Prozess Loveparade Duisburg ohne Urteil beendet: Niemand muss Verantwortung übernehmen!

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Duisburg

Die Treppe auf dem Gelände der 2010er Loveparade lenkt den Fokus auf die vielen Opfer.

Nach der dramatischen Loveparade, die im Juli 2010 in Duisburg mit 21 Todesopfern und mehreren Hundert Verletzten einherging, muss für die Tragödie nunmehr niemand Verantwortung übernehmen.

Das geht aus einem Artikel von der derwesten.de am 04. Mai 2020 hervor. Dort ist unter anderem folgendes zu lesen:

„(…)Nach 184 Sitzungstagen hat das Landgericht Duisburg den Prozess um die Loveparade-Katastrophe 2010, bei der 21 Menschen starben, eingestellt.(…)“

Es muss sich also niemand für die Toten und Verletzten verantworten. Was für eine Ungeheuerlichkeit! Dabei schien es kurz nach dem Unglück so, dass es durchaus Personen gibt, denen man unverantwortliches Handeln oder/und Fahrlässigkeit nachweisen kann. In den Fokus gerieten seinerzeit sowohl die Stadtmitarbeiter in Duisburg als auch die Planer und Veranstalter des Events.

Die Location sei von Anfang an zu klein respektive ungeeignet für das Mega-Event gewesen, die Koordination der Menschenströme falsch konzipiert – so war es immer wieder zu hören. Nun endet der Prozess um das Unglück ohne dass wer zur Verantwortung gezogen wird.

Niemand muss Verantwortung übernehmen: Eine Ohrfeige für die Hinterbliebenen

WELT.de berichtet heute in diesem Zusammenhang ebenso:

„(…)Eines der aufwendigsten Strafverfahren der Nachkriegszeit endet damit nach knapp zweieinhalb Jahren und 184 Sitzungstagen ohne ein Urteil(…)“

Ohne Urteil! Niemand muss die Verantwortung übernehmen. Wahnsinn! Aber irgendwie auch nichts Neues mehr in diesem Land. Mittlerweile scheint hier fast alles Negative und Kriminelle möglich, ohne dass die Verantwortung dafür übernommen wird.

Beispiele dafür gibt es genug! Olaf Scholz ist eines. Der Bundesfinanzminister (SPD), war Erster Bürgermeister von Hamburg, als linke Chaoten Teile der Hansestadt beim G-20-Gipfel zerlegten. Vorher hatte Scholz den Hamburgern Sicherheit versprochen, was natürlich nicht eingehalten werden konnte. Politiker mit Format und Charakter hätten aufgrund eines solchen Ereignisses ihren Rücktritt angeboten – Scholz indes nahm einfach die nächste Stufe der Karriereleiter.

Oder Merkel: Aufgrund ihrer unseligen Entscheidung, tausende kulturfremde Männer nach Deutschland zu holen, haben unzählige Deutsche ihr Leben oder ihre Versehrtheit lassen müssen. Jeder normale Kanzler würde die Entscheidung nicht nur rückgängig machen, sondern aufgrund der furchtbaren Taten, die „Flüchtlinge“ hierzulande begangen haben und begehen, seinen Hut nehmen und Platz machen für ein Staatsoberhaupt, das die Interessen des Volkes vertritt. Nicht so Merkel. Auch sie übernimmt keine Verantwortung, während seitens vieler angeblich Schutzsuchender des Grabschen, Vergewaltigen, Rauben und Morden eben weitergeht.

Heutzutage nimmt nach Fehltritten kaum noch jemand seinen Hut

Ebenso die Bundesfamilienministerin Giffey. Trotz erheblicher Mängel in ihrer Doktorarbeit (auch von gravierenden Plagiaten war die Rede) muss sie weder ihren Doktortitel abgeben, noch ihr Ministeramt. Zusätzlich saß Franziska Giffey auch noch den Skandal um ihren Mann aus: Der soll als Beamter in 54 Fällen unerlaubte Nebentätigkeiten angetreten haben.

All das sind keine Gründe für solche Leute, Schamgefühl zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Und sie kommen damit durch. Wie so oft in der deutschen Politik und Gesellschaft.

Starke Charaktere, die bereit sind, bei Fehlern oder Fehlverhalten die Konsequenzen zu ziehen, gibt es im Land offenbar nicht mehr. Dafür aber offensichtlich immer mehr Leute, die jene, die Fehltritte zu verantworten haben, nicht zur Verantwortung ziehen.

Das zeigt der Prozess ohne Urteil im Zusammenhang mit der Duisburger Loveparade einmal mehr. Es dürfte selbstverständlich Personen geben, die das Unglück (mit)zu verantworten haben, ganz klar. Aber dennoch lässt die Justiz sie ziehen und fällt keine entsprechenden Urteile.

Der Tod all jener, die auf der Kult-Veranstaltung 2010 ihr Leben lassen mussten, wird also nicht gesühnt. Was für eine Ohrfeige in die Gesichter der Angehörigen muss das wohl sein!

Und nicht nur das. Nein, dieses über unser Land hereingebrochene „Keine-Verantwortung-übernehmen“ in nahezu allen Bereichen unserer Gesellschaft ist auch eine Ohrfeige für die Bevölkerung. Für alle, die rechtschaffen ihr Leben gestalten, sich gesetzestreu verhalten und die Spielregeln einhalten.

Hoffnung auf bessere Zeiten

Wenn man sich die Lage in Deutschland anschaut – die feisten, volksfernen Altparteien, die Justiz, die zu oft nur Kuschelurteile fällt, Politiker, bekannte Personen und auch Journalisten, die sich einen Fehltritt nach dem anderen leisten und dafür von niemandem zur Rechenschaft gezogen werden -, dann neigt man schon ab und an dazu, alle Hoffnung auf Besserung zu verlieren.

Doch das sollte niemand! Denn in diesem Sumpf ist es definitiv die Hoffnung auf bessere Zeiten, die die aktuellen Zustände ertragen lässt.

Irgendwann (und der Tag kommt) überspannen sie den Bogen.

Dann wird`s interessant!

Quellen: Der Westen / WELT (Online-Ausgaben)

Bildnachweis: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa

 

 

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