Klima: Die Ziele der Ökojünger / Teil 1: Lastenfahrrad statt LKW – die meinen das ernst!

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Rosa Riesterer, Aktivistin von Extinction Rebellion, fährt ihr Lastenfahrrad mit Lebensmitteln der „Tafel“ durch die Berliner Innenstadt zu Bedürftigen. Wie viele Menschen sie beliefern kann, kann man beim Anblick des Fotos unschwer erkennen.

Seit die zurück geblieben wirkende Göre Greta Thunberg ihre Reise um den Erdball angetreten hat und selbst Polit-Urgesteine aus Westeuropa vor dem Mädel wie die Nappsülzen „salutierten“, sind gefühlt alle Altparteien im Klimawahn. All die gebündelten Öko-Maßnahmen, die den Menschen in den westlichen Ländern in den letzten Jahrzehnten mehr Lebensqualität verschafften, sollen nun auf einmal nicht mehr viel wert sein.

Man ist jetzt der Meinung, dass die westlichen Industriestaaten schuld am Klima sind. Also: An heißen Sommern und bitterkalten Wintern, die es allerdings immer schon gegeben hat. Wer kennt nicht die Aussagen der (Groß)Eltern, die von glühend heißen Sommertagen erzählten und auch so manche Episode von Frostwintern zu berichten wissen? Das Klima selbst dürfte sich seit Millionen von Jahren immer mal wandeln, was bis vor kurzem noch keinen interessiert hat.

Klimajünger greifen immer häufiger zum Lastenfahrrad

Seit Greta aber ist eine Minderheit – zu der selbstverständlich auch Politiker gehören – in der westlichen Welt in eine Hysterie verfallen und suggeriert, dass wir demnächst in heißen Sommern regelrecht verglühen und somit einen schlimmen Hitzetod sterben werden. Da diese Minderheit laut und zum Großteil auch mächtig ist, versucht sie nun, die Axt an allem anzusetzen, was die Industriestaaten einmal ausgemacht hat.

Vom Auto über Kamine bis hin zum Kinderkriegen wird nun fast alles Normale als „klimaschädlich“ verdammt. Als Otto Normalo kann man darüber natürlich nur den Kopf schütteln, was für Maßnahmen derzeit ergriffen werden, um das Klima „zu schützen“. „Klimaschutz“ ist in aller Politiker- und Aktivisten-Munde – dass man ein Klima gar nicht „schützen“ kann, scheint den wenigsten dieser Leute gewahr zu sein. Und so hat man sich auch in Deutschland hehre Ziele gesetzt: Bis zum Jahre 2059 sollen die Treibhausgas-Emmissionen im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken.

Um diese Senkung zu erreichen, sollen verschiedene Maßnahmen greifen. Der Bürger mit normalem Menschenverstand weiß jetzt schon, dass das niemals funktionieren wird, aber es lohnt sich, jene Aktivitäten, die aktuell im Klima-Irrsinn getätigt werden, einmal näher zu beleuchten. Einmal, um aufzuzeigen was es ist – nämlich idiotisch – und zum zweiten, um in dreißig Jahren mal lachend auf diese Zeilen hier zurück zu schauen.

Da die Ziele der Ökojünger so umfangreich und so absurd sind, wird es mehrere Beiträge hierzu geben, da dieser Wahnsinn gar nicht in einem einzigen Artikel abzuhandeln ist.

Los geht es mit Lastenfahrrädern – klobige Fahrräder, die schon jetzt für viele urbane Großstadt-Hipster DAS Statussymbol schlechthin sind. Wo sich die Familie von Otto Normalo einen Zweitwagen zulegt, investiert der Urbane in ein Lastenfahrrad – dem Klima wegen. Früher hätte man diese Leute gar nicht weiter beachtet, es ist ja immerhin auch ihre Sache, ob sie bei Wind und Wetter lieber im Freien per Lastenfahrrad unterwegs sind, um ihren Einkauf zu transportieren oder eben nicht. Jedem Tierchen sein Pläsierchen – DIESE Freiheit machte unser Land ja auch viele Jahrzehnte aus.

Doch der Radelnde auf dem Lastenfahrrad von heute ist nicht damit zufrieden, wenn nur er und ein paar seinesgleichen sich so fortbewegen. Nein, da man ja einer von den „Guten“ ist, muss man diese Mobilitätsart gleich mal als DIE eierlegende Wollmilchsau präsentieren und nur laut genug bei klimahysterischen Politikern anklopfen, damit diese auch die anderen Leute von diesem Vehikel überzeugen.

Willkommen im Rückschritt: Belieferung durch Lastenräder statt LKW`s in deutschen Städten

Dass die Dinge so laufen könnten, kommt einem in den Sinn, wenn man jetzt liest, dass deutsche Städte ernsthaft in Erwägung ziehen, einen nicht unerheblichen Teil des Lieferverkehrs dereinst über Lastenfahrräder abdecken zu wollen. In Hamburg sieht man sich damit offenbar schon eine Verkehrswende – und auch den Lieferverkehr (!) – stemmen und vergibt großzügig Fördergelder für jene, die auf Lastenfahrrad oder E-Lastenfahrrad umsteigen. Wer seinen Diesel-PKW abmeldet, bekommt sogar noch einen Extra-Bonus. 

In der WELT AM SONNTAG vom 22. November 2020 wurde in der Rubrik „Wirtschaft“ ein umfangreicher Artikel zum Thema „Lastenrad“ veröffentlicht. Hier wurde auf den enormen Anstieg der Verkäufe dieser Lastenräder fokussiert, es ging vornehmlich um den Verkehr in den Städten.

Ganz selbstverständlich schreibt das Blatt über diese Art der Mobilität:

„(…)Auch gewerbliche Lieferungen sollen nach Hoffnung der Städte zunehmend per Lastenrad erfolgen(…)“.

Welche Städte sich hier um das Gefährt, das – im großen Stil eingesetzt – eher an einen gesellschaftlichen Rückschritt erinnert, reissen sollen, wurde nicht geschrieben. Man informierte die Leser aber darüber, dass immer mehr Städter auf dieses sperrig-klobige Vehikel umsteigen und es diverse Fördermitteln für die Lastenräder gibt.

EU-Unsinn scheint alles zu toppen!

Aufhorchen lässt eine in dem Beitrag genannte Studie. Dazu heißt es:

„(…)Einer EU-Studie zufolge wären 51 Prozent aller motorisierten Transporte durch das Lastenrad ersetztbar(…)“

Nun ist man ja von der EU viel Bullshit gewohnt, aber dieser Unsinn scheint alles zu toppen! Man fragt sich, wie die linksgrünen Traumtänzer sich den zukünftigen Lieferverkehr in den Städten per Lastenrad vorstellen? Und dann soll auch noch mehr als die Hälfte des motorisierten Transportverkehrs mit dem zweirädrigen Gefährt zu stemmen sein?

Nie im Leben! Man stelle sich doch nur einmal die vielen täglichen Transporte von Getränken an städtische Getränkeläden vor. Als ein Beispiel von -zig weiteren, versteht sich!

Wenn dies – wie gegenwärtig praktiziert – von LKW`s  übernommen wird, so kann durch eine LKW-Fuhre ein kleinerer Getränkehandel schon gut bestückt werden. Erledigt ist das in einem relativ kurzen Zeitfenster, wenn die Brauereien und Getränkefabriken in der Region liegen. Wie aber soll sich eine solche Belieferung – womöglich noch eine, die einen Großmarkt wie den SELGROS beliefern soll – per Lastenfahrrad gestalten? Sollen da mehrere dieser Gefährte mehrfach hin- und herfahren, bis sie einen einzigen Markt beliefert haben? Immerhin dürften mehr als zwei, drei Flaschenkästen auf den klobigen Transportmitteln keinen Platz haben.

Wie machbar sind derlei Hirngespinste eigentlich?

Und: Wie steht es um die Machbarkeit der Zahlung der Mehrkosten beim Lohn? Immerhin treten dann viele, viele Leute in die Pedale, wo heute in einem LKW eine Person zur Belieferung eines Getränkemarktes ausreicht.

Außerdem bringt ein erhöhtes Aufkommen von Lastenrädern auch die Problematik der Größe der Radwege mit sich. Diese sind nämlich hierzulande mitnichten darauf ausgelegt, dass zwei oder gar drei Lastenräder auf die Spur passen. Zumal das Radwegenetz in vielen Regionen Deutschlands noch immer zu wünschen übrig lässt!

Wonach wird aktuell also gerufen? Klar: Nach breiteren Radwegen. Und wem wird diese Platzkapazität dann mit Sicherheit weg genommen?

Genau: Dem bösen Autofahrer, der sich womöglich noch erdreistet, mit einem Verbrennungsmotor über die Spuren zu brausen! Bekommt dieser „Klimasünder“ dann immer weniger Raum, um auf seinen vier Rädern vor sich hin zu rollen, wird das dem geneigten Hipster mit Lastenrad ein Gefühl des Triumphes verschaffen. Allerdings dürfte das nur kurzzeitig anhalten, denn die vielen verblendeten (auch und gerade in der Politik ansässigen) Klima-Jünger dürften die Rechnung ohne die vielen noch arbeitslos werdenden Bürger aus der einstigen Auto-Industrie gemacht haben.

Es bleibt deshalb spannend, wie weit sie es mit ihrem Klima-Irrsinn treiben können.

Recherche-Nachweis: WELT AM SONNTAG, 22.11.2020

Bildnachweis: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
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