Corona: Grönemeyer will Kultur-Geld von reichen Deutschen – Auf einmal soll Volk „Eine Familie“ sein!

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Will Grönemeyer etwa auch das Geld von „bösen Rechten“?!

Wie sich doch die Zeiten ändern! Eben wollte Herbert Grönemeyer Andersdenkenden im Zusammenhang mit der Politik noch was diktieren und jetzt sollen diese Andersdenkenden eingeschlossen sein in eine Gesellschaft, die er auf einmal als „eine Familie“ ansieht.

Es geht – wie soll es anders sein – um Corona und Geld. Und zwar um Geld für Künstler, von denen viele aktuell zum Nichtstun verdammt sind, weil krisenbedingt keine Auftritte oder Konzerte stattfinden dürfen. Speziell geht es um die, die von der Hand in den Mund leben und auch keine großartigen finanziellen Reserven haben. Das dürften wohl die meisten in der Künstlerszene sein.

Reiche Deutsche sind nun „Eine Familie“ und könnten spenden

Und deshalb wird sich derer entsonnen, die so gut situiert sind, dass sie jene Künstler unterstützen könnten, die nun gar keine Einnahmen mehr haben. Diese kühne Idee führte Millionär Grönemeyer in einem Gastbeitrag für zeit.de aus, Zitat:

„(…)Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten in diesem wohl rauen Herbst und einem drohenden Komplett-Lockdown? Deutschland hat circa 1,8 Millionen Millionäre, und eine Gesellschaft ist eine Familie. Wenn Brüder oder Schwestern, Cousinen oder Vettern unverschuldet zum Beispiel aufgrund einer Naturkatastrophe ihre Existenz verlieren, wenn sie von Zukunftsängsten zermürbt werden, weil ihre finanziellen Grundlagen wegzubrechen drohen, dann ist es mehr als selbstverständlich, dass die, die haben in der Familie, ihnen zur Seite springen und versuchen zu helfen. Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, jeweils in diesem wie auch im nächsten Jahr, stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Existenzen zu sichern, Pleiten aufzufangen und Ängste zu mildern. Und den Familienmitgliedern wird das Gefühl gegeben, dass man ihre Sorgen sieht, dass sie ernst genommen werden und der Versuch unternommen wird, ihnen in dieser bleiernen Durchgangszeit beizustehen.(…)“

Seltsam: Auf einmal kommen dem Sänger mit der nöligen Stimme Gedanken, die sich ja fast schon „völkisch“ anhören. Die Gesellschaft – also das Volk – als eine „Familie“, schau einer an! Dabei konnte es der stets gegen rechts kämpfende Grönemeyer gar nicht gut ab, wenn ein Teil dieser „Familie“ von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machte und gegen politische Entscheidungen demonstrierte. Unvergessen seine Teilnahme an einer Gegendemo gegen Pegida und seine an dunkle Zeiten erinnernde Rede gegen rechts während eines Konzerts in Wien.

Unermüdlich gegen „rechts“

Hier sagte er wortwörtlich:

„(…)Und ich kann mich nicht erinnern in meinem Leben, ich kannte das nur vom Hörensagen, in Zeiten zu leben, die so zerbrechlich, so dünn und so dünnes Eis sind. Und ich glaube, es muss uns klar sein, dass wenn Politiker schwächeln – und das ist in Österreich glaube ich nicht anders als in Deutschland – dann liegt es an uns, zu diktieren.„Wie eine Gesellschaft auszusehen hat und wer versucht so eine Situation der Unsicherheit zu nutzen, für rechtes Geschwafel, für Ausgrenzung, Rassismus und Hetze, der ist fehl am Platze“(…)“

„Rechtes Geschwafel“: Das ist bekanntlich schon die Kritik an Merkels Asylpolitik, der Ruf nach Abschiebung (krimineller Ausländer) und der Protest gegen die immer enger werdenden Meinungskorridore.

Schon krass, dass Grönemeyer offenbar auch von diesen Menschen nun satte Geldbeträge für siechende Künstler entgegennehmen würde. Dass es sich so mancher „Rechter“ erlauben könnte, steht außer Frage! Denn viele, viele Polit- und Asylkritiker sind wohlhabend. So mancher Millionär soll auch die AfD unterstützen.

Einen solchen warmen Geldsegen hätten nun also viele Künstler auch gerne. Auch jene, die zwar nicht prominent sind, sich aber mit regierungstreuem Geseihere als die „Guten“ gerierten? Davon ist auszugehen. Denn seit 2015 konnte man so gut wie kein Theater oder Kabarett mehr besuchen, ohne mit merkel-treuen Parolen gequält zu werden. Selbst in der Provinz meinten Künstler, Bashing gegen Andersdenkende in ihr Programm einbauen zu müssen.

Warum sucht er nicht in der eigenen Szene nach Spendern?

Und nun? Jetzt bekommen wohl genau diejenigen nicht mehr die Butter auf`s Brot, oder was? Und wollen die Kohle anderer Leute, notfalls auch die der Rechten? Denn dass diese explizit aus Grönemeyers Vorschlag ausgenommen sind, davon war in seinem zeit.de-Gastbeitrag nichts zu lesen.

Ob dieser kruden Haltung kommt schon die Frage auf, warum Grönemeyer seine Forderung nicht innerhalb seiner eigenen Szene belässt?

Da gibt es doch genug Großverdiener, die mit adäquaten Summen ihre nicht so gut verdienenden und nicht-prominenten Kollegen unterstützen könnten. Wolfgang Niedecken könnte was geben, Till Brönner, Caroline Kebekus, Jan Böhmermann, Florian Silbereisen, Helene Fischer, Claudia Jung, Udo Lindenberg, Die toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, und, und, und…Fast alle der Aufgezählten haben übrigens gegen politisch Andersdenkende gebasht oder/und sind beinahe in Merkels Hosenanzug gekrochen.

Mit „Haltung“ könnte es wieder eine gute PR-Nummer werden!

Könnte der „Was soll das“-Künstler nicht bei denen mit dem Hut herumgehen? Wenn all diese Prominenten ein paar Hunderttausende oder gar mal ein Milliönchen abgeben, wäre schon was gewonnen. Eigentlich ist das doch die bessere Idee! Zumal man sich hier gleichzeitig wieder mit  „Haltung“ hervor tun könnte und am Ende nicht mit dem pelzigen Gefühl leben muss, dass womöglich „Rechte“ einen davor bewahrt haben, den Kitt aus den Fenstern fressen zu müssen!

Alles in allem wäre das doch DIE PR-Corona-Nummer schlechthin!

Also Gröni – worauf warteste?

Recherche-Nachweis: zeit.de vom 4. November 2020

Bildnachweis: picture alliance / dpa, Henning Kaiser
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