Horst Eckert und Wolfsspinne

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lesung-krefeld-2-2016Horst Eckert, geboren 1959, lebt in Düsseldorf. Laut Ulrich Noller vom WDR gilt er „als der wichtigste Vertreter des hartgesottenen Kriminalromans in Deutschland.“

Martin Schöne vom ZDF führt an, dass „er seine Leser mit einer Sprache fesselt, wie sie hierzulande kaum ein anderer Krimiautor beherrscht: stimmig, rasant, illusionslos.“ Horst Eckert beweist es wiederum mit seinem neuen, hochbrisanten Politthriller „Wolfsspinne.“

14264180_1099140083497148_6479573504017388215_nDer Autor studierte Politikwissenschaft in Erlangen und Berlin, arbeitete 15 Jahre lang als Fernsehjournalist, unter anderem „Tagesschau“ und „RTL-Nachtjournal“. 1995 erschien sein Krimidebüt „Annas Erbe“ im Grafit-Verlag.
41pbzrmggylSein Thriller „Schwarzer Schwan“ wurde als bester deutschsprachiger Kriminalroman des Jahres mit dem „Krimi-Blitz 2012“, dem Publikumspreis der Krimi-Couch, ausgezeichnet.
Eckerts Romane sind ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt sowie mehrfach preisgekrönt (Marlowe für „Aufgeputscht“, Friedrich-Glauser-Preis für „Die Zwillingsfalle“).

Der „Deutschlandfunk“ bezeichnet sie als „im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit“.

41pbzrmggylWolfsspinne der dritte Fall für Vincent Veih (Wunderlich).

„Glaubwürdig, spannend und dicht erzählt. Ein politischer Krimi auf höchstem Niveau“ (hr-info).
„Temporeich, hochaktuell“ (Kölner Stadtanzeiger).
„Brisant und spannend“ (Westdeutsche Zeitung).

Im Rahmen des neuen Thrillers habe ich Horst Eckert einige Fragen gestellt.

AK: Wie bist Du auf die Idee gekommen, dieses besondere Thema aufzugreifen, Horst?

HE: Als im November 2011 nach dem Fund der beiden toten Uwes im ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach der „Nationalsozialistische Untergrund“ und das Ausmaß seiner Verbrechen bekannt wurde, waren wir alle sehr schockiert, denke ich.

Sofort war mir klar, dass ich darüber schreiben müsste. Dann kam auch noch das Versagen der Sicherheitsbehörden ans Tageslicht und brachte eine zweite Ebene ins Spiel.

Warum haben die Verfassungsschutzbehörden in großem Umfang Akten zum NSU geschreddert? Was hat man da zu verbergen? Und haben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wirklich Selbstmord begangen? Wenn nicht, wer hat dann geschossen und warum? Auf diese Fragen wollte ich mit „Wolfsspinne“ eine Antwort geben, in Form eines Thrillers, also rein fiktiv als Gedankenspiel: Was wäre wenn …?

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AK: Wenn der Leser ins „Greens“ gehen möchte … Gibt es das Lokal aus dem Roman überhaupt? Oder existiert eine andere „Vorlage“?

HE: Nicht unmittelbar. Ich habe den Alltag einer echten Wirtin recherchiert – übrigens in Köln.

Das wurde spannender, als ich zunächst gedacht hatte, und ließ sich gut in meinen Roman übertragen. Mir geht es um das Typische oder um mögliche Abgründe hinter der Fassade, aber nicht um Tipps fürs Ausgehen am Wochenende.

AK: Empfindest Du Europa dekadent?

HE: Nein. Bei Dekadenz denke ich eher an Popstars, die mit Reichtum protzen, oder an Konzernchefs, die es als Peanuts bezeichnen, wenn sie Unternehmen an die Wand fahren oder Umweltstandards missachten.Abgehobene Eliten gibt es nicht nur in Europa. 

AK: Wie schätzt Du die terroristische Gefahr ein, die uns bedroht?

HE: Die Antwort darauf könnte Sie beunruhigen … Nein, im Ernst: Trotz all der schrecklichen Anschläge der letzten Jahre fühle ich mich sicher. Wie schlimm geht es dagegen Menschen in Kriegsgebieten!

AK: Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?

HE: Unsterblich zu sein. (AK: dito)

AK: Wie geht es weiter mit Vincent?

Der vierte Fall ist in Arbeit.

AK: Was möchtest Du Deinen Lesern sagen?

HE: Ich habe keine konkrete Botschaft. Aber wenn ich höre, dass die Lektüre von „Wolfsspinne“ nachwirkt, dann freut mich das sehr. Als Leser finde ich es ja auch reizvoll, nicht nur gut unterhalten zu werden, sondern lasse mich auch gern zum Nachdenken anregen.

Weitere Bücher des Autors mit dem Ermittler Vincent Veih:41u4zs1rjyl-_sy346_ 51nn2o6td-l-_sy346_

Homepage: www.horsteckert.de

Facebook: www.facebook.com/horsteckert
Wolfsspinne – der dritte Fall für Vincent Veih (Wunderlich).
Das Interview führte Astrid Korten

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