„Im Geschäftsleben nie alle Brücken abbrechen!“

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Sandra_aktuell Sie hat für Politiker gearbeitet, ist heute als Journalistin und Mediaberaterin tätig und engagiert sich in Charity-Projekten stark für benachteiligte Frauen und Kinder: Sandra Pabst aus Berlin. Welche Tipps die energiegeladene Geschäftsfrau anderen Business-Ladies geben kann, was sie in ihre Freizeit macht und wie sie schon als Kind ihre journalistische Ader entdeckte, erfahren Sie im Interview:

FP: Du hast für die Bundesminister Horst Seehofer und Ilse Aigner gearbeitet, warst als Redakteurin für das Hamburger Abendblatt tätig – erzähle uns doch ein wenig zu Deinem beruflichen Werdegang.

SP: Ich habe mich schon als Kind für die Medien  interessiert und mit einer Freundin das „Käseblatt“ herausgeben, eine Papierseite mit gemalten Comics und lustigen Texten aus unserem Alltag. Nach dem Abitur ging es für ein Jahr zum Journalismus-Studium in die USA. Nebenbei war ich Praktikantin bei einem  lokalen Fernsehsender.

Dann folgten die seriösen Jahre mit Jurastudium und Rechtsreferendariat. Ich habe für ein juristisches Magazin bunte Geschichten geschrieben und zwischendurch auch als Börsenreporterin und Fernsehredakteurin in London gearbeitet. Den letzten Schliff als Journalistin bekam ich auf der Axel Springer Journalistenschule. Nach dem Volontariat bin ich als Politikredakteurin für das Hamburger Abendblatt übernommen worden.

Dann kam das Angebot in die Politik zu wechseln und die politische Kommunikation für den damaligen Bundesminister Horst Seehofer zu übernehmen. Heute bin ich als Journalistin und Medienberaterin selbständig, entwickle Konzepte und Kommunikationsstrategien.

FP: Welche Eigenschaften muss man mitbringen, um in der Medienbranche erfolgreich zu sein?

Wichtig sind Neugierde, Kreativität, Hartnäckigkeit und Ehrgeiz. Wer nicht gern kommuniziert oder introvertiert ist, wird es eher schwer haben. Außerdem muss man sich ein dickes Fell zulegen. In der Branche wird mit harten Bandagen gekämpft, da darf man nicht schnell beleidigt sein.

FP: Welche Business-Tipps gibst Du Frauen, die sich selbstständig machen wollen oder am Anfang ihres Berufslebens stehen?

Zunächst sollte man eine Marktrecherche für das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung durchführen. Welche Chancen gibt es überhaupt für meine Leistung? Dann ist es wichtig kreativ zu sein, sich ein Netzwerk aufzubauen. Zielstrebigkeit und Fleiß sind unabdingbar für den Erfolg.

Auch als Angestellte ist der Aufbau eines guten Netzwerks das A und O. Die besten Jobs erhält man nur auf Empfehlung oder weil man sich kennt. Dazu ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben, sich auf Veranstaltungen blicken zu lassen und mit den Leuten zu reden. Speziell Frauen müssen lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. Männer sind da viel entspannter. Im Geschäftsleben sollte man nie alle Brücken hinter sich abbrechen.

FP: Was unterscheidet Berlin von anderen Wirtschaftsstandorten in Deutschland?

Berlin ist eine sehr junge, lebendige Metropole mit einem ausgeprägten Dienstleistungssektor und einer kreativen Startup-Szene. Im Gegensatz zu Hamburg oder München ist die Stadt nicht so festgefahren. Dort sind die Netzwerke für Neulinge nur recht schwer zugänglich. In Berlin kann man gerade als junger Mensch noch etwas bewegen und schnell nach oben kommen.

Berlin ist eine grüne Stadt  und sehr international mit niedrigen Lebenshaltungskosten und einer guten Infrastruktur. Genau aus diesen Gründen wählen viele ausländische Firmen Berlin als europäischen Firmenstandort.

FP: Wie sieht ein perfekter Arbeitstag für Dich aus?

In meinem Beruf habe ich das große Glück viele außergewöhnliche Menschen kennenlernen zu dürfen und interessante Gespräche zu führen. Jeder Tag, an dem ich solche Begegnungen habe, ist ein perfekter Arbeitstag.

FP: Du bist in Berlin auch als Charity-Lady bekannt. Magst Du etwas über Dein Engagement erzählen?

SP: Wir Frauen in der westlichen Welt und speziell in Deutschland haben alle Möglichkeiten, das Beste aus unserem Leben zu machen. Wir dürfen lieben, wen wir wollen. Wir können zur Schule und Universität gehen und einen Beruf ergreifen. Wir müssen niemanden um Erlaubnis bitten. Für mich entsteht daraus die Pflicht, positiv zu sein, zu schätzen, was man hat und diese Chancen auch zu nutzen.

Ich bin im Beirat von Women4children, einer Organisation, die Frauen- und Kinderhilfsprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. Mir ist es wichtig, Frauen in weniger privilegierten Ländern dabei zu helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

FP: Was machst Du in Deiner Freizeit, wie entspannst Du?

SP: Ich gehe gern mit meinen Freunden aus. Ich liebe es zu reisen und entspanne beim Yoga.

http://pabst-kommunikation.de/die-agentur/

Copyright Foto: Ricarda Spiegel

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