD sei, bis hin zu persönlichen Daten die per #Hackerangriff von der Antifa veröffentlicht wurden. Komischerweise interessierte das damals kaum jemanden, als es nur Mitglieder der AfD betraf, erzeugt aber jetzt einen Riesenaufschrei, als es nun andere Parteien und Prominente betraf, natürlich nicht ohne zu betonen, dass nur die AfD nicht betroffen sei, was implizieren sollte, dass diese da vermutlich ihre Finger im Spiel hatte.

Da ich all die Jahre, sowohl online als auch im realen Leben mit sehr vielen ganz unterschiedlichen Menschen offen rede, sei es beim Einkaufen, im Eiscafé oder bei öffentlichen Festen o.ä., weiß ich, dass es sehr vielen Menschen so geht, dass sie ihre Ansichten aus genau diesem Grund nicht offen kundtun und lieber für sich behalten. Eins habe ich dabei deutlich begriffen: Diese mediale und politische Hetze incl. möglicher drohender Negativkonsequenzen im persönlichen Umfeld gegen jeden, der bestimmte Punkte kritisch benennt, sowie das Negieren, Lügen und Schönfärben von Vielem, hat (neben den wachsenden sozialen Mißständen) überhaupt erst dazu geführt, dass Rechte immer stärker wurden. Gratulation! Daran wird auch groß angelegter Wahlbetrug wie in Hessen nichts mehr ändern.

Für Viele reicht ja schon die vorsichtige Andeutung der Gefahr durch den eingewanderten radikalen Islam, der unsere Werte ablehnt, sogar klar abschaffen will, auf Umwegen die Freiheit von Frauen massiv einschränken will und dies alles ja sogar real schon mm für mm vorantreibt, um als Nazi, islamophober Verschwörungstheoretiker o.ä. betitelt zu werden.

Obwohl die einfache Beschäftigung mit der historischen Entwicklung mit der einst sehr offenen, liberalen und fortschrittlichen Gesellschaft im Libanon ausreichen würde, sich diese sehr reale Gefahr vor Augen zu führen. Oder vielleicht einfach mal mit einem Libanesen der älteren Generation reden? Oder sich einfach mal ehemalige Muslime oder die Aussagen kritischer Islamwissenschaftler zu Gemüte führen und diese dann auch noch ernst nehmen? Gibts ja nun wahrhaftig genug von. Wie dem auch sei.

Ich stehe nun mal auf dem Standpunkt, dass 2 + 2 auch dann noch = 4 ist, wenn die AfD das ebenfalls sagt. Diese Rechnung wird nämlich in der Tat nicht unwahr, nur weil die AfD zu dem gleichen Ergebnis kommt. Genau das scheint aber bei Vielen im Kopf einen pawlowschen Automatismus des #nazisraus -Widerspruchs auszulösen und dazu zu führen, dass bei ihnen dann halt 2 + 2 = 5 ist. Aus Prinzip, aus ideologischer Verblendung, aus Überzeugung dass dann selbstverständlich nur die 5 die „gute und richtige“ Lösung sein kann, aber keinesfalls die von der AfD errechnete 4.

Auch ich stand übrigens nun vor der Entscheidung, ob ich meinen realen Namen unter dieses Statement setze, weil ich normalerweise gerne offen dazu stehe, was ich denke und dies auch hierbei gerne würde und habe mich aus einem einzigen Grund doch dagegen entschieden: Mein noch minderjähriges Kind!

Wenigstens kann ich nun viel besser hautnah nachvollziehen, statt nur in der Schule nachzubeten, wie „DAS“ damals vor 70 Jahren möglich war und wie es vielen Bürgern damals wohl damit gegangen sein muss. Geschichtsunterricht live, mehr authentisches Nachempfinden dürfte wohl kaum noch möglich sein. Ich freu mich ja schon so auf diese Schilder, wo dann draufstehen wird „Kauft nicht bei Nazis“ an Geschäften von AfD-lern und die hübschen kleinen gesetzlich vorgeschriebenen Sticker auf deren Jacken. Ok, für die tätowierten Nummern dürfte bei so Manchem evtl. kein Platz mehr sein, was solls, gibt ja Chips, die implantiert werden können in dieser unserer ach-so-fortschrittlichen Zivilisation, nicht wahr?

Und bevor der Ein oder Andere jetzt Schnappatmung kriegt… Ja, ich beherrsche den bitterbösen Zynismus ebenso gut, wie die ganzen so unglaublich „Politisch-Korrekten“ auf der vermeintlich „guten Seite der Macht“, die sich aktuell so köstlich mit diversen # auf Twitter oder anderswo im Netz amüsieren und für die ich mich derzeit einfach nur noch fremdschämen möchte.

Ich gestehe, ihr erzeugt bei mir momentan einen noch schlimmeren Brechreiz, als es die AfD bisher jemals fertig gebracht hätte und DAS will wirklich was heißen. Liegt vermutlich an dieser wirklich übelkeitserregenden Kombination aus diesem buntschillernden Mäntelchen in grün-rot-schwarz-gelb-getupft über der braunen Gesinnung. Stramme Leistung.

Die Masse der hämischen und hasserfüllten Kommentare zu #Kantholz #Magnitz und #AfDlieder zeigt sehr deutlich, dass das Ende der Fahnenstange offenbar noch lange nicht erreicht ist. Ich rechne fast schon damit, dass es 2019 den ersten Toten in der AfD aufgrund dieser seit Jahren anhaltenden Propaganda, Meinungsmache und Hetze geben wird und befürchte, dass es bei sehr vielen dieser angeblichen Antifaschisten, die selber nichts anderes sind als Linksfaschisten, auch dann noch zu frenetisch hämischen Beifall führen wird, während öffentliche politische Vertreter jeglicher Couleur dann wieder Betroffenheit heucheln, die ihnen eh kaum einer noch abkaufen mag, während sie insgeheim feixen.

Man fühlt sich unwillkürlich an den psychopathischen Partnerschaftsgewalttäter erinnert, der ständig tatsächliche Abläufe und Fakten verdreht und der der verprügelten Frau (und allen anderen drumherum) einredet, sie sei ja selber schuld daran, wie er sie behandelt habe und dass er ausgerastet sei. Erst beschimpft er sie permanent, oft auch sehr versteckt und subtil als angeblich dumm, unfähig und frech, schreit sie an, beleidigt sie, unterstellt ihr dauernd Dinge, die sie so nie getan oder gesagt hat, stellt sie überall bloß u.v.m…. schlägt zu, würgt, tritt usw., behauptet dann nach eskalierten Entgleisungen obendrein jedes Mal, SIE habe IHN ja provoziert, mit ihrem unmöglichen Verhalten das Ganze heraufbeschworen und feiert sich letztendlich frenetisch selbstinszenierend als gerechten Kämpfer, der doch eigentlich für eine „gute Sache“ kämpft (die Beziehung) und angeblich ja nur Opfer ihrer angeblichen Verfehlungen wurde. Schuld an der Prügel und den Knochenbrüchen ist aber sie selber, weil sie ja…

Diese Parallele in der Dynamik der derzeitigen politischen Argumentationen ist nicht zu leugnen und sie widert mich zutiefst an. Dass immer weniger Bürger sich ob dieser Entwicklungen trauen, ihren Mund aufzumachen, ist nur ein vorrübergehender Effekt, fürchte ich.

Zumindest im Westen ist das ja bisher noch großflächig so. Der Osten ist diesbezüglich etwas anders gestrickt und noch nicht so medial konsumgeschwängert weichgespült in der Birne, hat er ja auch noch viel präsenter vor Augen, wie die Dinge damals in der DDR so gehandhabt wurden und erkennt die nahezu gleichen Methoden daher offenbar etwas schneller, während der Westler derzeit noch unter seinem in 70-Jahren einzementierten Nazischuldkomplexmäntelchen qualvoll zusammenzuckt.

Wie diese aufmerksame, widerspenstige und etwas mutigere Art und Weise des Ostens in den Medien dargestellt wird, auch das hat man spätestens seit dem #Sachsenbashing nach #Chemnitz ja live erlebt. Aber der Westen holt diesen Rückstand langsam aber stetig auf, da bin ich zuversichtlich.

Wenn das mal langfristig für die Verantwortlichen nicht derbe nach hinten losgeht!

Wenn in West und Ost also gewissermaßen Rechts und Links allen dämmert, dass sich nur dann wirklich was ändert, wenn ALLE von #unten gemeinsam #aufstehen, dann is sowas von zappendustere Götterdämmerung im Himmel auf Erden bei euch da #oben.

Aber das wißt ihr eh, gell? Daher ist ja keine Methode, das zu verhindern, zu schmutzig.

Im Klartext:

Ich glaube nicht mehr an neutrale Medien, die Fakten aufdecken und benennen wollen. Ich glaube nicht mehr an diese Demokratie, dieses parlamentarische Parteiensystem und möchte auch auf der kleinsten kommunalen Ebene nicht mehr Teil dieses verlogenen Systems sein. Ich glaube nicht mal mehr an Lösungen durch politische Entscheidungen. Und ich weiß, dass dieser politisch-medial inszenierte Links-Rechts-Krieg nur in die Katastrophe für Deutschland und Europa führen kann, denn Spaltung schwächt und nur Einigkeit macht stark.

#giletsjaunes #Gelbwesten Viva la Revolution !

Die viel bedrohlicheren Gefahren für unsere westliche Welt heißen #Islamisierung durch unkontrollierte Migration und #sozialeUngerechtigkeit. Das Eine ein Haupt-Thema der Rechten. Das Andere ein Haupt-Thema der Linken.

Beide haben in Teilen recht und eine Lösung kann nur eine Vereinigung aller sein, die bereit sind, die von oben inszenierte Spaltung zu überwinden und ein gemeinsames #Aufstehen jenseits all dieser Extreme zu schaffen.

ps: es wird meinerseits keineswegs der Anspruch erhoben, die einzig wahre Sichtweise der Dinge gepachtet zu haben, ich denke aber in der Tat, dass ich zumindest in den meisten Aspekten der Realität und Wahrheit doch ziemlich nahe kommen dürfte.

ps2: Nein, ich werde auch jetzt keine AfD wählen oder ihr gar beitreten, sehe allerdings leider weit und breit auch keine wählbare Partei, die meine Ansichten vertritt oder von der ich gar annehmen würde, sie sei in der Lage, große Veränderungen herbei zu führen und weiß, dass ich mit diesem Dilemma weiß Gott nicht alleine da stehe.“

Bildnachweis (Symbolbild):  picture alliance/dpa

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55 Kommentare

  1. Burkhard

    13. Januar 2019 at 14:12

    Danke Anna, danke für Ihre klaren und mutigen Worte. Sie haben mit Ihrer persönliche Integrität ausgesprochen, was im Merkel-Land nicht gesagt werden darf!

  2. Ralph Pankow

    13. Januar 2019 at 7:34

    Dieses“Statement“ ist genau so echt wie des Bekennerschreiben zum Gewaltakte in Bremen. Schlecht gemachte Fakenews von rechts. Es gab in letzter Zeit keinen Austritt einer Linken aus irgendeiner Fraktion.

    • arno

      13. Januar 2019 at 17:13

      noch mal lesen, dann verstehen, dann für den Kommentar schämen. oder kennen Sie aktuell alle Austritte bei Ortsverbände der Linken?

    • Tom Jericho

      14. Januar 2019 at 15:48

      Lieber Herr Pankow: Halten Sie sich weiter ganz fest Augen und Ohren zu, dann braucht Sie die Realität weiterhin nicht zu kümmern.

      Freundschaft!

  3. S.G.

    12. Januar 2019 at 13:16

    Liebe Anna! Auch ich ziehe den Hut vor Ihnen! Dieses Statement ist genau das, was seit langem in meinem Kopf herum geht. Ich weiß, dass WIR – die genau so denken – , nicht alleine sind, aber es ist leider so, dass auch ich zwei Meinungen sage: eine für Freunde und eine für alle anderen….wie damals in der DDR….
    Als Ostdeutsche(r) hat man für solch eine politische Lage ein „anderes“ Gespür entwickelt, leider oder zum Glück!
    Wären Sie ein „hohes Tier“ in der Politik, würde ich Sie wählen!

  4. Jörg Reinken

    12. Januar 2019 at 7:44

    Manche Linke mag ich sehr !

  5. Lotta Strutz

    12. Januar 2019 at 0:16

    Ein phantastischer Artikel. Ich bin begeistert darüber, diese Worte auf einer Seite wie dieser vorzufinden. Hier hätte ich eher hohle, pseudo-emanzipatorische Phrasen à la „Smash Patriotism“ vermutet. Das trötet ja heutzutage jede verblödete Mitläuferin, anstatt sich für die wirklichen Probleme, die Frauen und generell MENSCHEN betreffen, einzusetzen. Ich bin SO froh, dass es offensichtlich noch viele klar denkende Menschen gibt, die sich noch keiner Gehirnwäsche unterzogen haben. Ich habe langsam das Gefühl, von politisch korrekten Robotern umgeben zu sein.

  6. Mike

    11. Januar 2019 at 23:17

    Bzgl. der erwaehnten Migranten- und Islamistengewalt:
    Nicht zu vergessen auch das von Yascha Mounck erhofft erfolgreiche EXPERIMENT die Gesellschaft umzukrempeln, mit einkalkulierten „SICHEREN Verwerfungen“. Wir sind das Versuchskaninchen! Das ist die bzw. eine Ursache, Merkel & Co. zusammen mit der Relotius-Presse die Handlanger und Migranten- und Islamistengewalt die Folge…
    Einige sprechen bei den gewalttaetigen (andere auch von den nicht-gewalttaetigen) Moslems von Invasoren. Das trifft es aber nicht. Invasoren werden nicht wahllos eingeladen und unkontrolliert durchgelassen.
    Man kann auch nicht von einer Invasion durch Wespen sprechen wenn der Nachbar einem ein Nest durch’s Fenster wirft.
    Die Wut auf die Migranten ist nachvollziehbar, wenn man mal wieder eine der mittlerweile alltaeglichen Geschichten liest, hoert oder gar am eigenen Leib miterlebt.
    Trotzdem sollte man die eigentlichen Verursacher nicht vergessen – zum beispiel auch die Konzerne, die die augenblicklichen Zustaende ja haben wollten (Stichwort Fachkraeftemangel, tatsaechlich Konsumentenmangel und gewuenschte Billigloehner) UND deren Helfer, wie gesagt.
    Wunschziel: das total bewegliche Humankapital, das immer dort ist wo es gerade gebraucht wird… noch freilich im Gewand des Humanismus – ein „Humanismus“ auch von denselben, die in aller Herren Laender die Bomben werfen.

  7. Jan

    11. Januar 2019 at 21:30

    Ein Silberstreif am Horizont – Chapeau!!!

  8. Martina Marquardt

    11. Januar 2019 at 20:07

    Ich ziehe den Hut für diesen ehrlichen Leserbrief. Dem ist nichts hinzuzufügen und ich bedanke mich sehr bei Ihnen dafür. Es sind exakt meine Gedanken die ich beim lesen wiederfand. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute auch wenn man zur Zeit nicht wirklich weiss, wo das Gute noch zu finden ist in diesem Land. Die Politik ist derart verkommen, dass es mir jeden Tag nur noch weh tut und die Verzweiflung groß ist. Ich denke es wird kein gutes Ende nehmen aber manchmal muss es erst richtig schlimm kommen und allen weh tun bevor sich Änderungen zum Guten auftun. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  9. Rudolph Heinrich

    11. Januar 2019 at 19:22

    Es wird hier von einigen bezweifelt, dass die Autorin bei den Linken war. Kann sein oder auch nicht.

    Was mich betrifft: Ich war bei den Linken (nicht bei der Partei „Die Linke“, die gab es damals noch nicht). Ich war ganz vorne dabei, bei jeder Demo, beim Plakate kleben. Bin da auch mal festgenommen worden.
    Ich war ein „Gutmensch“ geworden, einer, der sich moralisch anderen überlegen fühlt, wenn der Zweck nur der „gerechten Sache“ dient.

    Als die Diskussion aufkam, ob Gewalt auch gegen Menschen ausgeübt werden sollte und die Meinung dahin ging, das sei erlaubt und sogar geboten, hatte ich erste Zweifel an den guten Absichten der Linken.

    Die Zweifel mehrten sich, als ich erkannte, dass die Linke genauso gewalttätig und verbrecherisch geworden war wie die Nazis einst gewesen.
    Man ging buchstäblich über Leichen, Stichwort „Baader/Meinhof“, und man fand nichts dabei, schließlich diente alles dem guten Zweck! Das war für mich der Anlass, mich endgültig zurückzuziehen.

    Eine zeitlang war ich noch bei den Grünen, aber deren Intentionen gehen in die gleiche Richtung wie die der Linken, sie wenden nur subtilere Methoden an.

    Heute bin ich ein alter Kerl, der es nicht mehr nötig hat, seinem Chef oder irgendjemand anderem nach der Pfeife zu tanzen. Die meisten Menschen, mit denen ich Kontakt habe, sind genau der gleichen Meinung wie die Autorin und dieser Meinung bin auch ich. Auch die Begründungen sind die gleichen, ich hätte es nicht besser formulieren können. Nur: Ich wähle die AFD und verberge das auch nicht.

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  11. Anna

    11. Januar 2019 at 14:46

    Vielen Dank für die netten Kommentare zu meinem Statement, das mir wahrhaftig nicht leicht gefallen ist und das Ergebnis eines nun schon jahrelang andauernden inneren Kampfes mit meinem politischen/gesellschaftlichen Weltbild ist.

    Sich nach so vielen Jahren als eigentlich Linker plötzlich fragen zu müssen, ob man nun wegen seiner Gedanken aus Erkenntnissen und Beobachtungen plötzlich „rechtes“ Gedankengut in sich trägt, dies sogar von so Manchem (im Netz) vorgeworfen zu kriegen, ist nicht leicht und mitunter sogar schmerzhaft.

    Viele schlaflose Nächte hat mich das gekostet.Es hat mich anfangs teils wütend gemacht, wenn ich mir sagen lassen musste, ich sei ein Nazi, Brauner, Rechter.

    Mittlerweile kann ich darüber nur noch müde lächeln und sehe das gelassener. Denn ICH weiß ja für mich, dass es schlicht nicht stimmt. Genauso wie mein engeres Umfeld. Das genügt mir.

    Gruß, Anna

    • Ralph Pankow

      13. Januar 2019 at 7:29

      Dieses „Statement“ ist eine Fake.

      • arno

        13. Januar 2019 at 17:17

        Hiermit bitte ich um einen Beweis für die Behauptung, eine Meinung, ein Statement, dass Ihnen nicht passt, sei „fake“

  12. Joachim Schneider

    11. Januar 2019 at 14:00

    Scharfsinnige, treffende Analyse. Soviel Hüte kann ich gar nicht aufsetzen, wie ich vor Ihnen ziehen möchte. Höchste Anerkennung und Respekt für Ihr mutiges Statement. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie die inneren Kämpfe ausgesehen haben mögen, die Sie ausgefochten haben. Bleibt zu hoffen, daß Ihr Beitrag viele Menschen ermutigt, sich ehrlich und gerade zu machen.
    Vielen, herzlichen Dank!

  13. Dieter Weller

    11. Januar 2019 at 13:31

    Ja Herr Schmude, das passt wohl nicht ihr politisches Gesamtbild. Wenn Sie jetzt auch noch der Kaiser von China sind, dann leben Sie immer noch in der Vergangenheit und glauben weiterhin die Märchen, die Ihnen Ihre Gesinnungsbrüder- und Schwestern so vorgeben. Solche Menschen wie Sie braucht Ihre Partei. Glückwunsch… nur weiter so.

  14. Andreas Bitz

    11. Januar 2019 at 11:23

    Spannend. Eine vergleichbare Entwicklung aus der ehrenamtlichen, dann beruflichen Naturschutzarbeit an leitender Stelle, Demos an der Startbahn-West Grünen-Unterstützer etc. nun zu den beschriebenen Einschätzungen und politischen Positionen habe ich hinter mir.
    Übrigens: Hört man sich an der Basis – nicht bei den Soziologie-, Gender- oder Politologie-Abbruchstudenten – um, dann herrschen da gerade in der Migrationsfrage völlig konträre Auffassungen als bei den Funktionären.

  15. A.Köppe

    11. Januar 2019 at 11:14

    Da ist viel Wahres gedeutet.Hoffentlich entstehen keine amerikanischen Verhältnisse. 50Jahre Besatzung haben in Ost und West ihre Spuren hinterlassen.Gegen Gewalt sollte der Staat besser vorgehen und linke Strukturen nicht unterstützen..

  16. Rolf Oetinger

    11. Januar 2019 at 11:05

    Die Linke überfliegt solch einen Artikel, schüttelt sich und geht weiter. Es perlt von ihrem eingefetteten Gewissen ab. Sie SIND die Guten. Hat doch Ralf Stegner gesagt, dass ein Linker per se kein Gewalttäter ist?
    Solche Stimmen – auch Boris Palmer – erzeugen einen kleinen Juckreiz im Pelz, der Magen knurrt, wo gibt es was zu essen, wo sind die Feinde? Auf die Jagd!

  17. Der alte Mann

    11. Januar 2019 at 10:16

    Mir aus der Seele gesprochen.

  18. Peter Lorenz

    11. Januar 2019 at 10:11

    @Fritz Schmude:
    Quod erat demonstrandum…

  19. Mike

    11. Januar 2019 at 9:14

    Dass ich das noch erleben darf! *heul* …waehrend das Boot so untergeht.

  20. Cornelia Tietz

    11. Januar 2019 at 8:42

    Es heißt:
    „Hinterlassen Sie einEN Kommentar“

    Journalismus der ernst genommen werden will, arbeitet mit korrektem Deutsch.

    Ansonsten: Großartige Analyse in dem Artikel. Von wem auch immer geschrieben.

    • Linda

      11. Januar 2019 at 13:47

      Hallo Frau Tietz! Das stimmt. Unser Layout ist ein vorgefertigtes Theme, das wir erworben haben, dort ist dieser Fauxpas leider drin.Herzlichst, Ihr Frauenpanorama.de-Team

      • Mike

        15. Januar 2019 at 17:03

        Solange es nur das ist (ein Gramatikfehler im Layout)…
        Es gibt dagegen zum Beispiel, ich nenne mal keine Namen, aber relativ bekannte sogenannte Journalisten und Politiker, sogar mit akademischem Abschluss, die staendig ueber Rassismus tippseln, gerne auch in groesseren Zeitungen, man also annehmen sollte, dass die sich damit sozusagen auskennen, dann aber „Apartheid“ mit t schreiben und das mehrfach in verschiedenen Texten – also sicher kein Tippfehler.
        Solche kann man nicht ernst nehmen (allerdings nicht nur wegen des t).

  21. Andreas J. Penk

    11. Januar 2019 at 7:05

    Ein schlimmer Text, auch, weil ich ihm so weitgehend zustimmen muß. Er geht unter die Haut! Ich verstand mich auch mal als Linker, schäme mich aber nun, was sich heute „links“ nennt. Nicht mal zu DDR-Zeiten empfand ich die politische Bevormundung als so bedrohlich wie heute. Es gibt sie wieder, die Meinung für Freunde und die für alle anderen. Wie bei Honecker, Ulbricht, Hitler. Die Konsequenzen für das falsche Wort zur falschen Zeit sind vorerst noch sanfter. Noch! Und ja: In einer Diktatur kann es einem Journalisten an den Kragen gehen, wenn er die „falsche“ Wahrheit schreibt; heute haben Journalisten und Reporter die Schere im Kopf ihrer Karriere wegen.

  22. Emil Kriemler

    11. Januar 2019 at 3:13

    Sehr eindringlicher Text, aufrüttlend und auch erschütternd.
    Hoffe dass möglichst viele möglichst bald aufwachen, denn die Umstände werden immer schneller immer übler.
    Das Fundament dafür wird allerdings bereits in Schulen und Uni’s gelegt, wo die Kinder/Jugendlichen bereits indoktriniert (resp. gehirngewaschen) werden.
    Leider auch hier in der Schweiz.
    In der Hoffnung, dass wir die Kurve doch noch kriegen, einstweilen vielen Dank!

  23. Julie Schröder

    11. Januar 2019 at 2:44

    Du hast ja soo recht.

    Aber Du warst NIE bei den Linken.

    • Anna

      11. Januar 2019 at 15:10

      Aha.
      Das wissen Sie dann offenbar besser als ich?
      Faszinierend

  24. Jo

    11. Januar 2019 at 0:39

    Liebe Autorin,
    ein sehr langer Text, dessen Inhalt und leidenschaftlich vorgetragene Argumente ihn jedoch allemal lesenswert machen.
    Ich gratuliere zu diesem Statement und mit Ihnen würde ich sehr gern ein zivilisiertes Streitgespräch (neudeutsch: Diskurs) führen, weil das spannend sein könnte und es leider zu wenig Personen gibt, die zu respektvollen Dialogen und Diskussionen überhaupt noch in der Lage sind.
    Meine Fragen an Sie:
    1.
    Was konkret werfen Sie der AfD vor bzw. was stößt bei Ihnen auf Widerstand, wenn Sie Schreiben, dass Sie kein Anhänger bzw. Wähler dieser Partei sind und es auch nicht werden, jedoch gleichzeitig feststellen, dass sie eines der größten Probleme des Landes als einzige Partei klar benennt und Sie ihr in dieser Hinsicht beipflichten?
    2.
    Als zweites großes Thema nennen Sie soziale Fragen. Ist Ihnen klar, dass die wirtschaftlich (und damit auch sozial) größten Risiken aktuell mit Migration, der verfehlten Euro-Rettungspolitik, der sog. Energiewende (Millionäre beteiligen sich an Solar- und Windparks und erhalten dank subventionierter Einspeisevergütung Megarenditen, die von den Verkäuferin, der Krankenschwester und dem Busfahrer über die weltweit zweithöchsten Strompreise „erwirtschaftet“ werden und schließlich macht unser Industrieland gerade seine zweite Schlüsselindustrie – die Autoindustrie – aus ideologischen Gründen sehenden Auges kaputt (die erste waren die Versorger).
    Wissen Sie, welche Antworten die AfD zu diesen Themenfeldern hat? Was wäre denn daran falsch? Ja, die AfD hat auch zu anderen Problemen als ausschließlich der Migration Lösungsvorschläge – nur redet darüber niemand.
    .
    Letzte Frage: die AfD tritt seit Ihrer Gründung – und inzwischen im Parteiprogramm festgeschrieben – als einzige Partei dafür ein, direkte Demokratie zu fördern und meint damit im Wesentlichen Volksentscheide nach Schweizer Vorbild zu den großen gesellschaftlichen Fragen.
    Was spricht Ihrer Meinung nach dagegen ? Weil diese urdemokratische Forderung von der antidemokratischen AfD kommt ? Wohl kaum, denn sie plädieren dafür, dass 2+2=4 sein sollte, auch wenn die AfD es ausrechnet.
    .
    Würde mich über eine Antwort von Ihnen durchaus freuen. LG

    • Anna

      11. Januar 2019 at 17:40

      Hallo, an politischem Austausch bin ich grundsätzlich interessiert

      Zu Ihren Fragen:

      1. Wer einmal etwas ältere Reden (bevor die AfD in den Bundestag einzog) eines Herr Höcke hörte, der weiß sehr genau ohne den geringsten Zweifel wes Geistes Kind er definitiv ist. Mehr rechts geht kaum noch, einzige Steigerungsform wäre dann wohl Rechtsterrorismus à la NSU. Unerheblich, ob er in letzter Zeit versucht, sich öffentlich etwas gemäßigter auszudrücken. Und da ist er auch leider nicht der Einzige in dieser Partei.

      Ich sehe das zwar nicht so, dass ein Großteil der AfD-Mitglieder Rechtsradikale sind, wie die anderen Parteien und Medien das darstellen, denke aber, dass es davon durchaus so manche innerhalb der Reihen gibt.

      Ich sehe das in der Tat so, dass die AfD die einzige Partei ist, die die Probleme mit Flüchtlingen, Migration, bzw. all dem was das für unser Land und unsere Gesellschaft an zahlreichen Negativkonsequenzen mit sich bringt, klar benennt. Das haben Sie sehr richtig erkannt.

      Alle anderen Parteien bagatellisieren das oder sind nicht bereit, die daraus resultierenden Maßnahmen zu fordern oder gar rigoros umzusetzen. Immer mehr Bürger haben das geschnallt, fühlen sich verschaukelt, nicht ernst genommen und das ist m.Mn. der Hauptgrund dafür, dass die AfD solche Erfolge bei Wahlen erzielte

      2. Mir sind die vielfältigen Ursachen für die immer stärker anwachsende soziale Ungerechtigkeit genauso bewusst wie das Problem, dass die Wirtschaft am Laufen gehalten werden muss. Auch ist mir klar, dass das in vielen Bereichen wg. gegensätzlicher Interessen einen Ritt auf der Rasierklinge darstellt.

      Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Parteiprogramm, den praktischen Lösungsansätzen der AfD fachlich nicht intensiver beschäftigt habe bisher, als das, was in Parlamentsdebatten vorgetragen wurde, bezweifle allerdings auch gleichzeitig, ob ich dazu in manchen Bereichen von der Fachkompetenz her überhaupt fähig wäre, einzuschätzen, ob diese Ansätze realistiscdh umsetzbar wären.

      Ich war zwar (vor „etwas“ längerer Zeit 😉 )auf der Höheren Handelsschule, fürchte aber, dass das als Qualifikation dann doch nicht ganz ausreichen dürfte. Man sollte wissen was man kann, aber vor allem sollte man wissen, was man NICHT kann *grins* Da werden Sie mir vermutlich zustimmen.

      Ein Punkt, der mir persönlich sehr sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass von mehreren Politikern der AfD geäußert wurde, dass man abschaffen möchte, dass Alleinerziehende oder auch Langzeitarbeitslose den Steuerzahlern so auf der Tasche liegen. Stichwort „soziale Hängematte“… für mich ein NOGO!

      Ich persönlich würde es bevorzugen, wenn stattdessen

      – unfähige, überbezahlte Politiker (ständig erhöhte Diäten, wachsende Armada von Mitarbeitern, Parlamentssitze immer mehr)
      – sämtliche überdimensionierten Wasserköpfe von Verwaltungen in allen Bereichen (Krankenkassen, Jobcenter incl. aller sinnbefreiten Maßnahmen u.v.m.)
      – unsinnige Infrastrukturprojekte in Milliardenhöhen (Reizworte BER, Stuttgart 21, um nur 2 von vermutlich hunderter oder gar tausender solcher tollen Projekte zu nennen)
      – schwachsinnige Milliarden-Subventionen für „tote Pferde“ und Mißwirtschaften
      – Steuerschlupflöcher und -geschenke für die Bestverdiener/Konzerne, sowie übrigens auch für Migranten bei Existenzgründungen für 2 Jahre, die dann schlauerweise danach regelmäßig schließen und der Bruder/Onkel/Neffe eröffnet neu, natürlich wieder nur für die steuerfreien 2 Jahre
      – private Rentensysteme/Krankenversicherungen, mit dem Reiche sich aus der Solidargemeinschaft stehlen können, sowie Beitragsbemessungsgrenzen für Reiche
      – unbesteuerte Milliardengewinne aus Internet- und Finanzgeschäften
      – Korruption durch Verflechtung von Lobbyisten mit Politikern
      – Mietwucher durch Immobilien-Kriminalität
      – unglaubliche Verträge mit AKW-betreibern für die Drecksentsorgung/lagerung nach Stilllegungen
      – und ja, letztendlich auch die Milliardenausgaben, die in Folge der Flüchtlingskrise und deren falscher Handhabung entstanden sind, was aber vermutlich nicht gerade der größte aller Posten ist

      usw…usw… der Steuerzahler DADURCH nicht so ausgenommen würde

      Das jetzt einfach mal wahllos raus gegriffen, wo die tatsächlichen Nutznießer sitzen, die das Budget des Bundeshaushaltes ausrauben, das vom Steuerzahler erwirtschaftet wird.

      Dagegen sind Ausgaben für Alleinerziehende, Hartz-4-Empfänger und Sozialhilfeempfänger nämlich peanuts, zumal obendrein die Verwaltung, Kontrolle, Sanktionierung sowie die unzähligen schwachsinnigen Maßnahmen in diesem Finanz-Posten der Sozialausgaben davon den weitaus größten Teil ausmachen, nicht die armseligen Gelder, die diese hilfebedürftigen Personengruppen tatsächlich ausgezahlt bekommen. Wissen ja auch viele Menschen nicht und denken, dass diese hohen Kosten durch die Empfänger dieser Hilfen entsehen.

      Desweiteren missfällt mir die Einstellung der AfD zu Abtreibungen

      3. Bei der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild sind wir einer Meinung

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Eindruck davon verschaffen, warum ich keine AfD wählen würde, geschweige denn ihr beizutreten

      Sollte die AfD es schaffen, diejenigen aus ihrer Partei raus zu bugsieren, die definitiv nicht anders als rechtsradikal zu bezeichnen sind und sich glaubwürdig und deutlich von diesen distanzieren, sähe ich da ne reale Chance weiter zu wachsen und viel mehr Bürger zu erreichen. Aber auch nur dann.

      Bisher gehe ich allerdings ehrlich gesagt viel mehr davon aus, dass viele der Menschen, die die AfD wählten, dies aus Protest gegen den Flüchtlingskurs taten und halte es für einen trügerischen Erfolg, der u.U. evtl. nicht von längerer Dauer sein könnte, geschweige denn, noch zu steigern sein wird, wenn die Partei diesen wichtigen Schritt jetzt nicht sehr zeitnah und sehr rigoros macht.

      Vielleicht zieht Herr Poggenburg ja einige davon schon mal mit, was der AfD diesen Schritt dann etwas vereinfachen könnte

      Ich glaube aber grundsätzlich sowieso eher nicht mehr, dass durch Wahlen und Parteien tatsächlich eine so gravierende Veränderung möglich sein wird, die im Ergebnis zu sozialer Gerechtigkeit, Wohlstand oder gar Gesundheit unserer Gesellschaft führt. Von unserer Umwelt und Natur ganz zu schweigen, das wäre dann noch mal ein anderes großes Thema, wovon wir besser erst gar nicht anfangen. Ich bin nämlich zusätzlich in nicht geringem Ausmaß grün, womit ich definitv nicht die Ansichten der heute existierenden grünen Partei meine.

      Gruß, Anna

  25. Marianne Stärke

    11. Januar 2019 at 0:27

    Lesenswert, danke für diese Ehrlichkeit und den Mut, diese Entscheidung zu veröffentlichen! Werden die Bürger der GmbH-BRD ganz laaangsam wach ??? Es wäre Hoffnungsvoll, wenn das JAHR 2019, zum „Jahr der Wahrheit “ gekürt werden könnte!
    Wünsche der klugen und mutigen Schreiberin dieses Briefes, alles GUTE, ein friedliches NEUES JAHR und – PASSEN SIE GUT AUF SICH AUF – Am 15.Januar 2019, jährt sich zum 100.Mal der Todestag, die Ermordung, von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht! Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl, wie man – NOCH verbal – Andersdenkende behandelt-bis zu massiven Bedrohungen! Mögen sich nicht die „BILDER GLEICHEN“ = zeitversetzt !!

  26. Frido15

    10. Januar 2019 at 22:39

    Danke für diesen offenen Br3. Er spricht mir aus dem Herzen. Etwas würde ich noch hinzufügen : Die sogenannte Bildungspolitik tut ein Übriges damit diese Zustände manifestiert werden. Schon der alte Bismarck wusste, ein dummes Volk regiert sich leichter.
    Solange der „schreckliche „Winter thematisiert wird, braucht man nicht über die von Ihnen genannten Zustände berichten.

    • Anna

      11. Januar 2019 at 17:48

      Selbstverständlich trägt die (Un)Bildungspolitik ihr Scherflein dazu bei.
      Und ich gehe davon aus, dass dies auch so gewollt ist.

      Nicht ohne Grund schicken diejenigen, die dafür verantwortlich sind und diejenigen, die die größten Nutznießer unseres feinen Systems sind, die eigenen Kinder auf teure Elite-Schulen privater Träger, wo diese ganz andere Kenntnisse und Fertigkeiten unter ganz anderen Rahmenbedingungen vermittelt bekommen.

  27. Klaus D. Mueller

    10. Januar 2019 at 22:26

    Sie haben ja (leider) so Recht.
    Danke für die deutlichen und wahren Worte.

  28. Maximus

    10. Januar 2019 at 20:55

    Wow! Was für ein beeindruckendes Statement. Besser geht es nicht.

  29. peter karrenberg

    10. Januar 2019 at 20:14

    DIE GANZE WAHRHEIT !!! ALS OB VON MIR !!! DANKE !!!

  30. Hans-Peter Bahlig

    10. Januar 2019 at 18:05

    Die Autorin des vorstehenden Beitrages hat „DEN NAGEL AUF DEN KOPF GETROFFEN“. Der Inhalt entspricht den realen Gegebenheiten des politischen Geschehens in unserem Vaterland. Ihre Bezugnahme auf den Umgang ihrer Partei mit Frau Wagenknecht ist kritisch und realistisch. Dies trifft gleichfalls auf die Einschätzung des Verhaltens gegenüber dem politischen Kontrahenten(AfD) zu. Persönlich darf ich der Autorin meine Bewunderung für ihren Mut und Courage ausdrücken: Chapeau!!
    ps: Solche Bürger**inen solllten(!) im Parlament etabliert sein.

  31. Erhard Puttlitz

    10. Januar 2019 at 16:59

    ….tolle Beschreibung,so sieht es hier aus in Deutschland,leider die Wahrheit in allen Bereichen.

  32. Fritz Schmude

    10. Januar 2019 at 16:18

    Wenn dieser Text von einer (Ex-)Linken stammt, dann bin ich der Kaiser von China.

    • Christophe Decaudain

      11. Januar 2019 at 6:59

      Darf man dann Eurer Erlauchten Exzellenz dann jetzt den 4-Uhr Tee im Kaiserlichen Salon servieren?

    • Andreas Karg

      11. Januar 2019 at 9:53

      Es gibt in China keinen Kaiser mehr

    • Krüger

      11. Januar 2019 at 13:38

      Überhaupt nicht glaubhaft, viel zu verzettelt, hier will uns jemand bereits wieder belügen. Fritz Schmude stimme ich vollstens zu. Was habe ich diesen „Roman“ überhaupt gelesen! Bin ja selbst schuld.

    • Anna

      11. Januar 2019 at 18:19

      Ich erwähnte es weiter oben einmal schon:

      Faszinierend, was manche alles zu wissen glauben.

      Aus genau diesem Grund habe ich sehr lange mit mir gekämpft, ob ich das nicht doch unter meinem realen Namen veröffentlichen soll, da ich nämlich bisher noch auf der Webseite unserer Gemeinde offiziell als Ausschussmitglied für die Fraktion aufgeführt werde. So lange, bis mein Ersatz in der nächsten Ratssitzung offiziell angenommen wird.

      Ich wusste ja vorher, dass solche Behauptungen unweigerlich kommen werden.
      Kann ich aber nicht ändern.

      Es war aber letztendlich auch genau diese Tatsache, die mir so deutlich noch mal vor Augen geführt hat, in was für einem System ich hier mittlerweile lebe, wenn sogar schon jemand wie ich aus Rücksicht und Angst vor Negativkonsequenzen für mein minderjähriges Kind, mich dagegen entscheiden musste, und dann dadurch halt doch lieber in Kauf nehme, dass der Wahrheitsgehalt und die Authentizität meines Statements dann von einigen in Zweifel gezogen werden wird.

      Sie können sich nicht mal ansatzweise vorstellen, wie sehr mich das „fuchst“, da ich normalerweise ein Mensch bin, der eine Lebensauffassung vertritt und auch lebt, die ich jetzt mal ganz platt als „Arsch in der Hose“ bezeichnen würde und für den sich das anfühlt wie „kneifen“…

      Glauben Sie halt, was sie glauben wollen.

      Gruß, Anna

  33. Theresia Wenk

    10. Januar 2019 at 15:48

    Danke für dieses bemerkenswerte Statement und Ihren getroffenen Konsequenzen möchte ich mich herzlich bedanken. Ich verfolge diese Art der DE -Politik und dessen Folgen schon länger und es entzetzt mich mehr und mehr. Bin Schweizerin und das Leiden der DE – Bevölkerung macht mich als nicht Betroffene schwer zu schaffen. Was zum Teufel wird da geritten. Was ist das Ziel? Teile und Herrsche? Ich wünsche Ihnen in Ihrem weitern Wirken alles Gute

  34. Pingback: Frauenpanorama | Harsewinkeler Bürgerbeteiligung e.V.

  35. Olaf Knauer

    10. Januar 2019 at 15:27

    Wow. Sehr guter Artikel.
    Lesenswert.
    Danke schön.
    Den Nagel auf den Kopf getroffen.

  36. Sabine

    10. Januar 2019 at 14:52

    Vielen Dank für diese ehrlichen Worte!
    Mir geht es ähnlich. Seit Ende der 80er habe ich mich gegen Faschismus aktiv engagiert und habe an zahlreichen Demonstrationen teilgenommen. Dann kam plötzlich(Ende der 90er) die Antifa auf und hat Methoden angewendet, die ich ja genau bekämpfen wollte. Auch war ich bei den Grünen auf kommunaler Ebene aktiv und habe mich dort aus vielfältigen Gründen schon vor vielen Jahren zurückgezogen.
    Es erschreckt mich, wenn ich sehe wie die SPD/Grünen/Linken/Gewerkschaften/Kirchen hier in meiner Stadt mit der Antifa eng zusammenarbeiten und wie hier Mitglieder der AfD persönlich bedroht und angegangen werden oder selbst von der Stadtverwaltung schikaniert werden. In den lokalen Medien wird dies nicht thematisiert.

    Ein derartiges Verhalten ist für mich absolut nicht tragbar.

    Die Antifa ist Stolz auf ihre Taten und postet dies auch noch offen in ihren Foren/etc. Selbst wenn man Vertreter der SPD/Grünen/Linken/Gewerkschaften/Kirchen darauf anspricht, bekommt man keinerlei Antworten zurück und erlebt auch nicht, dass sie sich davon nur irgendwie distanzieren. Spricht man sie auf andere Themen an, wie z.B. unser Sozialstaat erhalten werden soll, wenn immer mehr Menschen in die System einwandern oder dass man sich in der Stadt nicht mehr sicher fühlt, erhält man ebenfalls keine Antworten mehr. Es wird sogar geleugnet, falls sich doch ein Vertreter mal zu einer Aussage hinreißen lassen sollte. Oder es ergeht einen, wie Frau Wagenknecht…

    Auch ich habe mich in meiner Schulzeit und danach immer wieder gefragt, wie es in den 30ern oder in der DDR soweit kommen konnte? Heute verstehe ich es und bin schockiert, dass wir dort gelandet sind, wo wir uns nun befinden. Damit habe ich nie gerechnet. Hätte man mir dies vor 4-5 Jahren gesagt, hätte ich eine derartige Entwicklung nicht für möglich gehalten.

    Aber ich kann doch unmöglich gegen Faschismus einstehen und dann auf der anderen („meiner“) Seite die faschistischen Methoden leugnen, die von den „selbsternannten“ Antifaschisten aktiv angewendet werden. Ebenfalls kann ich doch nicht die anderen zahlreichen Widersprüche leugnen, die die Phalanx aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Medien Tag für Tag praktizieren.

    Furchtbar ist auch, dass Teile aus den obigen Institutionen nicht irgendwie zum Dialog bereit sind und letztlich sogar langjährige enge Freundschaften gekündigt werden, weil man auf Missstände hinweist und diese Freundschaften so eng mit dem System verbunden sind, dass sie Kritik außerhalb des Mainstreams nicht mal zulassen können und lieber jeglichen Kontakt beenden. Tja… wie konnte es nur soweit kommen und wo soll das enden? Ich mache mir große Sorgen.

  37. Rabenfrau

    10. Januar 2019 at 14:27

    Ich bin erstaunt, denn mit so etwas habe ich von linker Seite niemals gerechnet. Respekt!

  38. Anna

    10. Januar 2019 at 13:52

    … genau dies alles geht mir schon lange durch den Kopf und ja ich bin auch angewidert von unseren Regierenden die alles mit inszeniert haben – ohne Rücksicht auf uns Bürger und den Folgen ihres Tuns. Wie soll es weiter gehen ? Danke für Ihr Schreiben.

  39. Klaus Haefs

    10. Januar 2019 at 13:45

    Danke für diese ehrlichen Worte !

  40. Heinrich Knops

    10. Januar 2019 at 11:35

    Liebe Unbekannte… ich habe ihren Artikel sehr genau gelesen.undmöchte Ihnen in jedem Punkt Recht geben… Sie sind der Wahrheit weit weit voraus , ich bedanke mich für ihre offenen und ehrlichen Worte.Es gibt mir das Gefühl nich alleine zu sein in diesem verkommenen Land.

  41. kb

    10. Januar 2019 at 11:15

    Alle Achtung! Ich habe aufgrund der Länge den Artikel nur überflogen aber überall Aussagen gefunden, die ich blind unterschreiben kann. Schade nur, er wird nichts ändern.
    Das mit dem Toten war schon mehr als einmal ganz kurz davor.
    Als ich, Journalist, beruflich in Potsdam auf einer AfD Kundgebung war, wurde ich beim verlassen der Veranstaltung von mehr als 10 Antifakämpfern angegriffen und habe erlebt, wie es sich anfühlt, zu denken „wenn kannst Du alles mitnehmen, bevor es dich selbst erwischt?“

  42. Daniel Münger

    10. Januar 2019 at 11:08

    „Erst beschimpft er sie permanent, oft auch sehr versteckt und subtil als angeblich dumm, unfähig und frech, schreit sie an, beleidigt sie, unterstellt ihr dauernd Dinge, die sie so nie getan oder gesagt hat, stellt sie überall bloß u.v.m…. schlägt zu, würgt, tritt usw.“ Peinlich für den Mann, wenn er nur eine solche Frau bekommt…

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