„Irische Wurzeln stehen im Vordergrund unserer Musik“

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Grandiose Stimmen und eine Optik, die eher zu Hollywoodschauspielern als zum klassischen Erscheinungsbild von Tenören passt – die drei Jungs von THE CELTIC TENORS kommen alles andere als gediegen daher.

Mit unnachahmlicher Hingabe, viel Humor und wirklich erstklassiger Musik unterhalten die drei Irländer ihr Publikum – und das weltweit.

Matthew Gilsenan, James Nelson und Daryl Simpson – so die Namen der Musiker – können bereits in den USA, Asien und Europa auf eine große Fan-Gemeinde verweisen. Vor allem ihre Balladen gehen unter die Haut.

„Forever young“ zum Beispiel ist ein brandneuer Song aus dieser Kategorie.

Dieses Lied und viele weitere mehr – darunter viele neue Stücke – präsentieren THE CELTIC TENORS, wenn sie im November 2017 hierzulande auf Tournee sind.

Für die Besucher ihrer Konzerte wird es ein Genuss sein, wenn in der atemberaubenden Musikshow die perfekt ausgebildeten Stimmen der Tenöre zur vollen Entfaltung kommen. Zudem wird es auf der „timeless“-Deutschlandtour 2017, die von „Klassik Radio“ präsentiert wird, während des Konzerts am 7. November 2017 in Bielefeld einen königlichen Höhepunkt geben.

Desislava Deseva, Kulturexpertin aus Plovdiv, hat Daryl Simpson (links im Bild), einen der drei Tenöre, für Frauenpanorama interviewt:

FP: Im November gehen Sie auf große Deutschland-Tournee, sind von Norddeutschland bis Mitteldeutschland unterwegs – worauf freuen Sie sich am meisten?

DS: In den letzten 15 Jahren sind wir oft in Deutschland auf Tournee gewesen.

Das Land und das Publikum sind nichts Unbekanntes für uns – das sind gebildete Leute, die unsere Musik verstehen und miterleben. Sie wissen unsere Kunst zu schätzen und all das spüren wir, wenn wir auf der Bühne in Deutschland sind.

Wir haben verschieden Städte in Deutschland schon mal besucht, unter anderem Hamburg, Berlin, München, Jena und Leipzig. Auch ein Fanclub begleitet unsere Tournee, auf die wir uns sehr freuen.

FP: Ihr musikalisches Repertoire reicht von Klassik bis Rock – welcher Musikstil liegt Ihnen persönlich am meisten?

DS: Die Musik, die ich persönlich bevorzuge, hängt sehr von der Stimmung, in der ich bin, ab.

Gerne höre ich langsame Lieder; Musik, die die Schönheit wiedergibt und die der Seele gut tut. Je nach Stimmung – manchmal neugierig, müde, fröhlich – variiert auch meine Musiklust. Die Musik stellt eine Reise dar und dabei sind keine Grenzen präsent. Ich liebe auch keltische Musik und Irische Lieder – sie bringen viel Gleichgewicht rüber.

Klassische Musik und Oper höre ich natürlich auch.

FP: Wie kamen Sie mit Ihren beiden Sangeskollegen zusammen – erzählen Sie doch mal, wie alles begann!

DS: Wir kommen aus der Welt der klassischen Musik: alle drei von uns haben in den großen Opernhäusern Europas gearbeitet. Wir wollten auf keinen Fall das Echo der drei Tenöre Pavarotti, Domingo und Carreras sein, sondern etwas anderes anbieten.

Und zwar etwas, was den irischen Volksliedern nah kommt. So ist die Idee geboren, Musikprojekte zu entwickeln, die eine Mischung sind, aber eben die irischen Wurzeln unserer Gruppe in den Vordergrund stellt.

Jetzt haben wir keine Zeit mehr für die Oper, denn unsere Musik ist nun Vollzeitbeschäftigung.

FP: Wodurch lassen Sie sich im Hinblick auf Ihren Gesang inspirieren?

DS: An erster Stelle steht die keltische Musik.

Diese Musik hat einen sehr starken Einfluss auf das Publikum – in jedem Teil der Welt. Die Konzerte, die Live-Aufführungen, geben uns unheimlich viel Energie, sie laden uns drei auf; der Gedanke an sich, dass wir Verantwortung tragen – unseren Fans und der Musik gegenüber, das ist unser Akku.

Last but not least – sehr inspirierend ist die Möglichkeit, zu interpretieren.

FP: Bei Ihrem Konzert am 7. November 2017 in Bielefeld werden Sie auf der Bühne prominente Unterstützung haben – und zwar von 80 Sängern vom Königlichen Gesangsverein Mastreechter Staar, einer der ältesten und bekanntesten Chöre der Niederlande – wie kam es dazu?

DS: Das wird ein sehr, sehr aufregender Moment für uns sein! Dazu kam es sehr spontan und sehr emotional: einer der Chorsänger kam an einem Abend – nach einem unserer Konzerte in den Niederlanden – direkt auf die Bühne und hat seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. Danach sind wir ins Gespräch gekommen und dabei ist die Idee geboren.

Spannend – oder?!

FP: Auf Ihrer Tournee werden Sie Ihre aktuelle Platte „timeless“ präsentieren. Was für neue Stücke erwartet das Publikum?

DS: Die Platte ist dem Ozean und dem Wasser gewidmet – allgemein dem Leben im Ozean. Deswegen gibt es das Lied „Calypso“, das über Jacques Cousteau erzählt, der Meeresforscher war und mit seinem Boot die Ozeane erforschte.

Es gibt das klassische Lied „The Boxer“ und auch eine Interpretation von „Westside story“, die bisher noch nicht gespielt wurde, sowie eine eigene Version von „Forever young“. Ich glaube, das Publikum wird positiv überascht sein.

FP: Ihre künstlerischen Darbietungen sind sehr anspruchsvoll – wie halten Sie Stimmen, Körper und Geist fit?

DS: Alle drei respektieren wir unseren Körper und achten sehr darauf, dass Seele und Körper im Gleichgewicht sind. Ich selber versuche, mich gesund zu ernähren und auch Gymnastikübungen zu machen.

Auch eine qualitativ hochwertige Ernährung ist von großer Bedeutung. Ich muss aber auch sagen, dass uns das Publikum sehr viel Energie gibt. Der Kontakt mit ihm hat einen energetisch erfrischenden Effek auf mich und meine Kollegen.

Jedes Konzert stellt natürlich eine große Herausforderung dar. Ich trinke viel Heißgetränke mit Zitrone und Honig, das gibt mir Energie und Vitamin C. Allerdings sind wir alle drei Kaffeeliebhaber und manchmal übertreiben wir damit, was nicht sehr richtig ist.

FP: Welche Musik hören Sie privat gern?

DS: In letzter Zeit höre ich sehr oft Cat Stevens. Ich mag auch Countrymusik aus den USA und natürlich auch die irische Band U2.

Ich bin sehr begeistert von Foy Vance, einem Sänger aus Belfast, der sehr schöne Musik macht. Insgesamt stehe ich auf gute Musik, die im Gleichgewicht ist mit der Natur und der Seele des Menschen.

FP: Was machen die Celtic Tenors in ihrer Freizeit – sofern vorhanden? Gibt es Hobbys? 

DS: Matthew malt in seiner Freizeit, er macht das immer besser – eigentlich phantastisch. James ist stark in Sachen Wohltätigkeit engagiert und zwar in einer Organisation, die Kindern in Kenia hilft.

Ich arbeite in meiner Freizeit mit einem Friedens-Chor in meiner Stadt und somit trage ich zur Entwicklung der jungen Musiker-Generation bei.

Alle Deutschland-Termine von THE CELTIC TENORS unter www.theceltictenors.de

Bildnachweise: celtic-tenors.com

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