Edle Ganovin mit der Heimat im Herzen

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Astrid Korten interviewt die aus Österreich stammende Autorin Jennifer B. Wind.

In Österreich ist es um diese Jahreszeit kalt, bitterkalt, und meine Interviewpartnerin hat sich die erste Erkältung des Jahres eingefangen. „Aber ansonsten alles super“, begrüßt mich die Autorin Jennifer B. Wind. Meine Standardfrage zum warm werden, beantwortet sie daher mit einem lauten „Haaatschieee!“

babyfotoJennifer B. Wind kam in Leoben in der Steiermark zur Welt. Aufgewachsen ist die Autorin an vielen verschiedenen Orten. In ihrer Jugend gab es einige unerfreuliche Überraschungen wie den ersten Pickel, das Brauchen einer Brille, bis zu einem Schikurs, bei dem ihr damaliger Schwarm einfach nicht mit ihr tanzen wollte. „Wenn ich mir die Fotos von damals ansehe, verstehe ich das jetzt auch“, sagt sie und schmunzelt. 😉

So ganz anders als meine männlichen Interviewpartner erinnert Jennifer sich sehr wohl an ihre ersten Worte: „Baba!! (Umgangsprachlich für Tschüß), dazu hab ich wild gewinkt. Ich musste mich einfach schon sehr früh ständig verabschieden, später hab ich ein Spiel daraus gemacht.“

Für Jennifer Wind ist Heimat kein großes Versprechen, sondern eine Illusion. „Was heute deine Heimat ist, kann morgen schon nicht mehr existieren. Heimat ist in mir selbst“, so die Autorin, die in Niederösterreich wohnt und seit fast 10 Jahren verheiratet mit einem Kärntner ist.

(da soll doch einer sagen, Steirer und Kärntner verstehen sich nicht 😉 )

Dauerverliebt ist sie nicht immer, aber immer öfter“, sagt sie und lächelt geheimnisvoll. 🙂 Apropos: das Geheimnis einer langjährigen Ehe versucht Jennifer Wind immer noch zu entschlüsseln. „Generell“, so lautet ihre Devise, „würde ich sagen, den anderen nicht ändern zu wollen, sondern ihn zu nehmen wie er ist, auch wenn man ihn nicht immer versteht. – und niemals einengen oder etwas aufzwingen.“

Als Gott schlief_2d_RGB  Jennifer B. Winds Debüt-Thriller „Als Gott schlief“ erreichte im Januar den von allen Autoren heißersehnten Platz 1 in der Amazon Bestseller-Liste und in vielen Online-Buchhändler-Portalen stand sie in den Top Twenty. In dem Thriller geht es um Missbrauch von Schutzbefohlenen durch die Vertreter der Katholischen Kirche, um Opfer und Täter, um Machtlosigkeit, um Fassungslosigkeit. Ein Debüt, das beeindruckt, aber dazu später.

Viel Vergnügen beim Lesen dieses Interviews mit der sympathischen Autorin, die ich im vergangenen Jahr auf der Frankfurter Buchmesse persönlich kennengelernt habe. Uns verbindet nicht nur die Liebe zum Schreiben, sondern wir haben gemeinsame österreichische Wurzeln, beherrschen diverse Musikinstrumente und sind „edle Ganovinnen“.

 

AK: JennyPolizei_0358, verstehst Du das Phänomen „Mann“?

„Ja, ich habe eine sehr ausgeprägte „männliche Seite“. Ich trage deshalb auch sehr gern Dandy-Look.“ 😉

AK: Was ist wirklich wichtig für das eigene Leben?

„Freiheit, Selbstliebe (nicht zu verwechseln mit Selbstanbetung und Narzissmus), Liebe zu Menschen, Tieren und Dingen.“

AK: Bildung ist gut, Werte sind besser. Wenn Du die Wahl hättest: Lagerfeuergespräch mit Cindy von Marzahn oder Astrid Korten? (ja, ich weiß, das ist gemein) Warum?

„Astrid Korten, weil ich Cindys Dialekt so schwer verstehe. 😉 Außerdem graut mir vor rosa Jogginganzügen.“ *lach*

Diese Antwort gefällt mir! Auch ich verabscheue rosafarbene Jogginganzüge.

Veranstaltungseinladung Korten und Wind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AK: Ich weiß, Du hast keine Angst vor der Konkurrenz.

„Nein, die haben nur Menschen, die sich minderwertig fühlen. Jeder findet seine Nische, in der er Erfolg haben kann, in der Art und Weise wie er das möchte. Erfolg bedeutet schließlich für jeden etwas anderes.“

AK: Drei Begriffe, die Dich beschreiben?

„Wissbegierig, hyperaktiv, freiheitsliebend.“

(Hey Sister!)

AK: Was sollte auf deinem Grabstein stehen?

„Baba! Mein erstes Wort wäre somit auch mein letztes.“ 😉

AK: Was treibt dich auf die Palme?

„Ungerechtigkeit, Unehrlichkeit, Neid, Nörgelei, Egoismus, der Raubbau an der Erde, Abschlachtung der Wale, Kriege im Namen diverser Religionen, Menschenrechtsverletzungen, Kindes- und Tiermisshandlungen …“

AK: Dein Plädoyer für den deutschlandweit längst totgesagten Begriff Multikulti?

„Ist er denn totgesagt? Ich bin der Meinung, dass jeder heutzutage eine Rassenmischung ist. Gibt es den reinen Deutschen oder Österreicher, oder Amerikaner denn wirklich? Ich selbst bin eine bunte Mischung, wenn man sich meine Ahnen ansieht.“

AK: Wird ein Ausländer einen andern Ausländer jemals wirklich verstehen, wenn die Seelen ihrer Kulturen sich gravierend unterscheiden?

„Auch innerhalb des eigenen Landes unterscheiden sich die Seelen und Kulturen. In einer 10 köpfigen Bauernfamilie geht es ganz anders zu als in einer Kleinfamilie in der Stadt. Es ist ein Irrtum zu glauben, bloß weil wir im selben Land leben, denken wir gleich. Jeder Mensch hat andere Werte und Ziele im Leben. Für jeden bedeutet Glück etwas anderes, jeder glaubt an etwas anderes, das reicht von Gott über spirituelle Dinge. Meiner Meinung nach geht es nicht darum jeden zu verstehen sondern dass man akzeptiert, dass wir nicht alle gleich sind. Und dass wir alle trotzdem Menschen sind und denselben Planeten bewohnen. Was hat es da für einen Sinn sich ständig gegenseitig zu bekriegen?“

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AK: Wirst Du manchmal missverstanden?

„Ja. Ein Beispiel? Ich hab in Osaka eine Tomatensuppe mit Gebäck bestellt und bekam eine Maissuppe ohne Gebäck.“ Jennifer grinst. „Tja, auch mit Englisch kommt man nicht überall weiter.“

AK: Welche Illusion lässt Du Dir nicht nehmen?

„Dass es irgendwann ein friedliches Miteinander auf diesem Planeten gibt, in freundlicher Koexistenz mit allen seinen Individuen.“

wind_orchids AK: Deine Werke?

„Nach mehreren Kurzgeschichten und Ratekrimis ist 2014 mein erster Roman erschienen, sowie ein zweisprachiges Werk „Blutige Orchideen-Bloody Orchids“, das aus Kurzgeschichten besteht.“

Inhalt: TEIL 1: DENDROBIUM
Was haben Orchideen mit Mord zu tun? In Jennifer B. Winds Kurzkrimis eine ganze Menge. Und dieses Lesevergnügen gibt es hier nicht nur auf Deutsch, sondern im gleichen Band auch auf Englisch – gibt es eine spannendere Möglichkeit, Sprachkenntnisse aufzufrischen? – Inklusive Ratekrimi! (Quelle Amazon)

AK: Dein aktuelles Buch?Als Gott schlief_2d_RGB

Als Gott schlief“ ist mein Debüt-Thriller, der im Frühjahr 2014 zuerst als EBook bei Dotbooks erschienen ist und seit 10. Dezember 2014 als Klapppenbroschur-Ausgabe im Gmeiner Verlag auch in den Buchhandlungen steht und wovon gerade die zweite Auflage gedruckt wird. Es ist der Auftakt einer Reihe mit der Kriminalbeamtin Jutta Stern und ihrem Partner Dr. Thomas Neumann. Beide bekommen es mit grausamen Morden an Klerikern zu tun. An den Tatorten werden mysteriöse Hinweise gefunden, die nicht sofort entschlüsselt werden können. Bis sie eine Spur finden, die in die Vergangenheit reicht. Die Handlung spielt sowohl in Österreich als auch in Deutschland. Zusätzlich gibt es eine Erzählperspektive, die in die 70er Jahre führt.“

AK: Wie geht Du mit einer 1*-Sterne-Kritik um?

„Da es mein erstes Buch ist, war die erste 1 Stern Kritik für mich nicht so leicht zu verdauen. Aber es wird besser und dafür sorgen die vielen Leser/innen, denen das Buch sehr gut gefallen hat. Und ich tausche mich mit erfolgreichen Autorenkollegen aus, das macht Mut.“

AK: Vermitteln Deine Romane Einblick in Deine Arbeit oder sind sie ein Spiel mit der Wirklichkeit?

„Ich schreibe gern Fact-Fiction. Das bedeutet in meinen Romanen, so auch in „Als Gott schlief“ fließen wahre Begebenheiten ein. Der Fall an sich ist fiktiv, aber was zu diesen Morden führt ist alles andere als fiktiv und dafür habe ich sehr viele Jahre recherchiert. Ich recherchiere unglaublich gern, darin gehe ich vollkommen auf und kann mich tage-, monate- oder jahrelang mit einem Thema beschäftigen. Deshalb schreibe ich auch sehr gern historische Kurzkrimis. Wer weiß, vielleicht schreibe ich auch irgendwann noch historische Romane.“

AK: Was macht Lust auf das große Abenteuer des Lebens?

„Das Leben selbst!

AK: Schon mal selbst eine kleine Sünde begangen? Ich höre?

„Kann denn Liebe Sünde sein…..“

(Oh, höret, höret ;-)Endlich mal eine ehrliche Antwort!)

frauenlauf 2AK: Hast Du Kinder? Wenn ja, Was sagen sie zur Mama als Autorin?

„Ja zwei Töchter und die sind total begeistert. Als der Katalog von Weltbild eintrudelte und ich mich dort entdeckt habe, hat die kleinere immer gerufen „Mama ist in der Zeitung!“ Sie kennt ja den Unterschied nicht. Die Große hat in der Schule schon darüber gesprochen und fragt mich ständig, wann sie meine Sachen lesen darf. Aber da muss sie auf jeden Fall noch warten.“

AK: Lesen sie deine Bücher?

„Sie sind definitiv zu jung dafür.“

AK: Warum schreibst Du (Thriller, Romane, Kurzgeschichten)?

„Ich hab immer schon geschrieben, das ist bei mir wie eine Sucht, ich kann nicht ohne zu schreiben leben, und auch nicht ohne zu lesen. Zum Thriller bin ich über Horror gekommen.“

AK: Definition von Leidenschaft?

„Liebe ist besser. Leidenschaft ist flüchtig, Liebe ist tief und langlebig. Außerdem steckt im Wort Leidenschaft schon ein negativ besetztes Wort.“

 AK: Ganovin oder Edelfrau? Warum?mafia_0470

„Edle Ganovin ;-). Das eine schließt das andere ja nicht aus. Und ich würde gerne den reichen und machtgierigen Menschen lasziv das Geld aus der Tasche ziehen und für gute Zwecke einsetzen. Also Robine Hood.“ 😉

AK: Ist Dein Leben eher ein Roman- oder ein Sachbuch?

„Eine Oper.“ 😉

AK: Wie dürfen wir uns Deinen Schreibtisch vorstellen?

„Oh je, ich freue mich jeden Tag, wenn ich die Tastatur noch finde.“ 😉 Deshalb habe ich zwei Schreibtische und zwei Computer.“ 😉

AK: Wo auf Deinem Schreibtisch liegen die Büroklammern?

„Links am Regal in einer Box.“ (Das kam wie aus der Pistole geschossen!)

AK: Beste Schreibzeit: Highnoon oder Mitternacht?

„Weder noch. Vormittag, weil da die Kinder aus dem Haus sind und abends wenn sie schlafen.

AK: Dein Mittel gegen Müdigkeit?

„Matcha-Mandel-Shake mit Zimt oder Yogi Tee (Da gibt’s viele verschiedene Sorten und jeder Tee enthält einen Sinn-Spruch wie ein Glückskeks, das motiviert meist sehr ;-))

DSC_0046AK: Entwickelt sich das Autorendasein zum Showgeschäft oder war das schon immer so? Wie geht man damit um?

„Das kommt auf den Autor an. Ich spiele gern Theater, mir macht es deshalb nichts aus, auch mal szenische Lesungen zu machen oder ein bisserl „Show“, im Gegenteil, ich liebe diese Inszenierungen sogar sehr. Denn Bücher sind ja nichts anderes als „Filme im Kopf“ und dieses Kopfkino kann man durchaus ein bisschen schüren. Aber niemand soll sich verbiegen müssen, deshalb denke ich sollte jeder Autor sich so präsentieren, wie er es für richtig für sich selbst haltet.“

AK: Was glaubst Du, wie sieht es denn nun wirklich in den Köpfen der Verlagsspitzen aus?

„Ich nehme an, genauso wie in allen Firmen. Da ich selbst jahrelang als Führungskraft gearbeitet habe, weiß ich wie schwierig es ist, allen Mitarbeitern gerecht zu werden, und wenn viel Geld hinter einer Sache steckt, wird man eben vorsichtiger. Das führt in der Buchbranche dazu, dass sich Verlage nicht mehr so oft vorbehaltlos auf neue Autor/innen einlassen, oder erstmal via E-Book austesten.“

AK: Heute werden Lesungen inszeniert. Würdest Du auf einer Lesung im Kampfanzug oder Dienstkleidung erscheinen?

„Beides ;-)) Ich habe schon Lesungen im Mittelaltergewand bestritten, und finde das manchmal sehr erfrischend, auch für das Publikum. Aber generell ist schwarz meine „Dienstkleidung“, sehr gern Leder. Wenn ich Lederhose und/oder Lederjacke anziehe fühle ich mich augenblicklich beschützt und geborgen, keine Ahnung warum.“

AK: Verliert der Schriftsteller nicht seine Balance zwischen den zahlreichen Verlagsanforderungen und der Wahrung einer stabilen Autorenidentität, wenn er/sie den Clown mimt?

„Man muss nicht den Clown mimen, außer man schreibt Satiren 😉 Ich biete zusammen mit meiner Kollegin kabarettistische Lesungsabende an, die sehr gut ankommen. Warum sollen Autor/innen immer bitterernst daher kommen? Ich finde es wichtig, gerade in Zeiten wie diesen, auch über sich selbst lachen zu können.“

AK: Peinlich oder Erfahrungen sammeln?

„Erfahrungen sammeln 😉 und die Fotos anschließend verbrennen.“

AK: Was darf ein Autor unbedingt nicht können?

„Kochen?

AK: Dein allererstes Buch? Hat es Dir gefallen?

„Die Bibel. Tja also das war wohl mein erster Krimi 😉

AK: Gott oder Teufel?

„Mensch, denn die Existenz der anderen beiden Figuren ist nicht bewiesen.“

AK: Schicksal oder Bestimmung?

„Anziehung. Jeder zieht genau das in sein Leben, was er gibt oder eben nicht. Gedanken werden Dinge. Wenn ich ständig negativ denke, dann werde ich auch nur Negatives in mein Leben ziehen.“

Jenny_0523AK: Die beste Entscheidung Deines Lebens?

„Ich bereue gar nichts 😉 Somit waren alle meine Entscheidungen die besten, denn sie haben mich an diesen Punkt gebracht, an dem ich jetzt bin und ich kann sagen ich bin ein sehr zufriedener Mensch.“

AK: Darf ich weiter meine überreizten und durchgedrehten Fragen stellen und Dir mit meinem Übermut anzustecken versuchen.

„Mir würde nicht im Traum einfallen, nein zu sagen.“ 😉

(Kluges Mädchen! ;-))

AK: Wann wurdest Du das letzte Mal hinterhältig reingelegt?

„Erst 2014, wobei man oft nicht weiß, ob es wirklich hinterhältig war, oder aus Unwissenheit geschehen ist. Also sagen wir so: ich fühlte mich reingelegt.“ 😉

Gmeiner Plakat!!


 

 

 

 

 

 

AK: Wann angenehm überrascht?

„Als ich am 2. Jänner den Weltbild Katalog aufgeschlagen habe und mein Buch unter Bestseller und Aufsteiger wiederfand. Das war irre, weil niemals erwartet.“

AK: Stimmst Du zu, dass Männer insgesamt – seitdem der Durchschnittsmann in Europa vor dem Zubettgehen eine Gesichtscreme aufträgt – heute wesentlich besser aussehen als noch vor zehn Jahren?

„Also den Mann, der eine Nachtcreme aufträgt, kenn ich nicht.“ 😉

AK: Was hältst Du von der Entwicklung des Buchmarktes?

„Dazu kann ich nur so viel sagen, alles unterliegt einer bestimmten Entwicklung, zu jeder Zeit hat es Neuerungen gegeben, neue Techniken und Spielereien. Gelesen wird immer werden, genauso wie man immer Musik hören wird. Das Medium ist dabei völlig egal.

AK: Magst Du E-Books? Warum?

„Ja, ich liebe meinen Reader, da ich den immer in der Handtasche habe und somit bei jeder Wartezeit sofort Lesestoff habe. Auch im Urlaub, im Krankenhaus, etc. ist ein Reader sehr praktisch, da man einfach viele Bücher auf kleinem Raum mitnehmen kann. Außerdem kann man die Schrift einstellen, Notizen machen ohne das Buch zu zerstören. Alles Dinge, die mit dem Printbuch nicht gehen. Aber natürlich lese ich nach wie vor auch Print, das aber meist nur zu Hause. Ich liebe den Geruch eines frischen Buchs beim Auspacken und meine Augen lesen auch sehr gern von Papier, deshalb drucke ich mir Dateien auch immer aus. Am Computer kann ich überhaupt nicht lesen.“

AK: Welche Bücher befinden sich gerade auf Deinem Nachttisch?

„Wild von Cheryl Strayed, The Wild Truth von Carine MacCandless.”

AK: Wie riechen Bücher?

„Wie eine Droge.“

AK: Welches Buch ist schon mal gegen die Wand geflogen?

„Ein Kochbuch.“

Jenny beim tauchen 001 AK: Dein Hobby?

„Eines? Ich habe viele Hobbys. Neben lesen sind das: Tauchen, Reiten, Yoga, Malen, Zeichnen, Filme gucken, ins Theater (Oper, Musical) gehen, Klavier spielen, singen, tanzen, …“

AK: Musik beim Schreiben?

„Nie! Ich neige zum Mitsingen und dann kann ich klarerweise nicht mehr schreiben.“klavier spielen

AK: Essen oder Trinken zur Lektüre?

„Tee, Literweise!“

AK: Currywurst, Austern oder Sushi?

„Sushi!“

AK: Gibt es einen Klassiker, der Dich völlig kalt gelassen hat?

„Die Einsamkeit des Langstreckenläufers *Gähn* und Ulysess *Doppelgähn*

Thalia Wien Landstraße Büchertisch ;-) AK: Lieblingsname aus einem Deiner Romane?

„Dyani.“

AK: Deine Lieblingsautoren?

„Das ist eine Fangfrage gell?“ 😉

 

(Hey Sister, man kann Dir auch nichts vormachen!) 😉

AK: Gibt es ein gutes Lesen im schlechten Leben?

„Lesen kann einem das Leid eines schlechten Lebens wesentlich verkürzen beziehungsweise vergessen lassen.“

AK: Führt gutes Lesen automatisch zu einem besseren Leben?

„Wenn man das Richtige liest schon.“ 😉

AK: Jetzt aber! Ist Facebook eher männlich oder weiblich?

„Keines von beidem.“ (Also ein Zwitter?)

AK: Twitter?

„Ja, sicher und Pinterest und… Ich bin ein Computernerd, immer schon gewesen 😉 Ich war schon im Internet, da wusste in Österreich noch kaum jemand was das WWW ist.“

AK: Google?

„Sogar meine Tochter kennt den Begriff schon.“

AK: Braucht man diese Portale tatsächlich? Warum?

„Zum Leben nicht. Aber sogar in der Volksschule müssen die Kinder schon „googeln“. Und als Autorin erleichtert es mir die Recherche ungemein. Facebook war für mich sehr wichtig, als ich kaum raus konnte um Kontakte zu halten und neue zu knüpfen.

AK: Alternative zum Kriminalroman: Liebesgeflüster oder Kinderbuch?

„Fantasy, Science Fiction und Horror.“

AK: Wann gibt es etwas Neues aus Deiner Feder?

„Kurzgeschichten kommen heuer einige in Anthologien raus und 2016 der nächste Roman mit Jutta und Tom, sowie ein krimineller Freizeitplaner mit dem Titel „Wer mordet schon in Niederösterreich“ im Herbst 2016, den ich mit meiner Kollegin Veronika A. Grager zusammen schreibe. Ein Jugendkrimi ist ebenfalls fertig und ein Roman im Entstehen. Und dann arbeite ich noch an einem ganz neuen Werk, wo ich eben erst das Exposé abgeliefert habe ….“

AK: Magst Du Abschiede?

„Nur wenn etwas Altes geht, kann etwas Neues in dein Leben kommen.“

AK: Worüber könntest Du locker eine Nacht mit mir und einer Flasche Rotwein am Kamin sitzend, diskutieren? Wie wär’s mit einem Beispiel?

„Ich würde mir Tee machen, vielleicht mit einem Schuss Baileys ;-), Du kannst über alles Mögliche mit mir diskutieren, sogar mehrere Nächte, ich liebe es! Such dir was aus: Ressourcenknappheit, Hungersnot, Kriege, Nahostkonflikte, Tierschutz, Bücher, Musik, Filme, die Oscar Verleihung ;-), Männer, Kinder, Kolleg/innen *lach*, Super Tauchreviere, Ausgrabungen, Mythologie, fremde Kulturen…..

AK: Welche Vorsätze hast Du für 2015?

„Noch fitter werden und noch gesünder leben. Meine Abgabetermine einhalten und mich nicht unterkriegen lassen. *lach*

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 AK: Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

„Vielen Dank! Danke, dass ihr mir durch euren Kauf, eure Rezensionen, und euren motivierenden Nachrichten, die Möglichkeit gegeben hat, einen Traum wahr werden zu lassen. Durch euch kann ich jetzt weiterschreiben und meinem Leben die Richtung vorgeben, in die es mich seit Jahrzehnten zieht.“

 

AK: Vielen Dank für das Interview, Jennifer.

 

Liebe Leser von Frauenpanorama,

gestatten Sie mir als Redakteurin von Frauenpanorama noch eine kurze Anmerkung zum Thema des Debütthrillers „Als Gott schlief“. In dem Thriller geht um Missbrauch von Schutzbefohlenen durch die Vertreter der Katholischen Kirche, um Opfer und Täter, um Machtlosigkeit, um Fassungslosigkeit.
Solange es Menschen gibt, die andere als Opfer für ihre Machtgelüste betrachten, wird der Missbrauch nicht zu verhindern sein. Wir können aufklären, wir können informieren. Aber wir können nicht verhindern, dass es immer und immer wieder passiert. Ihre Astrid Korten.

Das Interview führte Astrid Korten-Autorin

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