Wie sieht es eigentlich mit der Altersvorsorge aus?

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Junge Deutsche blicken optimistisch in die Zukunft, heißt es in einer Studienauswertung in DIE ZEIT. Da bereits jetzt klar ist, dass all die jungen Menschen zu Beginn ihres Ruhestands wahrscheinlich nicht einmal 40 Prozent ihres aktuellen Bruttolohns haben werden, gibt die Auswertung Rätsel auf. Heraus kam auch, dass Frauen sogar noch weniger fürs Alter vorsorgen als Männer, weil sie sich auf andere Dinge konzentrieren.

Im Folgenden ein Beitrag über die Möglichkeiten zur Altersvorsorge und die diesbezüglichen Herausforderungen der Frauen.

Alle wissen es, aber niemand sorgt wirklich vor

Laut der Studie ist es so, dass fast 90 Prozent der jungen Befragten zwischen 17 und 27 Jahren die private Altersvorsorge als äußerst wichtig empfinden, aber dass lediglich 38 Prozent wirklich vorsorgen. Details dazu und das Ergebnis der Studie können hier noch einmal ausführlich nachgelesen werden. Laut des Artikels sind die Gründe dafür vielschichtig. Einige sehen es nicht so zeitkritisch, andere sind verunsichert und wissen nicht über die Rücklagemöglichkeiten Bescheid, wieder andere verdienen einfach wenig und haben nichts übrig, was sie zurücklegen könnten.

Frauen ganz speziell konzentrieren sich wie eingangs erwähnt auf andere Dinge wie die Familiengründung und Familienpflege, sowie auf ihren Partner. Dadurch kann ein Abhängigkeitsverhältnis entstehen, welchem Frauen bewusst gegenüberstehen und aktiv entgegenwirken sollten.

Wie kann man heute für das Alter vorsorgen?

Es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten, in die private Altersvorsorge einzusteigen. Die klassische private Rentenversicherung beispielsweise. Hier zahlen Inhaber jeden Monat einen festen Betrag ein, um eine Gesamtsumme zu bilden, die der Versicherer dann zum Renteneintritt ganz oder in Teilen monatlich wieder auszahlt. Dann gibt es noch fondsgebundene Rentenversicherungen, bei denen der feste Monatsbeitrag in Fonds investiert wird, die einen zusätzlichen Gewinn erwirtschaften sollen.

Das ist zwar mit Risiko verbunden, doch dieses Risiko lässt sich bei einer guten Fondsauswahl ausgezeichnet streuen und eindämmen; darüber hinaus ist bei Fonds langfristig immer eher mit Gewinnen als mit Verlusten zu rechnen.

Ein kleiner Fun-Fact am Rande noch:

Selbst mit Krediten kann man neuerdings sparen. Es gibt den sogenannten Minuszins-Kredit. Normalerweise nimmt man 100 Prozent Geld auf und muss 106 Prozent zurückzahlen. Beim Minuszins-Kredit sind es beispielsweise nur 94 Prozent, die man zurückzahlen muss. Für die Altersvorsorge eignet sich das natürlich nicht, aber es ist spannend zu sehen, welche neuen Möglichkeiten des Sparens immer wieder aufkommen.

Warum ist die Altersvorsorge für Frauen besonders wichtig?

Insbesondere Frauen sollten über eine private Zusatzvorsorge fürs Alter nachdenken. Noch immer ist es so, dass Frauen oft weniger als Männer verdienen und sie somit auch weniger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Kommen Kinder auf die Welt, stehen diese oft im Fokus. Viele Frauen befinden sich gar nicht erst in einem Anstellungsverhältnis, weil sie Vollzeitmutter bleiben und sich um alles kümmern, während allein der Mann arbeitet. Vielleicht machen sie lediglich einen Minijob nebenbei.

In Zeiten unsicherer Beziehungsbindungen kann das eine echte Gefahr werden; nicht nur jetzt, sondern auch später in Bezug auf eine mögliche Altersarmut.

Die Vorsorge ist wichtig, was die meisten verstanden haben; nun bedarf es lediglich noch einem Ruck, sodass die Vorsorge aufgegriffen wird.

Bild 1: ©istock.com/Wavebreakmedia

Bild 2: ©istock.com/Todor Tsvetkov

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