Wohnungsmarkt: so baden Ex-Paare den Miet-Irrsinn aus!

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Mann auf Sofa

Sich entspannt in der neuen Wohnung zurücklehnen? Der Weg dahin ist aktuell oft hart!

Sich mal eben trennen und jeder geht seine Wege? Ganz normal nach einem Beziehungsaus. Eigentlich! Allerdings schaut für viele Paare in diesen Tagen diesbezüglich nichts nach Normalität aus. Denn eine Trennung kann heutzutage – wo man(n) aufgrund des Wohnungsmangels und des Miet-Irrsinns keine bezahlbare Bleibe auf die Schnelle bekommt – schnell zum Albtraum werden.

Inwiefern, das zeigte kürzlich das Frauenmagazin LISA in seiner Ausgabe vom 22. Mai 2019 auf. Im besagten Heft wurden unter der Überschrift „Wir können uns die räumliche Trennung nicht leisten“ zwei Paare porträtiert, die jeweils zwei Dinge gemeinsam hatten:

  1. die Trennung und
  2.  die Konfrontation mit dem derzeitigen Miet-Irrsinn.

Miet-Irrsinn in Deutschland: so schauen die Konsequenzen aus!

Der erste Fall zeigte die Situation eines Ex-Paares auf, das miteinander verheiratet war und drei gemeinsame Kinder hat. Man kaufte sich zu guten Zeiten ein Haus zusammen. Hierfür bedurfte es eines Kredits und viel zu sanieren gab es auch noch. Eine Zerreißprobe, die die frischgebackene Hausbesitzerin ins Internet abschweifen und mit einem anderen Mann chatten ließ. In diesen verliebte sie sich schließlich und trennte sich von ihrem Mann.

Wo zwei Herzen schnell auseinandergehen können (obgleich der hintergangene Mann natürlich geschockt war!), ist die Trennung von einer Immobilie schon schwerer. Zumal dann, wenn man als Teil eines Ex-Ehepaares hierfür noch einen Teil eines Kredits abzustottern hat. Hier in dem besagten Fall war das so, da die beiden Ex-Partner einsahen, dass es nichts bringen würde, wenn man das Haus verkaufen würde, da dann nichts mehr übrig bliebe. Zudem kam mit der Trennung eine weitere Herausforderung auf den einstigen Ehemann zu: der Wohnungsmarkt. Der hier porträtierte Mann konnte als Maurer unmöglich die Kreditraten weiter mit bedienen UND zusätzliche eine neue, teure Wohnung finanzieren. Denn eine bezahlbare Wohnung fand er nicht.

Das Ende vom Lied: der Ex-Mann der porträtierten Frau, die mit dem neuen Partner nochmal zwei Kinder bekommen hat, lebt bislang im Keller des Hauses. Unter seiner Ex, die mit neuem Mann und insgesamt fünf Kindern in den einst gemeinsamen Räumlichkeiten wohnt. Die Zwangswohngemeinschaft hat sich dann irgendwie arrangiert…Ein Lebensmodell, das gewöhnungsbedürftig ist – ganz klar. Wären Single-Wohnungen zu einem fairen Preis und in ausreichender Anzahl zur Verfügung, so wäre es dem Ex sicher möglich gewesen, trotz all der finanziellen Widrigkeiten eine kleine, bezahlbare Wohnung zu nehmen. So aber finden sich Konstellationen wie diese, die es so oder ähnlich in Regionen, in denen bezahlbare Wohnungen Mangelware sind, sicherlich zur Genüge gibt.

Abenteuer „Gemeinsame Wohnung“ endet in Wohn-Albtraum

Das andere Beispiel beleuchtete ein junges Pärchen aus Köln, das sich voller Euphorie und Verliebtheit in das Abenteuer „Gemeinsame Wohnung“ begab. Hier war dann später seine Untreue der Stein des Anstoßes, dass SIE sich von IHM getrennt hat. Die räumliche Trennung aber ließ sich kaum bewerkstelligen, weil die junge Frau keine neue Wohnung für sich fand. Zu teuer oder zu viele Bewerber – eine Situation, die es so nicht nur im Raum Köln gibt.

Und die Ex-Partnern dann einen Umstand bescheren, den man sich so ganz bestimmt nicht vorgestellt hat! In diesem porträtierten Fall des jungen Paares hieß das, dass die beiden Getrennten weiter einige Zeit in der gemeinsamen Wohnung ausharren mussten. Denn auch ER fand keine neue bezahlbare Bleibe. Erschwerend kam hinzu, dass die Wohnung eine offen geschnittene Maisonette war, in der man sich nicht mal eben gepflegt aus dem Weg gehen konnte! Aber da weder ER noch SIE eine Lösung fanden, musste diese Zwangswohngemeinschaft eine Weile in Kauf genommen werden. Das Mitbekommen neuer Eroberungen von IHM auch noch inklusive! Nicht wirklich toll für eine Frau!

Noch mal alles auf Anfang!

Diese machte denn auch nach einiger Zeit den Cut und zog in eine Kleinstadt, in der günstige Mieten und Wohnraum für Singles noch nicht so ganz Mangelware sind.

Laut dem Bericht in der LISA hat die einst so verliebte Frau dort noch mal ganz von vorn angefangen. Inzwischen ist sie neu liiert. Ob sie das Abenteuer des gemeinsamen Wohnens aber noch mal eingeht, weiß sie nach eigenen Angaben noch nicht.

Wer will es ihr verdenken?

Bildnachweis: pexels.com

 

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