Leipzig: Behindertenfahrdienst in Not – kein Geld!

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Teilhabe – ein großes Wort, das Politiker gern im Munde führen. Es wird meist im Zusammenhang mit den verschiedensten Gesellschaftsgruppen gebraucht, vordergründig für Kinder und behinderte Menschen.

Im Alltag aber sieht die viel gepriesene Teilhabe eher nicht so rosig aus, im Gegenteil: bei Kindern, deren Eltern Leistungen vom Jobcenter beziehen, sind es wenige zehn Euro-Scheine im Jahr, die es vom Staat gibt, mit denen sich echte Teilhabe oftmals aber gar nicht erzielen lässt! Und auch die Behinderten werden – so scheint es – mehr und mehr vergessen.

Immer wieder machen Fälle Schlagzeilen, bei denen die Kürzung von Leistungen bei den Schwächsten der Gesellschaft thematisiert werden. So auch dieser Tage in Leipzig, als ein Beitrag des Radiosenders MDR 1 Radio Sachsen aufhorchen ließ. Dort ging es um den Behindertenfahrdienst in Leipzig, der sehr in Not ist, denn: die Fahrer, die die behinderten Menschen von A nach B – sprich: zu Terminen oder auch Veranstaltungen – bringen, werden knapp.

Im Originalton des Radiobeitrages waren Frauen zu hören, die gerade dabei waren, mittels diesen Fahrdienstes zu einer Veranstaltung zu gelangen –  gelebte Teilhabe eben.

Doch das alles könnte sich bald ändern, denn der Behindertenfahrdienst Leipzig ist (und da wird er bundesweit wohl nicht der einzige sein) in großen Nöten.

Kein Geld da, um zukünftig Behinderte zu transportieren?

Der Grund klingt für ein reiches Land wie Deutschland freilich wie der blanke Hohn, denn er lautet: kein Geld. Im Beitrag kam der Geschäftsführer des Behindertenverbandes Leipzig zu Wort, er beschrieb die große Not, in der der Verband aktuell ist.

Seinen Worten zufolge ist es derzeit ein „harter Kampf“, diesen Fahrdienst für behinderte Menschen zu erhalten. Er findet nach eigenen Aussagen kaum noch Leute, die als Bundesfreiwillige diesen Fahrdienst leisten, was auch daran liegt, dass der Zivildienst vor einigen Jahren abgeschafft wurde. Seinerzeit bekamen sie dadurch fünf Leute pro Jahr zugesprochen.

Das ist nun nicht mehr so und er muss nunmehr über den Bundesfreiwilligendienst Leute für den Behindertenfahrdienst suchen. Das tut er händeringend.

Und dann sagt er im Radio einen Satz, den die Deutschen (auch genannt: „die schon länger hier Lebenden“) in letzter Zeit oft hören, wenn es um Mittel oder/und Leistungen für körperlich und finanziell benachteiligte Menschen geht: „Es ist kein Geld da“.

Dieser Satz schreit geradezu danach, einmal auseinandergenommen zu werden – man muss ihn sich geradezu auf der Zunge zergehen lassen!

In einem der reichsten Länder der Welt, in Deutschland, kann ein Behindertenfahrdienst auf keine staatlichen Gelder zurückgreifen, die Behinderte von A nach B bringen! Laut Lothar Jenich, dem in dem Radiobeitrag porträtierten Geschäftsführer, gab es hierfür zwar einst Fördermittel vom Bund, aber diese laufen Ende 2018 aus.

Sprudelnde Steuereinnahmen – doch „länger hier Lebende“ haben oft nichts davon

Es sind also keine finanziellen Mittel vorhanden, um Fahrer für den Behindertenfahrdienst anzustellen. Ein absoluter Wahnsinn! Dabei wäre es – angesichts der jährlich sprudelnden Steuermilliarden – ein Leichtes, Gelder für einen solchen Fahrdienst zur Verfügung zu stellen. Mehr noch, wenn man es gar auf die Spitze treibt: die behinderten Menschen könnten im gepolsterten Rolls Royce zu ihren Arzt-Terminen und Veranstaltungen gefahren werden.

Das braucht es alles gar nicht, aber ein funktionierender Behindertenfahrdienst, der nicht darum bangen muss, seine Leistungen kürzen oder womöglich einstellen zu müssen – der MUSS in Deutschland staatlicherseits gewährleistet sein, gar keine Frage! Und das könnte auch garantiert sein, man schaue nur auf die Milliardenbeiträge, die die Politik beispielsweise für illegale Migranten ausgegeben hat und noch ausgibt: astronomische Summen für Leute, die gar nicht im Land sein dürften (man erinnere sich an die Bilder, die zeigten, dass „Flüchtlinge“ in Taxis zu Arzt-Terminen gefahren werden)!

Ebenso gönnt sich die Politik selbst kontinuierlich fette Gelder, Stichwort: Parteienfinanzierung oder auch Diäten.

Dr. Nicolaus Fest, der einstige stellvertretende Chefredakteur der BILD am Sonntag, stellte kürzlich in einem Beitrag für die JUNGE FREIHEIT fest, dass das Land – also Deutschland – langsam aber sicher in einen Stillstand verfällt. Es war sinnbildlich gemeint und es kommen einem beim Lesen dieses Artikels viele Dinge in den Sinn, die vor sich hin modern, ohne angepackt zu werden, sprich: marode Brücken und Straßen, Familienförderung, Bildung, die Justiz und so weiter und so fort.

Schaut man allerdings mal nur auf die soziale Komponente, auf die tägliche Diskriminierung länger hier lebender Menschen, die entweder körperlich gehandicapt oder aber finanziell benachteiligt sind oder beides, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass das Land nicht nur im Stillstand ist, sondern durchaus schon verfault (ist).

Nicht umsonst bezeichnete vor Jahren bereits die Geschäftsführerin des Landesfamilienverbandes Leipzig, Brunhild Fischer, Herrn Schäuble als asozial. Freilich nicht im Sinne eines verlotterten Trinkers, der am Kiosk seinen Hochprozentigen kippt, nein – im Sinne einer nichtsozialen Politik für – in diesem von ihr gemeinten Fall – Ein- und Zwei-Eltern-Familien. Man denke nur daran, welchen Schlagabtausch sich der gnom-artige Alte seinerzeit mit der damaligen Familienministerin Schwesig lieferte, die dann das Kindergeld auf  sage und schreibe 6,00 € „erhöhte“.

Politiker bedienen sich schamlos an Steuergeldern

Es ist immer wieder dasselbe: während die Politiker selbst sich an den Geldtöpfen schamlos bedienen, Steuermilliarden in alle Welt transferieren und seit 2015 (und auch lange davor) hierzulande zugewanderte Schwerstverbrecher alimentieren, ist es der gemeine Deutsche, der oftmals hintenan stehen muss.

Es verwundert deshalb nicht, dass immer häufiger in der Öffentlichkeit das Wort „Volksverräter“ gerufen wird, vornehmlich auf Demonstrationen, aber immer häufiger auch im Zusammenhang mit kleineren Politaktionen. Immer mehr Leute bekommen diese schreiende Ungerechtigkeit gegenüber Einheimischen mit und thematisieren sie. Das ist gut so.

Wann allerdings eine wirkliche Veränderung dieser unhaltbaren Zustände in Deutschland eintritt, bleibt abzuwarten.

Bis dahin muss wohl auch der Behindertenfahrdienst noch weiter um freiwillige Helfer, die gehandicapte Menschen fahren, kämpfen. Leider!

Den Beitrag, um den es hier geht, finden Sie aktuell noch hier – bitte beachten Sie, dass Radiobeiträge zum Nachhören oft nur einige Tage im Netz verfügbar sind.

Bildnachweis (Symbolbild): (c) dpa – Fotoreport

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