Zynische Forderung: Deutsche Rentner sollen in Türkei gehen, um Energie zu sparen

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Während deutsche Politiker nicht daran denken, den Strom derer, die aus aller Welt kommend im deutschen Sozialsystem landen, zu begrenzen, wissen Millionen deutsche Rentner aktuell nicht, wie sie ihren Alltag noch bezahlen sollen.

Rasant steigende Lebensmittelpreise, explodierende Spritkosten und Energiepreise, die schwindelig machen: Der deutsche Alltag ist für unzählige Deutsche derzeit kaum noch zu stemmen. Darunter viele Rentner, die in Altersarmut leben.

Im Zuge dessen tauchen dieser Tage immer wieder Meldungen auf, die befremdlich sind und irritierend. So berichten die Redaktionen der Altparteien unermüdlich darüber, dass die Tafeln – also die Armenspeisung der Republik – durch die derzeitige Situation total an ihre Grenzen kommen.

Die Forderung von Marija Linnhoff, in der Türkei zu überwintern, ist zynisch

Man fragt, sich warum diese Medienleute nicht in professioneller Journalistenmanier – wie man sie noch von Urgesteinen á la Hanns Joachim Friedrichs kennt – die Politiker tagein-tagaus damit löchern, warum hierzulande überhaupt Tafeln nötig sind? Die Leute in den Redaktionen hätten doch die Instrumente, die Verantwortlichen mit dem Versagen ihrer Politik zu konfrontieren! Aber nein: Es geschieht nicht. Statt dessen haben viele Menschen das Gefühl, dass die Altmedien zu Cheerleadern der Regierung mutiert sind.

Auch auf anderem Parkett ist es mit dem Einsatz und Empathie für die eigenen Mitbürger nicht weit her. Im Gegenteil: Deutsche Rentner sollen nun – wenn es nach einer fragwürdigen Person aus dem Reise-Metier geht – in der Türkei überwintern, damit sie die teure Energie sparen.

Dies berichtet bild.de in einem Beitrag vom 8. Mai 2022.

Die wenigsten Rentner können doppelte monatliche Kosten stemmen

Darin heißt es unter anderem wie folgt:

„(…)Um im kommenden Winter Gas zu sparen, sollen deutsche Rentner die ganzen kalten Monate im Süden verbringen! Das fordert Marija Linnhoff, Vorsitzende des Reisebüro-Verbands VUSR. Der Staat sollte Langzeitreisen nach Mallorca, Tunesien oder in die Türkei sogar mit 500 Euro bezuschussen, sagte sie der „Mallorca Zeitung“. Damit spare die Industrie Gas und die Rentner unterstützten die Urlaubsziele.(..)“

Dieser Gedanke kommt nicht nur weltfremd, sondern auch zynisch rüber. Zynisch deshalb, weil es sich wohl die wenigsten deutschen Rentner leisten können, während einer mit Kosten verbundenen Überwinterung im warmen Süden die monatlich fälligen Gelder (Betriebskosten) für ihre Wohnung oder ihr Haus weiter laufen zu lassen.

Idiotische Gedanken aus der Parallelwelt

Insofern kommt einem bei diesem dumm-feisten Vorschlag der bekannte Satz „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ in den Sinn.

Aber vielleicht ist das der Tourismus-Frau Marija Linnhoff, die sich auf Social Media gerne unter Palmen präsentiert, einfach nicht klar. Es soll ja doch etliche Leute hierzulande geben, die in einer Parallelwelt leben. Ein baldiges Aufwachen wäre angebracht!

Recherche-Nachweis: bild.de vom 08.05.2022

Bildnachweis (Symbolbild): stock.adobe.com / bilderstoeckchen
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