Als der Teufel erwachte

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Herzlich willkommen zu einem Kurzinterview und Gewinnspiel mit Jennifer B. Wind

bilder-canon-15-1-2016-059Frauenpanorama hat die Autorin bereits im Rahmen ihres Debütromans „Als Gott schlief“ interviewt, der zum Bestseller avancierte.

In der vergangenen Woche ist nun ihr zweiter Roman „Als der Teufel erwachte“ erschienen. Zweieinhalb Jahre haben die Leser auf den als Fortsetzung angekündigten Roman gewartet. Verständlich, denn ein gutes Manuskript muss fundiert recherchiert werden, um zum Schluss auch auf einen guten Verlag zu treffen. Das braucht eben seine Zeit.

Die Zeit dazwischen (bis zur Veröffentlichung) hat die Autorin auf wunderbare Weise genutzt, um an diversen Anthologien mitzuwirken. Zum Beispiel: Wer mordet schon in Niederösterreich?

Frauenpanorama verlost aus diesem besonderen Anlass ein Leseexemplar des brandaktuellen Thrillers. Bitte beantworten Sie die Frage: Wo wohnt Jennifer B. Wind?

13248430_1160725860645068_5034061190415012432_oIn „Als Gott schlief“ geht es um eine Serie brutaler Morde an katholischen Geistlichen, die die Öffentlichkeit schockiert. Die Opfer werden auf grausame Weise gefoltert und getötet. Am Tatort werden mysteriöse Hinweise gefunden, die jedoch niemand entschlüsseln kann. Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihr Partner Thomas Neumann stehen vor einem Rätsel. Was hat die Opfer verbunden? Was treibt den Mörder an?

Bei ihren Ermittlungen stößt Jutta auf eine Mauer aus Angst und Schweigen – doch dann entdeckt sie eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht … Unsere Rezension, die mit einem großen Lob für diesen Debütroman verbunden ist, finden Sie hier.

61h8fxm1sklIn „Als der Teufel erwachte“ entdecken Mechaniker bei einer Autoreparatur zwei Leichen im Kofferraum eines Wagens. Die Toten weisen zahlreiche Verletzungen und Narben auf. Die Ermittler Jutta Stern und Thomas Neumann kommen einem Schlepperring auf die Spur, der mit grausamen Methoden arbeitet. Und die beiden Toten sind erst der Anfang!

In ihrer Biografie (Quelle Amazon) sagt die Autorin von sich, „dass die skurrilsten Protagonisten ihr nachts am Klo erscheinen. Sie liebt schwarze Kleidung, Leder, Vampire, den Mond und das Meer, vom Strand aus genauso wie in 30 m Tiefe. Männer mit Neigung zu Extremen, findet sie genauso erotisch, wie Männer, die sich für die gute Sache einsetzen. Selbst „fliegt“ sie auf Sportarten mit Nervenkitzel: Tauchen (vor allem Apnoetauchen), Klettern und alles andere, was mit Wasser und Luft zu tun hat, hat es ihr angetan.


dsc_0071Sie setzt sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ein und engagiert sich aktiv im Tierschutzbereich, liebt Orchideen und kultiviert sie selbst. Musik ist in ihrem Leben nicht wegzudenken. Sie spielt leidenschaftlich gern Klavier und steht auf Jazz, Country, Blues, Soul, Hip-Hop, Gothic, Punk, aber auch auf Musicals, Opern und hat eine stolze Sammlung an Movie-Soundtracks, die immer größer wird. Sie ist eine ausgesprochene Cineastin, aber auch ein Serienjunkie. Wenn noch Zeit bleibt, dann malt (Öl oder Acryl auf Leinwand) oder zeichnet sie (Portraits und Akte, mit Kohle). Sie hasst Geiz, Neid, Streit, Polenta, Schnee und Haare im Essen.

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mit Veronika Grager

Gemeinsam mit Veronika A. Grager tritt sie als „Die triestingtaler Mordsfrauen“ bei Veranstaltungen auf. Das Duo bietet spannende Lesungsabende mit kabarettistischen Doppelconferencen an, sowie Veranstaltungsmoderationen im Kulturbereich an.

Viel Vergnügen mit dem Kurzinterview der wunderbaren Autorin Jennifer B. Wind, von der die Redaktion Frauenpanorama noch viele Bücher lesen möchte.

 

51xknnbo-3l-_sx298_bo1204203200_AK: Jenny, nach 2 ½ Jahren erscheint nun der zweite Fall mit Jutta Stern und Thomas Neumann. Aber sag unsern Leser/Innen doch, warum es aus Deiner Sicht so lange gedauert hat?

JW: Das hatte verschiedene Gründe. Erstens ist von „Als Gott schlief“ alle paar Monate eine neue Version erschienen, erst E-Book, dann Ende 2014 die Printversion und erst Ende 2015 schließlich das Hörbuch. So war dieses Buch sehr lange und ausgiebig im Gespräch. Dann hatte ich noch einige Kurzgeschichten zu beenden und währenddessen habe ich bereits am vorliegenden Werk recherchiert, was sehr ausgiebig war, fast vier Jahre habe ich gebraucht um alle Fakten beisammen zu haben. Gesundheitlich wurde ich dann auch immer wieder zurück geworfen.

Dann war noch ein Projekt mit meiner Co-Autorin dazwischen. Ein krimineller Freizeitplaner. Das Buch ist ebenfalls heuer erschienen, im Juli. Und im Oktober gibt’s noch eine weihnachtliche Crime-Noir Novelle. Also ich war doch sehr fleißig.

AK: Ist es nicht vielmehr auch so, dass es eben länger dauert, einen Verlag für einen Roman zu gewinnen?

JW: Beim ersten Buch war es so. Generell ist es heutzutage schwieriger als neuer Autor einen Verlag zu gewinnen. Aber beim vorliegenden Buch war das nicht der Fall. Im Gegenteil, mehrere Verlage haben sich um das Buch bemüht und Angebote abgegeben, sodass meine Agentin eine Auktion veranstaltet hat. Das lief dann ein bisserl wie bei Ebay.

Und im Endeffekt hat dann der Emons Verlag den Zuschlag erhalten.

AK: Wir werden tagtäglich in den Medien überhäuft mit den Bildern von Flüchtlingsströmen, ihre desaströsen Verhältnisse im Lager, mit dem Unvermögen der Regierung, eine Krise zu meistern, mit den Folgen der Flüchtlingskrise, mit Abschiebung, mit Fremdenhass. Warum dieser Roman?

JW: In meinem Nachwort schreibe ich ja auch, dass ich den Roman längst begonnen hatte, als das alles erst richtig losging. Das Exposé zum Thriller war schon 2010 bei meiner Agentursuche für „Als Gott schlief“ fix dabei, weil ich ja bereits die ersten fünf Teile fertig geplottet hatte. Ich habe diese Story also schon sehr viel früher geplant, als die Situation in Europa noch nicht so extrem war.

Natürlich habe ich dann im Zuge der Überarbeitungsphase das eine oder andere aktualisiert. In der Urversion waren es ursprünglich afrikanische Flüchtlinge, um die es ging, die ja damals schon zahlreich via Lampedusa flüchteten. Das habe ich im Zuge der aktuellen Ereignisse in syrische Flüchtlinge geändert.

13232916_10153637433955963_7840828470648991118_nAK: Du hast mit der Flüchtlingsproblematik ein sehr aktuelles Thema in den Fokus Deines Buches gerückt. Wie hast du deine Recherchearbeit gestaltet?

JW: Ab 2007 habe ich bereits alle Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu den Themen, die ich in meinem Roman behandle gesammelt und in mehreren Kartons aufbewahrt. Danach habe ich sehr viel Fachliteratur gelesen. Knapp 95 Bücher zum Thema. Danach kam die Schauplatzbesichtigung, die ich als sehr wichtig betrachte, (wobei ich bei Indien und Nepal aus meinen Erinnerungen schöpfen konnte)  und in letzter Instanz natürlich zahlreiche Gespräche mit Fachleuten und Betroffenen.

Also genauso wie beim ersten Buch habe ich hier viel Vorarbeit geleistet, bevor ich überhaupt zu schreiben begonnen habe. Wobei es das Exposé zum Buch schon seit vielen Jahren gibt. Es war gleich dabei, als ich das Debüt angeboten hatte. Allerdings waren es ursprünglich afrikanische Flüchtlinge, um die es ging, die ja damals schon zahlreich via Lampedusa flüchteten.

Buch bei Kral Mödling

Buch bei Kral Mödling

AK: Du hattest die Gelegenheit für Dein Buch auch in einem Flüchtlingsheim zu recherchieren. Inwiefern sind diese Erfahrungen in Deinem Thriller eingeflossen?

JW: Nicht nur in einem. Ich war beispielsweise auch in einem Transitlager in der Nähe, also einen  Übergangslager und bei privaten Initiativen die Flüchtlinge aufgenommen haben, sowie am Bahnhof und bei der Erstaufnahmestelle und Registrierung.

Das war wichtig, um die Atmosphäre authentisch schildern zu können. Die Medien zu verfolgen ist da viel zu wenig, das macht oft ein einseitiges Bild und genau das wollte ich vermeiden. Mein Buch geht weit über die normale Berichterstattung hinaus, vor allem da ich das Thema von allen Seiten beleuchte.

12179248_10205003171624049_130220178_nAus der Sicht eines Flüchtlingsjungen zu schreiben ist sicher eine große Herausforderung. Welche Erfahrungen hast du beim Schreiben dieser Passagen gemacht? Wie schwer fiel es dir, sich in ihn hineinzuversetzen und ihm gerecht zu werden?

JW: Ich habe nicht das ganze Buch chronologisch geschrieben, sondern die Passagen von Samir und auch jene Nesrin-Hayets am Stück, bin dadurch mehrere Wochen nur in eine Person geschlüpft, habe mir quasi deren Haus angezogen und völlig in deren Welt eingetaucht. Sobald ich innerlich komplett mit der Figur verschmolzen bin, fange ich an zu schreiben. Ich nenne das auch Method Writing.

Die Ermittlungshandlung habe ich schon chronologisch geschrieben, das geht ja nicht anders.

img_4107AK: In »Als der Teufel erwachte« scheust Du dich nicht davor, Jutta durch ihre ganz persönliche Hölle gehen zu lassen und sprichst auch hier ganz gezielt sensible Themen an. Was bewegt dich dazu?

JW: Oberflächliche Geschichten wollte ich grundsätzlich nie schreiben, sondern solche, die berühren und zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Außerdem setze ich mich seit Jahren für den Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen und der Gewalt gegen Frauen und Kindern ein. Mir ist das ein großes Anliegen, deshalb wage ich mich bewusst an derart schwierige und brisante Themen.

Meine Bücher mögen keine leichte Sommerlektüre sein, aber ich hoffe abseits der Unterhaltung, dass sie länger als eine Nacht im Gedächtnis der Leser bleiben und vielleicht geben sie auch den einen oder anderen Anstoß Meinungen oder (Vor)urteile zu überdenken.

AK: Die Flüchtlingskrise und Schleppermachenschaften bieten reichlich Zündstoff. Wir erfahren auch einiges über die Mafia.

JW: Im Nachwort erkläre ich ja, dass sich die Machenschaften der Mafia und der Schlepper zunehmend vermischen, bzw. die Mafia (sowohl die am Balkan als auch einige italienische Familen) sich seit ein paar Jahren massiv am Schleppergeschäft beteiligt, weil es eben immer einträglicher wird. Einträglicher mittlerweile als Drogen oder „normaler“ Menschenhandel.

AK: Der Leser wird viel Neues über die Protagonisten erfahren …

JW: Jutta steht wieder im Zentrum des Geschehens, weil sie ja die Hauptfigur ist. Und für diese Figur habe ich in der gesamten Serie eine bestimmte Entwicklung geplant und die wird Schritt für Schritt auf- und ausgebaut. Durch bestimmte Ereignisse in ihrem Privatleben, das sich auch immer wieder mit dem beruflichen Leben vermischt entwickelt sich Jutta zu einem Menschen, der im ersten Teil so noch nicht absehbar war.

Das gleiche gilt für Tom, der im zweiten Teil eine Facette dazu gewinnt, mit der viele Leser/innen des ersten Teils wohl nicht gerechnet haben. Und Georg verändert sich nun durch den Unfall im ersten Teil. Beziehungsweise er versucht es. Nicht alles gelingt ihm wie zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören… All diese Dinge machen die Figuren nun noch plastischer und greifbarer… und menschlicher. Denn niemand ist perfekt. Auch meine Figuren haben Fehler, Ecken und Kanten und das kommt im zweiten Teil mehr raus. Da es jetzt fix eine Serie ist, ist das auch wichtig.

1473019_10152856609710963_1752064750101633559_nAK: »Als der Teufel erwachte« ist schon der zweite Fall mit dem Ermittlerteam rund um Jutta Stern. Inwiefern hat es die Entwicklung der jetzigen Handlung beeinflusst, schon mehr mit Ihren Charakteren vertraut zu sein?

JW: Es war total schön wieder mit Tom, Georg und Jutta „zusammen zu sein“, irgendwie wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Beim ersten Buch wussten ich noch nicht, ob es weitergeht, hatte keine Ahnung, ob das Debüt sich verkaufen wird, folglich haben wir den privaten Ermittlerteil stark gekürzt. Ich hatte allerdings schon 6 weitere folgen im Voraus geplant für den Fall, dass es den Leser/innen gefällt und ich freue mich, dass ich deshalb diesmal mehr von meinen Figuren zeigen darf, und sie sich entwickeln dürfen, wie es eben eine Serie braucht.

Gerade jetzt im zweiten Buch bekommen die Hauptfiguren mehr Raum und die persönlichen Entwicklungen, sowie die Beziehungen untereinander werden jetzt richtig aufgebaut. Vorangetrieben wurde das schon im ersten Band am Schluss, wo das Vertrauen der Hauptfiguren untereinander einen ersten Riss bekommen hat. Dieser wird gerade durch Ereignisse im zweiten Teil besonders zwischen Jutta und Tom tiefer. Die Figuren haben im zweiten Teil mehr Substanz erhalten, was mich sehr freut und worauf ich weiterhin wunderbar aufbauen kann.

Jennifer B.Wind und Astrid Korten auf der Frankfurter Buchmesse

Jennifer B.Wind und Astrid Korten auf der Frankfurter Buchmesse

AK: Schreibst du schon an Teil III?

JW: Zurzeit mach ich eine kleine Pause, aber mit Teil 3 habe ich schon vorher begonnen. Es wird wieder düster und dunkler, aber wieder mit realem Bezug, ein Thema, das immer wieder aktuell ist und nicht gerade an das Hier und Jetzt gebunden ist.

leger_0405AK: Würde deine Serie verfilmt werden, wen könntest du dir als Tom Neumann vorstellen?

JW: Da hab ich eine glasklare Vorstellung. Wenn es ein deutscher Produzent verfilmen würde, dann müsste Florian David Fitz diese Rolle übernehmen. Es gibt keinen besseren dafür. Nachdem er auch hervorragend als Regisseur und Produzent unterwegs ist, könnte er gleich den ganzen Film machen…Und vielleicht geht sich für mich ja ein Cameo-Auftritt aus. In Österreich könnte ich mir auch Manuel Rubey oder Max von Thun vorstellen.

Natürlich sind alle drei Schauspieler älter als Tom in den Büchern, aber sie sind sehr jugendlich – die kriegen das sicher hin!

AK: Und Jutta?

JW: Julia Koschitz, Valerie Niehaus oder Felicitas Woll würden gut passen.

Cover Emons

Cover Emons

AK: Du machst sehr viele Lesungen und wir beide wissen, dass sie immer mit einem großen Aufwand verbunden sind. Ist es stressig?

JW: Nein, ich liebe den Kontakt mit den Leser/innen. Ich freu mich immer schon Wochen vorher auf bestimmte Lesungen. Ich bin eher extravertiert und nach vielen Monaten alleine im Zimmer vor dem Schreibtisch genieße ich es draußen zu sein und mit den Zuhörern über meine Bücher zu diskutieren und auch daraus zu lesen. Das wird mir nie langweilig.

Ich bin ein Bühnenmensch. Von einem gelungenen tollen Abend zehre ich noch lange und denke gern daran, wenn ich eine Durststrecke habe. Weil ich auch gern Feedback erhalte, mache ich auch sehr gern Leserunden in Bücherforen.

Derzeit bei Lovelybooks: Leserunde „Als der Teufel erwachte“

10430466_641920859281460_6551908752893831520_nAK: Dein Mann ist Polizist. Liest er deine Krimis?

JW: Ja, mein Mann schaut nie den Tatort oder andere TV Krimis weil sie ihm zu unrealistisch sind, aber meine Krimis liest er und auch seine Kolleg/innen, die mich dann immer loben, weil alles sehr real von den Ermittlungen her dargestellt ist. Aber das liegt ja auch nur an meinem Mann, der mein Manuskript natürlich mehrmals gegenliest und kommentiert.

AK: Was machst du wenn du nicht gerade schreibst, liest oder moderierst?

JW: Ich male sehr gern und zeichne Kohleportraits. Ich schaue liebend gern Mystery-Serien, Krimis und Historienfilme, sowie Dokumentationen.  Und meine Kinder brauchen mich natürlich auch.

Der Nachmittag gehört den Kindern. Nach der Hausübung spielen wir miteinander oder machen irgendwas. Im Sommer sind wir immer draußen im Garten oder unterwegs. Zur Entspannung mache ich Yoga oder Qi Gong und geh gern zur Wassergymnastik. Außerdem habe ich das Boxen für mich entdeckt. Das powert mich so richtig aus. Aber nur am Sack und in der Luft – nicht gegen echte Gegner. Da würde ich wohl schnell im Spital landen!

61ah83zn33l-_uy200_AK: Was würdest du dir wünschen, Jenny?

JW: Dass die ewige gegenseitige Hetzerei zwischen den Menschen aufhört. Alleine auf Facebook ist es schon extrem, wie Menschen sich gegenseitig beschimpfen. Wie soll es jemals Frieden auf der Welt geben, wenn wir es im Kleinen nicht schaffen. Und ein friedliches, gütiges und unterstützendes Miteinander würd ich mir auf dieser Welt wünschen. Außerdem möchte ich dass der Raubbau an der Natur aufhört.

Aber diese Wünsche sind wohl zu überzogen um jemals in Erfüllung zu gehen.

 

61h8fxm1sklRezension Frauenpanorama: *****

Die Ermittler Jutta Stern und Thomas Neumann haben in „Als der Teufel erwachte“ in Wien ihren zweiten Einsatz. Dieses Mal werden sie mit zwei Leichen unbekannter Herkunft in einem Kofferraum konfrontiert. Die Identität der Toten muss geklärt werden. Wer sind sie? Schon bald stellen die Ermittler fest, dass sie es hier mit dem schmutzigen Geschäft des Menschenhandels zu tun haben.

Im ersten Teil des Buches wird der Leser langsam  in die Geschehnisse eingeführt und im zweiten Teil geht es sehr spannend zu. Das ist die Autorin, die wir von „Als Gott schlief“ kennen. Dann kommt der Terror in einer atemberaubenden Dimension zu Wort: Grauen, Terror, Gewalt, Sterben.

Monströse Machenschaften in der Schlepperszene tun sich da auf. Die Autorin  hat mit „Als der Teufel“ erwachte einen Thriller über ein brandaktuelles Thema geschrieben und im Vorfeld wurde auch gründlich recherchiert. Es sind hier weniger die grauenvollen Morde, die das Ermittlerteam klären muss, sondern es sind vielmehr die Fragen nach dem Warum und den Hintergründen dieser Taten. Warum geschehen diese Dinge in einer Welt, die nicht nur einer terroristischen Gewalt ausgesetzt ist? Warum wird der Schwächste im Glied immer das Opfer des Stärksten sein?

Der über 400-Seiten Roman ist in verschiedenen Abschnitten unterteilt, der Perspektivenwechsel macht das Geschehen eindringlich. Man erfährt auch viel Privates über die Ermittler selbst, sie entwickeln sich, was in „Als Gott schlief“ noch nicht der Fall war. Aber nicht nur die Ermittler kommen zu Wort, sondern auch die Opfer des Krieges – die Flüchtlinge, die von ihrer Flucht berichten, von ihren Ängsten, den Qualen, und vom Sterben. Und das Ende ist wiederum ein echtes Highlight und lässt auf den nächsten Fall mit dem Team hoffen.

In den Medien haben wir tagtäglich die Bilder des Grauens vor Augen. Jennifer B. Wind hat hierüber einen packenden Thriller geschrieben. Wer sich für die Thematik rundum Schlepper und ihre Machenschaften interessiert, wird mit „Als der Teufel erwachte“ bestens bedient und einen sehr gelungenen, gut recherchierten Roman  lesen. Der Thriller ist im Emons-Verlag als Ebook und Print erschienen

Für den Roman gibt es von Frauenpanorama die volle Punktzahl und eine absolute Fünf-Sterne-Leseempfehlung.

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Was möchtest Du dem Leser sagen, Jenny?

JW: Ich möchte mich sehr herzlich bei allen Leser/innen bedanken. Dafür, dass sie meine Bücher lesen und mir deren Vertrauen schenken. Jeder einzelne ist für mich wichtig. Ich liebe ja auch den Kontakt mit meinen Leser/innen sehr, drum mach ich so gern Leserunden und Lesungen, weil ich den direkten Austausch mag.

Man schreibt das Buch ja monatelang alleine im Kämmerlein und ich freu mich jedes Mal wenn ich raus darf zu meinen Leser/innen. Denn ohne Leser/innen sind wir Autor/innen ja nichts. Es ist wie eine Liebesbeziehung. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Mehr über die Autorin:  www.jennifer-b-wind.com

Ihre Astrid Korten / Redaktion

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